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"Ein Flaggschiff für Kassel!"

Mit dem Spatenstich am 20. September 2017 beginnen die Bauarbeiten zum Neubau des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES. Schon zu Beginn des Jahres 2020 soll das Gebäude nördlich des Kulturbahnhofs Forschungs- und Entwicklungsumgebung für 320 Mitarbeiter bieten.

Beim symbolischen Spatenstich: Prof. Dr. Clemens Hoffmann (Institutsleiter), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Präsident), Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Christian Geselle.

"Der Institutsteil Kassel mit seinen Forschungsschwerpunkten auf Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik hat sich auch durch die wohlwollende Unterstützung des Landes Hessen und die guten Standortbedingungen in der Energieforschung in Deutschland zu einem etablierten und wichtigen Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt", betont der Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer. Seit der Gründung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES im Jahr 2009 stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 180 auf 325 Wissenschaftler und Studenten, die heute an vier verschiedenen Standorten des Instituts im Stadtraum forschen. Die Erträge erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 10 Millionen Euro auf 21,3 Millionen Euro. Diese Entwicklung spiegelt der geplante Neubau nördlich des Kulturbahnhofs auf dem ehemaligen Zollgelände wider. "Wir freuen uns sehr über die Zusammenfügung der einzelnen Standorte in dem Neubau. Das Institut ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Die bisherigen Standorte sind zu klein geworden", so der Institutsleiter Prof. Dr. Clemens Hoffmann.

„Möglichkeiten zum Wachsen und Verändern“
Nach einer langen Vorbereitungsphase beginnen im November die Bauarbeiten zum neuen Institutsgebäude, die bis zum Beginn des Jahres 2020 abgeschlossen sein werden. Die Finanzierung des Bauprojektes in Höhe von 60 Millionen Euro tragen zu gleichen Teilen das Land Hessen und das Bundesforschungsministerium. Dabei geht es zunächst nur um den ersten Bauabschnitt. Die im Anschluss beabsichtigte bauliche Erweiterung würde weitere 40 Millionen Euro erfordern.
Der Entwurf des Architekten Günther Schleiff vom Architekturbüro HHS Planer und Architekten sieht einen viergeschossigen Bau mit einer Nutzfläche von 7600 Quadratmetern vor, die Raum für Büros, Labore und Testeinrichtungen bietet. „Wir haben die Bedürfnisse des Instituts verstanden", sagt Günther Schleiff. „Das Gebäudekonzept ist flexibel und bietet viele Möglichkeiten zum Wachsen und Verändern. Das ist für ein solch lebendiges Wesen wie die IWES erforderlich." Neben der Flexibilität in der Planung und der Variabilität der Gebäudestruktur legt der Bauherr einen besonderen Wert auf Modernität, nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen sowie einen kostengünstigen Gebäudebetrieb. „Wir entwickeln Lösungen für die Herausforderungen bei der Transformation der Energiesysteme und setzen diese konsequenterweise auch im neuen Forschungsgebäude um“, erklärt Prof. Dr. Clemens Hoffmann. Mit einer Wärmepumpe als Wärmeerzeuger und einem 600 Kubikmeter Eisspeicher liegt dem Gebäude ein nachhaltiges Energiekonzept zugrunde.

„Von grauer Maus zur dynamischsten Region Europas“
Die Stadt Kassel hat das Baugrundstück von der Deutschen Bahn erworben und ihre Erschließung übernommen. Zwei Drittel der Fläche hat das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesysthemtechnik IWES für den geplanten Neubau und mögliche Erweiterungen gekauft. Die verbliebene Fläche ist für weitere Nutzer offen. Damit soll sich das Gelände zu einem qualifizierten Gewerbegebiet mit gewählter Nachbarschaft entwickeln. „Mit dem neuen Fraunhofer-Institutsgebäude, welches die Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft verkörpert, wird ein Flaggschiff der Stadt Kassel mit richtigem Wind in den Segeln entstehen. Auch ein Flaggschiff für den Städtebau“, so der Oberbürgermeister Christian Geselle. „Die Stadt Kassel hat sich von einer grauen Maus zu einer der dynamischsten Regionen in Europa entwickelt. Die Einflüsse des Gebäudes werden in den nächsten Jahren die Umgebung prägen. Hier wird eine Veränderung eingeleitet, ein Dominoeffekt, welcher dem ganzen Quartier zugutekommen wird. Das Gelände ist eingebunden in einen sehr prosperierenden Bereich mit dem Schillerviertel und den Entwicklungsprozessen in Rothenditmold, sodass sich ein wirkungsvolles Gesamtbild herauskristallisieren wird.“ Auch der Baudezernent Christof Nolda sieht der baulichen Zukunft der Stadt Kassel positiv entgegen und ergänzt: „Kassel hat sich schon jetzt von einer Stadt mit Universität zu einer Universitätsstadt entwickelt.“

„Eine Institution, auf die wir sehr stolz sind.“
Mit dem Neubau des IWES wird Kassel zum zentralen Standort für die angewandte Forschung in den Bereichen Energiesysthemtechnik und Energiewirtschaft. Zum heutigen Zeitpunkt bilden das Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik zwei Institutsteile: IWES Nordwest mit den Standorten in Bremerhaven, Hannover, Bremen und Oldenburg sowie das IWES Kassel mit den Standorten in Kassel und Bad Hersfeld. Nun hat der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft beschlossen, den Standort Kassel ab dem ersten Januar 2018 als eigenständiges Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) zu führen. Damit würde in Kassel das vierte Fraunhofer-Institut entstehen, zwei gibt es derzeit in Darmstadt, ein weiteres befindet sich in Gießen. „Eine wesentliche Frage für unsere Zukunft ist, wie wir drei Dinge zusammenbringen können: Ökonomische Verantwortung, die Erhaltung des Wohlstands und soziale Gerechtigkeit. Die Antwort darauf erhoffen wir uns von unseren Wissenschaftlern“, sagt der Ministerpräsident Volker Bouffier. „Deswegen investiert das Land mehr als zuvor in die Forschung. Das vierte Fraunhofer-Institut ist unsere gemeinsame Zukunft und eine Institution, auf die wir sehr stolz sind.“

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Eine Art Fulle-Philharmonie?

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