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Und sie wollen nicht hören! Debakel in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK*)

Auch wenn Kassel und die um Kassel herum liegenden ZRK Gemeinden nicht im Ahrtal liegen, nicht in Kalifornien, nicht Spanien, nicht in der Po-Ebene und auch nicht in Brandenburg – wo überall und ganz aktuell Jahrhundertbrände auftreten und/oder Wassermangel in bisher nicht gekannten Dimensionen herrscht – so spitzen sich doch auch hier in unserer Region die Auswirkungen der Klimakrise zu: Spürbar, sichtbar, fühlbar. Im Mai war es, wie in der Monatsbilanz der HNA zu lesen war, viel zu trocken, viel zu heiß und es gab zu viele Sonnenstunden. Die Wasserstände in Losse und Nieste sind alarmierend niedrig und der Zustand unserer Wälder ist ebenfalls desolat, auch wenn es hier bislang noch keine Brände gegeben hat.

Was ich für die Fraktion der Linken in der Zweckverbandsversammlung am 29. Juni 2022 mal wieder in aller Deutlichkeit darlegte und klarmachte, gerät angesichts der Verweigerungshaltung von SPD und CDU, was konkrete Schritte hin zu mehr Klimaschutz angeht, zur Standardübung. Ich sage das Notwendige und Offensichtliche, der Rest der Versammlung erduldet die mehr oder weniger traurigen Fakten (immer gut belegt!) und schweigt. Um dann, mehr oder weniger gnadenlos, gegen jeden konkreten Klimaschutz zu stimmen. Oder anders: Ich könnte es eigentlich auch ganz sein lassen oder besser gleich Selbstgespräche im Wald führen …

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Antisemitismus auf der documenta fifteen (d15) oder Nachhilfeunterricht für einen Oberbürgermeister

Das gebetsmühlenartige, aber alles andere als logische Gerede über die d15 als Weltausstellung des „Globalen Südens“, hat mit den erhobenen Vorwürfen, dass die vorgelagerte Findungskommission und die Kuratorengruppe Ruangrupa selbst und dazu eine erkleckliche Anzahl von Künstlerinnen und Künstler dem BDS nahe stünden und mehr oder weniger heftig antisemitisch eingestellt seien, nichts zu tun.

Darüber hinaus entlarvt sich dieses Gerede als simple Ausrede, denn DEN globalen Süden gibt so nicht, sondern nur einen mit einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Geschichte(n), kolonialen oder nicht kolonialen Vergangenheiten und ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen, die verschiedener kaum sein könnten. Oder möchte jemand behaupten, in Botsuana, wiewohl noch weiter im Süden gelegen denn Nigeria z.B., herrschten auch nur annähernd die gleichen gesellschaftlichen Bedingungen? Derartige Vergleiche sind lächerlich. Während in Nigeria, genauer in Owo, einer Stadt im Bundesstaat Ondo, erst Anfang Juni d.J. wieder einmal islamistische Terroristen zuschlugen und wahllos über 60 Kinder und Erwachsene in einer Kirche ermordeten, gibt es in Botsuana eine seit 1966 funktionierende Demokratie nach westlichem Muster, die Frauen gleiche Rechte einräumt, die Gewinne der Diamantenausbeutung im Land lässt und die ein gut funktionierendes Bildungs- und Gesundheitswesen geschaffen hat; mit einer niedrigen Fertilität und einer extrem niedrigen Kindersterblichkeit obendrein. Nicht dass damit Botsuana ein Paradies wäre. Sicher nicht. Es wird jedoch nicht umsonst als Schweiz des afrikanischen Kontinents bezeichnet und für Nigeria gilt in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Details führten hier zu weit. Eins jedoch ist klar: Wie allein der Vergleich zwischen diesen beiden ehemaligen britischen Kolonien in Afrika zeigt, gibt es DEN undifferenzierten „Globalen Süden“ so gar nicht. Das gilt für Süd-, Ost und andere Teile Asiens ebenso wenig wie für Süd- und Mittelamerika. Auch dort sind die Unterschiede teils gigantisch groß.
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Soziales und Klimaschutz in Einklang bringen

– jetzt endlich handeln

StromzählerMit hektischen Reaktionen auf die gestiegenen Energiekosten versuchen viele Mandatsträger die Auswirkungen auf das bei manchen nicht auskömmliche finanzielle Budget zu reduzieren. Den Bundesaktivitäten will sich OB Christian Geselle mit seinem eigenen Kasseler Programm anschließen. So sollen allen Kasseler Haushalten auf Antrag einmalig 75 Euro überwiesen werden.

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OB Geselle überfordert

Manche Leute organisieren sich selbst Jobs, die sie am Ende häufig überfordern. Auch wenn die dafür nötige Stimmenzahl bei Wahlen für politische Ämter z.B. erreicht wird, um den Job anschließend ausüben zu dürfen, korrelieren Stimmen- und Prozentzahlen bei Wahlen leider nicht zwangsläufig mit den erforderlichen Fähigkeiten für die Ausübung solcher Ämter.

Beim Kasseler OB, Herrn Geselle, ist das anscheinend auch so. Beispiele dafür gibt es zur Genüge, denn dieses Überforderungssyndrom ist bei ihm schon länger zu beobachten. Häufig getarnt und daherkommend in hemdsärmeliger Machermanier ... Aktuell jedoch fällt die Überforderung besonders deutlich auf, weil man sie fast zeitgleich bei drei nicht unwichtigen Themen beobachten kann:

Verkehrswende

Bei den vielen Artikeln, die ich über die Verkehrspolitik der Kasseler SPD in den zurückliegenden Jahrzehnten geschrieben habe, ganz unabhängig vom jeweils aktuellen Anlass, muss meistens bis ins Jahr 1993 zurückgegangen werden. Denn just bei den damals stattfindenden Kommunalwahlen katapultierte sich die SPD, bislang unangefochtene, jahrzehntelang dominante politische Kraft, abrupt unter einen bis dahin fast als normal angesehenen Wählerstimmenanteil von 50 Prozent.

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Als Kriegsdienstverweigerer bin ich für Waffenlieferungen

Es erscheint hochgradig paradox, dass ausgerechnet zwei Drittel der Grün-Wähler für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine sind. Bei näherer Betrachtung ergibt diese scheinbar schizophrene Haltung aber durchaus Sinn.

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Seepferdchen für Kinder

Am Frühlingsanfang 2022 macht die HNA mal nicht mit dem Krieg in der Ukraine auf, sondern mit dem Seepferdchen. Es wird berichtet, dass der Rotary-Club Kassel mit 20.000 Euro Spendengeld dazu beitragen möchte, dass Kassels Kinder, deren Schwimmfähigkeit sich nach Experteneinschätzung in der Coronazeit noch einmal deutlich verschlechtert hat, das Schwimmen erlernen können. Das Seepferdchen ist das Frühschwimmerabzeichen, also Symbol dafür, dass die Kleinen 25 Meter auf Rücken und Bauch schwimmen und aus schultertiefem Wasser einen Gegenstand aufnehmen können. So weit, so gut. Keine Frage: Das ist natürlich und ganz ohne Abstriche eine gute, im besten Sinne wohltätige Sache. Denn die Fähigkeit zum Schwimmen senkt nun einmal die Gefahr, zu ertrinken. "Seepferdchen für Kinder " vollständig lesen

Was, wenn Energie knapp wird?

Auf längere Sicht wird Energie knapp, teuer sowieso, beziehungsweise muss es werden, wenn zukünftige Lebensbedingungen nicht gänzlich in die Tonne getreten werden sollen.
Energieknappheit wird nun aber vermutlich viel schneller eintreten, als dies im Sinne eines sozialverträglichen Übergangs zu wünschen wäre.

Wenn Russland im Rahmen der westlichen Sanktionen von seinen Währungsreserven abgeschnitten wird, ist es unwahrscheinlich, dass es seine Energielieferungen (Öl und Gas) an den Westen aufrecht erhält. - Energie wird knapp werden und zwar ganz schnell.

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Ukraine: Was jetzt zu tun ist...

Zunächst packt einen die kalte Wut. Da sitzt ein psychopathischer Paranoiker im Zarenschloss und überzieht ein Nachbarland mit Krieg. In seinem Umfeld offenbar nur Speichellecker und Kriegsgewinnler (so hoffen sie), die nur ihren materiellen Vorteil sehen. Ein Parlament, das in vorauseilendem Gehorsam den großen Führer bittet, die bedrohten Volksgenossen in der Ukraine vor einem Genozid zu bewahren. Und das alles gekrönt von Cyberattacken gegen so ziemlich alles, was Europa am Laufen hält. Getreu der Methodik der Sowjetunion und des KGB läuft eine gigantische Verdummungskampagne gegen das russische Volk, dem man ganz sicher keine Kriegslüsternheit unterstellen kann.

Die Menschen insbesondere im europäischen Teil Russlands werden von einer massiven Propaganda- und Desinformationswelle überschwemmt. Die ernsthaften Regimekritiker sitzen ohnehin im Gefängnis oder im Arbeitslager. Hier sei nochmal erwähnt, dass der russische Geheimdienst seit Jahren überall auf der Welt Killer auf seine Feinde ansetzt.

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Was macht ein Reparier Café?

Wir geben die endgültige Antwort!

Wege zur Nachhaltigkeit und Langlebigkeit: Die Reparier Cafés!
Vortrag am 3. Februar in der VHS Kassel

Das Konzept „Reparieren statt wegwerfen“ findet große Resonanz in Kassel und die Erfolge können sich sehen lassen. Wolfgang Ehle, Initiator des ersten Kasseler Reparier Cafés, vermittelt aus knapp 2.000 Reparaturfällen nicht nur amüsante Anekdoten, sondern auch viele nützliche Erfahrungen.

Natürlich steht immer die Idee der Nachhaltigkeit im Hintergrund. Wer einmal selbst erlebt hat, wie mit einem 20-Cent-Bauteil ein richtig teueres Elektronikgerät wieder zum Leben erweckt wird, der weiß: Man muss nicht immer gleich die Mülltonne aufklappen! Reparieren macht Spass und lohnt sich!

Kurs 212-21252 / Wolfgang Ehle, Roswitha Biedermann & Veronika Baier.
In der VHS, Wilhelmshöher Allee 19-21 im Saal, Donnerstag, 3. Februar, 18-20 Uhr. Kostenlos. Anmeldung bitte bis 30.1. HIER

Über reichliche Anmeldungen würden wir uns sehr freuen!!

Rückfragen auch an das Reparier Cafe Kassel

Für die Abschaffung der Leserkommentare

Interaktion mit den Medien und deren Akteuren ist eine tolle Sache: Man liest etwas, findet es gut, oder auch nicht, und kann sich direkt dazu äußern. Kommentarfunktionen, Leserbrief-Spalten und Foren zu allen Themen dieser Welt bieten dem Menschen – soweit er über einen Internet-Zugang verfügt – die Möglichkeit, seine ganz persönliche Sicht der Dinge darzulegen. Mit globaler Reichweite.

Der eine schickt nur ein „Daumen hoch“, die andere schreibt eine lange Abhandlung. Die Bandbreite ist groß. Und dies gilt in mehrerlei Hinsicht. "Für die Abschaffung der Leserkommentare" vollständig lesen

Habichtswalder Bürgerentscheid am 31.10.2021 geht auf die Zielgerade

Am 31.10.2021 entscheiden die Wahlberechtigten in der Gemeinde Habichtswald erstmals in einem Bürgerentscheid Video zum Bürgerentscheid am 31.10.2021 in Habichtswald, ob die von der Gemeindevertretung beschlossenen Aufstellungsbeschlüsse für zwei beabsichtigte Neubaugebiete im Ortsteil Dörnberg zurückgenommen werden sollen. "Habichtswalder Bürgerentscheid am 31.10.2021 geht auf die Zielgerade" vollständig lesen

Ist das Geiz oder ist der Anstand weg?

Ich möchte Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen.

Angenommen Sie betreiben ein Repair Cafe und helfen den Menschen ehrenamtlich, ihre defekten Geräte zu reparieren. Das schont unsere Ressourcen und den Geldbeutel, denn es erspart unter Umständen etliche Hundert Euro für einen Neukauf. Um die Kosten des Repair Cafés zu decken, bitten Sie um eine Spende.

Küchenmaschine - Schrott oder noch zu retten?
Nach einer solchen Veranstaltung finden Sie Spenden von insgesamt 35,56 in der Sammelbox. Es sind drei Scheine und insgesamt 10,56 Euro in 1- und 2-Euro Münzen und ein paar Cent-Münzen. Vier Gäste haben mindestens 5 Euro gespendet; das ist angemessen, denn die Reparaturen waren nicht einfach. Von den restlichen acht Gästen kamen zusammen 10,56 Euro, also pro Nase rechnerisch 1,32 Euro.

Allein die Tatsache, dass es Leute gibt, die dort Cent-Beträge einwerfen, lässt einen schon den Kopf schütteln. Und wenn man mir gerade einen Staubsauger oder eine Küchenmaschine im Wert von ein paar Hundert Euro gerettet hat - dann spende ich großzügig zwei Euro???

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Ungebrochenen Flächenverbrauch in Kassel stoppen

Bevölkerungsdichte KasselTrotz aller öffentlichen Bekundungen zum Klimaschutz und ökologischem Umbau der Gesellschaft ist der Flächenverbrauch in der Stadt Kassel ungebrochen.

Diese Flächen werden eigentlich für die Lebensmittelproduktion, kühle und saubere Luft, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und die Erholung benötigt.
In dem geplanten Baugebiet "Am Stockweg" neben dem Friedhof Harleshausen sollen auf 13.180 qm 8 Einfamilienhäuser errichtet werden. Das sind 6 Wohneinheiten (WE) auf den Hektar (ha).
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Klimacamp: Wir bleiben, bis Klimazerstörung abgewählt ist!

Seit einer Woche steht das Klimacamp mit mittlerweile rund 30 Zelten auf dem Friedrichsplatz. Schon über 750 Schüler:innen und 200 Erwachsene haben dort rund 50 Workshops besucht. Nach diesem Erfolg soll das Camp überraschend bis zur Bundestagswahl verlängert werden. "Klimacamp: Wir bleiben, bis Klimazerstörung abgewählt ist!" vollständig lesen

Ignoranz oder Strategie? - Stadt will Klimacamp vom Friedrichsplatz verdrängen

Logo Klimacamp
Seit Mai liegt der Stadt eine umfassende Versammlungsanmeldung für das großangelegte Kasseler Klimacamp auf dem Friedrichsplatz vor. Schon diesen Freitag soll es starten. Doch jetzt will die Stadt das vielfältige Programm erheblich einschränken und das Klimacamp mit fadenscheinigen Argumenten vom Friedrichsplatz verdrängen. Doch nicht mit den Organisator:innen des Klimacamps: sie bestehen auf ihr Grundrecht der Versammlungsfreiheit auf dem Friedrichsplatz. "Ignoranz oder Strategie? - Stadt will Klimacamp vom Friedrichsplatz verdrängen" vollständig lesen

Bundestagskandidat*innen diskutieren mit Klimabewegung

3. Kasseler Klimakrisengespräch am Samstag auf dem Friedrichsplatz

Zum 3. Kasseler Klimakrisengespräch laden FridaysForFuture Kassel, Klimagerechtigkeit Kassel (KligK) und das Klimacamp Kassel am Samstag den 11.09. ab 16 Uhr auf den Friedrichsplatz ein. Unter dem Titel: „Verfassungswidrige Klimapolitik - braucht es jetzt einen Systemwandel?“ werden die Direktkandidat*innen Michael Aufenanger (CDU), Timon Gremmels (SPD), Boris Mijatovic (Grüne) und Stephanie Schury (Linke) mit Kurt Rohrig (Scientists for Future Kassel) und verschiedenen Aktiven aus der Klimagerechtigkeitsbewegung diskutieren. Themen sollen dabei auch die für die Kasseler Industrie zentralen Themen des Gasausstiegs und der Mobilitätswende sein.

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BI in Nordshausen gegen geplanten Kitastandort

Eine BI in Nordshausen hat sich gegründet und fordert die Mitglieder der Stavo auf, gegen das Projekt der GWGpro zu stimmen!

Sie bittet die Stadtverordnetenversammlung am 13.09.2021 dem Tagesordnungspunkt „Bebauungsplan VIII/11 – Neubau Kita Nordshausen“ NICHT zuzustimmen und damit den Erhalt des Spielplatzes an der Klosterkirche in Nordshausen in seiner jetzigen Form zu sichern.

Zur Unterstützung dieser Bitte hat die „Bürgerinitiative für den Erhalt des Spielplatzes an der Klosterkirche im Stadtteil Nordshausen“ in der Zeit vom 30.06.2021 bis zum 29.08.2021 insgesamt über 1300 Unterschriften von Kasseler Bürgern gesammelt, die sich Alle für den Erhalt des Spielplatzes am bisherigen Standort ausgesprochen haben!
Auch der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Süd hat sich gegen eine Bebauung an dieser Stelle ausgesprochen! "BI in Nordshausen gegen geplanten Kitastandort" vollständig lesen

Wie sich eine Partei konsequent um die Macht bringt.

Soll man verzweifeln oder einen Wutausbruch bekommen? Die Rede ist von den Grünen. Sie entwickeln auf allen Ebenen ein unübertroffenes Talent, sich selber aus dem Spiel zu nehmen.

Als langjähriger politisch aktiver Grüner bin ich vor knapp zwei Jahren der Partei ausgetreten. Letzter Anlass war das unsägliche Verhalten der Grünen in der hessischen Landesregierung zum Thema Waldrodungen für die A49. Schon vor ihrer ersten Legislaturperiode habe ich gewarnt: Geht lieber mit Anstand in die Opposition! Nein, man musste mit den Schwarzen ins Bett gehen.

Andere Knackpunkte, aus denen nichts gelernt wurde: Fünf Mark für einen Liter Benzin, Veggiday, Plagiate, Verbot von Eigenheimen, versemmelter Zulassungsantrag der Saar-Grünen, und dann der in der Sache durchaus richtige Vorschlag eines Klimaministeriums! Jeder, der sich halbwegs mit den Mechanismen der öffentlichen Wahrnehmung auskennt - und dazu sollten Politiker und deren PR-Agenturen eigentlich gehören - der sollte wissen, dass ein Wort wie „Vetorecht“ dem politischen Gegner eine Brechstange in die Hand gibt. Hier, wie in den meisten anderen der geschilderten Fälle, ist eine plausible Erklärung durchaus möglich. Aber wird die von den Medien geliefert? Ist die überhaupt gewollt? Nein.


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Tempo 30 ganz ohne den bescheuerten Andi Scheuer: In allen Städten und sofort!

Es gibt Menschen, die mit der Bundestagswahl im September bestimmte Hoffnungen verbinden werden. Viele werden das inzwischen aber eher nicht (mehr) tun. Einige der Letzteren auch deshalb, weil trotz des vielen Redens über die Klimawandel-Bekämpfung, über immer neue Volten in der Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik, inzwischen die Glaubwürdigkeit der Politik auf der Strecke geblieben ist. Wer, wie CDU und SPD, die die Hebel der Macht seit Jahrzehnten richtig fest in der Hand hielten - sie stellten schlicht alle Regierungen seit Bestehen der BRD, in welcher Farbkombination auch immer - jetzt plötzlich derart geläutert und handlungsbereit auftritt, nur weil ein Gerichtsurteil den beiden Parteien ordentlich die Leviten las, ist alles andere als glaubwürdig. Und wer sollte z.B. einem Herrn Laschet Vertrauen entgegen bringen gerade in Umweltbelangen, wenn der vielleicht im Oktober in enger Umarmung mit Herrn Merz die neue Umweltpolitik der BRD bestimmt? Und wer sollte Herrn Scholz Glauben schenken, der sich um das Wohl der Hamburger Banken mehr gekümmert hat als um arme Hamburger*innen, obwohl er doch damals auch schon sehr genau wusste, dass CumEx-Geschäfte verbrecherischer Steuerbetrug in großem Stil sind? Und auch seine Rolle im Wirecard-Skandal macht ihn nicht vertrauenswürdiger, auch wenn er weiterhin unter dem Label ‚sozial und demokratisch‘ für sich wirbt.

Wollen, sollen wir wirklich glauben, dass Herren wie Scholz und/oder Laschet, in welcher Kombination auch immer sie eine neue Regierung nach den September-Wahlen bilden werden, dann die einschlägigen Konzerne und die wirklich Mächtigen und Reichen dieses Landes in die Schranken verweisen? Dieser Gedanke nötigt mir nur ein müdes Lächeln ab. Denn: Wie immer werden sie weiterhin nahezu jede ökologische Schandtat begehen, jedes weitere Stück neuer Autobahn mit Zähnen und Klauen durchprügeln, wie wir es gerade am Dannenröder Forst live beobachten durften. Sie werden uns sicherlich weitere Jahre mit Glyphosat bescheren, weiter ihre Hand schützend über K+S halten, damit dieser unbelehrbare Salzgigant weiterhin Flusssysteme und Grundwasser vergiften und zerstören kann. Und sie werden bis 2038 nicht nur hier bei uns weiter Braunkohle verfeuern lassen, sondern ebensolche Kraftwerke mit Bundesbürgschaften und entsprechenden Gewinnen bei den Produzenten solcher Anlagen an andere Länder verkaufen. Ja, all das um der Arbeitsplätze willen und damit der Aktienmarkt die Reichen, Mächtigen und Schönen der Republik immer wieder aufs Neue beglückt. Und Herrn Scheuer, dem beScheuertsten Verkehrsminister ever, wird mit großer Sicherheit wieder eine neue Spitzenkraft aus der CSU-Riege folgen, der/die es nicht viel besser machen wird als eben dieser unser Andi.

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Gegen die Wand

Kasseler Sparkasse Hauptstelle Neubau
Im Vordergrund entsteht unter dem Neubau der Kasseler Sparkasse eine Tiefgarage für 100 Pkw. Gut zu sehen das vorhandene Parkhaus im Hintergrund. Der Bebauungs-Plan, der dies zulässt, wurde am 1.2.2021 in der Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von SPD, B90/Grüne, FDP+FW+Piraten und WfK beschlossen.

Schwerlastenrad für die Klimawende: Kasseler Solar-Verein sammelt Spenden

Der Kasseler Verein SoLocal Energy e.V. tritt für die nachbarschaftliche Klima- und Energiewende ein. Dafür hat er sich ein hohes Ziel gesetzt: Kein einziges Gramm Treibhausgas soll durch das Handeln des Vereins entstehen. Daher suchen die Mitglieder jetzt nach Spenden, um ein Schwerlastenrad auch für ihre Installationsfahrten für kleine Solaranlagen anzuschaffen. Dafür wurden sie gestern mit dem Preis „Projekt Nachhaltigkeit 2021“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

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Der Zweckverband Raum Kassel (ZRK)* startet in die neue Legislaturperiode

Keine Sorge, es folgt mit Sicherheit keine Schilderung über die mehr oder weniger langweiligen Wahlen für die Gremien und vor allem für den Vorstand des ZRK in der konstituierenden Sitzung jüngst, am 7. Juli 2021 in Schauenburg ... Nein. Ich werde niemanden weder mit diesem Procedere noch mit vielen Namen langweilen. Wichtig ist einzig und allein, dass der Vorstand aus OB Geselle und Landrat Siebert besteht mit weiteren Würdenträgern der beiden Wahlsieger-Parteien der letzten Kommunalwahlen: der SPD und den Grünen also.

Dieser ‚Durchmarsch‘ aufgrund der im ZRK gegebenen Mehrheitsverhältnisse – nicht wirklich neu nach den Wahlen vom März 2021, lediglich mit etwas mehr grünem Gewicht - hat niemanden überrascht. Es ist auch niemand auf die Idee gekommen, den Vorstand um qualifizierte Personen aus anderen Parteien zu ergänzen und damit vielleicht zu stärken. Obwohl das ja nahe läge, handelt es sich doch beim Zweckverband, dessen Kerngeschäft die wichtige „Vorbereitende Bauleitplanung“, sprich Flächennutzungsplanung* ist, um einen Planungsverband. Und es gibt nun mal keine linke, rechte, liberale, grüne oder konservative Flächennutzungsplanung, vielmehr nur eine gute oder schlechte, eine ökologische oder unökologische ... Es hätten sich, da bin ich sicher, für eine solche personelle Ergänzung des Vorstandes, bei gutem Willen und Einsicht in die Notwendigkeit, geeignete und ausreichend qualifizierte Persönlichkeiten bei den anderen Parteien finden lassen.

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Attac-Radio im Freien Radio Kassel: Wirtschaftliche Hintergründe beim Bau der A 44 - Auf das Lossetal rollt eine gewaltige LKW-Karawane zu

Interview
mit Richard Kallok (Kaufungen)

Di 8. Juni, 21-22 Uhr Wiederholung:Mi 9. Juni, 13-14 Uhr
UkW 105,8 und Digitalradio: DAB+ Kanal 6, Block A im Band III/FRK, Live-Stream


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An der A 44 wird schon Jahrzehnte gebaut, Widerstand dagegen gibt es ebenso lange. Die Kosten steigen inzwischen ins Astronomische. Bis zum 26. Juli können beim Regierungspräsidium Kassel Einwendungen gegen den Bau des Abschnitts der A 44 zwischen Kassel-Ost und Helsa-Ost erhoben werden, vorausgesetzt man/frau ist davon PERSÖNLICH betroffen.

In dem Interview mit Richard Kallok (Kaufungen), seit jeher in verschiedenen Initiativen gegen den Neubau der A44 engagiert, gehen wir Fragen nach, die NICHT in die Schublade „persönliche Betroffenheit“ passen:
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Neuer Slogan für Wintershall Dea: Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge.

Am Freitag Mittag brachte ein Bündnis von Klimagerechtigkeits-Gruppen ein großes Banner mit der Aufschrift “Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge” direkt über dem Eingang der Kasseler Konzernzentrale von Wintershall Dea an: Deutschlands größtem Öl und Gasunternehmen. Damit prangern sie den Beitrag des Konzerns zur Klimakrise an. " Neuer Slogan für Wintershall Dea: Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge." vollständig lesen

Keine Beweise für eine Täter*in und eine Täterschaft? So ein Unsinn: Die Täterin ist die K+S AG!



Hier geht es weiter mit der Überschrift, in fett. Anscheinend mag die Kassel Zeitung keine allzu langen Überschriften!

Und verantwortlich dafür, dass die Täterin seit Jahren nicht gestellt und zum Handeln nach gültigem EU Recht gezwungen wird, ist die Politik, insbesondere die der hessischen Landesregierung. Und damit Umweltministerin Priska Hinz von den Grünen in allererster Linie! Und das ist schon seit vielen Jahren so!


Ich weiß nicht, wie viele Artikel ich allein hier in der Kassel-Zeitung zu K+S schon geschrieben habe. Es sind viele. Immer kam ich mir dabei vor wie ein Rufer in der Wüste. Denn auch wenn Kassel immerhin der Hauptsitz der K+S AG ist und nur rund 100 km von den K+S-Tat- und Produktionsorten wie Heringen und Philippsthal entfernt liegt, so hat sich hier doch kaum jemand für einen der größten Umweltskandale Europas interessiert. Zwar reden auch hier und endlich viele vom Klima und der CO2 Neutralität: Es wird auch höchste Zeit dafür! Aber davon, dass K+S seit Jahrzehnten Umweltverbrechen größten Ausmaßes begeht, Flüsse und Grundwasser verseucht, die Trinkwasserversorgung ganzer Regionen gefährdet und dabei permanent geltendes EU Recht bricht: All das scheint hier niemanden wirklich zu erregen…

Das Desinteresse gilt natürlich nicht für die meisten betroffenen Anliegergemeinden. Viele davon sind zusammengeschlossen in der Weser-Werra-Anrainerkonferenz. Es gilt auch nicht für den in diesem Zusammenschluss sehr aktiven und nicht klein zu kriegenden Herrn Dr. Hölzel und auch nicht für die Umweltverbände wie BUND und viele andere umweltorientierten Organisationen. Auf dem politischen Parkett gibt es immerhin die kleine, aber ausgesprochen aktive Fraktion der LINKEN in Wiesbaden. Sie ist die Laus im Pelz der grün/schwarzen Regierung in Sachen K+S. Sie ist aber allein auf weiter Flur in diesem Landtag. Seit Jahr und Tag stellt sie die richtigen Fragen, formuliert gute Anträge und lässt nicht locker in ihrer Kritik an der zuständigen Ministerin.

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