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Bürgerbegehren "Kassel kohlefrei 2023" startet

Das Bündnis kassel kohlefrei lädt zur Kick-Off-Veranstaltung zum Start des Bürgerbegehrens ein, am 25.11.2019 um 19 Uhr in der Färberei im neuen Studierendenhaus (Universitätsplatz 10).
(Dokumentation Pressemeldung) Passend zur Klimastreikwoche startet das zivilgesellschaftliche Bündnis kassel kohlefrei am 25. November ein Bürgerbegehren für den Kasseler Kohleausstieg. Ziel ist es, dass das Kraftwerk in der Dennhäuser Straße nach dem 1.7.2023 keine Kohle mehr verbrennt. Damit könnte die Stadt Kassel bis zu zehn Prozent ihrer CO2-Emissionen einsparen und so ihren notwendigen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele leisten.

Bündnis-Sprecherin Marie Ossenkopf erklärt: "Wir haben es lange genug über Verhandlungen versucht. Das Klima hat keine Zeit, zu warten, bis sich die Stadt von alleine bewegt." kassel kohlefrei hatte seit Jahresbeginn mit dem Kraftwerksbetreiber, der Stadt und den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Gespräche geführt, um den schnellen Kohleaussieg der Stadt Kassel herbeizuführen, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.

Kick-Off Veransaltung am 25.11.
Zum Start der Unterschriftensammlung lädt das Bündnis am 25.11. um 19 Uhr zu einer feierlichen Infoveranstaltung ins Studierendenhaus (Universitätsplatz 10) ein.
Als Gastredner berichtet Eric Häublein vom „Bürgerbegehren Klimaschutz“ aus Berlin über die Erfahrungen seiner Initiative bei der Einrichtung eines Öko-Kraftwerkes in der Hauptstadt.
Im Anschluss haben alle Gäste die Ehre, die ersten Unterschriften für das Bürgerbegehren "Kassel kohlefrei 2023" zu leisten. In gemütlicher Atmosphäre möchten die Mitglieder von kassel kohlefrei dann mit ihren Gästen anstoßen und informieren auch gerne über das Bürgerbegehren und Möglichkeiten, sich etwa als Unterschriftensammler*in zu beteiligen.

Sammelaktion während Klimademo am 29.11.
Am 29.11. sollen alle Teilnehmenden am großen Klimastreik die Möglichkeit haben, das Bürgerbegehren zu unterzeichnen. Hierzu sucht kassel kohlefrei noch Sammlerinnen und Sammler, die sich gerne unter sammeln@kassel-kohlefrei melden können.

Fakten zum Kraftwerk
Das Kasseler Fernwärmekraftwerk an der Dennhäuser Straße heizt derzeit noch ca. 15.000 Haushalte in Kassel vorwiegend mit Braunkohle aus dem Rheinland und Tschechien, ca. 120.000 Tonnen jährlich. Nebenbei wird auch Strom produziert. Die Kasseler Kohleverbrennung verursachte 2016 allein ca. 150.000 Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht rund 10 Prozent der gesamten Kasseler Emissionen - so viel, wie wenn alle Leute aus Kassel einmal nach Mallorca und zurück fliegen.
Die Städtischen Werke haben eine Strategie entwickelt, wie sie bis 2028 aus der Kohle aussteigen, nämlich durch eine Umrüstung auf die Verbrennung von Klärschlamm und Altholz. Das Bündnis kassel kohlefrei fordert, diese Umrüstung deutlich zu beschleunigen.

Über kassel kohlefrei
kassel kohlefrei ist ein Bündnis aus lokalen Gruppen und Privatpersonen, die sich für einen schnellstmöglichen Kohleausstieg in Kassel einsetzen und eine mittelfristige Wende der Wärmeversorgung anstreben. Die Aktivengruppe der Bürger*innen-Initiative wird unterstützt von Greenpeace, dem BUND, Fridays for Future, Klimagerechtigkeit Kassel, Transition Town, Extinction Rebellion, dem Kommunennetzwerk Interkomm, dem Bildungs- und Aktionsnetzwerk Wandel e.V. und dem AStA sowie zahlreichen Privatpersonen und Expert*innen, die das Bündnis in technischen Fragen beraten. Mehr Informationen gibt es unter www.kassel-kohlefrei.de

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