Skip to content

Nieder mit der Problembeweinungskunst

Wie Kunst, will sie keine Problembeweinungskunst sein, aussehen muss, zeigt die berühmte Szene aus dem Film "Das Leben des Brian". Harald Kimpel hat sie wärmstens empfohlen.

https://www.youtube.com/watch?v=SJUhlRoBL8M

Wie Kunst nicht sein soll, sieht man im folgenden, speziell im Filmausschnitt, der mit Clip 2 bezeichnet ist (zweiter Filmausschnitt von oben). So ein Beweine ist doch fürchterlich. Schluss mit Mitgefühl und Empathie. Schluss mit der Darstellung von Elend.

https://klausbaum.wordpress.com/2015/02/15/die-roten-manner-ii/


documenta 14 und Annette Kulenkampff

Es gibt einen offenen Brief von documenta-Künstlern wider die Absicht administrativer Eingriffe der Politik in die Gestaltung der documenta.

https://docs.google.com/document/d/1Ee0hHzIXNNUv0ddVq45X_VLSvQQk-x9lZpMvmASW7Do/edit

interessant in diesem Zusammenhang ist folgende Anektode, denn sie enthält, was in der Philosophie ein dialektisches Umschlagen genannt wird.

Roland Koch, ehemaliger Ministerpräsident von Hessen, hielt anläßlich der 50-Jahr-Feier der documenta eine bemerkenswerte Rede, in der er hervorhob, dass er die künstlerischen Leiter der documenta-Austellungen beneide, weil sie eine souveräne Gestaltungsmacht hätten, während er in der Politik ständig von demokratischen Einsprüchen ausgebremst würde.

Käme es nun dazu, dass sich das Begehren der Politik durchsetzte, bei der documenta mitzubestimmen, und würde Roland Koch künstlerischer Leiter einer der folgenden documenta-Ausstellungen werden, so hätte die Politik den Politiker eingeholt - und es wäre wieder nichts mit der unbeschränkten Gestaltungsmacht.

Man muss sich in diesen Zeiten beeilen, bevor die Politik einem immer mehr Möglichkeiten der Selbstverwirklichung beschneidet.


Annette Kulenkampff verlässt die documenta


Ein Kommentar von Hans D. Christ

Auf gegenseitigem Einverständnis, so die offizielle Verlautbarung, tritt Annette Kulenkampff zum 01. Juni 2018 von ihrem Amt als Geschäftsführerin der documenta gGmbH zurück. Der offizielle Grund ist ein Defizit, von dem finale Zahlen nicht bekannt sind, das sich so um die 5 Millionen Euro bewegt. Die Politik zeigte sich erschüttert und die AFD verklagt den künstlerischen Leiter Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff auf den Verdacht der Untreue. Im Hintergrund rauschen Töne



"Annette Kulenkampff verlässt die documenta" vollständig lesen

Kassel, Athen, das EMST und die Deutsche Post

Ein investigativer Zwischenruf

Grandiosität bescheinigt das Kunstmagazin Monopol in seiner Dezemberausgabe* Adam Szymczyks Idee einer documenta zugleich in Kassel und in Athen. Zu Recht, wie wir meinen. Aber woher hatte er diese Idee?
Es steht nun außer Frage, dass dieses Geheimnis vom documenta-Leiter selbst zugleich aufgedeckt und verrätselt wurde. Fotografische Zeugnisse belegen es. Der Subtext einer Wortmarke in der Neuen Neuen Galerie (ehem. Neue Post) verrät, dass eine Konnektion zwischen der nordhessischen und der attischen Metropole, zwischen der documenta und dem EMST, dem Nationalen Museum für Zeitgenössische Kunst in Athen, seit Jahrzehnten dem Siedlungsgebiet unserer Region prospektiv gleichsam eingeschrieben ist. "Kassel, Athen, das EMST und die Deutsche Post" vollständig lesen

Hinter den Begriffen

Eine Polemik

Zu Beginn meines Studiums las ich in einem Buch: „Befriedigt schiebt sich begriffliche Ordnung vor das, was zu begreifen wäre.“

Ich habe diesen Satz, damals im Jahre 1972, nicht verstanden, seine Bedeutung ist mir erst jetzt im documenta-Jahr 2017 aufgegangen. Ich verdanke die Erleuchtung dem von mir hochgeschätzten Harald Kimpel, dem „wohl profundesten noch lebenden documenta Kenner“ (Helmut Plate). Da mein Interesse und meine Aufmerksamkeit den Außenseitern und Gescheiterten in der Gesellschaft gilt, ist mir eine Bemerkung von Harald Kimpel in seinem Gespräch mit Klaus Schaake übel aufgestoßen

http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/17167-StadtLabor-documenta-14-eine-kritische-Annaeherung.html

Klaus Schaake, der das Interview geführt hat, schreibt im „Vorwort“ zum Gespräch mit Kimpel: >>„Problembeweinungskunst“ zeigt laut Harald Kimpel die aktuell in Kassel laufende Ausstellung in großen Teilen.<<  Und Kimpel fügt im Gespräch hinzu: „Problembeweinungskunst ..... im Rahmen einer Mitleids-documenta“.


"Hinter den Begriffen" vollständig lesen

"Veränderung in der documenta-Geschäftsführung"

(Pressmeldung Stadt Kassel) Die Geschäftsführerin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Frau Annette Kulenkampff, wird nach einer erfolgreichen documenta 14 zum 1. Juni 2018 in beiderseitigem Einvernehmen aus der Gesellschaft ausscheiden, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Der Aufsichtsrat dankt Frau Kulenkampff für ihren außergewöhnlichen persönlichen Einsatz bei der documenta 14 und für ihre Bereitschaft, bis dahin an der Schaffung wichtiger struktureller Voraussetzungen für eine erfolgreiche documenta 15 mitzuwirken. Dies gilt insbesondere auch für die Findung der künstlerischen Leitung der documenta 15.

documenta 15 jetzt! – Ein offener Brief

Ein offener Brief Kasseler Kulturschaffender und Kulturinstitutionen an den Aufsichtsrat der documenta gGmbH vom 25. Oktober nimmt besorgt und engagiert Stellung für die documenta, für die dringend notwendige Wiederherstellung ihrer Reputation und die zukünftige Absicherung der weltweit bedeutenden Kunstausstellung.
Nachfolgend der Text und die Liste der Erstunterzeichner*innen zum Nachlesen.
   
"documenta 15 jetzt! – Ein offener Brief" vollständig lesen

StadtLabor: Spaziergangswissenschaften


StadtLabor zu. Spaziergangswissenschaften herunterladen/a>

Lucius Burckhardt (1925-2003), der Begründer der Spaziergangswissenschaften, war auf der gerade zu Ende gegangenen documenta 14 mit seinem Werk präsent.
Das StadtLabor experimentierte mit Martin Schmitz, Professor im Fachbereich Produktdesign an der Kunsthochschule in der Universität Kassel und Kurator der 1. und 2. Lucius Burckhardt Convention 2014 und 2017, zu Spaziergangswissenschaften und Urbanismuskritik.
kassel-zeitung dokumentiert die am 21. September 2017 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

Das große documenta-14-Match – Wertschöpfung schlägt Mehraufwand mindestens 16:1

Es herrscht ja offenbar etwas Aufregung in Stadt und Land. Die Kosten der documenta 14 sind voraussichtlich um 19 % gestiegen. Das entspricht interessanterweise dem vollen Mehrwersteuersatz.


"Das große documenta-14-Match – Wertschöpfung schlägt Mehraufwand mindestens 16:1" vollständig lesen

"Die documenta ist für mich untrennbar mit Kassel verbunden" – Stellungnahme Oberbürgermeister Geselle zur documenta

Zur Berichterstattung in der HNA vom 12. September 2017 über die documenta nimmt Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel und Aufsichtsratsvorsitzender der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, wie folgt Stellung:
„Als Aufsichtsratsvorsitzender kann ich bestätigen, dass mich die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum gGmbH Ende August 2017 über drohende finanzielle Engpässe informiert hat. Nachdem mir dies erstmals am 28. August 2017 mitgeteilt wurde, habe ich unverzüglich eine Sondersitzung des Aufsichtsrats für den 30. August 2017 einberufen. In dieser Sondersitzung stellte die Geschäftsführung die finanzielle Lage der Gesellschaft dar. Nach einem von der Geschäftsführung aktualisierten Liquiditätsplan ist die Liquidität der Gesellschaft zunächst bis Ende September 2017 gesichert. Der Betrieb der aktuell laufenden d14 ist bis zu ihrem planmäßigen Abschluss am 17. September 2017 in jedem Fall gewährleistet." ""Die documenta ist für mich untrennbar mit Kassel verbunden" – Stellungnahme Oberbürgermeister Geselle zur documenta" vollständig lesen

Letzte "Live Whispering"-Performance im Freien Radio

13.9.17, 15 Uhr; Freies Radio Kassel, Opernstr. 2, Kassel
Die "Whispering Campaign" des amerikanischen Künstlers Pope.L ist eines der ungewöhnlichsten und spannendsten Werke, die in diesem Jahr bei der documenta zu erleben waren. Etliche Stunden Geflüster wurden auf unterschiedlichsten Wegen in und um Kassel verbreitet - über versteckte Lautsprecher, durch mobile Flüsterer, mittels eines flüsternden Fahrzeugs sowie übers Radio.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren die "Live Whispering"-Performances, die einmal pro Woche im Funkhaus des Freien Radios Kassel vor Publikum stattfanden und live übertragen wurden. Personen, die von Pope.L ausgewählt und instruiert worden waren, flüsterten jeweils eine halbe Stunde lang ins Mikro - auswendig, mit verbundenen Augen. Am kommenden Mittwoch, 13.9., um 15 Uhr steht nun das letzte "Live Whispering" an.

Spurensuche in der kulturellen ‹Schatztruhe› Borken

Tanztheater-Performance «Tobias, der Engel – und das vergeudete Europa?» begibt sich auf die Suche nach dem Europa der Zukunft

Am 7.9.17 feiert die Tanztheater-Performance ‹Tobias, der Engel – und das vergeudete Europa?› des israelischen Künstlers und Choreographen Oren Lazovski im Bürgerhaus Borken Premiere, zu der wir herzlich einladen. Initiatior dieser Performance ist Bernd Teichgräber, Leiter zahlreicher Musik- und Theaterprojekte und international erfolgreicher Cellist aus Berlin, der Borken und seiner Umgebung besonders verbunden ist.
Für jeden, der sich fragt, wie es mit Europa weitergeht, bietet dieser Abend viel Inhalt zum Nachdenken. Ausgehend von der jüdischen Legende des Tobias und der musikalischen Komposition „Premesse-Promessa e l'Europa sperperata“ (Voraussetzung - Versprechen und das vergeudete Europa) von Antonio Messina, begreift sich die Inszenierung als dynamische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen eines von Krisen gebeutelten Europas.

"Spurensuche in der kulturellen ‹Schatztruhe› Borken " vollständig lesen

Harald Kimpel oder Die Suche nach dem Kontext

Harald Kimpel erwähnt in seinem Radio-Interview zur d 14 das auf diversen documenta-Ausstellungen virulente Thema "Eurozentrismus versus die Sicht-aufs-Dasein-allüberall". Womit wohl auch die sogenannten Dritten-Welt-Länder gemeint sind. Oder die Inuit oder die Indianer oder oder oder. Kimpel sagt, die Berücksichtigung der Nicht-Europäer beziehungsweise derjenigen Künstler, welche keine Westliche-Welt-Perspektive haben, machte die Rezeption ihrer Werke  schwierig, weil man zu ihrem Verständnis den kulturellen Kontext erarbeiten müsste, aus dem heraus sie erst verständlich werden. So allgemein gesagt, ist die Aussage Kimpels richtig. Aber sie gilt nicht nur für’s Fremde. Alles bedarf eines Kontextes, um verstanden zu werden.. Das fängt schon mit jedem einzelnen Wort an. Ecke Bonk hat das auf der documenta 11 gezeigt, indem er dem Besucher das Grimmsche Wörterbuch präsentierte, und zwar mit Hilfe einer Projektion der Wörter auf eine Museumswand. Ich habe vor zwei Tagen anlässlich der Arbeit von Bill Viola auf der d 14 nach der Bedeutung des englischen Begriffs RAFT gesucht und den Ausdruck THE RAFT OF MEDUSA gefunden. Demnach weist die Video-Arbeit Violas auf ein Floß hin, obwohl auf dem Bild, auf den Bildern kein Floß zu sehen ist. Mehr hier: https://klausbaum.wordpress.com/2017/08/30/harald-kimpel-und-der-kontext/

Zwei Besuche auf der documenta 14

Abstract



Die im folgenden skizzierten Überlegungen sind angeregt worden durch Äußerungen über die documenta 14. Es handelt sich dabei um das Interview mit Harald Kimpel in der Kassel-Zeitung und um diverse Statements von Jörn Peter Budesheim*, einem Kasseler Künstler, auf facebook und natürlich um diverse Pauschalkritiken in der Presse. Allen ist ein Hang zum Allgemeinen gemeinsam, man könnte es auch einen Mangel an begrifflicher Entfaltung des Gehalts einzelner Werke nennen. .... Weiter hier: https://klausbaum.wordpress.com/2017/08/28/ein-erster-besuch-auf-der-documenta-14/


Anmerkung zur Entlohnung der Guides auf der documenta 14

Marlis und ich, wir haben dieser Tage an einer Führung auf der documenta teilgenommen. 13 Leute nahmen daran teil. Bruttoeinnahmen 13 mal 12 Euro. Der Guide, auf der d 14 Chorist genannt, bekommt für eine zweistündige Führung 72 Euro. Von den Bruttoeinnahmen muss die documenta Umsatzsteuer bezahlen, und trotzdem bleibt eine gute Summe übrig, die man, glaub ich, als Mehrwert bezeichnet. Wer schöpft den ab, wer streicht ihn ein? Schon 1987 verlor die documenta-GmbH einen Prozess vorm Arbeitsgericht, weil damals 35 DM/Std. als zu wenig erachtet wurden. .... 1992 erhielt ein Guide 60 DM die Stunde. .... Auf der d 14 sind es 36 Euro. Viel zu wenig, wie ich meine, insonderheit dann, wenn Guides extra anreisen und hier in Kassel zusätzlich Miete bezahlen müssen. Das schäbige Gehalt, welches die documenta zahlt, steht im harten Kontrast zu den moralischen Ansprüchen dieser Weltausstellung. ....... PS.: Und die Aufsichten dürfen nicht sitzen. Welche Argumente für ein Sitzverbot auch immer ins Feld geführt werden, ist für mich nebensächlich: Bei Schneckenburger und Jan Hoet gab es Stühle für die Aufsichten. Vermutlich verstanden diese documenta-Leiter nichts von Ausstellungen..... Das Sitz-Verbot zeigt exemplarisch: Habe eine inhumane Ansicht und die Macht, sie anzuordnen, dann wird sie auch vollzogen.


StadtLabor: documenta 14 – eine kritische Annäherung


StadtLabor zur documenta 14 herunterladen

„Problembeweinungskunst“ zeigt laut Harald Kimpel die aktuell in Kassel laufende Ausstellung in großen Teilen. Das StadtLabor suchte mit dem Kunstwissenschaftler und documenta-Experten die kritische Annäherung an eine Veranstaltung, die es sich ursprünglich einmal zur Aufgabe gemacht hatte, zu definieren, was zum Kanon der zeitgenössischen Kunst gehört und die für sich in Anspruch nahm, diesen angemessen zu präsentieren.
kassel-zeitung dokumentiert die am 27. Juli 2017 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nur angespielt. Das hat mit der GEMA zu tun.

"Jenseits der künstlerischen Freiheit" – Adam Szymczyk zu "Halbzeit" in Kassel

„Die documenta 14 ist eine Übung der Zerbrechlichkeit und sie will von Athen lernen – heute. Nach dem 16. Juli 2017, dem offiziellen Ende des in Athen stattfindenden Teils, wird das Projekt nun an mehr als dreißig Veranstaltungsorten und öffentlichen Räumen in Kassel, der Geburtsstadt der documenta, fortgesetzt und dort bis zum 17. September 2017 zu sehen sein, wobei einige Programme sowohl in Kassel wie auch in Athen präsentiert werden", schreibt der documenta14-Kurator in einer Pressemeldung, die im Folgenden komplett dokumentiert wird.

""Jenseits der künstlerischen Freiheit" – Adam Szymczyk zu "Halbzeit" in Kassel " vollständig lesen

"documenta 14“ - StadtLabor mit Harald Kimpel im Freien Radio

Donnerstag, 27. Juli, 21 bis 22 Uhr, Freies Radio Kassel
Gemeinsam mit Dr. Harald Kimpel, Kunstwissenschaftler und documenta-Fachmann, sucht das StadtLabor die kritische Annäherung an die aktuell in Kassel laufende Ausstellung.
UKW-Frequenz 97.8 per Kabel und 105.8 über Antenne; Livestream über: www.freies-radio-kassel.de (Wiederholung: Freitag, 28. Juli, 13 Uhr)

Vorschlag zur Güte

Hans Eitle wurde neulich des Platzes vor dem Fridericianum verwiesen, weil er ein Schild hochhielt, dass auf der einen Seite verkündete, Kassel sei documenta-Stadt, und auf der Rückseite war sinngemäß zu lesen: Kassel sei ein Standort der Rüstungsindustrie. ... Vor allem zum letzteren wäre zu sagen: "Wie wahr!" Wie wahr!" ... Da aber das Hochhalten von Schildern, Bildern und Plakaten auf dem Hoheitsgebiet der documenta-Leitung verboten ist, hier nun mein Vorschlag zur Güte: Wir drucken die Botschaft von der Janusköpfigkeit Kassels auf T-Shirts.


Offener Brief von Dechant Harald Fischer an Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff zum Protest im documenta-Kunstwerk "Parthenon der Bücher" gegen Kassel als Rüstungsindustrie-Standort

Hans Eitle, ein Bürger aus der nordhessischen Region, hat am vergangenen Samstag in Marta Minujíns documenta-Installation „Parthenon der Bücher“ gegen Kassel als Standort der Rüstungsindustrie protestiert. Er wurde des Platzes verwiesen, weil die documenta-Leitung keine Kunstwerk-Präsentationen in der Nähe von documenta-Kunstwerken akzeptiert.
Dechant Harald Fischer kritisiert den Platzverweis als dem Ort des Parthenons unangemessen und schlägt eine gemeinsame öffentliche Bürger-Veranstaltung im „Parthenon der Bücher“ auf Kassels Friedrichsplatz vor. Thema: "Rüstungskonversion statt Rüstungsproduktion in Kassel". Er schrieb an Adam Szymscyk, künstlerischer Leiter der documenta 14, und Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta GmbH. "Offener Brief von Dechant Harald Fischer an Adam Szymczyk und Annette Kulenkampff zum Protest im documenta-Kunstwerk "Parthenon der Bücher" gegen Kassel als Rüstungsindustrie-Standort " vollständig lesen

Als Fremder bin ich angekommen ...

... und ihr habt mich aufgenommen; so steht es sinngemäß an der Stele auf dem Königsplatz.... Ich frage mich, ob es erlaubt ist, diese documenta 14 an ihren moralischen, humanistischen, politischen Maßstäben zu messen?.... Etwa im Hinblick auf die Aufsichten. Müssen sie während ihrer Dienstzeit stehen oder haben sie die Gelegenheit, sich zu setzen. Den Aufsichten Stühle zur Verfügung zu stellen, wäre ein humaner Akt und der Beginn des der documenta eigenen ethischen Anspruchs. ..... So müsste es nicht heißen: Als Arbeitssuchender bin ich bei euch vorstellig geworden, und ihr habt mich angenommen, aber die ganze Zeit stehen gelassen.


"Als Fremder bin ich angekommen ..." vollständig lesen

Fotos von der documenta 14

Wenn man perfekt fotografierte Bilder von einzelnen Kunstwerken auf der d 14 sieht und vielleicht noch ein paar Informationen bekommt, was sie bedeuten sollen, kann man sich möglicherweise den Gang durch diese Ausstellung sparen. Wenn man gehbehindert ist, wird einem diese documenta zur Torture..... Hier eine Bilder-Reihe von Universes on Universe: http://u-in-u.com/de/documenta/2017/


Beiläufige Beobachtung

Ich saß heute, am Sonntag, den 11. 6. 2017, so kurz nach 17 Uhr gegenüber dem Fridericianum auf einem der Beuys-Steine und beobachtete die Menschen, welche dort vorübergingen. Innerhalb von etwa 10 Minuten schauten nacheinander 5 Männer in eine 6 Meter von mir entfernt stehende Mülltonne, aber nur der erste konnte aus ihr eine Pfandflasche herausangeln.... Die einen reisen mit einem Flugzeug an, werden von einer Eskorte zur documemnta begleitet. Die anderen sammeln Flaschen..... Eine Skulptur im Stile von Duane Hanson wäre vor dem Fridericianum angebracht: Der Flaschensammler.


Der ewige Untertan

Die auf diversen Bilderstrecken anlässlich des Besuches der documenta 14 durch den Bundespräsidenten zu beobachtenden Begrüßungsrituale erinnern stark an eine frühe Zeichnung von Paul Klee. Zwei Herren verbeugen sich tief voreinander, weil sie sich gegenseitig in höherer Stellung vermuten...  Sollte es nicht so sein, dass die Einsichten, welche uns Literatur, Philosophie, Kunst und weitere vermitteln, zu einer Veränderung von Verhaltensweisen via Selbsterkenntnis führen? Im konkreten Fall - die Begrüßungsrituale gegenüber dem Bundespräsidenten betreffend - müsste das Ende des Herumdienerns längst eingetreten sein.


»Universität der Bäume« – University of Trees (UOT:Lab) – Vortrag, Erdforum & Training

„Die Zukunft, die wir wollen muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“ (Joseph Beuys)

Das Anthropozän: Der Mensch als Lösung
UOT:Lab Vortrag von Shelley Sacks, Professorin für Soziale Plastik
Am 30.05.2017 um 19.30 Uhr
Ort: Kulturnetz Kassel, Untere Königsstr. 46 a
Die Universität der Bäume ist ein Labor zur Entwicklung kreativer Antworten auf die globalen ökosozialen Krisen. Was brauchen wir Menschen um zu einem tieferen Bewusstsein über die komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu gelangen und uns auf gestalterische Weise dazu zu verhalten? In welcher Zukunft wollen wir leben?

"»Universität der Bäume« – University of Trees (UOT:Lab) – Vortrag, Erdforum & Training" vollständig lesen

Lebensmittelkunde: Das Würzfleisch

Ich habe gestern wieder einmal das von manchen so geschätzte Würzfleisch gegessen. Überbacken. Das ist, grosso modo gesehen, der DDR-Nachbau des Ragu Fengs. Um diese Identität zu beweisen, habe ich mir heute eine Dose des DDR-Nachbaus gekauft. Es handelt sich, grosso modo gesprochen, um den Nachbau des Nachbaus; d.h. irgendein Hähnchen- oder Putenfleisch (damals: Broiler) in weißer Sose. Wenn ich dann auf die Wessi-Inhaltenliste schaue, entsteht ein angemessener Schaudereffekt. (Die würde nicht auf diese Seite passen.)
Dass irgendwer noch wüsste, was einmal in einem echten Ragout Fin der französischen Küche gewesen wäre, bezweifle ich. Da kämen dann so ittigit-Sachen wie Zunge, Hirn, Bries auf die Zunge. Ich sags ja gerne öfters mal: Hauptsächlich die Frauen möchten nicht mehr ans Tierische erinnert werden!

Aufruf zu Bücherspenden für die erste künstlerische Arbeit der documenta 14

Marta Minujín, El Partenón de libros (The Parthenon of Books, 1983), installation,
Avenida 9 de Julio, Buenos Aires. Photo: Marta Minujín Archive
Marta Minujín, die documenta 14 und die Frankfurter Buchmesse laden die Öffentlichkeit, Verlage und Autor_innen herzlich ein, Bücher für die künstlerische Arbeit The Parthenon of Books (Der Parthenon der Bücher) zu spenden und so selbst Teil des Kunstwerkes zu werden.
Ein Pressegespräch zum Auftakt der Spendenaktion mit der Künstlerin Marta Minujín, Adam Szymczyk, dem Künstlerischen Leiter der documenta 14, und Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, findet am 20. Oktober 2016 um 14:30 Uhr auf der Open Stage der Agora der Frankfurter Buchmesse statt. "Aufruf zu Bücherspenden für die erste künstlerische Arbeit der documenta 14" vollständig lesen