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Kasseler Museumsnacht am 2. September

„Kassel greift in der Museumsnacht 2006 am 2. September nach den Sternen und lässt sie strahlen,“ kündigt Bürgermeister und Kulturdezernent Thomas-Erik Junge das große Kasseler Kulturereignis an.
Junge erinnert gleichzeitig daran, dass alle Museumsnächte der Fuldastadt bisher eines gemeinsam hatten: sie fanden bei herrlichem Wetter unter einem warm strahlenden Firmament statt. In diesem Jahr wird der Himmel über Kassel von zusätzlichen Lichtquellen erleuchtet, dem roten und blauen Strahl des Laserscape Kassel, einem documenta 6-Kunstwerk von Horst H. Baumann. Nur zu besonderen Ereignissen wird der Laser eingeschaltet, doch in diesem Jahr wird der Künstler sogar selbst anwesend sein, um den Strahlenverlauf zu erweitern. In einem den Sternen gleichenden Dreieck wird der Laser dann über die historischen Achsen der Stadt, vom Zwehrenturm zum Turm des Hessischen Landesmuseums und von dort parallel zur Wilhelmshöher Allee auf den Herkules gespiegelt werden.

Es werden wieder tausende von Menschen am ersten Septemberwochenende durch die laue Nacht flanieren und in den zahlreichen Museen, Sammlungen und Archiven, auf festlich belebten Straßen und Plätzen wahre Sternstunden erleben, kündigt Junge im städtischen Pressedienst an. Tief aus dem Erbe der jahrhundertelang gepflegten landgräflichen Interessen und Sammelleidenschaften könne die ehemalige Residenzstadt Kassel bei ihrer Museumsnacht schöpfen - und aus den vielen Spuren zeitgenössischer moderner Kunst, die elf documenta-Ausstellungen seit 1955 im Stadtbild hinterlassen haben.

Die Sterne der Kasseler Kulturlandschaft seien in der Stadt und den großen Landschaftsparkanlagen wie auf einer Perlenschnur für das Publikum aufgereiht. So beherberge die Gemäldegalerie im Schloss Wilhelmshöhe eine der größten Sammlungen Niederländischer Meister. Eine aktuelle Ausstellung „Rembrandts Landschaften“ würdige anlässlich des 400. Geburtstags des Malers erstmals umfassend das Genre der Landschaftsmalerei in dessen Oeuvre.

Die documenta ist der Star im großen Kulturangebot Kassels. Im frisch renovierten documenta Archiv, vor 50 Jahren von documenta-Macher Arnold Bode gegründet, informiert ein von Multimedia-Spezialisten entwickelter und mehrfach mit Designerpreisen gekürter documenta-Tisch über die Geschichte dieses seit 1955 unangefochten weltweit an Bedeutung größten Ausstellungsereignisses moderner Kunst. Im kommenden Jahr 2007 ist es erneut soweit, dann wird Kassel zur documenta 12 wieder im Focus der kunstinteressierten Öffentlichkeit stehen.

Einen besonderen Auftritt beim Thema Sterne muss das Astronomisch-Physikalische Kabinett mit Planetarium in der Karlsaue nach Ansicht von Junge haben. "Schließlich war Kassel eines der wichtigsten Zentren der beobachtenden Astronomie im Europa des 16. Jahrhunderts. Glanzpunkte in der Sternennacht am 2. September kann daher die in der großartigen innerstädtischen Karlsaue gelegene Orangerie setzen. Sie beherbergt das Astronomisch-Physikalische Kabinett, das über eine beachtliche Anzahl von historischen Objekten aus Naturwissenschaft und Technik von der Renaissance bis zur Neuzeit mit dem Schwerpunkt astronomische Instrumente und Uhren verfügt", meint der Bürgermeister und Kulturdezernent. So komme es dort zu „Sternstunden der experimentellen Naturlehre“, einem Sternenspaziergang auf dem Dach der Orangerie sowie einer „Reise um die Erde in 60 Minuten“. Auch das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene, mit einzigartigen Skulpturen und Reliefs zu Ovids Metamorphosen von Etienne Monnot ausgestattete Marmorbad, das Landgraf Karl im 18. Jahrhundert errichten ließ, wird Führungen „Aus der Götterwelt ans Sternenzelt“ anbieten.

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