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„Der letzte Nagel ist fast eingeschlagen“

Der Aufmacher der Hessisch-Lichtenauer Ausgabe von „Hessentag aktuell“ ist eine Meisterleistung des salto wortale. Von übertreibendem Werbeschreiben zu reden wäre noch ein Euphemismus.
Vom 26.5.-4.6. sollte man um das sonst schöne Hessisch Lichtenau einen weiten Bogen machen, schon um sich und/oder seine Kinder nicht tottrampeln zu lassen. Denn dann wird dort, wenn schon kein „Aufstand“ (Ortega y Gasset), so doch ein „Ansturm der Massen“ erwartet. Brach, wüst und leer wird die Location zurückbleiben, wenn „dieser Mega-Event“ mit „mehr als tausend zum Teil hochkarätigen Einzelveranstaltungen aus praktisch allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens“ über das Weichbild und seine Bewohner hinweggefegt ist. Denn es handelt sich um „das Jahrhundertereignis schlechthin“. Roland Koch wird auch da sein. Danach kann für ganze hundert Jahre nichts mehr kommen…
Hoffnung keimt nur da, wo man schafft, was Andere unmöglich schaffen können: nämlich bei der „buchstäblichen“ Verbindung von „Tradition und Moderne“, von „Dichte und Qualität“, von „Klinke“ und „Hand“, von „Nationalität und Internationalität“. („Internationale und nationale Topstars geben sich in Hessisch Lichtenau buchstäblich die Klinke in die Hand.“)
Postmodern mutet eher das „Polizeibistro“ an.

Der letzte Wortnagel zu meinem Sprachsarg ist fast eingeschlagen. Vielleicht kann man doch noch etwas lockern?

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