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Ende gut, alles gut?

Vorsicht: Buchrezension (mit einem Rezensionsexemplar, dem Verlag sei Dank), Kondensmilchfassung. Es gibt Bücher, für die braucht man einen Wagenheber und Geld, und die fasst man nur mit der Zange an. 879 g, 570 S., 4 cm dick im broschierten Modus, ein „Wälzer“ mit 36 Artikeln, überschrieben mit „Abendländische Eschatalogie“. Drin die vielfältig verhandelte Frage nach der Erlösung am Ende der (aller) Zeiten. Die letzten Dinge.
Eschatologie, Parusie, Messianismus, Apokalypse, Tikun usw. usf. Es wäre schon interessant zu wissen, wer sich in Kassel und evtl. Hofgeismar mit so etwas (mit Gewinnst?) beschäftigt. "Ende gut, alles gut?" vollständig lesen

Partizipation und Nachhaltigkeit - Erinnerungen an Horst Peter

Unter dem Titel „Partizipation und Nachhaltigkeit – Auf dem Weg in eine soziale und gerechte Gesellschaft“ veranstaltet das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie Kassel in Kooperation mit spw, der Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftler, dem Referat WAS der Kirche Kurhessen-Waldeck, dem SPD-Ortsverein Wehlheiden und der AfB Hessen-Nord ein 2tägiges Gesprächsforum mit Referenten aus Politik und Wissenschaft.
"Partizipation und Nachhaltigkeit - Erinnerungen an Horst Peter" vollständig lesen

"Partizipation und Klimawandel" - StadtLabor im Freien Radio

Donnerstag, 21. November, 21 bis 22 Uhr, Freies Radio Kassel
Stefanie Baasch, Umweltpsychologin und promovierte Geographin sowie Mitherausgeberin des Buches "Partizipation und Klimawandel" ist zu Gast im StadtLabor. Moderator Klaus Schaake bespricht mit der Expertin Chancen und Möglichkeiten, mittels innovativer Partizipationsverfahren die Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu transformieren.
UKW-Frequenz 97.8 per Kabel und 105.8 über Antenne
Livestream: www.freies-radio-kassel.de

3. Internationale Wense-Tagung | Wandern macht anarchisch

Freitag 01. November um 14 Uhr und Samstag 02. November um 10 Uhr – Halle

Zwischen 1930 und bis zu seinem Tod 1965 legte der Universalgelehrte Hans Jürgen von der Wense wahrscheinlich mehr als 20.000 Km in Nordhessen zu Fuß zurück. In umfangreichen Briefen, literarischen Skizzen und Plänen hat er diese Wanderungen beschrieben. Hinzu kommen mehrere tausend Fotografien, die seine besondere Wahrnehmung der Mittelgebirgslandschaft visuell dokumentieren. "3. Internationale Wense-Tagung | Wandern macht anarchisch " vollständig lesen

Verschiedenartige Angriffe auf die Menschenrechte zum Jahrestag

Das sehr örtliche "Bündnis gegen Antisemitismus" lädt uns ein zwei Filme zu sehen. "Zeit zu Leben und Zeit zu Sterben", USA 1958 (22.10.2013, 17.00 Uhr im kleinen Bali-Kino) und "Der Kommandeur" USA 1949 (ebenda 23.10.2013, 17.00 Uhr). Dazu wird eine ideologische Verpackung gegeben, die sich zum "Jahrestag" der Bombardierung Kassels äußert. "Verschiedenartige Angriffe auf die Menschenrechte zum Jahrestag" vollständig lesen

"Empört, engagiert und ermächtigt euch!"



Download: 2013-08-09-transition-hunold.mp3
In seinem Impulsvortrag ging Martin Hunold, Bildungswissenschaftler aus Berlin, der Frage nach, wie Bürger innerhalb der repräsentativen Demokratie eigenwillig ihre Lebensverhältnisse ausgestalten können - ein Plädoyer für mehr Einmischung und mehr Selbstermächtigung. Die herrschende "Apparate-Politik" schaffe sich verselbstständigende Strukturen, in die es sich einzumischen und die es auch mit Hilfe der empirischen Wissenschaften aufzudecken und umzugestalten gelte. Gerade in Kommunen und Stadtgesellschaften sei es möglich, politische Entscheidungen viel autonomer auszuüben. Parallel dazu müssen sich mit Bezug auf solche gesamtgesellschaftlichen Fragen auch die Bildungs- und Medienlandschaft sowie die Arbeitsstrukturen verändern. "Weniger Arbeit und mehr freie Zeit zum Nachdenken lassen sich in unserer Ökonomie organisieren", so Hunold. Dazu gehöre auch ein Recht auf Faulheit. "Sich mehr Zeit zur Muße zu nehmen, kann eine Form von Widerstandsversuch geben bestehende Herrschaftsverhältnisse sein."

Klare Menschenauskunft

Karl Valentin ist schon eine eigene Nummer. Aber dieses Genie-Zitat - das einige Ähnlichkeiten mit einem bekannten Autor hat - kannte ich noch nicht: "Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen."

Sofia Gatica: Tödliches Soja

Sofia Gatica und Maria del Milagro Godoy aus Argentinien sind für zwei Wochen in Europa und besuchen bei ihrer Speakerstour auch die dOCUMENTA in Kassel. Am Sonntag, den 9. September sind sie von 11-13 Uhr in der Karlsaue am "Kiosk" der Künstlergruppe ANDANDAND. Sie sind eingeladen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Hessen und der jungen AbL, um mit Peter Hamel (Milchbauer, AbL Hessen und Zivilcourage Vogelsberg), Henrik Maaß (jAbL und Student der Ökologischen Agrarwissenschaften an der Universität Kassel/Witzenhausen) und den Besuchern der dOCUMENTA über die Auswirkungen industrialisierter Landwirtschaft zu diskutieren.
Zum Hintergrund s. mehr
www.andandand.org "Sofia Gatica: Tödliches Soja" vollständig lesen

Weltempfänger spezial: documenta 13

Am 16.9. heißt es: Nehmen Sie entspannt Platz und hören Sie den Weltempfänger zur aktuellen documenta!
Schon mal zum Vormerken:
Donnerstag, 16. August, 21-22 Uhr, Freies Radio Kassel

Ein radiophoner "Spaziergang" mit Harald Kimpel. Der Kunstwissenschaftler, Kurator und documenta-Experte ist im "Weltempfänger" zu Gast und befragt zusammen mit Moderator Klaus Schaake die aktuelle Ausstellung, die ganz wesentlich von Widersprüchen lebt und sich mit ihrem "Konzept der Konzeptlosigkeit" auch explizit dazu bekennt.
"Nichts ist, was es oberflächlich zu sein scheint, hinter jeder Äußerung jedes Teilnehmers lauert ein gesellschaftlicher Komplex von einer Tragweite, dass er jede mögliche Kritik an der ästhetischen Ebene zum Schweigen bringt. Dieses gut gemeinte Kunstverständnis provoziert nicht mehr, sondern macht betroffen", so Kimpel. Dazu, und zu vielen anderen Aspekten mehr in der Sendung.



"Weltempfänger spezial: documenta 13" vollständig lesen

Fracking-Gegner organisieren sich bundesweit - gemeinsame Resolution

Quelle - ndr - regional - Niedersachsen
Am 23.06.2012 fand in Lünne das erste Bundestreffen der Bürgerinitiativen gegen Fracking statt. Es waren 21 Bürgerinitiativen vertreten, vom nördlichen Niedersachsen bis zum Bodensee und vom Rheinland über Hessen bis nach Thüringen. Es war ein erstes Vorstellen und Kennenlernen und hat zunächst eine bessere Vernetzung zur Folge um Synergien zu nutzen. Für Ende September ist das nächste Treffen geplant. In Lünne wurde die nachfolgende gemeinsame Resolution verfasst: "Fracking-Gegner organisieren sich bundesweit - gemeinsame Resolution" vollständig lesen

Nordhessen von unkonventioneller Erdgasförderung (Fracking) bedroht!


(Des)Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums (RP) Kassel vom 12.6.2012 zum Antrag der Firma BNK PETROLEUM auf Erlaubnis zur Erkundung von Schiefergas in der Region:
Mit giftigen Chemikalien (bis zu 586 chemische, z.T. hochgiftige Substanzen) und großen Mengen von Wasser soll nun auch noch der letzte Rest von fossiler Energie (Schiefergas) aus unserer schönen Region gepresst werden.
"Die Kontaminierung von Grund- und Trinkwasser, brennende Wasserhähne, Luftverschmutzung, ungeklärte Entsorgung von Abfällen, Erdbeben und Bergschäden sowie eine zunehmende Industrialisierung von Landschaften wird weltweit mit dem Ausbau der Gasförderung in Verbindung gebracht." (1a)
Der Kreisausschuss des Landkreises Kassel, unter Vorsitz von Landrat Schmidt, hat bereits am 12.4.2012 eine umfangreiche Ablehnung der Erlaubnis zur Erkundung von Schiefergas an das RP Darmstadt (Entscheidungsbehörde) gesandt. Das Fazit ist klar: "In Summe wird deutlich, dass es im Landkreis Kassel keine geeigneten Flächen genehmigungsfähiger Standorte für eine spätere Schiefergasgewinnung geben kann. Insofern wird auch eine "Aufsuchung" im gesamten Landkreis Kassel obsolet und wird vom Landkreis in der Abwägung entgegenstehender Rechtsgüter grundsätzlich abgelehnt." (1b) "Nordhessen von unkonventioneller Erdgasförderung (Fracking) bedroht!" vollständig lesen

Sonnenklassen gesucht - Neuer Schulwettbewerb zum Thema Solarenergie

Alheim/Kassel. Wie gehen wir mit Energie um? Welche Chancen bietet Solarenergie? Wie funktioniert eine Solaranlage? Wie könnten Solaranlagen in 20 Jahren aussehen? Dies sind Fragen, denen Schulklassen im Rahmen des Schulwettbewerbs „Sonnenklasse gesucht“ auf den Grund gehen sollen. Der länderübergreifende Schulwettbewerb wurde vom Umweltbildungszentrum Licherode und der Kirchner Solar Group ausgeschrieben. Die Stadt und der Landkreis Kassel sind neben dem Wartburgkreis und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine von drei Pilotregionen, in denen der neue Wettbewerb nun erstmals durchgeführt wird.

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Oskar Negt über das reduzierte Menschenbild


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Als angesehene Größe der Wissenschaftslandschaft und Schüler Adornos avanciert Oskar Negt zum Stargast einer Veranstaltung der Freien Schule Kassel. Der Sozialphilosoph erläutert im Gespräch seine Sicht zu fatalen Trends unserer Zeit, alternativen Experimentalräumen und den Schwächen eines reinen Wirklichkeitssinns.

„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“

Als eine Verstimmung der Lebenskraft betrachtet die Homöopathie auftretende Krankheitssymptome. Wie sie ihre Heilkraft entfaltet ist nur bedingt erklärbar. „Wir wissen aber, dass es funktioniert“, so Homöopath Claudius Dieter Kersting vom Kasseler Zentrum für klassische Homöopathie e.V.
Da die Kommentardebatte zum Thema die Dimension eines Glaubenskrieges zu haben scheint, anbei ein wenig "Diskussionsfutter". Quelle: StadtZeit Kassel, No. 46, Oktober/November 2011 "„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“" vollständig lesen

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an einen Pseudomediziner

Ein Homöopath bekam gerade diese Auszeichnung für sein Bestreben, die Homöopathie zum Wohle der Patienten als moderne und zeitgemäße Medizinrichtung voranzubringen. Eine Placebobehandlung, der nach wie vor jeder wissenschaftliche Wirknachweis fehlt - was wundert, sind doch die Homöopathen um gute Presse bemüht! Könnte nachgewiesen werden, dass Homöopathe funktioniert, müssten die Lehrbücher „Physiologie des Menschen“ sowie „Pharmakologie und Toxikologie“ neu geschrieben werden und es wäre mindestens je ein Nobelpreis für Physik, Chemie und Medizin fällig. Ergänzende Informationen, und noch ein sehr schöner Text.

Für die Zeit nach dem Öl

Pedalbetriebener Holzspalter
Das Low-tech Magazine (Doubts on progress and technology) veröffentlicht gut recherchierte Artikel zu auf den ersten Blick hinfällig gewordener Technik. Die Diskussion pedalgetriebener Energieerzeugung oder von Autos mit elektrischen Antrieben bringt Erstaunliches: Deren Reichweite hat sich in den letzten hundert Jahren kaum verändert, da Fahrzeuggewicht und Komfort jeden Vorteil besserer Batterien aufbrauchen. (Ebenfalls einen Blick wert: Das No Tech Magazine) "Für die Zeit nach dem Öl" vollständig lesen

Doku: Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit dem Publikum

Hamed Abdel-Samad

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Erfreulich undogmatisch ging es bei Frage und Antwort zu einem ansonsten stark mit Vorurteilen und Klischees behafteten Thema zu - was sicherlich auch der Tatsache geschuldet war, dass für eine Debatte über das Zusammenleben der Religionen und Kulturen in Deutschland keine Zeit blieb. Zitat Hamed Abdel-Samad: "Vertrauen Sie niemandem, der zu Ihnen kommt und die Wahrheit mit dem Löffel verabreichen will." Gefragt, ob es in Ägypten, wo jetzt ein Militärrat über wichtige Machtpositionen verfügt, überhaupt eine wirkliche Revolution gegeben habe, meinte der Tahrir-Platz-Besetzer, man solle das Wort nicht so politikwissenschaftlich definieren: "Nennen Sie es hier in Kassel, in einem gemütlichen Raum, wie Sie wollen. Jeder, der dabei war hat gespürt, dass die Mauer der Angst gefallen ist. Das ist die eigentliche Revolution für mich."

Doku: Gespräch zum "Untergang der islamischen Welt"

Hamed Abdel-Samad (re.) im Gespräch mit Martin Reuter

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Der deutsche Ägypter Hamed Abdel-Samad sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten und Imam werden. Mit zwölf sollte er den Koran auswendig können, doch es kam anders. In einem langen Prozess konvertierte er vom Glauben zum Wissen, ist Teilnehmer der Revolution auf dem Tahrir-Platz, provoziert unter anderem mit der These vom "Untergang der islamischen Welt", schreibt Bücher und spricht mit den Menschen - hier wie dort. Im Kulturzentrum Schlachthof sprach er mit Martin Reuter.