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Neubau Calden darf subventioniert werden.

Grüne: Kein „toller Tag“ für Nordhessen

25.2.2009, KASSEL - Im Gegensatz zu Flughafenchef Riess ist die Kreistagsfraktion der Grünen durchaus nicht der Meinung, dass das grüne Licht aus Brüssel ein gutes Signal für die Region darstellt.„Die Brüsseler Behörde hat lediglich mitgeteilt, dass sie keine Einwendungen gegen die Finanzierung des Neubaus des Verkehrslandeplatzes mit Steuergeldern erhebt,“ erklärt der Verkehrspolitische Sprecher der Kreisgrünen, Wolfgang Ehle.
Eine Rechtfertigung der Gesamtplanung oder gar eine amtlich bescheinigte Existenzberechtigung, wie Herr Posch vollmundig ableite, sei aus der Brüsseler Entscheidung nicht abzulesen. Auch die Behauptung von Ministerpräsident Koch, der klare Kurs der Landesregierung sei nun „von oberster Stelle in Brüssel“ bestätigt, ist nach Auffassung der Grünen schlichtweg aus der Luft gegriffen: „Eine formalrechtliche Aussage zur Subventionierungspraxis bedeutet in keiner Weise, dass die europäische Behörde dieses Projekt nun insgesamt für wirtschaftlich sinnvoll erklärt. Herr Koch betreibt in bewährter Weise Wahrheitsklitterung.“

Interessant sei auch, so Ehle, dass Kassel-Calden plötzlich eine Entlastungsfunktion für den vom Nachtflugverbot bedrohten Frankfurter Flughafen bekommen soll und dass die Interessenverbände der
Logistikbranche mittlerweile unverholen von einem Frachtflughafen reden. „Wenn es plötzlich 50 Nachtflüge gibt, dann ist die nordhessische Region dort, wo die Menschen in den südhessischen Einflugschneisen seit vielen Jahren sind. Das ist Lärmterror, der Gesundheit und mühsam geschaffenes Eigentum der Menschen ruiniert.“

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Kommentare

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Richard Kallok am :

Kassel-Calden muss eben gebaut werden, weil es ein "Nordhessen-Projekt" ist. Der Schienenfernverkehr auf der Mitte-Deutschland-Verbindung kann sukzessive eingestellt werden und die Bahnstrecke Kassel-Halle weiter verwahrlosen, weil sie eben kein "Nordhessen-Projekt" sind. - So ist das eben in Nordhessen: Realisiert wird nicht das, was der Region dient, sondern was eine kleine Gruppe mit all ihrer Medienmacht zum "Nordhessen-Projekt" erkoren hat.

Andreas Fahr am :

Wenn der Flughafen Kassel-Calden gebaut wird, sollte Hessen auch für die Folgekosten aufkommen, die bei Wegfall von Arbeitsplätzen am Flughafen Paderborn-Lippstadt entstehen. So ein Schwachsinn kann wirklich nur Politiker einfallen. Am Ende zahlt wieder der kleine Steuerzahler (in Hessen und NRW)

Bernd am :

Die Stellungnahme der Kreisfraktion ist ja ganz interessant, aber was ist eigentlich mit den Grünen in der Stadt Kassel. Die sind irgendwie gegen die Flughafenbau und stimmen dann doch für den städtischen Haushalt, in dem die Mittel dafür bereit gestellt werden. Oder verstehe ich das falsch?

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