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Klimaverwandlung 3: Vokabeln-Vorwörter

Für einen geplanten Diskussionsraum über "Klima" haben wir jetzt zwei Steilvorlagen. Der Konter von Herrn Jochum auf meine knackige Einleitung muss von mir zunächst, obwohl das eigentlich unzulässig-umständlich ist, auf den Wort-TÜV gestellt werden. Anschließend können wir dann mE in den sog. Sachverhalt einsteigen.
Auf den Unterschied zwischen Wort und Tat ist nach wie vor aufmerksam zu machen. Wer irgendwas kritisiert oder an irgendwen appelliert, etwas anders zu tun, hat zunächst eine Wort-Tat begangen. Andersrum glauben die meisten, der Unterschied sei himmelweit, was etwa mit "Hirngespinst" umschrieben wird. Dem ist nicht so. Ein schlauer amerikanischer Mann hat eine ziemlich alte kleine Schwarte geschrieben mit dem Titel "How to do things with words". Die Vorstellung, man werde hier "argumentieren", werde ich zu unterlaufen versuchen.
Zunächst hat Herr Jochum sich gockelhaft gesträubt, für seine Tätigkeiten gelobt, und außerdem für seine großen Veränderungsabsichten verhaftet zu werden. Das rechnen wir unter Eitelkeiten ab. Sodann hat er behauptet, man könne abgelutschte und psychopolitische Propaganda-Begriffe doch immer noch mit dem richtigen Inhalt füllen. Das halte ich für falsch. Jeder, der guten Willens ist, kann das an einem Sentenz-TÜV überprüfen, zB an dem Satz von Carl Schmitt: "Wer Menschheit sagt, will betrügen". Für mich heißt das, dass viel mehr Dinge aus gegenteiliger Erfahrung neu erfunden werden müssen, als man denkt. Begriffe also zumal; so dass also gut umgewandelte Begriffe (wie "Klimaumwandlung") sehr viel zur Entwirrung und Aufklärung beitragen können. Wortgenauigkeit ist mir ein wichtiges Ziel, hier kann man nicht im Supermarkt einkaufen. Drittens hat Herr Jochum behauptet, dass Texte lang sein müssen, um den content (heißt das heute, früher "Botschaft") rüberzubringen. D.h. also: Aufklärung muss geschwätzig sein. Viertens die "Haupt- und Eingangshypothese: unsere Spezies ist empfindlicher, als viele denken. Wir sägen den Ast, auf dem wir sitzen, schlicht ab! Damit riskieren wir unsere Selbstabschaffung!" Da ist mehrerlei bemerkenswert. Erstens das grandiose "Wir". Bin ich wohl ein Wir mit "dem Chinesen", der gerade dabei ist die europäische Sau-Industrialisierung nachzuholen und dabei mit "dem Amerikaner" aneinandergerät? Schmarrn. Zweitens die verkappte These, dass "wir" es sind, die den Planeten ruinieren, und dafür zur Verantwortung gezogen werden müssen. Die "Natur" kommt hier als Unschuldslamm vor. Ich werde diese unausgedrückte Hypothese bekämpfen. Drittens können Paläontologen, Darwinisten und Evolutions-Biologen nur lachen, wenn sie von der "Abschaffung" einer Gattung oder Spezies hören. Wenn "der Mensch" untergeht, so what? Unser Freund Helmut Hoege hat einen schönen Vortrag über die E-Coli-Bakterie gehalten: Sie war lange vor uns da, sie kann in wunderbar niedrigen Temperaturen überleben, sie wird uns vroaussichtlich überleben, und außerdem ist sie kommunistisch...
Na da schau her!

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