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Radverkehrsbeschlüsse unwirksam bei Autoflächen

Der Katzensprung steht vor dem Ausbau für den Rad- und Fußverkehr. Die Kreuzung war schon im lange fertig gestellten und im Juni beschlossenen Radverkehrskonzept enthalten. Unter der Überschrift Umsetzung ist dort zu lesen: „Für den links abbiegenden Radverkehr von der Weserstraße in die Kurt-Wolters-Straße wird eine Fahrradschleuse mit mindestens 20 m Länge eingerichtet.“
Die Aufstellfläche für Radler vor dem Linksabbieger, die sogenannte Fahrradschleuse, ist auf den aktuellen Bau-Plänen allerdings nicht mehr zu finden.
Neue mit Kopfsteinpflaster abgetrennte Radwege sollen an der Kurt-Wolters-Straße entstehen. Sie werden die dort wegen geringer Zahl der Fußgänger*innen relativ unproblematisch vom Gehweg abgeknapst.
In der Nordöstlichen Seite der Schützenstraße ist die Gehwegfläche mit 3,65 Meter Breite sehr eng. Zumal große Gruppen von Schüler*innen der Goetheschule und Carl-Schomburg-Schule diesen Weg zur Straßenbahnhaltestelle Katzensprung nutzen.
Dort stehen für den Autoverkehr drei Spuren zur Verfügung. Die Neuplanung sieht in diesem engen Gehwegabschnitt eine gemischte Geh- und Radwegnutzung vor. „Mit dem Ziel mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu erreichen, soll als Planungs- und Umsetzungsgrundsatz die Trennung der Verkehrsarten gelten.“ heißt es im ersten Absatz der im September in der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Förderung des Radverkehrs. Im nächsten Absatz ist zu lesen: „Bei der Abwägung von Planungsvarianten innerhalb von Straßenbauprojekten [beauftragt die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat] die Belange des Radverkehrs mit hohem Gewicht im Rahmen der geltenden Regelwerke zu berücksichtigen.“

„Wo der Platz für mehr Radverkehr dringend benötigt wird, bleiben die Flächen für Autos unangetastet,“ ärgert sich Violetta Bock verkehrspolitische Sprecherin der Kasseler Linken.“ Schon der erste Umbau nach dem Radverkehrskonzept und der Förderung des Radverkehrs zeigt die geringe Gewichtung der Verbesserungen für den Umweltverbund in der konkreten Umsetzung.“
Die schon im Entwurf des Radverkehrskonzeptes enthaltene zweimalige Furtenquerung für linksabbiegende Radelnde aus der Kurt-Wolters-Straße Richtung Weserstraße ist keine wegweisende Lösung. Sobald Radelnde mit Anhänger oder mehr als 5 Radelnde auf einmal auf der Aufstellfläche vor der Schützenstraße auf Grün warten, wird es mit den gerade aus in die Schützenstraße Radelnden und den Gruppen der Schüler*innen Konflikte auf der gemeinsam zu nutzenden Fläche geben.


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