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Un-Entstelltes: Der Mussolini-Obelisk in Rom

Ich wollte hier ein Foto vom Mussolini-Obelisk in Rom veröffentlichen, hab es aber nicht hingekriegt, denn diese Kassel-Zeitung-Software stammt wohl noch aus der Stummfilm-Zeit - und eine Kommunikation zwischen den Fachleuten hinter den Kulissen und den Texte-Verfassern findet nicht statt. Als ich einst bat, SATIRE als Kategorie einzurichten, gab es keine Reaktion - bis heute nicht. Die Kassel-Zeitung ist eine lahme, vielleicht sogar eine tote Ente.


Dieser Kasseler AfD-Stadt-Verordnete, der so tat, als habe er etwas gegen Obelisken, müsste dann ja auch etwas gegen den Mussolini-Obelisken in Rom haben, hat er aber nicht. Es ging der Kasseler AfD einzig und allein darum, dass auf dem Obelisken FREMDE willkommen geheißen wurden. Und das sollte nicht sein.

Der Link führt zu einem mit Fotos versehenen Artikel  über den Mussolini-Obelisken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mussolini-Obelisk

WIDERRUF:

Jetzt, Samstag, 2. 2. 2019, ist das Einfügen eines Bildes doch geglückt. Liegt es daran, dass nun schon Text vorhanden war und ist?

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Kommentare

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Marlis Cavallaro am :

Och, jo, ich finde es nach kleinem ersten Schreck (hier
mitten im Einkaufen :-)...) - au weia, soll man das aussprechen???-)
gar nicht schlecht, dass Du als inzwischen treue Mitschreib-Seele die Zustände bemotzst.
Wenn jetzt niemand zu streiten, zu keifen oder zu rechtfertigen oder sonstwie zu diskutieren anfängt, wäre "lahme Ente" ein Euphemismus... denn auch lahme Enten schnattern feste.
But keep steady, dear - never give up!

Gertrud am :

Ich bin derzeit als Schreiberin lahm, weil ich soviel fürs neue Wohnprojekt (Am Feldlager, kassel-im-wandel.de) rechnen muss. Und derzeit arbeite ich mich bei Joomla! ein. Also, vielleicht erbarmt sich unser Maschinist?

Marlis Cavallaro am :

Mal bin ich "lahm", mal sprudele ich über in Was-Schreiben-Wollen....mal hat man, hast du, habe ich, haben Alle wichtige, sinnvolle Dinge zu tun, die nicht ausreichend Zeit und Energie für die Zeitung lassen ( für das Genossenschaftsprojekt arbeiten ist ein sehr, sehr wichtiges Ding...)will sagen: Niemand, Niemensch, Niefrau müssen sich erklären und rechtfertigen - es
kömmt
darauf an, ob es veränderbar ist, ob die beteiligten Menschen es verändern möchten, ob und wie man sich verständigen kann, was zu tun wäre. Insgesamt finde ich die kassel-zeitung in dieser
Phase nicht ganz so "lahm", denn
mehr Menschen als eine Zeitlang vorher kündigen Veranstaltungen an oder schreiben zu aktuellen Anlässen etwas hinein. Was lahmt im Vergleich zu alten Zeiten, ist eher
die Diskussion.
Mehr zum Thema kann gewiss fruchtbarer in zukünftigen Gesprächsrunden erörtert werden.

Klaus Baum am :

bei diesem eintrag befindet sich das häkchen bei KOMMENTARE ZULASSEN.

MR am :

Publikations-technisch gesehen wäre die Zudeckung der halben Frontseite mit einem Bild nicht nötig und verdrängt andere Beiträge durch Monumentalität. Beindruckender wird es dadurch auch nicht, was man bei Mussolini auch nicht benötigt. Beim Einbinden eines Bildes hat man die Wahl, ob man frontseitig das ganze Bild haben will oder eine kleine Version, wobei man durch Anklicken auf das ganze Bild in der Datenbank kommen kann. Aber das sind Fragen der Aufmerksamkeit, des Wissenserwerbs und der Übung. In diesem Fall ist das "System" mal schlauer als der Anwender.

Marlis Cavallaro am :

Nicht jeder muss und mag in seinen Wissenserwerb integriert und parat haben, welche enorme politische - nicht allein kulturpolitische, nicht allein in Kunstdisput-Kreisen anzusiedelnde - Bedeutung in der jüngsten Stadtgeschichte dem Provinzlersturm um Oguibes documenta-Obelisken zukam. Schon während der Debatte voriges Jahr gab es hier auch Spott, dass wir uns da überhaupt argumentativ engagierten. So kann die "Monumentalität" eines Bildes als unnötig empfunden werden.
Zur Erinnerung: in dieser Stadt des "Welterbes", die damit wirbt, was für ein weit offenes kosmopolitisches Herz sie durch die Tradition der documenta habe, gibt es lokalpolitische Leute, deren Partei die Rettung der Traditionen eines "christlich-jüdischen Abendlandes" predigt. Sie bekamen jedoch fast die Krätze, als während der documenta 14 ein Zitat aus dieser Tradition in Gold und mehreren Sprachen auf einer Säule inmitten ihrer Stadt prangte.
"I was a stranger and you took me in."
Vermutlich, um die ursprüngliche, dumpf-reflexhafte Ablehnung gegen den "fremdenfreundlichen" ("Nächstenliebe"-) Inhalt zu übertünchen, wurden "das ist keine Kunst"-Argumente vorgeschoben, die Form sei hässlich, "entstellt" (da "entartet" zu sagen nicht gewagt wurde) etc. Das Letztere zeugte von Unkenntnis der geschichtlichen Verwendung von Obelisken durch die Jahrtausende in aller Welt. Es zeigte auch Beschränktheit: man wollte oder konnte sich nicht vorstellen, dass es Absicht gewesen sein könnte, wenn ein Künstler von einer Symbol-Säule für Macht, Sieg und Herrschaft die Schwächsten der Schwachen stolz einen Dank mit einem Jesus-Wort verkünden lässt.
Hier ging es nur vordergründig um " Kunstwerk oder nicht Kunstwerk" oder um die zu Anfang vollkommen unrealistische Preisforderung des Urhebers für einen eventuellen Ankauf durch die Stadt. Hier ging es um die Hoheit über die Köpfe in der Stadt, um das, was Gramsci die kulturelle Hegemonie nannte. Unverkennbar erinnernd an eine bücherverbrennende, mit "Entartung" (Kasseler AfD: "Entstellung" ) argumentierende historische politische Richtung gelang es einer Gruppe, in einer Menge von Leuten in und um Kassel dumpfe Ressentiments ("niederhauen", "verbrennen", "ins Meer jagen", "so was soll Kunst sein", "soll nach Afrika ") hervorzulocken - auch gegen den farbigen Künstler. Es gelang ihr, den Diskurs zu bestimmen, den dann niemand mehr derartig kraftvoll führte, und die Atmosphäre nachhaltig zu vergiften - so dass sie sich auch als die stark Argumentierenden gegenüber lauter eierlosen Luschen empfinden konnten. Denn die übrige lokale Politik-Schar ließ sich vorwiegend von der wabernden Volksseelen-Stimmung beeindrucken. (Wie schön für die Obelisk-Abolitionisten und die auf sie glotzenden ängstlichen Polit-Karnickel, dass sich dann auch noch mit dem Künstler vermeidbare Missverständnisse und Fehler entwickelten).
Dies alles hatte hohe politische Bedeutung. Es könnte zu andren Themen erneut ähnlich ablaufen - lärmende halb- und ungebildete Ignoranten schmeißen einen Diskurs in die Gegend und fast die ganze Stadt kuscht.
Die Abbildung war publikations-inhaltlich super so - sie sollte nicht "beeindruckend" sein, sondern in Erinnerung rufen, und zwar schön groß ins Auge springend, dass das Ressentiment "entstellte Kunst" auf eine historisch übliche Säulenart angewandt wurde - um vom tieferen Reflex gegen den Spruch darauf abzulenken. Die Ironie der Geschichte ist dabei , dass der italienische Nationalismus - dem die besagte Gruppe in deutscher Spielart inhaltlich nahesteht, ohne hier strafrechtlich relevant behaupten zu wollen, sie sei fa....isch orientiert - in einem Obelisken offenbar nichts "Entstelltes" sehen konnte.

"Das ist Lenchen Schiefelbeiner, schöner ist doch unsereiner" (Wilhelm Busch)
Mancher braucht zum Glücklichsein, sich zu mokieren und genüsslich nachzutreten, weil jemandem etwas vorübergehend nicht erneut gelang, was zu anderen Gelegenheiten schon mal gelungen war. Na - wenn's schee macht....
Jedem Ephesus sinn Kupille.....

MR am :

Mein Kernsatz war "publikationstechnisch gesehen"; eine Riesen-inhaltliche Auseinandersetzung war nicht vorgesehen. Verteidigungen von dies und das halte ich da für völlig überflüssig. Außerdem bin ich seit der Gründung der Zeitung dabei und habe mich bemüht, den Betrieb aufrechtzuerhalten und manche Leute wenigstens an die Publikationsbedingungen zu erinnern. Sehr häufige Reaktionen waren ganz unnötige Schuldbewusstseine und Erschreckungen über Fehler. Aber ich halte am Grundprogramm fest: Sich möglichst eigenständig (und mit Unterstützung) öffentlich zu machen.

MR am :

Die Antwort ist einfach, um es nochmal zu wiederholen: Schritt 1: Bild in die Datenbank (je nach Größe geduldig) laden. Dabei nicht anzeigbare Übergrößen und falsche Zeichen im Dateititel vermeiden.
Schritt 2: Nach der bestätigten Ankunft dort im Text den Titel der Datei mittels URL (Datenbank) einbinden. Dabei wählen, ob man das volle Bild angezeigt haben will oder ob man es verlinken will. (D.h. bei einer großen Größe wie im vorhandenen Fall sollte man es lieber klein im Text anzeigen und die Funktion der Verlinkung in die Datenbank wählen).
Fertig. Man möge doch im Zweifelsfall die vorzüglichen Anleitungsvidos von Helmut Fligge und am Ende mich oder Klaus Schaake konsultieren.

Marlis Cavallaro am :

Danke für diese genaue Gebrauchsanleitung. Das Video ist allerdings genauer und uns seit Anfang 2018 bekannt. Wie bei aufmerksamer Lektüre alles Vorherigen ersichtlich, wurden Anleitungen durchaus mehrmals angewandt. Es hat halt trotz Erprobtheit mal nicht geklappt, " that's all, so what?" - und dann doch und doch nicht und wieder doch. Schlussstrich unter Technikfrage (zu der Klaus Baum einen augenzwinkernden "Widerruf" oben schrieb - das war erledigt).
Es ging um etwas anderes als das nun in den Vordergrund gepushte Nebenproblemchen der kurzzeitigen technischen Kalamität und des spontanen Frustaufschreis. Im Sinne des Postings war zum inhaltlichen Thema zurückzukehren.
Was hat das mit "Verteidigen" zu tun? Was sollen Leute, die seit gut zwei Jahren ebenfalls nach Kräften beitragen, dass die etwas "erlahmte" Zeitung weitergeht, mit "Schuldbewusstsein" am Hut haben, wenn mal was nicht hundertpro klappt? "Verblüfft blinzel" - das erschließt sich nun wirklich nicht.
Da scheint mir, in der älteren Macher- und Macherinnengruppe der kassel-zeitung (ich bin/wir sind ja erst verhältnismäßig kurz dabei) wäre es m.E. klug, untereinander zu klären, welche Entwicklungen es bei Euch über die Jahre gab. Man hat keine Ahnung, auf welchem "historischen Hintergrund" der Redaktion bei einer Frustäußerung - die muss ja wohl mal möglich sein - jemand wie von der Tarantel gestochen reagiert und auch noch "schuldbewusste" "Verteidiger" von irgendetwas zu erspähen meint, wenn wir auf dem Hauptinhalt einer Sache bestehen.
Hier ging es darum, zurück zu lenken zu dem, von dem abgelenkt worden war, weil Technikfragen und vorübergehender Frust mit geäußert wurden.Überflüssig finden darf das sehr gerne (und auf die Lektüre verzichten) , wer voriges Jahr die Beteiligung an der Diskussion zur Obelisk - Geschichte auch schon überflüssig fand -- doch hier lesen mehr als einer.
Und unter denen sind vielleicht welche, die in der Geschichte ebenfalls mehr politische Brisanz sahen oder sehen als eine für manche langweilige Kabbelei über die Frage "Ist das Kunst oder kann das weg?".

MR am :

Dieser Text ist für mich zu lang für einen so kleinen Anlass ("technisch"). Warum soll man das so aufblähen und und zu einem Selbstbeschätftigungsproblem machen? Es gibt Leute, die dieses Projekt seit Jahren begleiten und es funktionsfähig zu halten versuchen. Das hat mit dem inhaltlichen Thema ("Obelisk") rein gar nichts zu tun. (Hier findet eine Vermischung statt.) Die Bemerkung betraf lediglich eine Layout-Frage. Und das ist eine Haltung der Ermöglichungs-Ermöglichung (für Menschen, die sich normalerweise vielleicht nicht öffentlich äußern würden). Insofern sehe ich keinen Anlass, hier eine Denunziation des Projekts Bürgerjournalismus anzusetzen ("lahme Ente"). Wir haben über die Zeit eine Reihe von Aktivitäten unternommen, um hier mehr Flügel zu setzen. Wer hier Zusatzkräfte hat, möge sich engagieren, statt rumzunölen.

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