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"Nebelbank"

Nachdem ich die im Oktober 2009 verpasste Sendung des "Philosophischen Quartetts" (mit dem unversöhnlich powernden Gunnar Heinsohn und dem sensibel-zurückhaltenden Heiner Mühlmann zur "Halbzeit der Finanzkrise") gesehen hatte, heute aber noch einmal bei einem meiner Lieblingszitate von Kant landete - möchte ich mein Wohlgefühl über zutreffende Äußerungen der Welt mitteilen.
Kant macht sich in der "Kritik der reinen Vernunft" recht ausführliche Gedanken über die Vermittlung von Subjektivität und Objektivät der Erkenntnis. So würde man das jedenfalls heute wohl ausdrücken. Dabei kommt er in eine Gegend des "reinen Verstandes", und fährt wahrlich poetisch fort: „Es ist das Land der Wahrheit (ein reizender Name), umgeben von einem weiten und stürmischen Ozeane, dem eigentlichen Sitze des Scheins, wo manche Nebelbank und manches bald wegschmelzende Eis neue Länder lügt, und indem es den auf Entdeckungen herumschwärmenden Seefahrer unaufhörlich mit leeren Hoffnungen täuscht, ihn in Abenteurer verflechtet, von denen er niemals ablassen und sie doch auch niemals zu Ende bringen kann.“ Ist das nicht eine wundersam realistische Beschreibung von Nebelbanken? (Kant ist als Sucht-Theoretiker doch noch recht unbekannt.)

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