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Eine Frage zur deutschen Hamster – Variante

Corona allüberall. 24 Stunden am Tag. Und das noch lange. Viele interessante Begleiterscheinungen gibt es zu beobachten. Und nun wird bzw. ist das Klopapier knapp, im Land der Dichter und Denker!

Meine Frau fuhr gestern – statt, wie sonst, mit dem NVV – mit dem Auto zur Arbeit, in Richtung City. Auf dem Weg dahin, wollte sie Toilettenpapier besorgen. Auch wenn wir so gar nicht zu denen gehör(t)en, deren Haupt- und Lieblingsgericht nach Ausbruch der Krise Spaghetti in Tomatensoße an Clopapier gewesen ist: Irgendwann braucht man aber auch in solchen Haushalten Nachschub. In sechs Läden auf dem Weg von Ahnatal Weimar in die Stadt gab es kein solches Papier. Erst im Vorderen Westen, in der Nähe von Rossmann und Rewe, begegneten ihr FußgängerInnen mit der heißbegehrten Ware. Sie entschied sich für Rossmann am Karl-Marx-Platz und bekam dort, große Erleichterung, das heißbegehrte Produkt…

Die Geschichte erzählte ich einer Bekannten, die – wie ich – bislang auch keine Erklärung für den rätselhaften, angstgesteuerten Run der Deutschen auf das besagte Papier hatte. Was sie aber zu erzählen wusste, waren Informationen zu den Hamsterkäufen in Frankreich: Präservative und Rotwein! Was lernen wir daraus? Deutsche haben andere Präferenzen.

Während man die Hamsterkäufe in Frankreich gut nachvollziehen kann, habe ich bislang noch keine plausiblen Erklärungen für den Hang meiner Landleute zum Bevorraten von Toilettenpapier.

Der hier so oft und so überaus klug schreibende und erklärende Dr. Martin Reuter: Weiß der vielleicht, was da in die Deutschen gefahren ist?

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Kommentare

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Gertrud Salm am :

Als Martin Reuters Gefährtin antworte ich vorerst unautorisiert für ihn: Die Deutschen sind schlicht und einfach anal.

Gertrud Salm am :

fixiert.

Gertrud Salm am :

fixiert nicht zu vergessen.

Gertrud Salm am :

und fixiert.

Veronika am :

"Die" Deutschen ist immer falsch, wird sicher auch Martin, als Spezialist für Ausdrucknuancen sagen. Das gilt natürlich für andere Nationen auch.

MR am :

Es müsste schon der Bedarf an messerscharf geschliffenen Wortwendungen gestiegen sein, was ich nicht glauben kann. Denn hier gäbe es nur ein Ziel: Einer Zahl von Menschen zu ermöglichen, sich so auszudrücken, wie sie sich ausgedrückt haben möchten - bevor die rote Tinte des Lehrers zuschlug... oder danach...

Marlis Cavallaro am :

Für unseren gleichermaßen gelegentlich nicht unklug sich äußernden Philosophen Dr.Klaus Baum schreibt seine Gefährtin hier nix - er ist zwar als dreifach zur Risikogruppe Gehörender eingesperrt lebend in dieser Zeit, aber recht munter trotz hamsterfreier Papier -Lage...womit ich ihn einlade, das Phänomen bitte aus Kantscher Perspektive zu beleuchten (falls er sich Kant in diese Zeit versetzt vorstellen kann). Oder käme Martin Bubers Sicht der Ich und Du -Beziehung , Klopapierbezüglich in Frage?
Oder vielleicht hat es was mit Bermans "Wiederverzauberung der Welt" zu tun?

MR am :

a) Welches Phänomen?
b) Welche Perspektive von Kant? Er hatte mehrere.

Eckhard Jochum am :

...danke für die Kommentare. Vor allem für Deinen, Veronika. Denn Du hast recht: Es gibt "die" Deutschen natürlich nicht. so wie es "den" oder "die" Menschen nicht gibt. Das schlaue Marx Zitat dazu habe ich leider nur prinzipiell im Kopf, aber nicht genau den Ort, wo ich es finden und dann zitieren könnte - zu meiner Entlastung?

MR am :

Mir fällt im Moment nur ein "Der Begriff des Hundes bellt nicht." Das ist aber nicht von Marx.

MR am :

1) Wer benötigt angesichts offensichtlichen Unsinnes noch Erklärungen? Das kann nur der WASP sein.
2) Wer kennt die indische Lösung des Nicht-Problems noch nicht?

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