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Die Grenzen der Polemik: Über öffentliches politisches Schreiben

Anlass für dieses Schreiben ist eine teilweise in dieser Zeitung ausgetragene Kontroverse zwischen zwei Autoren, die ich A und B nennen möchte. Gegenstand ist zunächst ein Lob von A für die „Luftschläge der US-Airforce“ gegen ISIS, „vermutlich auch [mit] deren vielgescholtenen Drohnen. Mögen sie reiche Ernte einfahren.“ Darauf die Antwort von B vom 23.8.: „Das ist nichts Anderes als der Aufruf zu bzw. die Billigung von Mord und Totschlag.“ A habe mit einer solchen Formulierung „die Menschenwürde längst seiner Verbitterung und seinem Hass geopfert.“ (Dazu auch Kommentare auf der Kassel-Zeitung)
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"Von der Hohenzollernstraße zum Boulevard" – Baustellenführung durch die Friedrich-Ebert-Straße

Sonntag, 7. September, 16 Uhr bis 17.30 Uhr, Treffpunkt: Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße, Friedrich-Ebert-Straße 32-34
Die Friedrich-Ebert-Straße, zentrale Achse zwischen Innenstadt und Bad Wilhelmshöhe, wird bis Herbst 2015 zum Boulevard. In einem breit angelegten Beteiligungprozess haben sich Akteure wie Institutionen für diese Aufwertung stark gemacht, die aus dem Förderprogramm "Aktive Kernbereiche in Hessen" finanziert wird.
Zwischen Ständeplatz und Annastraße vermittelt die Baustellenführung des Stadtbüros Friedrich-Ebert-Straße auf einer Strecke von nur 800 Metern auch historische und aktuelle Einblicke in die Geschichte des ehemaligen Hohenzollernviertels sowie die Wiederaufbauplanungen der 1950er Jahre und ihre Realisierung. ""Von der Hohenzollernstraße zum Boulevard" – Baustellenführung durch die Friedrich-Ebert-Straße" vollständig lesen

Stadtteilkonferenz im Vorderen Westen: Gentrifizierung oder gesunde Entwicklung?

Lassallestraße: „Rabiate Entmietung“ im Vorderen Westen
Foto: Andreas Schmitz, Kassel West e.V.
Unter diesem Titel veranstaltet der Verein Kassel-West e.V. am 20.09.2014 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr eine Stadtteilkonferenz im Vorderen Westen im Stadtteilzentrum, Elfbuchenstraße 3.
Die Aufwertung des Vorderen Westens z.B. durch die Maßnahmen im Rahmen der aktiven Kernbereiche ist durch Kassel-West e.V. unterstützt worden. Der Erfolg zeigt, dass dies auch der richtige Weg war. Mittlerweile hat die Aufwertung des Stadtteils aber eine solche Eigendynamik bekommen, die durchaus problematische Züge angenommen hat und wo Strategien der Gegensteuerung diskutiert werden sollten. „Bei Quadratmeterpreisen von 3.000 Euro für Eigentumswohnungen oder „rabiaten Entmietungen“ wie in der Lassallestraße erscheint das Thema Gentrifizierung zunehmend wichtig“, so Andreas Schmitz, Vorsitzender von Kassel-West e.V. "Stadtteilkonferenz im Vorderen Westen: Gentrifizierung oder gesunde Entwicklung?" vollständig lesen

Das fair kaufhaus braucht Hilfe!

Seit dem Jahr 2008 gibt es das fair kaufhaus in Kassel, ein soziales Projekt in Rothenditmold mit ursprünglich über 30 Arbeitsplätzen. In dem Secondhand-Kaufhaus werden Möbel, Textilien, und Haushaltswaren aller Art verkauft.
Leider hat es in den sechs Jahren des Bestehens nie zu schwarzen Zahlen gereicht. Das Kaufhaus muss die Personal- und Sachkosten aus den Verkaufserlösen bestreiten und erhält keine Zuschüsse. Die Verluste sind vor allem in der Anfangszeit entstanden, aber gegenwärtig nimmt der Druck der Gläubiger zu. „Wir bekommen reichlich Sachspenden, können gar nicht alles abholen“, so Horst Pedina, Geschäftsführer im Kaufhaus, „aber was uns dringend fehlt, sind Geldspenden“.
Es wäre wirklich schade, wenn es dann fair kaufhaus schließen müsste. „Aber wir kämpfen weiter“, so die Mitarbeiter.

Nordhessisches Bündnis "Freihandelsabkommen stoppen"


Unter dem Motto "Gemeinwohl statt Konzerninteressen" hat sich im Raum Kassel ein Bündnis gegen die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA gegründet. Beteiligt sind Attac, BUND, Frackingfreies Hessen, GEW, die Ev. Kirche, die Linke, Piraten und viele andere Oranisationen. Im Rahmen der in ganz Europa im Herbst geplanten Aktionen gegen die im geheimen verhandelten Abkommen wird es auch in Kassel eine Demonstration geben.
Organisationen, die sich am Nordhessischen Bündnis gegen Freihandelsabkommen beteiligen möchten, melden sich bitte unter regula@posteo.de. Bis zum 12.9.2014 nehmen wir weitere Oranisationen gerne auf.
Die Demonstration, die zeitgleich in verschiedenen deutschen und europäischen Städten stattfinden wird, ist für den 11.10. um 14 Uhr auf dem Königsplatz in Kassel geplant. Wir wünschen uns eine große Bürgerbeteiligung!

TalkWalk Mattenberg - Weg durch die Zeiten

Die TalkWalk-Gruppe in der Mattenbergsiedlung
Zum Ausstellungsgelände „Bewegter Wind" am Schenkelsberg und zur Geschichte der Mattenbergsiedlung in Oberzwehren hat der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar einen TalkWalk entwickelt. Am Sonntag, 24. August 2014, gab es die Live-Version mit Interviews und vielen Erläuterungen direkt vor Ort.
>>Hier steht der TalkWalk zum Download bereit, mit dem sich interessierte selbst auf den Wege begeben können.
Prädikat: Absolut empfehlenswert. "TalkWalk Mattenberg - Weg durch die Zeiten" vollständig lesen

Rechte Linke oder linke Rechte – der Gazakrieg bringt’s an den Tag oder wie ein Kasseler Pseudo-Links-Intellektueller Mord und Totschlag billigt

Heute lese ich bei Facebook, dass Ruprecht Polenz Konstantin Wecker in die Nähe von Horst Mahler rückt. „Die Extreme berühren sich“ schreibt er. Nun muss sich niemand an Ruprecht Polenz erinnern. Der war mal kurz der offizielle Wadenbeißer (Generalsekretär) der CDU.
Dass aber auch in Kassel die Verhältnisse verschwimmen haben die letzten Wochen deutlich gemacht. Insofern wirkt der Gaza-Krieg wie ein Katalysator, der hier so einiges freilegt. Die bisherigen Demonstrationen haben gezeigt, dass es unter den Israel-Kritikern auch Antisemiten gibt. Und sie haben gezeigt, dass es unter denen, die Israel verteidigen, Leute gibt, die unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Antisemitismus eine von (Selbst-) Hass zerfressene und völker- und menschenverachtende Ideologie verbreiten, die höchst bemerkenswert ist. Während diese selbst ernannten Tugendwächter bei jedem Hauch eines Vergleiches, ob angemessen oder nicht spielt keine Rolle, mit Strukturen oder Ereignissen im Nationalsozialismus sofort „Alarm“ brüllen (oft genug haben sie dabei sogar Recht) hat einer ihrer Kasseler Vorturner kürzlich die SAV als “SA-Voran” bezeichnet. Während die offensichtliche Analogie zur SA der Nazis zuerst als Problem des Lesers und nicht des Autors zurückgewiesen wurde, gab’s dann wenig später doch eine Erläuterung, warum hier doch eine Nähe zwischen der SA und der SAV gegeben sei. Man muss nun kein Freund der SAV sein, um dies als selten dämlich zu bezeichnen. Denn es macht vor allem deutlich, dass es diesen „Israel-Freunden“ um alles Mögliche geht, aber nicht um die Zukunft Israels, auch nicht um eine wirksame und notwendige Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland und hier in Kassel.

Das alles ließe sich möglicherweise als kleinere Kabalen in der Politszene abhandeln. Man könnte mit mitleidigem Lächeln auf diese jämmerliche Figuren der antideutschen Szene blicken. Wenn, ja wenn ich nicht wüsste und gesehen hätte, wie viele junge Menschen dieser Truppe auf den Leim gehen. Und wenn ich unter den Fähnchen-Wedlern im antideutschen Fahrwasser nicht auch Menschen gesehen hätte, die in unserem Bündnis mitarbeiten oder ihm nahe stehen. Einer der antideutschen Vorturner, Jonas Dörge, hat tatsächlich mal für das Bündnis der Kasseler Linken kandidiert.

Heute nun lese ich von ihm einen Post, der tatsächlich an brutaler Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten ist. Man kann ja über die Waffenlieferungen in den Irak streiten. Ich halte davon nichts. Ich akzeptiere aber, dass es Menschen gibt (Gregor Gysi gehörte für einen unbedachten Moment ja auch dazu), die dies aus humanitären Gründen für notwendig halten. Wenn Jonas Dörge diejenigen, die sich hier anders als er positionieren mit spöttischer Betrachtung beschreibt, so mag das als Stilmittel durchgehen. Die rote Linie ist definitiv überschritten, wenn er wünscht die Luftschläge der US-Airforce und die Drohnenangriffe mögen „reiche Ernte einfahren“. Das ist nichts anderes als der Aufruf zu bzw. die Billigung von Mord und Totschlag. Denn ungeachtet aller unterschiedlichen Meinungen ist es ein Fakt, dass diese Luftangriffe, die vermeintlich gezielten Drohnenangriffe jede Menge zivile Opfer gefordert haben und weiter fordern werden. Wer hier sich „reiche Ernte“ wünscht – also hohe Opferzahlen – , wer so formuliert, der hat die Menschenwürde längst seiner Verbitterung und seinem Hass geopfert.
Ob Faschismus so anfängt? Ich weiß es nicht. Sicher ist aber, dass Faschismus genau dieses Maß an Menschenverachtung braucht, um sich praktisch zu manifestieren. Und wir müssen uns als Kasseler Linke mit der Tatsache auseinandersetzen, dass die Vertreter solcher menschenverachtenden Ideologie mitten unter uns sind.

Freisprechanlage: Gruppe, Gemeinschaft, Genossenschaft

Diesmal war das Zögern, Schrecken, Zurückstehen vor dem öffentlichen Freisprechen sehr breit angelegt. Deshalb unterhalten sich Gertrud Salm und ich im Duett oder Duell über: Heilmöglichkeiten der Zusammenschlüsse von Individuen zu Mehreren und zum Ziel eines (alternativen) Gegenentwurfs zum gewöhnlichen Zusammenleben. Da gibt es ja die mehr intim-emotionalen Varianten wie auch die mehr zweckorientierten, oder Mischformen.
Zu Chancen, Risiken und Nebenwirkungen also morgen
Sonntag 24.8.2014 im Freien Radio Kassel, 18-19 Uhr. (Wdh. Montag vormittags um 11 Uhr.)

Planwirtschaftliche Anregungen zu den Staat-Lidl-Relations

Aus dem Osten kam ja früher und kommt auch jetzt das planwirtschaftliche Gedankengut (heute "Regulierung" umgenannt). Der Professor Mike Geppert von der Uni Jena hat ("gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam") "das Management und die Beschäftigungsverhältnisse beim Lebensmitteldiscounter Lidl" untersucht, und zwar vergleichend in Euroa - z.B. auch in Finnland, wo es verhältnismäßig gut aussehen soll. Es ist uns ja schon lange bekannt, dass nicht nur hierzulande mit Überlastung, Hierarchchie und einer Management-Strategie gearbeitet wird, "die bisweilen 'totalitäre' Züge tragen kann". Wenn dann auch die Gewerkschaft wenig ausrichten könne, sei "eine verbindliche staatliche Regulierung durchaus ein sinnvolles Instrument", wie es durchaus vorsichtig ausgedrückt wird. Hier die Pressemitteilung über den idw.

PIRATEN auf dem Open Flair

Wie schon im letzten Jahr waren die PIRATEN wieder mit einem Stand auf dem Open Flair in Eschwege vertreten.
Das seit 1985 stattfindende Musikfestival bot vom 7.-10. August auf zwei großen Bühnen ein großes Programm mit Gruppen wie SEEED, JIMMY EAT WORLD, ENTER SHIKARI, DIE SCHRÖDERS, KAKKMADDAFAKKA, KADAVAR, MAXIM, FEINE SAHNE FISCHFILET, THE INTERSPHERE, ROGERS, BROILERS, RISE AGAINST und CASPER, die den bis zu 20 000 Besuchern pro Tag kräftig einheizten.
Zwischen Kleinkunst, Kinderaktionen und Performances verteilte die Piratenpartei an ihrem gut besuchten Stand um die 1.500 Aufkleber von den Queeraten und hunderte NSA- und Piratenaufkleber. »Am Sonntagmittag waren alle weg. - Queeratenaufkleber hätten wir die doppelte Menge verteilen können! Am Abend kam dann noch eine Besucherin und machte sich - natürlich nicht ohne zu fragen - sogar noch einen Aufkleber von unserem Tisch ab. Auch unsere Kondome mit der Aufschrift ›Love is the future and the future is yours‹ gingen weg wie warme Semmeln«, freut sich Michael Balke, der den Infostand der PIRATEN organisiert hatte.
Außerdem wurden etwa 1.200 Luftballons zu Piratensäbeln modelliert und verteilt, mit denen sich besonders Erwachsene auf den Wiesen Spaßkämpfe lieferten.

Attac-Radio: Drei Stunden Sondersendung zu den Freihandelsabkommen TTIP / CETA / TISA

am Samstag, 23. August, 21-24 Uhr und
am Sonntag, 24. August, 13-15 Uhr (die ersten beiden Stunden)
im Freien Radio Kassel UKW 105,8
oder als Livestream im Freien Radio Kassel

Wie können TTIP, CETA und TISA, die beiden ebenfalls geheimen Klone des Transatlantischen Freihandelsabkommen, verhindert werden? Ein erster Schritt ist Information, der zweite sind Bündnisse und der dritte dann Aktionen.

Erfolge gibt es bereits ... "Attac-Radio: Drei Stunden Sondersendung zu den Freihandelsabkommen TTIP / CETA / TISA" vollständig lesen

Alte politische Weisheit, missachtet

"Nichts ist gefährlicher als der Einfluß privater Interessen auf die öffentlichen Angelegenheiten, und der Mißbrauch der Gesetze durch die Regierung ist ein geringeres Übel als die Korruption des Gesetzgebers, der sich aus der Hinwendung an Sonderinteressen unweigerlich ergibt." (Jean Jacques Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, 1762)

Wolfhager Windpark: Entspannte Stimmung auf dem Rödeser Berg

Die Wolfhager Stadtwerke hatten auf die "offene Windpark-Baustelle" eingeladen, um Bürgerinnen und Bürger über den Fortgang der Arbeiten an den vier Windkraftanlagen zu informieren. Ende des Jahres werden diese "grünen" Strom liefern und die Kommune ihrem Ziel 100%-EE-Kommune zu werden und eine bürgernahe Energiewende zu erreichen, einen entscheidenden Schritt näher bringen.
Über 2.000 Interessierte folgten der Einladung; die Stimmung war volksfestmäßig ausgelassen – die Organisatoren hatten ein Programm für alle Generationen auf die Beine gestellt. "Wolfhager Windpark: Entspannte Stimmung auf dem Rödeser Berg" vollständig lesen

UNIVERSITY OF THE TREES – KASSEL: Zwei öffentliche Prozesse im August 2014

Soziale Plastik und die Universität der Bäume

Die University of the Trees (UOT) ist eine Soziale Plastik, initiert von der Künstlerin (Beuys-Schülerin) Shelley Sacks, die Leiterin der Social Sculpture Research Units (Oxford Brookes University) ist. Auch in Kassel gibt es seit 2012 eine "Fakultät" der Universität der Bäume, die verbindende praktische Prozesse vermittelt, welche die Beziehung zwischen innerer und äußerer Arbeit erfahrbar machen, und die Menschen darin unterstützt, wahre kreative „Agenten des Wandels“ zu sein - Gestalter einer humanen und ökologisch gerechten Zukunft.
Zwischen dem 23. und 28.08. lädt die UOT zu 2 öffentlichen Prozessen ein: Erdforum und Feldwahrnehmung/Agenda für transformative Aktion für Kassel, geleitet von Shelley Sacks und Wolfgang Zumdick (Autor, Philosoph, Kurator und Joseph Beuys-Social Sculpture Spezialist).
Genauere Infos s.u.

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"Viaje radial" - Rundreise durch Lateinamerika: "Die Macht der Drogen"

Donnerstag, 14. August, 21 bis 22 Uhr, Freies Radio Kassel
Auf ihrer radiophonen "Rundreise" durch den amerikanischen Subkontinent sprechen Enrique Catalán und Klaus Schaake über die Drogenfrage. Die Sendung läuft in spanischer Sprache.
UKW: 105,8 MHz / Kabel: 97,8 MHz oder als Livestream über's Internet. Wiederholung am Freitag, 15.8., 13 bis 14 Uhr.

Bürgerinitiativen und ihre falschen Freunde

Natürlich gibt es unter den Bürgerinitiativen solche, die nichts Anderes als enge Spezialinteressen verfolgen und solche, die ein von Politik und/oder Wirtschaft vernachlässigtes Problem bearbeiten, das von allgemeinem Interesse ist. Letzteres gilt auch für Nichtregierungsorganisationen, die in der Regel mit der englischsprachigen Akürzung NGOs bezeichnet werden. Alle drei Formen der Laieneinwirkung sind jedoch Bestandteil dessen, was in den angelsächsichen Ländern unter dem Begriff Graswurzelbewegung bekannt ist. Dieser Sachverhalt hat das große Geld und big government nicht ruhen lassen. "Bürgerinitiativen und ihre falschen Freunde" vollständig lesen

StadtLabor: "Die Bürgerinitiative - ein Praxisratgeber"



Download: stadtlabor2014-07-31-buergerinitiativen-ohnemusik.mp3
In seinem Praxisratgeber mit dem Untertitel "Der garantiert theoriefreie Trost- und Ratgeber für alle, die begriffen haben: Welt retten beginnt vor der Haustür!", zeigt Wolfgang Ehle wie aktive Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen in die Medien und in die Öffentlichkeit tragen. Das StadtLabor experimentierte mit dem Autor des Werkes.
kassel-zeitung dokumentiert die am 31. Juli 2014 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht Teil der Sendung. Das hat mit der GEMA zu tun...

Der Anti-

Wir haben den Anti-Semitismus. Wenn man häufigen Äußerungen Glauben schenken darf, verbindet sich dieser gerne mit dem Anti-Amerikanismus (u.a. weil in den USA auch Juden wohnen). Um dies nun in der Balance zu halten, wurde jetzt der Anti-Russismus noch populärer gemacht. Am schönsten macht dies unser billiges großes Massenblatt, indem es stellvertretend für unsere Angst spricht. Wenn es wahr sein könnte, dass die "postmoderne Masse ... eine Summe aus Mikroanarchismen und Einsamkeiten ist", so hat man hier ein beruhigendes Betätigungsfeld für Anti-Sinnstiftungen.
Im Anti-Russismus haben sowohl die USA als auch Deutschland (Bolschewikenangst) die größte Übung. Man darf schon staunen, mit welch todeifersüchtiger Inbrunst diese Nationen die einstmals mögliche alternative zu dem Anti-Spruch there's no alternative (Adenauer, Thatcher) verfolgt haben.
Eine Universalisierung des Anti- stammt von Groucho Marx: "Whatever it is, I'm against it" (Horse Feathers, deutsch: "Blühender Blödsinn").

Krisenverschärfungs- und Kriegspolitik

Ich musste meine oberste Schreibtischschublade reparieren und dazu die Kriegsalben meines Vaters, Abt. Russland herausnehmen. Schaute noch einmal kurz hinein und entdeckte einen Pfosten mit auf Holztafeln eingetragenen Entfernungen: Karlsbad 2140km, München 2489, Pirmasens 2845 etc. Wenn diese Zahlen auch nur ungefähr stimmen, dann sind das nicht Kiew oder Minsk, sondern fast schon Moskau. Da wollen sie also alle wieder hin: Let's go East! Der "Vampir vom Roten Platz" lebt noch! (Pierre Gripari, Kleiner Idiotenführer durch die Hölle) Zu Kassel-Moskau gibt der Routenplaner 2166km (mit Auto) an. 23 Stunden 8 Minuten. Wie lange eine Drohne brauchen würde, kann ich natürlich nicht ausrechnen.

Freisprechanlage auditiv: Nach Deutschland fliehen

Wir hatten eine Gruppe Flüchtlinge aus Eritrea mit ihrem Förderer und Übersetzer angekündigt. Das Gespräch war mehrsprachig und das Eritreische für mich 'wohltönend. Weniger wohltönend sind die Schrecken, die die zwei Gäste hinter sich haben, und die Ungewißheit, ob sie nun Asyl bekommen. Wir wünschen den beiden sympathischen Menschen Glück und gute Erfahrungen in Deutschland.


Download: Freisprech-27.7.14.mp3

Nachruf: Koch in der freien Wirtschaft gescheitert

Nicht mit klammheimlicher, sondern mit unheimlicher Freude habe ich gestern die Nachricht vom Scheitern eines der widerwärtigsten Politiker unserer Zeit vernommen. Roland Koch, der dank seiner Verdienste um die Prosperität der Bauwirtschaft nach seinem Abgang als hessischer Ministerpräsident in den Vorstand von Bilfinger Berger wechselte, wird nach zwei Gewinnwarnungen von seinem Aufsichtsrat gebeten, seinen Posten zur Verfügung zu stellen.

Das tut gut!

Jeder im Bündnis der südhessischen BIs und viele andere mehr wissen, welche fatale Rolle dieser Mann beim Ausbau des Frankfurter Flughafens gespielt hat - neben anderen Großtaten u.a. in Nordhessen. Ich kann nicht anders, aber ich wünsche ihm, dass er eines Tages unter der Flughafenbrücke an der Autobahn mit Sicht- und Hörkontakt zu seiner Jobmaschine hausen muss.

Mit seinem diplomatisch kaschierten Rausschmiss ist ein Anfang gemacht!

Zweistöckige Boote an der Fulda vor dem Unterneustädter Park! Schilda – oder was? Und was nun?

Auf Einladung von Herrn Schleising, Vorsitzender des Ortsbeirates Unterneustadt, bin ich am 17. Juli zur Sitzung eben dieses Ortsbeirats getigert…. Grund, Hintergrund: die unsägliche Genehmigung für mehrere Dalben bzw. Bootsanleger für zwei große, zweistöckige Hausboote vor dem Unterneustädter Park und verschiedentliche Veröffentlichungen in der HNA und in der Kassel-Zeitung. Ein heißer Abend im idyllischen Kleingartenverein Schwanenwiese – in jeder Hinsicht. Freunde meinten: warum rennst du da hin? Deine aktive Unterneustadtzeit ist doch vorbei und ob da nun ein Boot vor dem Park liegt, auch wenn es vielleicht nicht der ideale Standort dafür ist, was soll’s? Boote gehören doch auf die Fulda und du wolltest doch selbst auch immer den einen oder anderen Investor überzeugen, an der Fulda in diese interessante Bauform zu investieren? Das Problem ist doch eigentlich gar keins. Es gibt Wichtigeres.

Ob und was an dem Thema wichtig ist, muss jeder selbst entscheiden. Für mich jedenfalls ist es von erheblicher Bedeutung, wenn in einer Stadt, die mit städtebaulichen Volltreffern aufgrund ihrer spezifischen Wiederaufbaugeschichte und den vielen Fehlern, die „sie“ sich leider immer wieder leistet (Salzmann, Stadtbad Mitte, Finanzamt etcpp.), eher nicht gesegnet ist, solche Missgeschicke passieren. Denn – um es überdeutlich und glasklar - zu sagen: Das Missgeschick, um das es hier geht, ist alles andere denn eine Kleinigkeit. Vor der Kulisse dessen, was in Form des Rondells vom Schloss übriggeblieben ist und der imposanten, historischen Flussmauer, möchte sich ein Unternehmer, den die HNA als „vielseitig“ bezeichnet, mit seinen Ideen austoben! Das ist ein Unding, das geht gar nicht. Dafür gibt es an der Fulda geeignetere Stellen. Ich kenne viele davon gut. Aber hier, unmittelbar vor dem öffentlichen Park, vis-à-vis des Rondells, ist bestimmt nicht der richtige Ort für derartige Experimente.
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Filmpremiere beim Rundgang: 100 Jahre Aquarium Berlin

Flyer zum Filmprogramm des KHS-Rundgangs 2014
Copyright © 2014 Abteilung Film und Fernsehen, KHS, Universität Kassel

Beim diesjährigen Rundgang der Kunsthochschule Kassel (KHS), der traditionellen Ausstellung der studentischen Semesterarbeiten, zeigte die Abteilung Film und Fernsehen im Balikino auch Abschlussfilme. Besonders beeindruckend ist das Werk „100 Jahre Aquarium Berlin“ von Philipp Teubner. Diese Dokumentation ordnet das Zoo-Aquarium in Berlin nicht nur in den naturwissenschaftlich-historischen Kontext ein, sondern verdeutlicht auch die Bedeutung von Wasser für Leben – und räumt nebenbei mit ein paar Mythen über die Tierwelt auf.

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Auf den Spuren jüdischen Lebens im Vorderen Westen Stadtteilführung von Kassel-West e.V.

Gründer des Vorderen Westens: Sigmund Aschrott
Sonnabend, 16. August, 15 Uhr, Treffpunkt: Dr. Lilli-Jahn-Platz vor der Adventskirche
Eine Führung durch den Vorderen Westen mit Wolfgang Matthäus bietet der Verein Kassel-West e. V. an. Der Spaziergang am Sonnabend, 16. August 2014, bewegt sich vor allem auch auf den Spuren jüdischen Lebens im Stadtteil, der seine Gründung dem jüdischen Unternehmer Sigmund Aschrott verdankt. Treffpunkt um 15.00 Uhr ist der Dr. Lilli-Jahn-Platz vor der Adventskirche in der Germaniastraße. Die Teilnahme ist kostenlos.

Klimaverwandlung 4: Wortblasendurchstechung

Wir von der WWWA (Word Wide Watching Agency) legen weiterhin Wert auf Vorreden, die von Bezeichnungssorgfalt handeln. Bei einem Großthema werden weitgehend unbrauchbare Großbegriffe bzw. Sprechblasen verwendet. Unbrauchbar insofern, weil hier das Ganze Große nicht mit der Lebensperspektive einzelner Menschen, um die es ja hier gehen sollte, zusammenkommen kann. Ein prominentes Beispiel ist die sog. Nachhaltigkeit. Einen Begriff aus der weitgehend funktionierenden Forstwirtschaft auf einen Post-Industrie-Komplex anzuwenden, ist schonmal Unsinn. Er wird dann zum Joker. Die Behauptung, man könne Ungleichgewichte ins Gleichgewicht bringen, ist derselbe Unsinn. "Klimaverwandlung 4: Wortblasendurchstechung" vollständig lesen

StadtLabor: "Perspektiven für die Gewerkschaftsarbeit in der Region"



Download: stadtlabor2014-07-03-gewerkschaften-ohnemusik.mp3
Mit Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes, experimentierte das StadtLabor zu Perspektiven für die Gewerkschaftsarbeit in der Region Nordhessen.
kassel-zeitung dokumentiert die am 3. Juli 2014 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht Teil der Sendung. Das hat mit der GEMA zu tun...

Ein 4. Waterloo für OB Hilgen?

An unterschiedlichen Stellen habe ich mich kritisch damit auseinandergesetzt, dass der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Herr Hilgen, immer wieder glaubte, sich mit städtebaulicher Entwicklung und architektonischen Großprojekten beschäftigten zu müssen. Aus heutigem Blickwinkel betrachtet wäre es besser gewesen, er hätte das gelassen. Denn die Ergebnisse sind alle negativ. Alles was er angepackt hat, ist schlicht gescheitert, gegen die Wand gefahren worden. Das hat mit links und rechts, mit Parteipolitik oder so nichts zu tun. Gar nichts. Es sind einfach die Fakten. Multihalle auf den Giesewiesen: Fehlanzeige. Dieselbe Halle bei Salzmann: Fehlanzeige. Technisches Rathaus bei Salzmann: Fehlanzeige. 3 Versuche, 3 Misserfolge! Verantwortlich: Chefentwickler und OB Hilgen….

Das Industriedenkmal der Stadt Kassel - Salzmann!
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Klimaverwandlung 3: Vokabeln-Vorwörter

Für einen geplanten Diskussionsraum über "Klima" haben wir jetzt zwei Steilvorlagen. Der Konter von Herrn Jochum auf meine knackige Einleitung muss von mir zunächst, obwohl das eigentlich unzulässig-umständlich ist, auf den Wort-TÜV gestellt werden. Anschließend können wir dann mE in den sog. Sachverhalt einsteigen.
Auf den Unterschied zwischen Wort und Tat ist nach wie vor aufmerksam zu machen. Wer irgendwas kritisiert oder an irgendwen appelliert, etwas anders zu tun, hat zunächst eine Wort-Tat begangen. Andersrum glauben die meisten, der Unterschied sei himmelweit, was etwa mit "Hirngespinst" umschrieben wird. Dem ist nicht so. Ein schlauer amerikanischer Mann hat eine ziemlich alte kleine Schwarte geschrieben mit dem Titel "How to do things with words". Die Vorstellung, man werde hier "argumentieren", werde ich zu unterlaufen versuchen. "Klimaverwandlung 3: Vokabeln-Vorwörter" vollständig lesen

Jubiläum hin, Jubiläum her: Der Zweckverband versündigt sich an seinem Zweck!

Was für ein Widersinn: Statt am Tag des gutbesuchten Jubiläums, dem 14. Mai 2014, anlässlich des 40jährigen Bestehens des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK*) sich selbst und allen anderen zu demonstrieren, wofür so ein Verband gut ist oder sein könnte, führt er das Gegenteil vor. Zum wiederholten Mal wird gezeigt, nach allen Regeln der Kunst, dass die wichtigen, selbst aufgestellten, selbst erarbeiteten Ziele und Prinzipien des Verbandes nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Worum es auch an diesem Tag wieder ging: um die schlichte und banale Durchsetzung kurzsichtiger Partikularinteressen einer der Mitgliedsgemeinden. In diesem konkreten Fall drehte es sich um Schauenburg. Leider, das wird mir immer klarer, ist das ganz offensichtlich das „Kerngeschäft“ des ZRK!

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Klimaverwandlung II

So ist er halt, der Dr. Reuter: Zack (so schnell kann man gar nicht Luft holen) haut er einen „Aufschlag“ raus, mit dem ich - als geforderter und ausgewählter Duellant – so gar nicht einverstanden bin. Nicht nur mit meiner persönlichen Vorstellung, die ich gar nicht für notwendig hielt! Zum anderen gefällt mir das Wort „Weltverbesserung“ resp. Weltverbesserer überhaupt nicht: von der Sorte gibt es schon genug.
Was die Vokabeln Klimawandel, Nachhaltigkeit und Menschenrechte angeht bin ich der Auffassung, dass man sie nicht meiden sollte, weil andere sie zur Vernebelung und zum Belügen nutzen: Mit dem richtigen Inhalt gefüllt, der richtigen Definition versehen, sind sie durchaus brauchbar. Auch inflationärer Gebrauch bestimmter Begriffe macht diese nicht per se schlecht. Und ob wir jetzt mit der Reuter‘schen „Klimaverwandlung“ den Nagel auf den Kopf getroffen haben, wird sich noch zeigen….
Es gibt noch ein Problem: Dr. Reuter meint, der Dialog sollte in jeweils nur und ausschließlich kurzen Statements erfolgen, weil heute kein Schwein mehr lange Texte lesen will, zumindest im Internet nicht. Ich werde mich für den Anfang erst mal nicht dran halten, dafür will ich aber versuchen, meine Grund- und Ausgangsthese in wenigen Worten zusammenzufassen; ein „wenig“ Text drum rum schiebe ich dann noch nach!
Meine Haupt- und Eingangshypothese: unsere Spezies ist empfindlicher, als viele denken. Wir sägen den Ast, auf dem wir sitzen, schlicht ab! Damit rsikieren wir unsere Selbstabschaffung!
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