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Shifter&Kalauer 13: Lausch-&Schmus-Werkzeuge

Statt "Ohrmuschel" wird es wahrscheinlich, wenn sich der der Apfelschädling weiter ausbreitet, in nächster Zukunft "Ohrmuschi" heißen müssen. Wir dürfen der angedachten verlängerten Geschlechtswerkzeuge der Technik gedenken. (Nehmen wir den Teremtak von Lem! Kennt jemand noch die Geschichte des wissenschaftlichen Weltverbesserungsszenarios aus den "Experimenta Felicitologica"? Wunderbar.
Da müssen wir uns für die herausgefallenen Augen und die Apfel-Wischtechnik nochmal was Neues ausdenken.

Solidarität mit Griechenland bewies ich gestern

als ich mich über eine wunderbare in echt abgelichtet gesehene Anekdote verlachte. Ein TV-Team bekam im Land unserer demokratischen jetzt so aufregenden Vaterschaft ein gutes Säckchen Aprikosen geschenkt. Die Nichtverkäuferin lachte selbst dazu: "Euch gehört in Griechenland doch eh schon alles!" Daraufhin erkundigte ich mich bei einer Landsmännin, was das wohl im Original geheißen haben könnte? Antwort: «Έτσι κι αλλοιώς όλη η Ελλάδα ιδιοκτησία σας είναι» Ausgesprochen: Etsi ki allios oli i Ellada idioktisia sas ine. (Meinen Dank an Rhea Thönges, vor allem für "idioktisia"!)

Wurstfabrik

Ich hinter einem an dem Supermarktband. Groß, breit, hoch wie direkt aus der Wurstfabrik. Der Blick nach vorn ist mir verstellt, keine Ahnung, wieviel er da aufzuräumen hat. (Nebst Frau und Kind, wie sich dann herausstellt.) Ich habe drei Teile, die ich schonmal vorsichtig hinter ihm placiere. Er gegen mich: "Sie stellen hier garnichts drauf, bevor ich nicht fertig bin!! Ansonsten können wir uns gerne draußen unterhalten!!!" Ein phantastischer Gewaltakt. Ich kann mir schon vorstellen: Wurst gegen Würstchen...
Nun fangen bei dem grundsätzlich kooperativ gestimmten Menschen Emotionen und Gehirn an zu rattern. Man möchte doch gerne etwas (möglichst verbal) Schlagfertiges ersinnen, in Echtzeit. Da ich mir von dem gestorbenen Heiner Müller Stoizismus-Übungen angeschafft habe, denke ich hochgeschwindig letztlich: Jedes Wort ist hier zu viel. Ich sage also etwa: Na dann machen Sie mal. Nun wird man aber nachdenklich an die einfachsten Demokratie-Fragen erinnert: Wie viele sind wir, möchten wir zusammenleben? (Bruno Latour) Die Wurst ist mir also nicht nicht nur wurst, sondern ich frage mich: Kann die Gattung Mensch auch in diesen Exemplaren verändert werden, ohne auf den Nazi- oder Vietnam- usw. Trip zu gehen?

Aha!

Wenn Politiker nicht wie sonst die Bevölkerung bespitzeln wollen, sondern plötzlich merken, was Vorratsdatenspeicherung (= anlasslose Vollüberwachung) für sie selbst bedeutet:

Neulich im Dorf nicht weit von Kassel

Mehrere Frauen, zwei Männer, drei Jungs, ein Kaffee und das Wirtschaftsmagazin

Im Dorfladen sind die Verkaufsflächen abgeteilt: die Bäckerei gegenüber dem Eingang mit zwei Tischen samt vier Stühlen, nebenan die Güter des täglichen Lebens mit einer Extrakasse. Eine Frau steht hinter dem Bäckereidresen, eine andere sitzt vor einer Tasse Kaffee: „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ "Neulich im Dorf nicht weit von Kassel" vollständig lesen

Nächster Anschlag auf "Lebenszufriedenheit" (Überdosis)

Ich heute vormittag in der Innenstadt. Auch hier kann man versuchen, unter gleichem Himmel frei im Einklang mit der Natur zu leben. Stattdessen schüttet es auf mich herab. Der Schirm wird mir in der Hand zerdrückt durch Sturmböen. Ich halte das für gegen mich gesteuert...
Nachdem ich durchnässt bin und die Kleidung eklig am Leibe klebt, lacht wie zum Hohne die Sonne! Die Natur macht mit uns, was sie will!

Wer nichts zu verbergen hat..

..der kann nicht gegen Vorratsdatenspeicherung sein. So war doch immer die Argumentation, wenn, allen voran von der Polizei, Vorratsdatenspeicherung gefordert wird. Und wie steht zum Beispiel der NRW-GdP Kasper Plickert zur gleichen Frage, wenn man vorschlägt, ob man nicht Polizisten aus Sicherheitsgründen eine GPS-Bake mitgeben sollte, damit man in Notfällen orten kann, wo der Polizist ist, und ihn retten kann? Seht selbst! "Wer nichts zu verbergen hat.." vollständig lesen

TTIP - na, DAS sieht doch mal aus, als hätte man nichts zu verbergen?!

Dafür sollen die nationalen Behörden zunächst eine Liste der befassten Beamten nach Washington senden. Sodann sollen die benannten Mitarbeiter nach Anmeldung an zwei Tagen pro Woche die Möglichkeit haben, in einem Leseraum der jeweiligen US-Botschaft die Papiere zu studieren. Zugelassen sind stets höchstens zwei Beamte für zwei Stunden, und das auch nur mit „Kugelschreiber oder Bleistift und Papier, um begrenzte Notizen zu machen“. (Q)

n.a.

Da sterben 12 Leute und es dauert keine 5 Stunden und AfD und Pegida gehen mit Toten auf Stimmenfang. Was für widerliche Menschen.