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Neuer Slogan für Wintershall Dea: Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge.

Am Freitag Mittag brachte ein Bündnis von Klimagerechtigkeits-Gruppen ein großes Banner mit der Aufschrift “Sauberes Erdgas ist eine dreckige Lüge” direkt über dem Eingang der Kasseler Konzernzentrale von Wintershall Dea an: Deutschlands größtem Öl und Gasunternehmen. Damit prangern sie den Beitrag des Konzerns zur Klimakrise an.
Trotz der sich beschleunigenden Klimakrise vollzieht Wintershall Dea eine massive Expansionsstrategie, etwa durch Investitionen in die klimaschädliche Pipeline Nord Stream II und einer Steigerung des fossilen Fördervolumens um 30% in den nächsten zwei Jahren. In Deutschland und Europa ist der Konzern eine führende Kraft, die über Lobbyaktivitäten fälschlicherweise fossiles Erdgas als eine Lösung für die Klimakrise darstellt.

“Während in Deutschland zumindest darüber diskutiert wird, wie Emissionen gesenkt werden können, scheint das Öl- und Gasunternehmen noch immer ungebremst wachsen zu dürfen.”, so Marvin Steinbeck, Pressesprecher der Aktion. “Wir haben keine Zeit mehr für Profitinteressen. Es wird höchste Zeit, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um Wintershall Dea schnell und gerecht zu enteignen: sei es mit Gesetzen, Gerichtsverfahren, oder Protest.”

Die heutige Aktion stellt den Auftakt zu einer Kampagne im Rahmen des von Wintershall Dea geplanten Börsengangs im Herbst dar. „Mit dem Börsengang zementiert Wintershall eine rein auf Profit ausgerichtete, klimaschädliche Firmenpolitik. Wir werden uns daher mit weiteren Aktionen zivilen Ungehorsams dem Börsengang Wintershalls entgegenstellen und auf einen klimagerechten Rückbau des fossilen Erdöl- und Gasgeschäfts Wintershall hinwirken“, so Monika Schäfer, eine beteiligte Aktivistin.

Mit der Aufschrift des Banners „Sauberes Gas ist eine dreckige Lüge“ nehmen die Aktivist*innen Bezug auf die PR-Aktivitäten des Konzerns, in denen fossiles Gas als eine Lösung für die Klimakrise dargestellt wird. Über Werbeanzeigen, Lobbygespräche und Industrievereine negiert Wintershall Dea geschickt die Erkenntnisse der wichtigsten klimawissenschaftlichen Institute. Denn fossiles Gas bleibt ein fossiler Energieträger, der durch Methanleckagen und CO2-Emissionen vergleichbar drastische Klimaschäden hinterlässt wie Kohle.

Steinbeck und Schäfer stehen solidarisch mit den Menschen in Argentinien und anderen Ländern, die unter Konzernaktivitäten wie Fracking leiden. Gerade Indigene wie beispielsweise die Mapuche bekommen dort die Umwelt- und Gesundheitsschäden zu spüren, die Wintershall Dea’s Produktionsstätten hinterlassen. „Wir verurteilen Wintershall Deas Handeln entlang kolonialer Kontinuitäten scharf“, so Steinbeck.

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