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Frau Amirpur: Sie liegen grotesk daneben… Wann korrigieren sie endlich ihre unhaltbaren Positionen?

Am 9. April 2018 war von ihnen in der HNA zu lesen: „…zu sagen, Muslime sind antisemitisch und muslimische Flüchtlinge bringen eine antisemitische Grundstimmung mit, ist idiotisch und führt zu nichts“. Was für ein selten dämlicher Satz. Wie krass er die Faktenlage auf den Kopf stellt, zeigt die jüngste Attacke einer arabischen Jung-Männer-Gang in Berlin, im Stadtteil Prenzlauer Berg, die dort zwei junge Männer mit Kippa massiv angegriffen hat. Der Haupttäter, ein 19 jähriger Araber, hat sich inzwischen der Polizei gestellt. Er war derjenige, der, wie in einem Video im Netz nachgeschaut werden kann, mit einem Ledergürtel auf den jungen Israeli mit Kippa eingeschlagen hat: Mit hasserfüllten, antisemitischen Kommentaren und Ausrufen – nur weil sein Gegenüber als Jude erkennbar war. Wie kann man/frau, denn diese Vorfälle sind ja keine seltsamen Einzeltaten (oder ist der Mord eines Arabers an einer jüdischen Holocaust-Überlebenden in Paris schon wieder vergessen?), ob dieser und vieler anderer Übergriffe von Muslimen solche uneingeschränkten Sätze wie den da oben von sich geben? Es ist nicht zu fassen. Dieser ihr Satz, Frau Dr. Amirpur, leugnet die Wirklichkeit und der sollten sie sich endlich stellen. "Frau Amirpur: Sie liegen grotesk daneben… Wann korrigieren sie endlich ihre unhaltbaren Positionen?" vollständig lesen

„Vom Regenwald zu den 7000 Eichen“

Mit einem bewegenden Bericht zum Kampf um den Erhalt des amazonischen Regenwalds und lateinamerikanischen Klängen brachten die Musiker der „Grupo Sal DUO“ und die Aktivistin Patricia Gualinga die Herzen der Besucher zum Schwingen und die Köpfe zum Grübeln. „Die Welt im Zenit“ war das Motto ihrer Konzertlesung im Südflügel des Kulturbahnhofs.
Patricia Gualinga spricht zu den Gästen der Konzertlesung. Foto: Reimund Lill

kassel-zeitung dokumentiert das Gespräch zwischen Patricua Gualinga und Isabella Radhuber als Podcast. Zur Einführung spricht Vera Lasch, KulturNetz Kassel e.V., danach führt Fernando Dias Costa kurz ein und dann kommen Patricia Gualinga und Isabella Radhuber. Das Gespräch ist in Spanisch und wird direkt ins Deutsche übersetzt. Die Musik kann wegen der GEMA leider nicht Teil dieser Dokumentation sein.

Gesprächsteil "Die Welt im Zenit" herunterladen
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Obelisk oder nicht

Im Kasseler Kultturforum gab es dieser Tage eine "erregte" Diskussion um den Obelisken auf dem Königsplatz. Harald Kimpel, der ein Monopol zu allen documenta-Fragen in Kassel sich erarbeitet hat, ist der Meinung: Kein Obelisk.

Seine Begründung ist alternativlos: Der Obelisk könne wegen der Straßenbahnschienen nicht auf der Mitte des Königsplatzes stehen.

Gewiss ist es so, dass Obelisken gewöhnlicherweise in der Mitte von Plätzen stehen, aber ist das ein Dogma?

Ist der Mensch ('Ihr habt mich aufgenommen ...') für die kunsthistorische Korrektheit da oder die Kunst für den Menschen?

Stehen alle Obelisken dieser Welt in der Mitte? Oder: Wo steht der Obelisk vorm ehemaligen Gebäude der Bundesbank, das sich rechts vom Kasseler Stadtmuseum befindet? Steht er überhaupt? Nein? Er wird von einem starken Mann getragen, und dieser steht am Rande einer Semi-Grünanlage zum Bürgersteig hin.


StadtLabor: Kuba – Träume und Räume einer Revolution


StadtLabor zu "Kuba: Träume und Räume einer Revolution" herunterladen

"Träume und Räume einer Revolution – Architektur in Kuba 1959 bis 2018" ist der Titel eines am Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel angesiedelten Forschungsprojektes. Prof. Manuel Cuadra stelle mit seinem Team im März die Ergebnisse seiner Forschungen an den vier Universitäten Kubas vor, an denen Architektur gelehrt wird. Das StadtLabor experimentierte zu seinen Erfahrungen und Ergebnissen des Projekts.
kassel-zeitung dokumentiert die am 5. April 2018 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

Gesteigertes Grauen

Carl Schmitt, der angebliche Kronjurist der Nazis, hatte in den 1920ern die richtige Vision: Die USA würden die Rolle des Weltpolizisten spielen und auf alle Errungenschaften Europas als da sind Kriegseinhegungen, Genfer Konventionen und dergleichen scheißen und tun, was das Pentagon, die Rüstungsindustrie und weitere Unverantwortliche hergeben. An der Spitze ein Verrückter und Untermensch, der sich für gewählt fühlt und es während einer Wahlkampagne geschafft hat, glaubwürdig seine Konkurrentin mit Hilfe gefakter News ins Gefängnis bringen zu wollen. Auch dass Politik sich inzwischen auf twitters reduziert, passt dazu.Und hinterher daddelt die Bundeskanzlerin.
Die Bombardierung Syriens ist kriminell. Wir können sie aus einem friedlich gestimmten Zivlleben heraus nicht beeinflussen. Zumal in einem Konflikt, der durch die sog. Westmächte, imperialistisch, selbst vorbereitet worden ist. Hier wird mit dem nächsten Weltkrieg gezündelt. Diesmal nicht die Nazis, sondern der free market of aggression. Der Tag ist für mich gelaufen.

Warum bezeichnet man diejenigen, die Verbrechen begehen, nicht mehr als Verbrecher? Und warum wird das leicht durchschaubare Spiel der betrügerischen Autokonzerne auf Zeit einfach so toleriert?

Selbst wenn ich nicht in der Lage bin, die Stichhaltigkeit der Berechnungen des Umweltbundesamtes „aus dem Stand“ auf ihre mathematisch-statistische Korrektheit und Prägnanz zu überprüfen (es gibt Statistikexperten, die da so ihre methodischen Zweifel hegen), gehe ich davon aus, dass besagtes Amt im Grundsatz richtig damit liegt und dass es in der Tat einige tausend Menschen sind, die in den Ballungsräumen stickoxidbedingt etwas früher sterben müssen als sie es ohne diese Belastungen müssten. Das sind, so wird entgegnet, Personengruppen, die ohnehin ein größeres Sterberisiko haben: Kranke, Alte, kleine Kinder, Personen mit Vorschädigungen und insbesondere natürlich solche mit Atemwegerkrankungen. Aber das macht ihren Tod nicht weniger beklagenswert. Und es sind darüber hinaus Millionen, die gesundheitlichen Schaden dadurch davon tragen, dass in 70 Großstädten der BRD die EU- Grenzwerte in Sachen Stickoxide immer noch nicht eingehalten werden. Und auch wenn die Dieselfahrzeuge nicht die einzigen Verursacher sind: So stellen sie hierbei doch das Kernproblem dar.

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„Die Welt im Zenit“ - Konzertlesung und Workshops am Samstag, 14. April

Patricia Gualinga, Botschafterin der indigenen Gemeinde Sarakayu im ecuadorianischen Teil Amazoniens, schlägt in der Konzertlesung „Die Welt im Zenit“ die Brücke vom indigenen Widerstand in Amazonien zu einem globalen Kampf für ein gutes Leben im Einklang mit der Natur.
Moderiert von der Politikwissenschaftlerin Isabella Radhuber bereichert Grupo Sal DUO das Gespräch mit lateinamerikanischen Rhythmen. Mit der leidenschaftlichen Musik des Grupo Sal DUOs fügen sich Patricia Gualingas authentische Erzählungen, Berichte und Reflexionen zu einer einzigartigen Collage zusammen, die informiert, hinterfragt, zur Diskussion anregt, berührt und bewegt.
Workshops zu Nachhaltigkeits- und Gerechtigkeitsthemen am Nachmittag runden dieses besondere Veranstaltungskonzept ab.

Samstag, 14. April, Südflügel Kulturbahnhof, Franz-Ulrich Straße 6, 34117 Kassel
Workshops ab 14.30 Uhr – Konzertlesung um 19.30 Uhr
>>AKTUELLE INFOS
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Keine Angst vor dem Islam: Das Kasseler Bildungsbürgertum zeigt sich einig. Ein Abend: ganz ohne Überraschungen…

Michel Houllebecq’s Roman Unterwerfung war für das Kasseler Staatstheater Anlass – die bisherigen Vorstellungen waren offensichtlich alle gut besucht – zum 2. Mal innerhalb der Reihe Streitzeit zur Diskussion zu laden. Über das Buch und das im TIF laufende Stück wurde nicht diskutiert. Das lag, wie vieles andere auch, an der Auswahl der Vortragenden, die sich trefflich ergänzten, sich in keinem einzigen Punkt widersprachen, obwohl das ganze Land mehr als zerrissen ist in der Frage, die zur Debatte stand: Ist das „Alles nur ‚Angstgerede‘?“, was da so diskutiert wird über den Islam?

Wie es um die Positionen von Frau Dr. Amirpur steht, konnten die geneigten HNA- Leser/innen schon am Vortag lesen: Während die Massaker des sogenannten Islamischen Staates, die Rolle von Hamas und Hisbollah im Nahen Osten unter dem Terror-Sponsoring des Iran genau so wenig eine Rolle spielten, wie all die vom Islam und vom Koran motivierten islamistischen Attentate in Europa, in London, Madrid, Paris, Berlin, Brüssel etc., wurde den gespannt lauschenden Zuhörern in geschliffener Rede offenbart, dass es keinen Zweifel gebe daran, dass westliche Demokratie, Frauenrechte und Geschichtsauffassung sehr wohl kompatibel mit dem Islam und den MuslimInnen seien. Hätte sie ihre Auffassungen wenigstens im Konjunktiv formuliert, wäre es mit der Kompatibilität zumindest ein klein wenig offener geblieben. So aber legte sich Frau Dr. Amirpur in jeder Hinsicht fest: Burka, Niqab, Hidschab und Tschador seien im öffentlichen Raum kein Problem. Dem Antisemitismus in den Köpfen der in den letzten Jahren nach Europa Geflüchteten, ebenso wie dem Antisemitismus bei denen, die schon länger hier leben, wie z.B. den vielen Türken, die von der AKP-gelenkten DITIB indoktriniert werden, müsse man zwar entgegentreten – dieser Antisemitismus sei aber ursprünglich ein europäischer. Das aber entspricht nicht den Tatsachen.
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attac-Radio am 10./11. April: "Nachhaltig aus der Kohle - Ist mein Geld klimagerecht angelegt?"


Attac-Radio im Freien Radio Kassel
(UkW 105,8) oder im Live-Stream http://www.freies-radio.org/

Dienstag, 10. April, 21-22 Uhr und in der Wiederholung am
Mittwoch, 11. April, 13-14 Uhr

Dass es klimaschädlich ist, mit dem Auto zum Bäcker zu fahren, ist wohl klar. Aber wie sieht es mit Bankkonten, Geldanlagen und Versicherungen aus? Viele Geldanlagen berücksichtigen keine ethischen und ökologischen Gesichtspunkte. Finanziert meine Altersvorsorge etwa Kohlekraftwerke, Kinderarbeit und Panzerschmieden?
Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich lokale Akteure wie Divest Kassel, Evangelische Bank, oikocredit, attac Regionalgruppe Kassel, EnergieGenossenschaft Kaufunger Wald und der Klimaschutzmanager der Evangelischen Kirche am 19. März im Evangelischen Forum in Kassel.

"Ein Feuerwerk für Herz und Verstand" – Interview mit Fernando Dias Costa (Grupo Sal)

Grupo Sal DUO mit Aníbal Civilotti (li.) und Fernando Dias Costa (re.), Foto: Fabian Freiberg



Interview mit Fernando Dias Costa herunterladen
Konzertlesung "Die Welt im Zenit" mit Patricia Gualinga und Grupo Sal DUO am Samstag, 14, April im Südflügel des Kulturbahnhofs Kassel

"Eine gute Mischung aus leidenschaftlicher Musik, Freude und Kampfesmut", so Fernando Dias Costa, erwartet die Besucherinnen und Besucher der Konzertlesung mit einer der wichtigsten Führerinnen der indigenen Welt Lateinamerikas. Mit ihrem Volk kämpft Patricia Gualinga seit über 25 Jahren erfolgreich gegen das Eindringen internationaler Ölkonzerne in ihr Territorium. Mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten schlägt sie die Brücke zwischen globalem Süden und Norden. Das Gespräch mit Fernando Dias Costa führte Klaus Schaake. >>Weitere Infos ""Ein Feuerwerk für Herz und Verstand" – Interview mit Fernando Dias Costa (Grupo Sal) " vollständig lesen

„Für das Leben, für Gerechtigkeit, für Mutter Erde und für unsere Zukunft!“

Patricia Gualinga, Botschafterin der indigenen Gemeinde Sarakayu im ecuadorianischen Teil Amazoniens
Patricia Gualinga schlägt in der Konzertlesung „Die Welt im Zenit“ die Brücke vom indigenen Widerstand in Amazonien zu einem globalen Kampf für ein gutes Leben im Einklang mit der Natur. Moderiert von der Politikwissenschaftlerin Isabella Radhuber bereichert Grupo Sal DUO das Gespräch mit lateinamerikanischen Rhythmen.

Samstag, 14. April, Südflügel Kulturbahnhof
Franz-Ulrich Straße 6, 34117 Kassel
Workshops ab 14.30 Uhr – Konzertlesung um 19.30 Uhr


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Was gerade in Italien passiert ...

Nach den Wahlen am 4. März haben alle auf die Wahl der Präsidenten der Abgeordnetenkammer und des Senats gewartet – weil dabei bereits sichtbar wird, wer die nächste Regierung in Italien bilden wird. Nun ist es raus: Berlusconis Forza Italia, die rassistische Lega Nord und die 5Stelle-Bewegung machen gemeinsame Sache. Das wird spannend. Wie wollen 5Stelle mit ihrem Anspruch auf absolute Transparenz mit Berlusconi, dem rechtskräftig verurteilten Steuerbetrüger mit Verbindungen zur Mafia, zusammenarbeiten? Und was haben sie mit der rassistischen Lega gemein, die allerdings auch nach Transparenz ruft, diesmal von rechts?
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Kranke Große Vorsitzende

Also Führers, wir wissen wovon wir reden. Bsp. Hitler, Stalin, Mao, Trump. "Der Chinese" ist im Moment noch immer etwas zu gelb. Aber Edward A. Luttwack hatte ihn bereits vor Jahrzehnten als Feind ausgemacht, und die West-Maschine läuft auf Touren.
Peter Sloterdijk hatte uns mit der Parole zu beruhigen versucht, dass die amerikanische Variante des Größenwahns sich durch Attententate selbst erledigt (vgl. Lincoln). Wie lange soll ich aber jetzt noch warten?
Obwohl ich mir das so streng verboten habe, sah ich heute abend einen durchgerknallten US-Führer, der schwunghaft eine Unterschrift unter eine Unmenschlichkeit leistete. Man könnte dazu Beiträge zur explosiven Kindlichkeit leisten. Dazu später.

Vom guten Leben: Konzertlesung "Die Welt im Zenit" und Workshops zu "Nachhaltige Entwicklung" und "Globale Gerechtigkeit“

Patricia Gualinga (Ecuador) und regionale Initiativen im Dialog, Samstag, 14. April, Südflügel Kulturbahnhof, Workshops ab 14.30 Uhr – Konzertlesung um 19.30 Uhr
Mit Patricia Gualinga ist die ehemalige Sprecherin der indigenen Gemeinde Sarakayu im ecuadorianischen Amazonas-Urwald in Kassel zu Gast. Sarakayu führt seit langem einen erfolgreichen Kampf gegen das Eindringen internationaler Ölkonzerne in das Territorium der Gemeinde. Patricia Gualingas Erzählungen und Berichte fügen sich mit der leidenschaftlichen Musik des Grupo Sal DUOs zu einer einzigartigen Collage zusammen, die informiert, hinterfragt, zur Diskussion anregt, berührt und bewegt.

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Freisprechanlage auditiv: Psychoanalyse gesprochen

Nach dem Vorlauf durch das StadtLabor letztes Jahr haben wir in der Freisprechanlage noch einmal mit Eckhard Bär und Erweiterungen und anderen Akzenten darüber gesprochen. In der Ankündigung mit Verweisen und Links.
Hier also das Nachhören.


[Sendung zum Herunterladen]
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StadtLabor: Stadtentwicklung in Zeiten von Verdrängung und Entmietung


StadtLabor zu Gentrifizierung herunterladen

Über seine Forschungen und Erfahrungen mit "Gentrifizierung" als Motor einer unter dem Primat der Gewinnmaximierung stehenden Aufwertung von Wohnimmobilien sprach Stadtsoziologe Andrej Holm im StadtLabor. Seit Anfang der 1990er-Jahre Begleiter und Berater vieler Mieter- und Stadtteilinitiativen in Berlin, skizzierte er darüber hinaus Alternativen.
kassel-zeitung dokumentiert die am 8. März 2018 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Sendung, die am 14. Februar vor einer Veranstaltung von Kassel West e.V. zum Thema aufgezeichnet wurde. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

Wer die Hoffnung hat, dass die neue GroKo die wahrhaftig großen Probleme der Zeit und die des Landes anfasst und löst: Der ist schief gewickelt!

Warum ich das in der Überschrift Geäußerte derart kurz nach der erneuten Inthronisierung der vierten Regierung von Frau Merkel meine, so formulieren zu sollen? Ganz einfach, weil der neue Gesundheitsminister Spahn ohne Rausschmiss aus eben dieser unseligen Koalition sagen durfte: In Deutschland muss niemand hungern, auch wenn es hier keine Tafeln gäbe, weil Hartz IV doch allemal zum Leben reiche...

Nachdem wir der rot-grünen Schröder-Regierung die entwürdigenden, den Export jedoch deutlich steigernden Hartz IV-Gesetze im Rahmen der Agenda 2010 zu verdanken haben - entwickelt und durchgesetzt schwerpunktmäßig zwischen 2003 bis 2005 - leben erhebliche Teile der weniger begüterten Bevölkerung unter der permanenten Bedrohung, in Armut abzustürzen, wenn sie ihre Arbeit verlieren oder sonst irgendwie aus der Spur geraten: Mit all den entwürdigenden Tatbeständen, die damit verbunden sind - bis hin zum Hunger. Was bekanntlich ein dehnbarer Begriff ist.
"Wer die Hoffnung hat, dass die neue GroKo die wahrhaftig großen Probleme der Zeit und die des Landes anfasst und löst: Der ist schief gewickelt!" vollständig lesen

Der Regierungspräsident (RP) lädt zur Anhörung über eine Monsterleitung quer durch Nordhessen: K+S will sein Salzabwasser 140 Kilometer weit an die Oberweser verfrachten!

Es war ein langer Tag: Für den 12. März hatte der RP zum großen Anhörungstermin in die Mehrzweckhalle Frommershausen eingeladen. Und der dauerte dann auch viele Stunden… Zahlreiche Behördenvertreter, viele Mitglieder von Bürgerinitiativen und eine ganze Reihe betroffener Einzelpersonen waren der Einladung des RP gefolgt. Ansonsten war keine Öffentlichkeit zugelassen. Diese Behörde war auch gleich mit vielen Fachleuten angerückt und die Firma K+S als Antragstellerin für das Monsterprojekt - was Erstaunen auslöste - rückte gleich in Geschwaderstärke an. So mit ungefähr 25 Experten und Profis! Das alles hätte die räumlichen Verhältnisse beim RP in Kassel wohl gesprengt. Dafür brauchte man dann schon so was wie eine große Mehrzweckhalle… "Der Regierungspräsident (RP) lädt zur Anhörung über eine Monsterleitung quer durch Nordhessen: K+S will sein Salzabwasser 140 Kilometer weit an die Oberweser verfrachten!" vollständig lesen

Freisprechanlage auditiv: Flüchtlinge, Mittelmeer, 2017, Desaster

Reinhard Schmitz hatte mit uns noch einmal seine eigenen nautischen Anschauungen nicht nur vom vom Schiff und der Organisation "Seawatch" aus, sondern aus eigener Einschätzung zur Lage rund ums Mittelmeer besprochen. Ankündigung hier. Eine sozusagen kriminelle und menschenverachtende Jahreschronik, Schwerpunkt Libyen ("Mord auf hoher See.") - Italien. Nur für Menschen mit starken Nerven.
Jetzt die Sendung mit vielen unbekannten Informationen.


[Klartext Sendung zum Herunterladen]




K+S auf Nebenkriegsschauplätzen unterwegs! Nichts als Tarnung…

Was für eine Überraschung: Just der Konzern, der sich seit Jahrzehnten in unglaublicher Weise als Umweltsünder in die Geschichtsbücher der Region eingegraben hat, genau der Konzern, der seit Jahrzehnten gegen geltendes EU-Recht und die sog. Wasserrahmenrichtlinie vom Oktober 2000 (!) verstößt, der die Werra und die Weser zu salzigen Abwässern gemacht, die Böden und den Untergrund der Region für Jahrhunderte ruiniert, die Trinkwassergewinnung in unvorstellbarem Ausmaß geschädigt und ganze Landschaften mit Salzgebirgen verschandelt hat, die ihrerseits wieder für Jahrhunderte mit ihrer ausgewaschenen Salzlast kommenden Generationen das Leben schwer machen werden: Eben dieser Konzern macht jetzt auf Aquaponik! Es ist zum Kotzen. "K+S auf Nebenkriegsschauplätzen unterwegs! Nichts als Tarnung…" vollständig lesen

Weltwirtschaftskrieg

Die Sache reizt die Nerven, ist aber außerordentlich trivial. Ich hatte hier schon mehrfach empfohlen, die Schrift des ehem. Pentagon-Beraters Luttwack (Orig. 1993, dt. 1994) zu lesen. Der Original-Titel bzw. Untertitel lautet, knapp übersetzt, eigentlich nur: Wie man es verhindert, dass die USA ein Dritte-Welt-Land wird.
Der deutsche Titel liegt, mit "Weltwirtschaftskrieg" verkaufstechnisch dramatisierend, trotzdem richtig. Die Botschaft: Echte Kriege sind viel zu teuer; machen wir doch einfach andere Wirtschaften durch geeignete Maßnahmen kaputt. "Weltwirtschaftskrieg" vollständig lesen

Griechenland und die EU – Erfolgreiche Operation oder lebensgefährlicher Aderlaß?

„Themenwechsel“ im Freien Radio Kassel
Freitag, 23. Februar, 18 Uhr; Wiederholung:
Samstag, 24. Februar, 10 Uhr

auf UkW 105,8 oder im Livestream

Glaubt man den jüngsten Meldungen aus Athen, kommt die griechische Wirtschaft allmählich wieder in Gang. Doch bei den Menschen hat der Absturz tiefe Spuren hinterlassen. Die (mögliche) Gesundung Griechenlands wäre zu erheblich niedrigeren Kosten – sowohl für die Griechen selbst als auch für Europa insgesamt – möglich gewesen, kritisieren Ökonomen die Politik der Europäischen Union in den zurückliegenden Jahren. "Griechenland und die EU – Erfolgreiche Operation oder lebensgefährlicher Aderlaß?" vollständig lesen

Der Schupo

Gestern meldet die Pressestelle, dass OB Geselle (statt Genosse) Strafantrag gegen den AfD-Stadtverordneten Dreyer stellen werde. Ich frag mich vorab schon wann und warum. Sodann ist die beanstandete Äußerung bedenkenswert: es würden "Vertragsabschlüsse der Stadtverwaltung verglichen mit 'Geschäftsmodellen, wie man sie ansonsten im Bereich der organisierten Kriminalität vorfindet'".
"Der Schupo" vollständig lesen

"Und dann kam der neue Vermieter..."


Vortrag Andrej Holm zum Thema "Gentrifizierung" herunterladen

Andrej Holm, Stadtsoziologe aus Berlin, bei seinem Vortrag im Stadtteilzentrum Vorderer Westen
Ob "energetische Sanierung als Instrument der Verdrängung", "Verdrängungsdruck und Eigentümerwillkür gegen Bestandsmieter/innen" oder "Abriss preiswerter Wohnungen für Luxusneubauten", wie Andrej Holm auf den Folien seiner Präsentation schrieb: Den Satz "Und dann kam der neue Vermieter..." hörte und hört der Stadtsoziologe, der seit Anfang der 1990er-Jahre Begleiter und Berater von vielen Mieter- und Stadtteilinitiativen war, in seiner Arbeit immer wieder.
Auf Einlandung von Kassel West e.V. machte der Stadtentwicklungsexperte Station in Kassel und sprach zum Thema "Gentrifizierung".
kassel-zeitung dokumentiert den am 14. Februar 2018 im Stadtteilzentrum Vorderer Westen gehaltenen Vortrag.
Ab Sekunde 35 startet die Begrüßung durch Andreas Schmitz, Vorstand Kassel West e.V., ab ca. 3 Minuten, 18 Sekunden spricht Prof. Hermann Bullinger, ebenfalls Kassel West e.V., ab ca. 11 Minuten, 12 Sekunden startet der Andrej Holms Vortrag.

Zwei der Folien aus dem Vortrag:

Die gute Botschaft

Leicht überzogen hätte man auch sagen können: die frohe Botschaft... Klappentext: "Weltweit beschäftigen sich mehr Menschen mit einer Verbesserung der Lebenssituationen, der Umwelt oder der Umsetzung der Menschenrechte, als man zu träumen gewagt hätte!" Jedenfalls hier tippsenfrisch die Kolportage von der gestrigen Aufführung des Stücks "Revolution: Alles wird gut" in der kleinen Dock-4-Bühne, die war voll. (Attraktivität? "Revolution" hatte man schon lange nicht mehr gehört??). Je zwei Protagonisten und Protagonistinnen des Brachland-Ensembles vor einer großen Pinnwand mit Denkzetteln und Parolen. Die Zentral-Parole an jeden einzelnen, wie die Welt zu verbessern sei.
Lockere Szenencollage aus kleinen Einzelnachrichten, Berichten von Besuchen auf Kontinenten in Dossierform, Musikeinspielungen, Großbildschirm, der Gag mit der live-Außenreportage durch Ali via I-phone zur zentralen Frage; lustige Antworten wie: Man könnte erst mal an sich selbst arbeiten, oder: mehr lächeln. (So erwischt, fiel den Leuten erstmal nichts Weltbewegendes ein..) "Die gute Botschaft" vollständig lesen

StadtLabor: Gemeinschaftlich Wohnen


StadtLabor zu "Gemeinschaftlich wohnen" herunterladen

Sabine Conti (Sun-Pi Planungs- und Beratungsgenossenschaft eG), Claudia Ulrich (Hessische Fachstelle für Wohnberatung) und Christoph Harney (Architekt) waren die StadtLabor-Gäste. Sie beschäftigen sich seit langem mit gemeinschaftlichen Wohnformen und experimentierten mit Moderator Klaus Schaake zum Thema.
kassel-zeitung dokumentiert die am 8. Februar 2018 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Live-Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.