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Ausstattung aller Schüler*innen der 5. Klasse mit einem Mobilrechner

„Die Corona-Zeit hat gezeigt, dass die Digitalisierung von Unterricht bestehende soziale Unterschiede deutlich verschärft. Soll Bildung auch Chancen ausgleichen, brauchen wir auch im Bereich der digitalen Hardware endlich die Lehrmittelfreiheit!“ fordert Simon Aulepp, schulpolitischer Sprecher der Kasseler Linken. Wir fordern, dass alle Kasseler Schüler*innen in der Jahrgangsstufe fünf einen mobilen Rechner erhalten. Die Mittel sollen im städtischen Haushalt bereitgestellt werden“, so Aulepp weiter.
Da nicht alle Haushalte einen leistungsfähigen Rechner bereitstellen können und es große Unterschiede in der Ausstattung gibt, muss die Stadt, die für die Lernhardware verantwortlich ist, einspringen. Hier der Vorschlag der Kasseler Linken:
- Alle Schüler*innen der 5. Klasse erhalten einen leistungsstarken mobilen Rechner. Das Gerät steht ihnen bis zum Ende ihrer Schullaufbahn Jahre zur Verfügung. Sie sind dafür verantwortlich und können es nach sechs Jahren privat übernehmen.
- Die Stadt Kassel bezahlt die Rechner über ihren Haushalt. Bundes- und Landesgelder werden von der Stadt für die Kinder beantragt und können einen Teil der Ausgaben gegenfinanzieren.
- Im Nachtragshaushalt wird die Erstausstattung der 5. Klassen nach den Sommerferien finanziert
- Ein Jahrgang besteht aus rund 1400 Schüler*innen. Bei ca. 500 Euro Beschaffungskosten pro Rechner sind das 700.000 Euro /a + 4 % der Anschaffungskosten als Reparatur /a = 28.000 Euro Summe 728.000 Euro /a. Der Support mit dem Ziel der Reparatur innerhalb einer Woche in Kassel wird mit ausgeschrieben.
Mit den gleichen Rechnern sichert die Stadt einen diskriminierungsfreien Zugang zu notwendiger Software. Somit ist die Ausstattung nicht von einer persönlichen Antragstellung und Bedürftigkeitsprüfung abhängig. Gute Rechner halten die sechsjährige Nutzung in der Sekundarstufe I durch. Mit dem persönlichen Rechner steigt die Verantwortung für das Gerät, mit der Perspektive es nach sechs Jahren privat zu übernehmen die Attraktivität eines bewussten Umgangs damit. Die flächendeckende Ausstattung mit Leihgeräten stellt keine gängige Alternative dar, dafür fehlen Unterbringungs- und Wartungskapazitäten an den Schulen.
Eine stufenweise Beschaffung der Rechner für den 5. Jahrgang pro Haushaltsjahr ist finanzierbar, sukzessive stehen damit in wenigen Jahren ausreichend Geräte zur Verfügung.
Die stufenweise Einführung ermöglicht es den Schulen unter Einbeziehung der städtischen Medienzentren, die pädagogischen und technischen Anpassungen nach und nach vorzunehmen.
Ein ohnehin notwendiges Gesamtkonzept für die flächendeckende Nutzung digitaler Medien an Kasseler Schulen sollte in den kommenden Jahren gemeinsam mit Schulgemeinden und Medienzentren entwickelt werden. Auch Studienseminare und die Universität Kassel sollten in Bezug auf Aus- und Fortbildung zur Absicherung der Qualifikation aller Kolleg*innen hinzugezogen werden.

Hintergrund
Nach über 3 Jahrzehnten ist die Frage, ob die Anschaffung von Computern in der Zuständigkeit des Landes oder der Schulträger liegen, noch immer nicht abschließend geklärt.
Auf Bundeseben gibt es aktuell ein neues Programm in dem 150 Euro Zuschuss für die Anschaffung eines Computers für Kinder im Transferleistungsbezug bereitgestellt werden.
Auch der Digitalpakt sieht eine Gerätefinanzierung vor, die aber so kompliziert ist, dass sie lokal keine große Rolle spielt. Die Infrastruktur an den Schulen wie leistungsstarkes WLan, Server, Steckdosen, Programme etc. ist noch nicht flächendeckend vorhanden.
„Die Millionen des Digitalpaktes sollen vorranging für die Nachrüstung der Schulgebäude eingesetzt werden. Es ist also an den Kommunen, die Voraussetzungen für einen digital gestützten Unterricht zu schaffen – unabhängig von privaten Sponsoren und dem elterlichen Geldbeutel. Die derzeitige Situation ist dafür politisch wie finanziell bestens geeignet“, so Simon Aulepp.

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