Skip to content

Kommentar: Politisch-historische Gleichberechtigung

Einer dieser bildverliebten Infotainment-Sendungen von ZDF-History und ihren medialen Hitler-Verewigungen entnehme ich soeben, dass der große und kleine Nazi zwei Feinde hatte: den Juden und den Kommunisten. Während sich nun nachträglich eine starke Kraft für die Juden erhebt, ist dies bei den Kommunisten nicht der Fall. Dem "Westen" beliebt es, weiterhin auf dem Klavier des Antikommunismus zu spielen, das zur Konstitution der USA gehört. Dazu selbst der konservative Thomas Mann: "Kommentar: Politisch-historische Gleichberechtigung" vollständig lesen

Freisprechanlage: Zum Stand der Flüchtlingsfrage

Wir hatten das Thema "zu Lande und zu Wasser" bereits einmal am 26.6.2016 thematisiert. Dazu der podcast
Heute ist der Tandempartner von Jutta Eisenecker, Reinhard Schmitz, da. Die Zeiten haben sich wohl einschneidend verändert. Wir versuchen, in die verwirrenden Nachrichten Einsichten einzubringen; zumal wenn sie weitgehend aus eigener Anschauung vor Ort kommen.
Heute 7. Januar 2018, 18-19h, Freies Radio Kassel.
Livestream läuft über unsere Zeitung, Knopf ganz rechts außen/unten, oder die Homepage des FRK. Wdh. Montagfrüh 10h.

Freisprechanlage auditiv: Blindheit und Einsicht

Wir holen nach und auf. Kristina Quanz hatte uns bereits im April 2017 über das Leben in Blindheit erzählt, vielmehr Einsicht verschafft. Eine wunderbar lebendige und inspirierende Sendung..

Zum Herunterlladen: Blindness.mp3

Musik musste mal wieder rausgeschnitten werden. Wir werden demnächst die GEMA für den Missbrauch unseres Ehrenamtes zur Rechenschaft ziehen.

Liebe Intifada!

Ich meine das hinüber und herüber. Die sog. Israelis bekriegen die sog. Palästinenser und die umgekehrt. Ich artikuliere, ich betone, nach meinen Kenntnissen. Ich lasse mich gerne korrigieren.
Dabei stiften sie beiderseits gewaltsame Verwirrung. Die Israelis behaupten,es gäbe einen Staat Israel, dessen Fahne man evtl. heute verbrannt hat. Das ist nicht der Fall. In unserem europäischen staatsrechtlichen Verständnis gibt es diesen Staat gar nicht, weil er es bislang geschafft hat, sich keine Verfassung zu geben. 1917 gab es eine Imperialmacht, die gottseidank gebrexit ist, die Parole des "homestead" aus. (DIe Briten haben einen speziellen Humor: Die Juden meinten Land, die Engländer "Schutzmacht") Dazu gehört die nebulöse Konstruktion, dass ein Bewohner des fiktiven Staates Israel sein kann, wer Nachkomme einer jüdischen Mutter ist. Dieses heißt nun also im Klartext, dass staatrechtliche, religiöse und ethnische Motive so miteinander verwischt werden, wie es im Islam ebenfalls der Fall ist. Der Gottesstaat. Regie die Väter, mit Hilfe der Mütter.
Dazu kommt die absurde Konstruktion, dass es palästinensische Mitglieder einer jüdischen Glaubensgemeinschaft geben kann (mit Pass!) Prima dazu gehört die Verwischungsaktion, dass Kritiker der Politik des fiktiven Staates Israel von unaufgeklärten Menschen als Antisemiten bezeichnet werden. (Ich darf daran erinnern, dass Chaim Weizmann ursprünglich (in den 1920igern) ein Vertreter der kooperativen Lösung war und 1948 nach rechts gegangen ist. Netanjahu im Windschsatten von Trump sauftretend ist der vom Gehirn abgekoppelte Enkel.
Wer soll das begreifen?
Nun kommt auch noch das kleine Arschloch aus den USA und gießt Feuer ins Öl. Das geht ja nun gar nicht. Dieser Mann gehört impeached oder sowas. Aber dann schaunwermal, wie das nach dem 3. Weltkrieg ausgeht. "Always look on the bright sight of life".

Die Warteschleife

ist eigentlich das Existenzialium der heutigen Tage. Die haben sich alle auf "das Schloss" zurückgezogen. In wie vielen ich heute schon gehangen habe, um rauszukriegen, was der harmlos erscheinende schlossinduzierte Umstieg von einem Kabelanbieter auf den anderen zu bedeuten hat, das geht nicht auf die berühmte cuernavaca. Und die Melodien!
Ich werde dann Namen nennen, wenn sich der Nebel gelichtet haben sollte.

Positivistisches Gesellschaftsgefühl

Die Frau tritt aus dem einen Haus, um in ihr eigenes Haus zu gehen. Am Kinderspielplatz hinter dem ersten Haus ist eine Bank, auf der sich eine aufgebrochene Schmuckschatulle und Verstreutes befinden. In der Umgebung ist öfters eingebrochen worden.
Die Frau sagt dem Mann übers Handy, er möge doch bitte die Polizei rufen. Die Polizei kommt tatsächlich zu Dritt in überraschend kurzer Zeit. (Es ist natürlich abzusehen, dass Täter sowieso nicht zu finden sein werden. Sofern man nicht, wie die Polizei-Frau auf Handzeichen nachfragt, "eigene Beobachtungen" beizusteuern hat.)
Jetzt wäre noch witzig zu erfahren, in welcher Ablage das landet, bzw. ob sich eine Betroffene meldet, um das zusammenzuschalten. (Denn der Schmuck gehört ja den Frauen!) Aber man hat wenigstens mal das Gefühl, von den Einrichtungen der Gesellschaft, des Staates und des Rechts beachtet worden zu sein.
Negative Nachrichten haben wir ja genug?

Freisprechanlage: Religiöse Verkündungen

Ich war erstaunt über die Ausstellung der Zeugen Jehovas: "Die Bibel. Ein Handbuch fürs Leben". Und zwar über die "weltanschauliche" Neutralität der Darstellung durch eine Gruppe, die man von Religionsgemeinschaft bis Sekte einstuft - und deren Zeugen man in Fußgängerzonen etc. einen "Wachtturm" vorzeigen sieht..Wilfried Siegner wird uns den Kern der Botschaft erläutern und kritische Fragen beantworten.
Heute, Sonntag 10.12. 2017, 18 Uhr im Freien Radio Kassel.

Gehirnschwächung

Ich entnehme wiederum meiner Anteilnahme an Öffentlichkeit, dass die PKW-Industrie eine neue Entmenschlichung plant. Es geht um das total-autonome oder teil-autonome Fahren. Statt moderne öffentliche Bewegungssysteme für alle zu entwickeln, klemmt man sich hinter den PC-Mythos. Da geht es dann letztlich nur noch um ohne Mensch und Steuerung von Maschinen durch Maschinen. (Bis jetzt ist bei uns noch der Eingreifer vorgeschrieben: Falls das sog. System versagt, muss ein Beifahrer eingreifen. In den USA hat es den ersten Technik- und Kapitalgläubigen begleitungslos erwischt.)
Mit dem Begriff der Autonomie hatte die europäische Aufklärung dereinst eine wunderbare Imagination der Selbstständigkeit von Menschen entworfen. Jetzt fährt das automaton (also der sich selbst bewegende Bewegende) ohne uns. Das entspricht exakt der Selbst-Abschaffung des selbständigen Menschen. Wer braucht sowas außer der Auto-Industrie?
Gibt es noch eine Steigerung von Schwachsinn?

Gute neue Nachrichten zum Advent

Ich entnehme dem öffentlichen Medienwesen, dass es einem in Baunatal groß angesiedelten Betrieb im Rahmen der neoliberalen Litanei erlaubt war, eine publizistische Nebelkerze zu werfen. Es soll dort einen "Zukunftsplan" geben. Dieser sieht den Abbau von Arbeitsplätzen vor. Durch den Nebel hindurch sehen wir andererseits auch klar, mit was unsere gut florierenden Gesellschaften schon jetzt und in Zukunft zu rechnen haben. Dashalb unsere weitere Schlagzeile: "Wirtschaft unter Volldampf".

Catalunya

Nach Ansicht diverser aufbereiteter Quasi-Informationen zum Separationsbegehren von Katalonien, leider auch unter Hinzuziehung sog. Experten, stelle ich fest, dass es Delegitimierungen und Verballhornung hagelt. (Der Moderator hält zB eine Abstimmung im katalonischen Parlament, die soeben beendet ist, für "surreal".) Es empföhle sich doch für den gemeinen Bürger, einmal etwas Geschichte aufzutanken und zu verstehen, warum die Katalonen spätestens seit dem Erbfolgekrieg (das "katholische Spanien", rund 300 Jahre her) die madrider Zentralregierung für eine Besatzungsmacht, wie es scheint mehrheitlich, halten.
Ich selbst bin Gegner dieser Re-Ethnifizierungen und Separatismen, die alle vor das zivilisierte Europa zurückwollen. Noch mehr Gegner bin ich von Nicht-Information und Des-Information im Rahmen von Machtspielchen.

Dieser Bolschewismus hat uns gerade noch gefehlt

Der direkt unter meinem Beitrag angekündigte Vortrag über das Verhältnis von Steiner zum Bolschewiken. Was da auf einen zukommen mag, ist wohl thematisch bereits nachzulesen. Titel: "Freiheit oder Fremdbestimmung - Dreigliederung oder Bolschewismus". Angekündigt wird hier im Rahmen von "Materialien zur Zeitgeschichte" Folgendes: "Die Herausgeber [Martin Bacher, Fritz Spielberger] knüpfen mit ihrem Buchtitel an ein Zitat von Rudolf Steiner an: Zwischen Dreigliederung (Synonym für freiheitliche Ordnung) und Bolschewismus (Synonym für einen sozialistischen Zentralismus) muss sich der Kampf abspielen. Das Herrschaftssystem des real existierenden Bolschewismus bestand bis zum Zerfall der UdSSR 1991." Das ist natürlich glatter Nicht-Sinn und historisch eine falsche Nahelegung, beides zusammen Propaganda für eine bestimmte Art von Geistes-Wissenschaft.
Das ist Hintergrund, und der angekündigte Vortragende Gerald Häfner ist damit nun nicht identisch, setzt sich grün für die "Basisdemokratie" ein. Warum wählt er dann aber diesen obszönen Kurzschluss-Titel?
"Dieser Bolschewismus hat uns gerade noch gefehlt" vollständig lesen

Freisprechanlage: Macht

Wohl jeder kennt die kleinen alltäglichen Ohnmächte. Man denke an widersinnige bürokratische Vorschriften oder den Versuch, eine Internet-Störungsmeldung beim Socall-Telefonprovider an die richtige Stelle zu bringen, Schleifen Schleifen. Das führt zu Empörungen, die wiederum zu Parteien führen können. - Dann gibt es die großen Mächte. Wahnsinnige Landesführer beginnen, mit Atomwaffen herumzufuchteln, darunter der Leader eines Landes, das man bisher noch zur Zivilisation gerechnet hatte.
In der letzten Sendung mit Birgit Daiber (hier der podcast) kam die Frage auf, wie man als Abgeordneter im Europaparlament überhaupt ein Bein auf den Entscheidungsboden bekommt. Auch hier gibt es Übermächte. Viele Menschen glauben an physikalische Politik: Man geht auf die Straße und demonstriert „Gegenmacht“ und „Druck“. Wir möchten genauer wissen, was das eigentlich ist, Macht, wie sie 'funktioniert', und welche Einwirkungsmöglichkeiten man überhaupt hat.
Morgen, Sonntag 15.10.17, 18-19 Uhr im Freien Radio Kassel.

Freisprechanlage auditiv: Bewegende Bewegt-Begegnungen mit Birgit Daiber

Zweieinhalb Monate hat die Sendung vom 23.7. in historischen Behältern gereift, bis es nun zum Wiedergehörtwerden rund um die Autorin Birgit Daiber und ihr Buch "Und sie bewegt sich doch..." kommt. Sie stellte fest, dass sich nur noch Wenige erinnern, dass da 1968 einmal etwas war. Und dass es in einem "Lesebuch" (Untertitel) sogar um "Progressive soziale Bewegungen, die EU und die UNO" gehen kann...
Während der Sendung kamen wir bereits auf die menschliche Fundamentalerfahrung der "Ohnmacht" und nahmen uns vor, in einer Fortsetzung (15.10.17) die korrespondierende Macht und die Mächte zu 'verstehen'. (Wird am Samstag angekündigt.) Diese nachholende Wiedergabe ist eine gute Vorbereitung dazu:


[Sendung zum Herunterladen]

Mal was Anspruchsvolleres: Krieg und Frieden

Kriege gibts immer weiter, trotz "Nie wieder Krieg!" - jeweils nach den Kriegen. Und dann gibt es die vielen Friedensfreunde und -freundinnen auf der ganzen Welt. Welchen Krieg meinen sie abschaffen zu wollen? Vermutlich den alten, den wir kennen, und vom letzten großen bin ich jedenfalls noch Kind. Nun bringt uns Heiner Mühlmann mit dem Satz (vorübergehend) aus der Fassung: "Man hat der westlichen Kultur den Krieg kaputt gemacht"... "Mal was Anspruchsvolleres: Krieg und Frieden" vollständig lesen

Misswahl

Der verstorbene Roger Willemsen sagte zum deutschen Klima 2000ff.: "Stillstand als Sakrament". Und: "Die Träume der Veränderung sind ausgeträumt." (Er meinte die richtig großen.) -
Wie sah es im Dunkeln der platonischen Höhle aus? Es wurden Trugbilder an den dort angebundenen, "ungebildeten" Menschen vorübergetragen - "haßerfüllt, gelähmt und mit Fiktionen vollgestopft." (Bruno Latour) Aber im Dunkeln gilt der alte Spruch: "Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine Halogenleuchte her"!

Freisprechanlage auditiv mit Wahlvorschlag: Kandidieren mal ohne Partei

Muss es denn immer die gleiche Politmaschine zur Bundestagswahl sein, mit Medienklamauk, Plakaten (die unser Gast Eva-Maria Gent zu recht für Umweltverschmutzung hält) etc.? Nein: Man kandadiert einfach direkt. Dass das geht wissen viele überhaupt nicht. Wie es geht und mit welchen Inhalten hier speziell, das kann man sich in unserer Sendung im Freien Radio Kassel anhören. (Man kann noch hinzufügen: Wenn es eine Fröhliche Wissenschaft gibt, darf es auch eine Fröhliche Politik geben..)

Freisprechanlage auditiv mit Wahlvorschlag: Kandidieren mal ohne Partei zum Herunterladen
Musik leider wie immer rausgeschnitten sein muss.


Freisprechanlage: Wahl oder Nichtwahl?

Man hat ja oft den Eindruck, man sollte zwischen einer einen Null und einem anderen kein Kreuz auf sich laden. Das ist nun hier mal anders. Ich wäre sofort dafür, dass nächsten Sonntag Eva-Maria das Rennen für die Bundeskanzlerschaft macht. Schon wegen der Mutigkeit, sich parteilos aufzustellen und damit zu behaupten, der Bürger oder die Bürgerin könnten möglichwerweise einen konkreten Einfluss nehmen.
Erstmal: Sendng morgen 18-19 Uhr, in der Freisprechanlage, Freies Radio Kassel.
Die Selbstdarstellung von Eva-Maria kann man lesen unter:
http://buergerkandidaten.de/bewerbungen/582-eva-maria-gent

Entscheidende Nicht-Entscheidungen

Irgendwo hab ich gelesen, dass es ein besonderer Trick der Poltik sein soll, in Abwesenheit eines "Begriffs des Politischen" alles zu tun, um den Anschein eines Tuns zu vermeiden. Tun ist so ungefähr gleich Entscheidung: Man tut dieses, unterlässt jenes. Das Kunststück beides (nicht) zu tun, beherrschen nur wenige, außer unsere guten Hirten. Mutti macht das schon, Bart und Brille bei Vati stört nach neuesten Umfragen schon a bisserl! Zu viel Widerstände im Gesicht! Menschen, das wird eine gemütliche Entscheidung.

Freisprechanlage: Das Drunter

In der Mitte des 19. Jhs. begannen fortschrittsgesinnliche Frauen bekenntnishaft ihr Korsett auszuziehen. Das wurde als emanzipatorische Revolution verstanden. Heute könnte es umgekehrt heißen, dass die Wiederkehr des (eigentlich immer als pressing empfundenen Kleidungsstücks - ich selbst hab es noch bei meiner Oma, auszugsweise, erlebt) dieselbe sein könnte. Unsere Gesprächspartnerin diesbezüglich ist Michaela Kirschberger von den "Midinetten" Kassel. Der Duden teilt uns mit, bei der Midinette handle es sich a) um eine Pariser Modistin, Näherin, und b) "(veraltet)" um ein leichtlebiges Mädchen. Da haben wir ja eine Menge Stoff zu nähen.
Heute, Sonntag, 20.8.2017, Freies Radio Kassel, live 18-19 Uhr.
Die weiteren Zugangsweisen sollten bekannt sein (livestream zeitgleich, Wd.h. am Montag, später podcast.

Neue Rechtshistorie betreffs Nazi-Urteilen

Es ist eine winzige Nachricht mit, jedenfalls für mich, ungeheuren Ausmaßen. Einige haben vielleicht Filme über den damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gesehen, die plastisch zeigen, welche Kämpfe dieser Mann mit den Post-Nazi-Besetzungen an deutschen Gerichten (s. Auschwitz-Prozesse) und der Vertuschungspolitik auszufechten hatte. Das "Forschungsjournal Soziale Bewegungen" hat unlängst berichtet über ein Urteil des 3. Strafsenats des BGH, das die Rechtsauffasssung Bauers, es handle sich um direkte Täter, nach Jahrzehnten bestätigt: eine grausame Zeitverzögerung. "Neue Rechtshistorie betreffs Nazi-Urteilen" vollständig lesen

Freisprechanlage: "Und sie bewegt sich doch..."

Man möchte nun meinen, es ginge um die Drehsucht der Erde, dass sie nicht still stehen können will. Keineswegs. Birgit Daiber hat ein Buch diesen Titels geschrieben mit dem sie andeutet, dass sie die vielen sozialen Bewegungen nicht beerdigt sieht: vom Thema Frau über Umwelt über Frieden über Globalisierung über Gewerkschaften...
Bevor wir uns hier sprachlich zu sehr ausdehnen: Morgen, 23.7.2017, Freies Radio Kassel, 18-19 Uhr.
Die üblichen Internet-Zugänge wie immer. "Freisprechanlage: "Und sie bewegt sich doch..."" vollständig lesen

Freisprechanlage: Wie die Jungfrau zum Roman...

"Dieser Roman wurde geschrieben, um die Zeit sinnvoll zu verbringen." Ein starker Satz. Eigentlich Techniker i.R., nun auch Autor von "und ich". Wie, was und warum erzählt Wolfgang Gerland:
heute 25.6.2017, 18-19 h, im Freien Radio Kassel.
Mit Livestream direkt mithörbar, Wdh. Montag 10h, später podcast.

Documenta 14: Das Allerhöchste

Motto: Repräsentative Demokratie - von Ferne - So sieht man sie doch gerne!
Jeder Anfang hat einmal ein Ende.
Dazu erstmal Herumstehen.
Das Präliminarium wurde gestern um 10 Uhr jäh beendet durch eine Top-Eröffnung. Jedes Land und jede Stadt braucht einen Führer, einen Großen Vorsitzenden, einen Präsidenten - hier waren es gleich vier. In abgleitender Reihenfolge: Prokopis Pavlopoulos, Frank-Walter Steinmeier, Volker Bouffier, Bertram Hilgen. Jeweils garniert mit den passenden Gattinnen. Vorfahrt mit diesem Tonalarm und Blaulichtern auf den schwarzen Karossen (die Ausnahme der Grieche...), wie man sie aus dem Fernsehen kennt.
Es wird schon ernster
Der documenta-Präsident Adam Szymczyk stand eher ein bisschen wie nicht eingeladen dabei.
Das war also die 100%-Prominenz, die weiträumig vorm Volk abgeschirmt und von ihm eingekesselt war, vom bunten Völkchen der Polizisten und Polizistinnen vielfach beiderseitig geschützt. Auf den Dächern mehrere Scharfschützen, am Himmel ein Hubschrauber kreisend, dem kostbaren Lebensgut entsprechend. Dazu passte die Fridericianums-Giebel-Aufschrift "Being Safe Is Scary" bestens. "Documenta 14: Das Allerhöchste" vollständig lesen

Documenta 14: Kleine nervöse Nachschübe zum Startup

Noch am Mittwoch eile ich zur Neuen Alten Post. Ich bin vor allem neugierig, was unsere praktischen Innenwerker da vollbracht haben. Höret einen von ihnen sprechen in unserer Sendung der Freisprechanlage des Freien Radios. Prima Bewirtschaftung einer sog. "Brutalarchitektur", die selbst die Post größtenteils als Wirtschaftsflüchling verlassen hat. (Wie man hört, hat die Restfiliale durch Serviceschrupfung lange Schlangen erzeugt.) Der Zugang ist noch nicht geschildert, man stolpert sich bis jetzt noch so hinein. Ein Pappschild rechts vom sprengwürdigen Gebäude vor dem geplanten Imbisswagen sagt, auf einem Stuhl aufgerichtet: documenta hintenrum. Bis zur offiziellen Eröffnung werden die Jungs und Mädels Praktiker das noch hinbekommen haben. "Documenta 14: Kleine nervöse Nachschübe zum Startup" vollständig lesen

Documenta 14: Pressekonferenz, Mittwoch

Mega-Events sind natürlich einer „Gesellschaft des Spektakels“ (Guy Debord) völlig angemessen, weshalb ich sie so gut es geht meide. Ebenfalls angemessen ist dann eine „Eröffnungskonferenz“ mit 13 Reden und 1 Musikstück. (Dies war nun keine umrahmende Klassik wie üblich: Ausschnitte aus dem Stück Quatrain nach Passagen der „Todesfuge“ von Paul Celan, vorgetragen von dem aus Syrien geflüchteten Geiger Aly Moraly.) Zweieinhalb Stunden Marathonifizierung, die anschließenden Fragen an die Eröffner noch nicht gerechnet. Die in Australien lebende Koreanerin neben mir murmelt: torture. Interessant für mich der Test, was man unter angeblich mehr als 2000 Wort- und Bildgebern, von denen man niemanden persönlich kennt, so wahrnimmt.
Man hat zu unterscheiden zwei Gruppen: „Funktionsträger“ (allein 6) und inhaltlich Beteiligte (Kuratoren etc.) Bei den Funktionsträgern weiß man natürlich schon, was kommt: Hochbelobigung der Bedeutung für Stadt-Land-Welt; Hochbelobigung der Rolle der Kunst überhaupt, Hochbelobigung der Sponsoren, Beiträger, Institutionen; Mitarbeiter. Leiter Adam Szymczyk lässt seiner kurzen Ansprache am Ende eine lange Liste seiner nicht so prominent hervorgehobenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen folgen. Eine Zwischenrolle spielt die Schauspielerin und griechische Ministerin für Kultur und Sport, Lydia Koniordou. Sie weiß auch als Funktionsträgerin eine Rede zu halten: erholsam. Auch die kurze, frei gehaltene Ansprache von Hortensia Völckers (Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes) vermochte dieses. "Documenta 14: Pressekonferenz, Mittwoch" vollständig lesen

Freisprechanlage auditiv: Drei Documentaboys - innen

Da nun morgen die documenta für die Kaste der Journalisten mit der Pressekonferenz und einer Vorabbesichtigung quasi eröffnet wird, kommt unser Gespräch mit einigen von denen, die die Austellung baulich und ausstatterisch möglich gemacht haben, grad recht. Angekündigt hier.
Eine Sendung mit höchster Gelächterquote, obwohl garantiert keine Drogen im Spiel. Alle gut gelaunt.
An der Stelle können wir nochmal den Appell wiederholen, weiterhin 'verbotene' Bücher für das "Parthenon of Books" (Friedrichsplatz) zu spenden.

[Sendung zum Herunterladen]
Musik wie immer rausgeschnitten (dreimal alte Kinks).