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Der Pöbel

Am 24. 11. 2011 war in der FAZ zu lesen, dass Hegel den Begriff des Pöbels auch auf einen bestimmten Typus der Wohlhabenden angewendet hat: „Es gibt auch reichen Pöbel“, bemerkte Hegel 1821/22 in seinen Vorlesungen zur Rechtsphilosophie. "((…)) Der reiche Pöbel setzt die Souveränität seiner rein ökonomischen Macht gegen die Souveränität des Staates und seiner Institutionen ((durch)). Der reiche Pöbel erhebt sich kraft der Macht seines Geldes über das Recht des Staates.“

(Martin Reuter sei Dank, er machte mich auf Hegels Äußerung über den Pöbel in der Rechtsphilosophie aufmerksam.)

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MR am :

Für die Umkehrung des Blicks danke ich. Zunächst hatte mich am "Pöbel" interessiert, dass ein - sagen wir Staatsdenker (Adorno: seine schlechteste Publikation) - wie Hegel gewissermaßen zugibt, dass die sog. "bürgerliche Gesellschaft" (seiner Zeit natürlich) gar nicht umhin kann, ihre eigene "Unterschicht" (heute die "Abgehängten") zu erzeugen, d.h. m.a.W.: das "Herabsinken der Masse unter das Maß einer gewissen (??) Subsistenzweise". D.h. zu Deutsch: die können nicht leben und nicht sterben. Wie wahr-aktuell doch! Dass es den Pöbel auch da gibt, wo was ist - das hatte ich glatt überlesen!

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