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AFEE: NICH-AG

Der Agentur Für EreignisErzeugung ist es natürlich klar, welcher Unfug mit der Konglobulation "Ich-AG" angerichtet worden ist. Der Menschheit, namentlich der deutschen, natürlich nicht. Dagegen ist als Neuerung NICH zu setzen.
Die Verknüpfung von "Ich", einer sehr zweifelhaften Identitätsbehauptung (Philosophie: Ich = Ich), mit der Doppeldeutigkeit "AG" (Aktiengesellschaft oder Arbeitsgruppe?) schafft publizistische und politische Möglichkeiten uferloser Unsinnsbehauptungen. Für Faustballfans etwa: "Das Kleine als Dasselbe passt ins Große als das Übergroße."
Dagegen ist als echte soziale Innovation nicht nur der Ausdruck, sondern die Tatsache (Wirklichkeitsanalyse, Erich Voegelin) des "Nich" zu proliferieren. "Nich" sagt man, wenn etwas "nicht ist". (Etwa wie "nee" für "nein".) Man sagt also "Nicht ich"-AG - was einem weitverbreiteten Selbstgefühl entsprechen dürfte.
Wäre noch die Frage der AG zu klären. Um die Paradoxierung im Ausdruck zu vermeiden (Luhmann: Paradoxierung ist zwar da, bringt aber nich-ts), könnte man paralogisch auflösen: "Nicht-Ich-Assoziations-Gruppe". Das würde in etwa dem "Parlament der Dinge" von Bruno Latour entsprechen. Das man natürlich nich lesen muss.

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Kommentare

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Schwester Gertrud am :

Schön, aber hat Konfus und Hand.

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