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Im Rathaus ist der Teufel los

oder die Presseabteilung hat den Verkündigungs-Koller, oder es gibt plötzlich ein Überangebot an Ereignissen. Allein am 28. ds. Ms. gleich 8 Meldungen, von "Oberbürgermeister Hilgen ruft auf...", über "würdigt den verstorbenen..." bis hin zu "Reparaturarbeiten an der Gasleitung in der ... Straße" oder "Goldorfen von Fischreihern geschnappt" ist für jeden etwas dabei.
Haben Sie die Falschmeldung des "Medienimperiums" entdeckt?

Der Göker von der HNA oder ein Lehrstück über journalistische Doppelmoral

Natürlich geht es formal-juristisch beim Fall TOP-Direkt gar nicht um unsere lokale Krone der journalistischen Schöpfung, die HNA. Denn formal-juristisch gehört TOP-DIREKT zum Ippen-Imperium. Zu diesem Imperium gehört aber auch der Verlag Dierichs. Man ist zwischen HNA und TOP-DIREKT also verbrüdert oder verschwistert oder verschwippt oder verschwägert. Befangen scheint man bei der HNA auf jeden Fall zu sein.
Denn während der aktuelle SPIEGEL und auch der Mediendienst kress.de ausführlich über außergewöhnlich intensive staatsanwaltliche Ermittlungen mit Durchsuchungen von mehreren Zeitungsvertrieben in Hessen und Niedersachsen sowie eine Reihe von Privatwohnungen, von der Beschlagnahme von Vermögen in Höhe von rd. 2 Millionen Euro und dem Einsatz von etwa 600 Beamten des Zolls, Vertreter der Deutschen Rentenversicherung und der Staatsanwaltschaft berichten, lesen wir in der HNA dazu – nichts. Hier weiter lesen

Unser erstes Thema

Man schaut aus Langeweile SWR am Nachmittag. Das Zitat "Unsere erste Nachricht ist das Erdbeben in Nepal". SWR und Nepal sind also direkt gekoppelt. Als nächstes eine tote Frau irgendwo. Das ist der klassische Nebel (fog), genauer gesagt, die Totalfiktionalisierung (s. Schivelbusch). Nun sind das aber immer 'Andere', nämlich schuld. Ich kann aber auch den neuen Signalton der Polizei runterladen. Wir passen offensichtlich zusammen. "Zeitweise setzt sich die Sonne durch".
Man wird allerdings die Vorteile des virtuellen Lebens gegenüber den Härten des realens zu schätzen lernen.

Verzweifelt oder nur dumm?

Die "Spirit of Health" Messe in der Kasseler Stadthalle ist ein trefflicher Anlass, über die menschliche Ignoranz nachzudenken. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Beginnen wir bei der Schlafmützigkeit unserer Verwaltung, die offenbar keine Ahnung davon hatte, welche Laus sie sich in den Pelz gesetzt hat. Vermieten die unsere Stadthalle an einen Haufen Quacksalber und Scharlatane – unfassbar. Aber wir sind ja Kummer gewöhnt, und es gibt schlimmeres.

Nämlich:

Was dort angeboten wird, scheint Futter für die schlichtesten der schlichten Gemüter zu sein. Wundermittel, die schon aufgrund der unglaublichen Wirkungsvielfalt eher zur Skepsis Anlass geben sollten. Paradebeispiel: Aids, Krebs, Gürtelrose, Warzen, Gicht, Malaria, Autismus...dies ist nur eine willkürliche Auswahl der Krankheiten, die durch MMS oder „Miracle Mineral Supplement“ teilweise innerhalb von Tagen geheilt werden sollen. "Verzweifelt oder nur dumm?" vollständig lesen

Shifter&Kalauer 12: Die Hölderline

Hölderline sind letzte Menschen, die ihrem großen Vorbild nacheifern, dem Hölderlin. Dieser hatte so "sinnevidenzfreie" (Lübbe) Verse in die Welt gesetzt wie: "Weh mir, wo nehm ich, wenn/ Es Winter ist, die Blumen, und wo/ Den Sonnenschein, / Und Schatten der Erde? / Die Mauern stehn/ Sprachlos und kalt, / im Winde/ Klirren die Fahnen." Und das nach dem "Tag der Erde"!

24./25. April 2015 - Baukulturwerkstatt „Vitale Gemeinden“ in Kassel

Sie sind herzlich eingeladen zur ersten Baukulturwerkstatt 2015 der Bundesstiftung Baukultur in Kassel:

In den Baukulturwerkstätten wird gezeigt und darüber diskutiert, was Baukultur zur Erhaltung und Aufwertung der Lebensqualität vor Ort beiträgt.

Wir würden uns freuen, Sie beim Abendempfang in der Weinkirche am 24. April und der Baukulturwerkstatt in der documenta-Halle am 25. April begrüßen zu dürfen, um mit Ihnen gemeinsam über die Zukunft von Stadt und Land zu diskutieren.

Detaillierte Informationen zum Programm sowie die kostenlose Anmeldung finden Sie auch auf der Homepage der Bundesstiftung Baukultur.
"24./25. April 2015 - Baukulturwerkstatt „Vitale Gemeinden“ in Kassel" vollständig lesen

Der Keim

Man spricht hier jetzt nicht von "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch". Sondern vom Alltagskeim, der durch das Putzen eigentlich entfernt werden soll. Eine ansehnliche Zeitung widmet IHM am 19. April, lange nach dem gleichnamigen Scherz, eine ziemlich ganze Seite. Intelligente Überschrift: "Nicht jeder Dreck muss weg". Und vor allem, wenn möglicherweise "ein Besuch droht"... "Der Keim" vollständig lesen

Galeriefest 2015 im kreativen Wohnzimmer

Die Künstlerin Emma Lucy Shaw.
Die Künstlerin Emma Lucy Shaw.
Gemeinsam mit anderen Galerien in der Kasseler Südstadt nimmt das Fachbeschäft für Interaktion (FBI) am diesjährigen Galeriefest vom 8. bis 13. Mai teil. Es soll Kunstinteressierten und -kennern wieder die Gelegenheit geben, einen umfassenden Einblick in die lokale Kunstszene zu bekommen.

Im FBI stellt die Künstlerin Emma Lucy Shaw ihre Werke aus. Drum herum gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Konzert, Umsonstladen und "live painting". "Galeriefest 2015 im kreativen Wohnzimmer" vollständig lesen

Buen Vivir - Neue Töne aus Lateinamerika

mit Grupo Sal und Alberto Acosta aus Ecuador; am Dienstag, 21. April um 19.30 Uhr, Witzenausen, Capitol-Kino
Alberto Acosta
Der ecuadorianische Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta ist in musikalischer Begleitung von Grupo Sal im Capitol Kino Witzenhausen zu Gast. Mit ihrem neuen Programm will die lateinamerikanische Kult-Band Grupo Sal eine wichtige und notwendige Diskussion im deutschsprachigen Raum anregen. Der Ecuadorianer Alberto Acosta gehört heute zu den führenden Intellektuellen Lateinamerikas und ist der bedeutendste Verfechter des Konzepts "Buen Vivir".
Das indigene Konzept "Buen Vivir (Gutes Leben)" steht für ein Leben im Einklang mit der Natur, für eine neue Ethik der Entwicklung, für ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil. Doch "Gutes Leben" hat immer auch etwas mit Kultur zu tun. In diesem Sinne will die Veranstaltung der politischen Debatte eine sinnliche und künstlerische Dimension verleihen.
Eintrittskarten für diese Veranstaltung gibt es im Vorverkauf für 14,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro im Capitol Kino, im Transition Haus, im Eine Welt Laden in der Brückenstraße und im Sammelsurium Arends. An der Abendkasse kostet der Eintritt 17,00 Euro, hier sind keine Ermäßigungen möglich.

Freisprechanlage: Maikäfer flieg doch endlich!

Nein, Pommernland iss noch nich abjebrannt. Auch die Herkunfts-Gegend unseres weiblichen Gastes morgen noch nicht. Wir freuen uns auf ein älteres Wesen, das wir während der Sendung erst selbst kennenlernen werden.
Morgen, 19.04.2015, im Freien Radio Kassel 18-19 Uhr
Für die Unkenntnisreichen nochmal die Frequenzien: UKW 105,8 MHz (das heißt Mega-Her[t]z), Kabel 97,8 (heißt dasselbe). Wdh. (das heißt Wiederholung) am Montag, 20.4., um 11 (elf) Uhr.
Für Kennerinnen des betäubendsten Äthers: Per LiveStream kann über PC mitgehört werden.

Kafka

Es macht keinen Sinn darüber einer Text zu verfassen - vielleicht nur in Kassel, absr auch sonstwo nicht. Sei es "Gibs auf!", oder "Die Kleine Fabel". So etwas Fabelhaftes wird keiner unserer "Systemkritiker" schaffen. Sondern Kafka, der Schreiber der "Kleinen Literatur". Man steuert auf sein Ende zu, ohne den Kurs ändern zu können, selbst der Oberbürgermeister, allerdings ohne seine Öffentlichkeitsarbeiter, die ja weiterleben!

Neulich im Dorf nicht weit von Kassel

Mehrere Frauen, zwei Männer, drei Jungs, ein Kaffee und das Wirtschaftsmagazin

Im Dorfladen sind die Verkaufsflächen abgeteilt: die Bäckerei gegenüber dem Eingang mit zwei Tischen samt vier Stühlen, nebenan die Güter des täglichen Lebens mit einer Extrakasse. Eine Frau steht hinter dem Bäckereidresen, eine andere sitzt vor einer Tasse Kaffee: „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ "Neulich im Dorf nicht weit von Kassel" vollständig lesen

„Handeln ehe die Spuren verwehen“

(Sender: Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße) Vom Buch zur Skulptur: In der „Grünen Banane“ soll ein Kunstwerk an elf historisch bedeutsame Bürgerinnen Kassels erinnern. Die Initiatorinnen trafen sich Anfang April vor Ort, um den Standort in Augenschein zu nehmen. >>Weiterlesen

Foto: Entwurf des Kunstwerks von Linda Cunningham

"Terrorismus hat keine Religion"

Blumen zu Ehren der Opfer auf dem Halitplatz
Im Fall der NSU-Mordserie, bei der zehn Menschen getötet wurden, bleiben trotz Aufklärungsarbeiten zahlreiche Fragen unbeantwortet. Eine Gedenkveranstaltung am Todestag des jüngsten Opfers erinnerte an die Terroranschläge.

Mehr als 300 Menschen hatten sich an Ostermontag auf dem Halitplatz vor dem Hauptfriedhof versammelt, um den vor neun Jahren ermordeten Halit Yozgat zu ehren. Der 21-jährige wurde in seinem Internetcafé in der Hölländischen Straße 82 durch zwei gezielte Pistolenschüsse getroffen und starb in den Armen seines Vaters, Ismail Yozgat. „Ich habe kein Schweigegeld angenommen und werde es auch nicht. Ich brauche keine Millionen, wünsche mir meinen Sohn lebendig oder die Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße“, forderte Ismail Yozgat in seiner Gedenkrede an den einzigen Sohn der Familie. Sein Wunsch nach der Umbenennung der Hauptstraße wurde bis jetzt nicht erfüllt. Lediglich die Haltestelle und der Platz vor dem Friedhof tragen seit 2012 den Namen seines verstorbenen Sohnes.
Ismail Yozgat kritisierte, dass Terroranschläge stets mit Islamismus in Verbindung gebracht werden. Er sprach sein Mitgefühl für die Opfer des Flugzeugabsturzes von Germanwings in Frankreich aus und betonte, dass Terrorismus keine Heimat, keine einheitliche Religion oder Sprache hat.

Forderung nach mehr Toleranz

Ein Vertreter der „Initiative 6. April“, einer offenen Gruppe, die die Aufklärung der NSU-Morde kritisch hinterfragt, sprach über das Versagen und Vertuschen der Kontrollsysteme. Die Aktivisten fordern nach wie vor den Rücktritt von Ministerpräsident Volker Bouffier.
Auf eine transparente Aufklärung des rechtsextremen Terrors hoffte gestern auch der türkische Generalkonsul Ufuk Ekici. Seiner Meinung nach haben die fremdenfeindlichen Verbrechen ihr Ziel nicht erreicht und die türkisch-deutschen Beziehungen nicht beeinträchtigt. Trotzdem wünscht er sich mehr gegenseitiges Verständnis.
Barbara John, die Ombudsfrau der Bundesregierung für Opferfamilien der Mordserie, bewunderte die Haltung der Familie Yozgat. Das beispielhafte Umgehen der Angehörigen mit dem Geschehen sei für den Kampf gegen Hass und Menschenfeindlichkeit von großer Bedeutung. Stolz auf die Kultur des Miteinanders war auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Auch in Zukunft soll am 6. April mit einer Gedenkveranstaltung jährlich an die Mordserie erinnert werden.
Unter anderem sprachen OB Hilgen und Ombudsfrau John auf der Gedenkveranstaltung

Das Folgen von Versailles

Allgemeines Meinen ist es, dass ein "Schandvertrag von Versailles" von 1920, Steilvorlage für Hitlers Mordanschlag auf die "Menschheit" und den Glauben der Massen an einen Betrug, eine rechtsradikale Ideologie darstellt. (Verlängert in die Bundesrepublik als Einmischung des Fremden in unseren Volkskörper.) Wie nun aber, wenn der beste Äquilibrist (Seilkünstler) der ökonomischen Balance zwischen Planwirtschaft und Allesmachenkönnen, John Maynard (vgl. Theodor Fontane!) Keynes, dies als informierter Verhandlungs-Teilnehmer! und realistische Kritik formuliert? Hier der Anfang: "Die Fähigkeit, sich seiner Umgebung anzupassen, ist ein hervorragender Charakterzug des Menschengeschlechts. Nur sehr wenige von uns haben ein klares Bewußtsein von der in hohem Grade ungewöhnlichen, unbeständigen, verwickelten, unzuverlässigen und vorübergehenden Natur der Wirtschaftsorganisation, innerhalb deren Westeuropa während des letzten halben Jahrhunderts gelebt hat. Wir betrachten die außerordentliche und vorübergehende Gunst unserer früheren Lage als natürlich, dauernd und verläßlich und richten unsere Pläne danach ein." Da gehts weiter: "Das Folgen von Versailles" vollständig lesen

Die Zeitung

Pierre Bourdieu erinnert an Proust's Beschreibung von jenem "greulichen und doch wollüstigen Akt, genannt Zeitung lesen, dank dessen alles Unglück und alle Kataklysmen dieser Welt im Verlauf der letzten 24 Stunden, die Schlachten, die 50 000 Männern das Leben kosteten, die Verbrechen, Arbeitsniederlegungen, Bankrotte, Feuersbrünste, Vergiftungen, Selbstmorde, Ehescheidungen, die grausamen Gemütsaufwallungen des Staatsmannes wie des Schauspielers, uns, die wir darin nicht involviert sind, zur morgendlichen Speise verwandelt, sich auf höchst erregende und stärkende Weise mit dem anempfohlenen Einnehmen einiger Schlucke Milchkaffees verbinden" (M. Proust, »Sentiments filiaux d' un parricide«, in: Pastiches et melanges, Paris 1970, S. 200).
Was wiederum ein Licht darauf wirft, warum wir uns mit einer eigenen so schwer tun, die nicht aufs Spektakuläre gerichtet ist.

10.04.: Vortrag von Shelley Sacks: Soziale Plastik und Ökologische Bürgerschaft: eine Kultur der Verbundenheit gestalten

Prof. Shelley Sacks ist eine international tätige Künstlerin und zugleich Leiterin des Social Sculpture Research Unit der Brookes University in Oxford. Mehr als 10 Jahre lang arbeitete sie mit Joseph Beuys und an der Free International University.
Auf Einladung von Transition Town Kassel und in Kooperation mit dem Kulturnetz Kassel hält sie am Fr, den 10.04. um 19:30 im Hörsaal der Kunsthochschule einen Vortrag, in dem sie die Ideen der sozialen Plastik und deren zeitgenössische verbindende künstlerische Praktiken vorstellt. Die darin enthaltenen Ideen sind nicht nur für KunststudentInnen und KünstlerInnen von Interesse, sondern auch für AktivistInnen in NGOs, Projekten und Bürgerinitiativen, also für alle, die sich für eine menschlichere und ökologischere Zukunft einsetzen. "10.04.: Vortrag von Shelley Sacks: Soziale Plastik und Ökologische Bürgerschaft: eine Kultur der Verbundenheit gestalten" vollständig lesen

"Integration durch Medien" - StadtLabor im Freien Radio

Donnerstag, 9. April, 21 bis 22 Uhr, Freies Radio Kassel
Zu Gast im StadtLabor sind Alexander Kulikov und Dimitri Sendetski, die Macher der Sendung "Offene Stadt". In der einzigen deutsch-russischsprachigen Fernsehsendung der bundesrepublikanischen Medienlandschaft berichten sie jeden Dienstag live aus dem Studio des Offenen Kanals Kassel. "Das Ziel der Sendung ist die Aufklärung! Wir wollen eine Resonanz schaffen und die aktuellen Probleme, Sorgen, Ängste, Bräuche uns Lebensweisen der russischsprachigen Bevölkerung der deutschen Gesellschaft näher bringen", sagt Alexander Kulikov. Dieses StadtLabor ist zweisprachig, die russischen Sprechanteile werden für die deutschen Hörer übersetzt.
UKW-Frequenz 97.8 per Kabel und 105.8 über Antenne; Livestream über: www.freies-radio-kassel.org (Wiederholung: Freitag, 10. April, 13 Uhr)

Sonntagsreden zum Kriegsende

Die Pressemitteilung der Stadt besagt, dass "Kassel des Kriegsendes vor 70 Jahren gedenkt". Die Osterfeiertage stünden "ganz in diesem Zeichen" des 2. April 1945, als uns der Amerikaner befreite. "Kurz zuvor starben noch zahlreiche Menschen durch Gräueltaten des nationalsozialistischen Terrorregimes. Diese stehen besonders im Mittelpunkt der Erinnerung."
Was soll der Bürgermeister angesichts des nicht Sagbaren Anderes machen, als durch willige Angestellte sich Mechanik-Formeln ausdenken und publizieren zu lassen? Und sich ins Gedenken mit einzubringen durch einen unterhaltsamen Clip zu diesem Anlass.
Das sprachmöglich pathetisch weiteste Wegrücken der Einzelnen (also zB meiner Eltern) vom "NS-Terrorregime" und seinen hollywoodreifen "Gräueltaten" kann nur durch Genauigkeit gekontert werden. Beispielsweise Thomas Mann: "Bruder Hitler". Man kann etwa auch nachlesen bei Herfried Münkler: "Machtzerfall. Die letzten Tage des Dritten Reiches dargestellt am Beispiel der hessischen Kreisstadt Friedberg." Und man kann sich wundern, dass Brechts Worte inzwischen so merkwürdig klingen, wo doch der Schulterschluss der mittigen Demokraten eifrig rechts und links tabuisiert: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."