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Und sie wollen nicht hören! Debakel in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK*)

Auch wenn Kassel und die um Kassel herum liegenden ZRK Gemeinden nicht im Ahrtal liegen, nicht in Kalifornien, nicht Spanien, nicht in der Po-Ebene und auch nicht in Brandenburg – wo überall und ganz aktuell Jahrhundertbrände auftreten und/oder Wassermangel in bisher nicht gekannten Dimensionen herrscht – so spitzen sich doch auch hier in unserer Region die Auswirkungen der Klimakrise zu: Spürbar, sichtbar, fühlbar. Im Mai war es, wie in der Monatsbilanz der HNA zu lesen war, viel zu trocken, viel zu heiß und es gab zu viele Sonnenstunden. Die Wasserstände in Losse und Nieste sind alarmierend niedrig und der Zustand unserer Wälder ist ebenfalls desolat, auch wenn es hier bislang noch keine Brände gegeben hat.

Was ich für die Fraktion der Linken in der Zweckverbandsversammlung am 29. Juni 2022 mal wieder in aller Deutlichkeit darlegte und klarmachte, gerät angesichts der Verweigerungshaltung von SPD und CDU, was konkrete Schritte hin zu mehr Klimaschutz angeht, zur Standardübung. Ich sage das Notwendige und Offensichtliche, der Rest der Versammlung erduldet die mehr oder weniger traurigen Fakten (immer gut belegt!) und schweigt. Um dann, mehr oder weniger gnadenlos, gegen jeden konkreten Klimaschutz zu stimmen. Oder anders: Ich könnte es eigentlich auch ganz sein lassen oder besser gleich Selbstgespräche im Wald führen …

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Antisemitismus auf der documenta fifteen (d15) oder Nachhilfeunterricht für einen Oberbürgermeister

Das gebetsmühlenartige, aber alles andere als logische Gerede über die d15 als Weltausstellung des „Globalen Südens“, hat mit den erhobenen Vorwürfen, dass die vorgelagerte Findungskommission und die Kuratorengruppe Ruangrupa selbst und dazu eine erkleckliche Anzahl von Künstlerinnen und Künstler dem BDS nahe stünden und mehr oder weniger heftig antisemitisch eingestellt seien, nichts zu tun.

Darüber hinaus entlarvt sich dieses Gerede als simple Ausrede, denn DEN globalen Süden gibt so nicht, sondern nur einen mit einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Geschichte(n), kolonialen oder nicht kolonialen Vergangenheiten und ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen, die verschiedener kaum sein könnten. Oder möchte jemand behaupten, in Botsuana, wiewohl noch weiter im Süden gelegen denn Nigeria z.B., herrschten auch nur annähernd die gleichen gesellschaftlichen Bedingungen? Derartige Vergleiche sind lächerlich. Während in Nigeria, genauer in Owo, einer Stadt im Bundesstaat Ondo, erst Anfang Juni d.J. wieder einmal islamistische Terroristen zuschlugen und wahllos über 60 Kinder und Erwachsene in einer Kirche ermordeten, gibt es in Botsuana eine seit 1966 funktionierende Demokratie nach westlichem Muster, die Frauen gleiche Rechte einräumt, die Gewinne der Diamantenausbeutung im Land lässt und die ein gut funktionierendes Bildungs- und Gesundheitswesen geschaffen hat; mit einer niedrigen Fertilität und einer extrem niedrigen Kindersterblichkeit obendrein. Nicht dass damit Botsuana ein Paradies wäre. Sicher nicht. Es wird jedoch nicht umsonst als Schweiz des afrikanischen Kontinents bezeichnet und für Nigeria gilt in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Details führten hier zu weit. Eins jedoch ist klar: Wie allein der Vergleich zwischen diesen beiden ehemaligen britischen Kolonien in Afrika zeigt, gibt es DEN undifferenzierten „Globalen Süden“ so gar nicht. Das gilt für Süd-, Ost und andere Teile Asiens ebenso wenig wie für Süd- und Mittelamerika. Auch dort sind die Unterschiede teils gigantisch groß.
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Lob des Zweifels

Dank eines aktuellen Spiegel-Artikels wurde ich auf das Gedicht "Lob des Zweifels" von Bertolt Brecht von 1938 aufmerksam.
Die folgenden Zeilen aus diesem Gedicht sind so beklemmend aktuell, dass es schon weh tut.

Den Unbedenklichen, die niemals zweifeln
Begegnen die Bedenklichen, die niemals handeln.

Sie zweifeln nicht, um zur Entscheidung zu kommen, sondern
Um der Entscheidung auszuweichen. Ihre Köpfe
Benützen sie nur zum Schütteln.

Mit besorgter Miene
Warnen sie die Insassen sinkender Schiffe vor dem Wasser.

Unter der Axt des Mörders
Fragen sie sich, ob er nicht auch ein Mensch ist.

.

Das N- und das M-Wort

In der Diskussion um die Verwendung der Worte Neger und Mohr werden wichtige Aspekte nach meiner Beobachtung ausser acht gelassen:

Erstens sind beide Wörter zumindest in meinem aktiven Wortschatz nicht vorhanden. Das bedeutet, ich kenne sie, nutze sie aber nicht. Dies dürfte auf die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung zutreffen. Insoweit sehe ich auch keinen Grund, eine Kampagne zu ihrer Eliminierung loszutreten. Denn die bewirkt das genaue Gegenteil: sie werden aus der Gruft hervorgeholt und neu belebt, anstatt dass man sie dem Vergessen anheim gibt.

Vorgebliches Ziel ist offenbar die Aufarbeitung unseres kolonialen Erbes. Diese wiederum ist zweifellos notwendig, bedarf aber nicht der Überhöhung durch eine semantische Diskussion, die ohnehin nur in Kreisen der gehobenen Bildung stattfindet.

Im Gegenteil: die mediale Präsenz dieser Wörter gibt denjenigen eine Waffe in die Hand, die sie ohne diese Debatte überhaupt nicht oder nur sehr begrenzt hätten nutzen können! Das N-Wort in einer Schlagzeile signalisiert auf sehr wirkmächtige Weise, dass es hier um etwas Bedeutsames gehen muss. Das genügt dem schlichten Gemüt in aller Regel, mal die Wirkung des Wortes im echten Leben auszuprobieren. Wer diese Wörter heute im Alltag als Beleidigung benutzt, gehört ganz sicher nicht zu der Gruppe der Menschen, die sich intensiv mit der Aufarbeitung der Folgen der Kongokonferenz von 1884 befassen.

Die infantile Tabuisierung und Reduktion auf die Anfangsbuchstaben N und M wirken auf mich - man möge mir verzeihen - schlichtweg albern. Die hektischen bis schrillen Anfeindungen gegen Apotheken, die traditionell den tabuisierten Namen tragen, sind in erster Linie PR-Maßnahmen der interessierten Gruppierungen. Es erschließt sich mir nicht, was sie damit in der Sache erreichen wollen. Denn wenn ihre These stimmt, dass Sprache das Bewusstsein prägt, dann sollte man N und M einfach zu Grabe tragen und vergessen. Schließlich sind sie aus dem aktiven, kollektiven Sprachgebrauch schon weitgehend verschwunden. Für eine effektive Aufarbeitung unserer wenig glorreichen Kolonialgeschichte taugt ihre Reanimierung jedenfalls nicht.

Und unseren dunkelhäutigen Mitmenschen von heute droht eine umso krassere Diskriminierung dadurch, dass jetzt der modische Gebrauch der Stellvertreter-Vokabel “N-Wort” eine vielfach potenzierte Wirkung entfaltet. Und das verlängert die Halbwertszeit dieser unseligen wie nutzlosen Diskussion.

Eine Ansprache am 6. Mai 2022 auf der Mahnwache

Ansprache von Eckhard Bär, Initiator Werkstatt-KriegUndFrieden.de,
anlässlich der Mahnwache des Kasseler Friedensbündnis am 6. Mai 2022 auf dem Opernplatz in Kassel,
in Hinblick auf den 77. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg am 8. Mai.

Meine Damen und Herren,
mein Name ist Eckhard Bär, ich spreche hier auf dieser Mahnwache, weil meine eigene Existenz insofern vom Krieg betroffen ist, als mein Vater, der am 12. Mai 95 Jahre alt geworden wäre, als 18-jähriger junger Mann gezwungen war in den II. Weltkrieg zu gehen.

Mit Glück entging er dem mehr als wahrscheinlichen Tod an der Ostfront, weil ein Oberst ihm den Wink gab, sich stattdessen zu einem Unteroffiziers-Lehrgang zu melden.
Anschließend kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde in einem der vielen amerikanischen Kriegsgefangenenlager interniert, die als Rheinwiesen-Lager bekannt sind.





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Bedrohen wir Russland?

Wie kommt Herr Putin auf die Wahnidee, dass wir sein Reich überfallen wollen?

Ein Land mit der Wirtschaftsleistung Italiens, beherrscht von einer Mafia aus Nazi-Stalinisten und korrupten Oligarchen, mit einer kaputten Wirtschaft und ohne die hochkarätigen IT- und Technologie-Fachleute, die längst im Ausland sind; mit einem Volk, das seit hundert Jahren von einer Gehirnwäsche in die nächste gejagt wurde! Ein Weltreich, das nichts als ein paar fossile Energieträger und seltene Metalle zu bieten hat, aber keine zeitgemäßen Veredelungsindustrien. Eine Militärmacht, die allenfalls in der Lage ist, den Weltuntergang zum Preis der eigenen Vernichtung auszulösen!

Herr Putin: Wir wären dumm, wenn wir Russland überfielen – es gibt dort unterm Strich nichts zu holen, was Sie uns nicht ohnehin verkaufen müssen.

Denn: Wir profitieren aktuell von der Ausbeutung der russischen Ressourcen, der Ausbeutung des russischen Volkes und der hemmungslosen Bereicherung der Herrschenden. Die kassieren und wir bekommen unsere Primärenergie zu günstigen Preisen! Warum sollten wir daran was ändern wollen? Anders wäre es, wenn das russische Volk die Wahrheit erführe und seine Herrscher zum Teufel jagte. Ganz sicher wäre die Weltgemeinschaft bereit, die Russen wieder als zivilisiertes Volk anzuerkennen und mitzuhelfen, demokratische Strukturen aufzubauen.

Wir lieben das russische Volk, seine Kultur, seine Kunst. Aber es muss aus eigener Kraft den Anfang machen und die Pest im Kreml ausmerzen. Dann ist es der Welt willkommen und kann Hilfe erwarten. Wie die Ukraine!

Gedicht

Alles Widerstrebende
schmiegt sich ins Blut;
Blumen verlassen die Wiese,
wenn die Blüten der Bäume
Geruch abwerfen
in den gebräunten Nächten
heißer Tage,
aus denen die alles einende Fülle
Menschen schmiedet
zu schönen Gittern,
durchlässig, voll Gewalt.
Fülle erfühlt den Kreislauf
in dem, der ihn schließt
Wie Nächte
den Blüten tun.

Mascha Grüne

Putin gibt Friedensplan bekannt. Teile des Redetextes für den 9. Mai geleakt.

In Putins Redemanuskript zur Feier des Sieges über die Nazis am 9. Mai werden folgende Punkte abgehandelt:

Die Militärische Spezialaktion in der Ukraine sei erfolgreich beendet. Die russischen Truppen haben weite Bereiche der Ostukraine und des Südens befreit. Es herrscht eine sofortige Waffenruhe. Die Militäreinheiten haben unmittelbar begonnen, Grenzsicherungen und Befestigungen einzurichten. Die befreiten Bürger begrüßten die russischen Truppen mit großem Jubel.

Wie es in dem Text weiter heisst, können alle Bürger der Gebiete um Luhansk, Donezk und Mariupol/Cherson ab sofort die russische Staatsangehörigkeit bekommen. Bürger, die sich dem ukrainischen Rumpfstaat zugehörig fühlen, können unbehelligt und straflos dorthin ausreisen. Den an der Friedensmission beteiligten russischen Armeeangehörigen und ihren Familien wird ein Angebot zur Ansiedlung und Existenzgründung in den befreiten Gebieten unterbreitet.

Das russische Oberkommando plane, bei Mariupol eine historische Gedenkstätte für die Opfer des Ukrainischen Terrors und Völkermords einzurichten. Sie soll im Sommer vom Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche, Kyrill I., eingeweiht werden. Die Gedenkstätte sei auch der hohen Zahl der von ukrainischen Terroristen hinterhältig umgebrachten russischen Soldaten geweiht.

Auf die Festnahme der ukrainische Führungselite, insbesondere den Präsidenten, seine Berater und Top-Militärs, wird ein Kopfgeld von mindestens 10 Millionen Rubel ausgesetzt.

Für den Wiederaufbau der durch die ukrainische Armee zerstörten und jetzt befreiten Gebiete im Süden und Osten des Landes will Moskau zu einer internationalen Geberkonferenz aufrufen.

Die kurzfristig gegründeten Volksrepubliken Donezk und Luhansk und alle anderen unter russischer Kontrolle stehenden Regionen werden ab sofort als Verwaltungsbezirke (Oblasts) in die Russische Föderation eingegliedert.
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Krieg und Frieden

Die Werkstatt KriegUndFrieden veranstaltet am Freitag 29. April 17:00 Uhr – Sonntag 01. Mai 2022 eine Tagung in der Buchoase mit den bisher erarbeiteten Einsichten und Hintergründen des Angriffskrieges Rußlands in der Ukraine.
Seit dem 11. März treffen sich Werkstattmitarbeiterinnen/ -mitarbeiter aus Deutschland, USA und Rußland/Ukraine, um über die Geschichte des Konfliktes, die aktuelle Situation und die mediale Präsentation zu sprechen. "Krieg und Frieden" vollständig lesen

Als Kriegsdienstverweigerer bin ich für Waffenlieferungen

Es erscheint hochgradig paradox, dass ausgerechnet zwei Drittel der Grün-Wähler für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine sind. Bei näherer Betrachtung ergibt diese scheinbar schizophrene Haltung aber durchaus Sinn.

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Heute, Samstag, 16. April Ostermarsch

Das Kasseler Friedensforum and friends laden ein zum Ostermarsch, um eine friedenspolitische Wende einzufordern. Und weil Verlinkung zum Friedenforum (https://www.kasseler-friedensforum.de) nicht möglich ist, hier die Wegstrecken:

Westroute
Ab 10:30 Uhr Platz der 11 Frauen (Annastr.)

An 11:15 Obelisk (Treppenstr.)
es sprechen: Rolf Becker (Schauspieler)
Stephanie Schury (Stadtverordnete)
Stefan Nadolny (Pfarrer, Neue Brüderkirche)
Musik: chor provokale

Nordroute
Ab 9:45 Uhr Tor vor KMW (August-Bode Str.)
Zwischenhalt 10:45 Uhr Königsplatz
Zwischenhalt 11:15 Uhr Obelisk
Reden Jugendbündnis Ostermarsch

Abschlusskundgebung 12 Uhr vor dem Rathaus
es sprechen: Michael Müller (Vorsitzender der NaturFreunde)
Vertreter:in Jugendbündnis
Vertreter:in Ausländerbeirat Stadt Kassel
Musik: DYLAN'S DREAM


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Seepferdchen für Kinder

Am Frühlingsanfang 2022 macht die HNA mal nicht mit dem Krieg in der Ukraine auf, sondern mit dem Seepferdchen. Es wird berichtet, dass der Rotary-Club Kassel mit 20.000 Euro Spendengeld dazu beitragen möchte, dass Kassels Kinder, deren Schwimmfähigkeit sich nach Experteneinschätzung in der Coronazeit noch einmal deutlich verschlechtert hat, das Schwimmen erlernen können. Das Seepferdchen ist das Frühschwimmerabzeichen, also Symbol dafür, dass die Kleinen 25 Meter auf Rücken und Bauch schwimmen und aus schultertiefem Wasser einen Gegenstand aufnehmen können. So weit, so gut. Keine Frage: Das ist natürlich und ganz ohne Abstriche eine gute, im besten Sinne wohltätige Sache. Denn die Fähigkeit zum Schwimmen senkt nun einmal die Gefahr, zu ertrinken. "Seepferdchen für Kinder " vollständig lesen

Ukraine: Was jetzt zu tun ist...

Zunächst packt einen die kalte Wut. Da sitzt ein psychopathischer Paranoiker im Zarenschloss und überzieht ein Nachbarland mit Krieg. In seinem Umfeld offenbar nur Speichellecker und Kriegsgewinnler (so hoffen sie), die nur ihren materiellen Vorteil sehen. Ein Parlament, das in vorauseilendem Gehorsam den großen Führer bittet, die bedrohten Volksgenossen in der Ukraine vor einem Genozid zu bewahren. Und das alles gekrönt von Cyberattacken gegen so ziemlich alles, was Europa am Laufen hält. Getreu der Methodik der Sowjetunion und des KGB läuft eine gigantische Verdummungskampagne gegen das russische Volk, dem man ganz sicher keine Kriegslüsternheit unterstellen kann.

Die Menschen insbesondere im europäischen Teil Russlands werden von einer massiven Propaganda- und Desinformationswelle überschwemmt. Die ernsthaften Regimekritiker sitzen ohnehin im Gefängnis oder im Arbeitslager. Hier sei nochmal erwähnt, dass der russische Geheimdienst seit Jahren überall auf der Welt Killer auf seine Feinde ansetzt.

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Was macht ein Reparier Café?

Wir geben die endgültige Antwort!

Wege zur Nachhaltigkeit und Langlebigkeit: Die Reparier Cafés!
Vortrag am 3. Februar in der VHS Kassel

Das Konzept „Reparieren statt wegwerfen“ findet große Resonanz in Kassel und die Erfolge können sich sehen lassen. Wolfgang Ehle, Initiator des ersten Kasseler Reparier Cafés, vermittelt aus knapp 2.000 Reparaturfällen nicht nur amüsante Anekdoten, sondern auch viele nützliche Erfahrungen.

Natürlich steht immer die Idee der Nachhaltigkeit im Hintergrund. Wer einmal selbst erlebt hat, wie mit einem 20-Cent-Bauteil ein richtig teueres Elektronikgerät wieder zum Leben erweckt wird, der weiß: Man muss nicht immer gleich die Mülltonne aufklappen! Reparieren macht Spass und lohnt sich!

Kurs 212-21252 / Wolfgang Ehle, Roswitha Biedermann & Veronika Baier.
In der VHS, Wilhelmshöher Allee 19-21 im Saal, Donnerstag, 3. Februar, 18-20 Uhr. Kostenlos. Anmeldung bitte bis 30.1. HIER

Über reichliche Anmeldungen würden wir uns sehr freuen!!

Rückfragen auch an das Reparier Cafe Kassel

Für die Abschaffung der Leserkommentare

Interaktion mit den Medien und deren Akteuren ist eine tolle Sache: Man liest etwas, findet es gut, oder auch nicht, und kann sich direkt dazu äußern. Kommentarfunktionen, Leserbrief-Spalten und Foren zu allen Themen dieser Welt bieten dem Menschen – soweit er über einen Internet-Zugang verfügt – die Möglichkeit, seine ganz persönliche Sicht der Dinge darzulegen. Mit globaler Reichweite.

Der eine schickt nur ein „Daumen hoch“, die andere schreibt eine lange Abhandlung. Die Bandbreite ist groß. Und dies gilt in mehrerlei Hinsicht. "Für die Abschaffung der Leserkommentare" vollständig lesen

Ist das Geiz oder ist der Anstand weg?

Ich möchte Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen.

Angenommen Sie betreiben ein Repair Cafe und helfen den Menschen ehrenamtlich, ihre defekten Geräte zu reparieren. Das schont unsere Ressourcen und den Geldbeutel, denn es erspart unter Umständen etliche Hundert Euro für einen Neukauf. Um die Kosten des Repair Cafés zu decken, bitten Sie um eine Spende.

Küchenmaschine - Schrott oder noch zu retten?
Nach einer solchen Veranstaltung finden Sie Spenden von insgesamt 35,56 in der Sammelbox. Es sind drei Scheine und insgesamt 10,56 Euro in 1- und 2-Euro Münzen und ein paar Cent-Münzen. Vier Gäste haben mindestens 5 Euro gespendet; das ist angemessen, denn die Reparaturen waren nicht einfach. Von den restlichen acht Gästen kamen zusammen 10,56 Euro, also pro Nase rechnerisch 1,32 Euro.

Allein die Tatsache, dass es Leute gibt, die dort Cent-Beträge einwerfen, lässt einen schon den Kopf schütteln. Und wenn man mir gerade einen Staubsauger oder eine Küchenmaschine im Wert von ein paar Hundert Euro gerettet hat - dann spende ich großzügig zwei Euro???

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Ignoranz oder Strategie? - Stadt will Klimacamp vom Friedrichsplatz verdrängen

Logo Klimacamp
Seit Mai liegt der Stadt eine umfassende Versammlungsanmeldung für das großangelegte Kasseler Klimacamp auf dem Friedrichsplatz vor. Schon diesen Freitag soll es starten. Doch jetzt will die Stadt das vielfältige Programm erheblich einschränken und das Klimacamp mit fadenscheinigen Argumenten vom Friedrichsplatz verdrängen. Doch nicht mit den Organisator:innen des Klimacamps: sie bestehen auf ihr Grundrecht der Versammlungsfreiheit auf dem Friedrichsplatz. "Ignoranz oder Strategie? - Stadt will Klimacamp vom Friedrichsplatz verdrängen" vollständig lesen

Wer kommt nach der Flut?

Max Mölkner vom Technischen Hilfswerk Nordhessen spricht mit Gertrud Salm im Freien Radio über seinen Einsatz ein Tag nach dem extremen Hochwasser, das sich besonders im Nordosten der Eifel verheerend auswirkte, wo Ortschaften an der Ahr, am oberen Teil der Erft, an der Nette (Mittelrhein) und Nitzbach, an der Rur und an ihren Nebenflüssen Inde, Merzbach, Vichtbach und Wurm betroffen sind. Ein Atlas beim Zuhören danebenzulegen, kann die Verortung erleichtern.


Freies Radio Kassel auf 105,8 MHz oder im lifestream direkt unter https://www.freies-radio-kassel.de/startseite.html
am Sonntag, 15. August 2021 um 18.00

Wie sich eine Partei konsequent um die Macht bringt.

Soll man verzweifeln oder einen Wutausbruch bekommen? Die Rede ist von den Grünen. Sie entwickeln auf allen Ebenen ein unübertroffenes Talent, sich selber aus dem Spiel zu nehmen.

Als langjähriger politisch aktiver Grüner bin ich vor knapp zwei Jahren der Partei ausgetreten. Letzter Anlass war das unsägliche Verhalten der Grünen in der hessischen Landesregierung zum Thema Waldrodungen für die A49. Schon vor ihrer ersten Legislaturperiode habe ich gewarnt: Geht lieber mit Anstand in die Opposition! Nein, man musste mit den Schwarzen ins Bett gehen.

Andere Knackpunkte, aus denen nichts gelernt wurde: Fünf Mark für einen Liter Benzin, Veggiday, Plagiate, Verbot von Eigenheimen, versemmelter Zulassungsantrag der Saar-Grünen, und dann der in der Sache durchaus richtige Vorschlag eines Klimaministeriums! Jeder, der sich halbwegs mit den Mechanismen der öffentlichen Wahrnehmung auskennt - und dazu sollten Politiker und deren PR-Agenturen eigentlich gehören - der sollte wissen, dass ein Wort wie „Vetorecht“ dem politischen Gegner eine Brechstange in die Hand gibt. Hier, wie in den meisten anderen der geschilderten Fälle, ist eine plausible Erklärung durchaus möglich. Aber wird die von den Medien geliefert? Ist die überhaupt gewollt? Nein.


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Tempo 30 ganz ohne den bescheuerten Andi Scheuer: In allen Städten und sofort!

Es gibt Menschen, die mit der Bundestagswahl im September bestimmte Hoffnungen verbinden werden. Viele werden das inzwischen aber eher nicht (mehr) tun. Einige der Letzteren auch deshalb, weil trotz des vielen Redens über die Klimawandel-Bekämpfung, über immer neue Volten in der Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik, inzwischen die Glaubwürdigkeit der Politik auf der Strecke geblieben ist. Wer, wie CDU und SPD, die die Hebel der Macht seit Jahrzehnten richtig fest in der Hand hielten - sie stellten schlicht alle Regierungen seit Bestehen der BRD, in welcher Farbkombination auch immer - jetzt plötzlich derart geläutert und handlungsbereit auftritt, nur weil ein Gerichtsurteil den beiden Parteien ordentlich die Leviten las, ist alles andere als glaubwürdig. Und wer sollte z.B. einem Herrn Laschet Vertrauen entgegen bringen gerade in Umweltbelangen, wenn der vielleicht im Oktober in enger Umarmung mit Herrn Merz die neue Umweltpolitik der BRD bestimmt? Und wer sollte Herrn Scholz Glauben schenken, der sich um das Wohl der Hamburger Banken mehr gekümmert hat als um arme Hamburger*innen, obwohl er doch damals auch schon sehr genau wusste, dass CumEx-Geschäfte verbrecherischer Steuerbetrug in großem Stil sind? Und auch seine Rolle im Wirecard-Skandal macht ihn nicht vertrauenswürdiger, auch wenn er weiterhin unter dem Label ‚sozial und demokratisch‘ für sich wirbt.

Wollen, sollen wir wirklich glauben, dass Herren wie Scholz und/oder Laschet, in welcher Kombination auch immer sie eine neue Regierung nach den September-Wahlen bilden werden, dann die einschlägigen Konzerne und die wirklich Mächtigen und Reichen dieses Landes in die Schranken verweisen? Dieser Gedanke nötigt mir nur ein müdes Lächeln ab. Denn: Wie immer werden sie weiterhin nahezu jede ökologische Schandtat begehen, jedes weitere Stück neuer Autobahn mit Zähnen und Klauen durchprügeln, wie wir es gerade am Dannenröder Forst live beobachten durften. Sie werden uns sicherlich weitere Jahre mit Glyphosat bescheren, weiter ihre Hand schützend über K+S halten, damit dieser unbelehrbare Salzgigant weiterhin Flusssysteme und Grundwasser vergiften und zerstören kann. Und sie werden bis 2038 nicht nur hier bei uns weiter Braunkohle verfeuern lassen, sondern ebensolche Kraftwerke mit Bundesbürgschaften und entsprechenden Gewinnen bei den Produzenten solcher Anlagen an andere Länder verkaufen. Ja, all das um der Arbeitsplätze willen und damit der Aktienmarkt die Reichen, Mächtigen und Schönen der Republik immer wieder aufs Neue beglückt. Und Herrn Scheuer, dem beScheuertsten Verkehrsminister ever, wird mit großer Sicherheit wieder eine neue Spitzenkraft aus der CSU-Riege folgen, der/die es nicht viel besser machen wird als eben dieser unser Andi.

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Der Zweckverband Raum Kassel (ZRK)* startet in die neue Legislaturperiode

Keine Sorge, es folgt mit Sicherheit keine Schilderung über die mehr oder weniger langweiligen Wahlen für die Gremien und vor allem für den Vorstand des ZRK in der konstituierenden Sitzung jüngst, am 7. Juli 2021 in Schauenburg ... Nein. Ich werde niemanden weder mit diesem Procedere noch mit vielen Namen langweilen. Wichtig ist einzig und allein, dass der Vorstand aus OB Geselle und Landrat Siebert besteht mit weiteren Würdenträgern der beiden Wahlsieger-Parteien der letzten Kommunalwahlen: der SPD und den Grünen also.

Dieser ‚Durchmarsch‘ aufgrund der im ZRK gegebenen Mehrheitsverhältnisse – nicht wirklich neu nach den Wahlen vom März 2021, lediglich mit etwas mehr grünem Gewicht - hat niemanden überrascht. Es ist auch niemand auf die Idee gekommen, den Vorstand um qualifizierte Personen aus anderen Parteien zu ergänzen und damit vielleicht zu stärken. Obwohl das ja nahe läge, handelt es sich doch beim Zweckverband, dessen Kerngeschäft die wichtige „Vorbereitende Bauleitplanung“, sprich Flächennutzungsplanung* ist, um einen Planungsverband. Und es gibt nun mal keine linke, rechte, liberale, grüne oder konservative Flächennutzungsplanung, vielmehr nur eine gute oder schlechte, eine ökologische oder unökologische ... Es hätten sich, da bin ich sicher, für eine solche personelle Ergänzung des Vorstandes, bei gutem Willen und Einsicht in die Notwendigkeit, geeignete und ausreichend qualifizierte Persönlichkeiten bei den anderen Parteien finden lassen.

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16.07.2021 soundcheck 83 Holiday in Paris. Eine Kasseler Dystopie

Ein Audiowalk durch die Innenstadt

Freitag, 16. Juli 2021: 18:00, 18:30, 19:00
Samstag, 17. Juli 2021: 10:00, 10:30, 11:00
Teilnahme nur mit Voranmeldung (ab dem 9.7.): freymuth@soundcheck-kassel.de

Informationen: www.soundcheck-kassel.de
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Das eingeredete Fernweh

Seit 14 Monaten „leiden“ die Menschen darunter, dass ihnen ein eingebildetes Menschenrecht vorenthalten werde. Nämlich das Recht auf Reisefreiheit, auf den „wohlverdienten Urlaub“ auf Malle, an den Stränden des Mittelmeeres oder in Fernost. Die meisten sehen wohl insgeheim ein, dass das irgendwie unvermeidlich ist. Aber die dilettantische Kommunikation seitens der Regierungen und der Medien liefert die Argumente frei Haus per TV. Auf die Suggestiv-Fragen der Reporter, wie sehr man denn die Ferien vermisse, kommt natürlich die gewünschte Antwort.

In Artikel 11 des Grundgesetzes heißt es: „Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.“ Das bedeutet aber überhaupt nicht, dass jeder jederzeit das Recht hätte, beliebig durch die Welt zu reisen. Aktuell ist nämlich zwischen zwei Rechten abzuwägen. Der Freizügigkeit sind nämlich dann Grenzen gesetzt, wenn das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit anderer dadurch eingeschränkt wird. Dieser Zusammenhang ist so simpel wie einleuchtend – wenn er denn vernünftig erklärt würde.

Es kommt ein weiteres Ärgernis hinzu. Seit Monaten liefern die TV-Kanäle Fernweh in hochkonzentrierter Form. Reiseberichte, Länderportraits, Urlaubsziele – je exotischer, desto besser – kommen per Bildschirm zu den Eingesperrten. Machen die das, um uns zu trösten? Vernünftiger wäre es, den Menschen klar zu machen, warum sie jetzt besser zuhause bleiben sollten und ihnen zu helfen, mit der Situation umzugehen. Das öffentliche Wehklagen über die Zunahme häuslicher Gewalt und psychischer Störungen bei Kindern ist allgegenwärtig. Warum beginnt man nicht, diese Situationen zu verbessern, statt die Unzufriedenheit weiter anzuheizen?

Den Menschen wird die Hilfe verweigert. Probleme werden je nach Opportunität hoch oder runter geschrieben und betroffen konsumiert, aber nicht angegangen! Es wird alles getan, um möglichst bald wieder die alten Zustände zu haben. Denn schließlich hat man ja die Lufthansa mit neun Milliarden gerettet, damit der freigelassene Deutsche demnächst schnellstens wieder an seinen Strand und die Strandbar kommt. Mit dem Geld hätte man auch Gutes tun können!

Nach der Pandemie wird alles anders - wirklich?

Friedliche Ökumene?

Die Zeitungen der letzten Tage berichten über den ökumenischen Kirchentag mit fröhlich frommen Beiträgen, gleichzeitig breit über die Raketen der Hamas gegen Israel, über dessen Siedlungspolitik, über das Gesetz gegen die Hetze gegen die Muslime, über den Antisemitismus des Herrn Maaßen und die Deutschen im Allgemeinen, über Erdogan als Fürsprecher der Palästinenser, über den Völkermord an den Jesiden – um nur einige zu nennen. Alles wichtige Themen.

Was fällt uns dabei auf? Der gemeinsame Nenner aller dieser Themen ist die Religion, oder besser: die Religionsinstitutionen.

Schon früh haben diejenigen Gottsucher, die etwas klüger waren als der Rest, erkannt, dass sich aus dem Bedürfnis nach einer höheren Macht etwas machen lässt. Fortan haben sie sich als die Erleuchteten ausgegeben, als die Sprachrohre Gottes, die Seinen Willen auf Erden zu verkünden hatten. Und nicht nur zu verkünden. Auch durchzusetzen!

Das Ergebnis sehen wir seit Jahrtausenden mit unterschiedlichen Brutalitätsgraden.

Alles dies ist ein Missbrauch der Transzendenz-Bedürfnisse der Menschen durch die Religions-Institutionen. Kopftuch, Kippa, Ordenstracht, Mitra, Muezzin auf dem Minarett, Glocken auf dem Kirchturm: Im Bereich des Sicht- und Hörbaren haben alle dafür gesorgt, dass jeder seine Zugehörigkeit zeigt und gleichzeitig seine Abgrenzung gegen alle anderen betont.

Es gibt nur eine Lösung: All diese Symbolik muss aus der Öffentlichkeit verschwinden. Wer den mörderischen Humbug seiner Priesterkaste für bare Münze nehmen will, der soll das zuhause tun.

Zum aktuellen Nahostkonflikt oder: Michael Wolffsohn meets Mohammed Altlooli

Wären alle diejenigen, die sich als Freunde Israels ausgeben, ‚wirkliche Freunde‘, müsste sich Israel keine Sorgen mehr um seine Zukunft machen. Leider sind solche selbsternannten Freunde oft das genaue Gegenteil, zumindest aber keine ‚wirklichen Freunde‘.

Das erkennt man, wenn man mit der Analyse beginnt, wie diese neue Krise, dieser neue Waffengang begonnen hat. Natürlich nicht mit den üblichen Banalitäten, wer zuerst Raketen abgefeuert hat, wer mit von Gerichten erlaubten Räumungen in Ostjerusalem für schlechte Stimmung gesorgt hat, wer auf dem Tempelberg aus welchen Gründen auch immer wen angegriffen und was in Brand gesteckt hat. Nein, nicht mit derart banalen Biertheken-Analysen und Schuldzuweisungen. Die Frage muss vielmehr lauten: Was steckt hinter diesem neuen Ausbruch von Gewalt? Es lässt sich – mit den Worten von Prof. Dr. Michael Wolffsohn*, Historiker und Publizist, Hochschullehrer – sinngemäß so ausdrücken: Die palästinensische Hamas ist, wir alle wissen es, der verlängerte Arm der iranischen Mullah-Terrordiktatur. Der Iran möchte unbedingt die Wiederbelebung des 2015 geschlossenen Atomabkommens, d.h. Geld, Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und Zeit für die Realisierung seiner Atomwaffenpläne. Jeder kann lesen, was die iranischen Revolutionsgarden auf ihre regelmäßig getesteten Mittelstreckenraketen schreiben. Jeder kann es am Ende des Ramadan alljährlich, seit Chomeini den al-Quds-Tag am 7. August 1979 ausgerufen hat, in Teheran und inzwischen in vielen anderen Städten rund um den Globus sehen, lesen, hören: So wie der Holocaust geleugnet wird, so wird zur Vernichtung Israels aufgerufen! Jedes Jahr.

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Keine Beweise für eine Täter*in und eine Täterschaft? So ein Unsinn: Die Täterin ist die K+S AG!



Hier geht es weiter mit der Überschrift, in fett. Anscheinend mag die Kassel Zeitung keine allzu langen Überschriften!

Und verantwortlich dafür, dass die Täterin seit Jahren nicht gestellt und zum Handeln nach gültigem EU Recht gezwungen wird, ist die Politik, insbesondere die der hessischen Landesregierung. Und damit Umweltministerin Priska Hinz von den Grünen in allererster Linie! Und das ist schon seit vielen Jahren so!


Ich weiß nicht, wie viele Artikel ich allein hier in der Kassel-Zeitung zu K+S schon geschrieben habe. Es sind viele. Immer kam ich mir dabei vor wie ein Rufer in der Wüste. Denn auch wenn Kassel immerhin der Hauptsitz der K+S AG ist und nur rund 100 km von den K+S-Tat- und Produktionsorten wie Heringen und Philippsthal entfernt liegt, so hat sich hier doch kaum jemand für einen der größten Umweltskandale Europas interessiert. Zwar reden auch hier und endlich viele vom Klima und der CO2 Neutralität: Es wird auch höchste Zeit dafür! Aber davon, dass K+S seit Jahrzehnten Umweltverbrechen größten Ausmaßes begeht, Flüsse und Grundwasser verseucht, die Trinkwasserversorgung ganzer Regionen gefährdet und dabei permanent geltendes EU Recht bricht: All das scheint hier niemanden wirklich zu erregen…

Das Desinteresse gilt natürlich nicht für die meisten betroffenen Anliegergemeinden. Viele davon sind zusammengeschlossen in der Weser-Werra-Anrainerkonferenz. Es gilt auch nicht für den in diesem Zusammenschluss sehr aktiven und nicht klein zu kriegenden Herrn Dr. Hölzel und auch nicht für die Umweltverbände wie BUND und viele andere umweltorientierten Organisationen. Auf dem politischen Parkett gibt es immerhin die kleine, aber ausgesprochen aktive Fraktion der LINKEN in Wiesbaden. Sie ist die Laus im Pelz der grün/schwarzen Regierung in Sachen K+S. Sie ist aber allein auf weiter Flur in diesem Landtag. Seit Jahr und Tag stellt sie die richtigen Fragen, formuliert gute Anträge und lässt nicht locker in ihrer Kritik an der zuständigen Ministerin.

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