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Das nächste Mal wird gekauft

Kasseler Initiative möchte Villa Rühl erwerben
Die Vertreter*innen der Initiative "Platz da: HPK!" (Haus für Politik und Kultur) haben der Universität Kassel und dem Land Hessen ihr Kaufinteresse an der Liegenschaft Mönchebergstraße 40-42 in Kassel bekundet. Das Gelände – bisher vor allem durch die Besetzung "Unsere Villa" im Frühsommer bekannt – steht seit geraumer Zeit leer. Ziel der Initiative HPK ist es, dort Platz für ein gemeinschaftlich organisiertes Soziokultur-Zentrum zu schaffen. Denn gerade kleine und gemeinnützige Kulturprojekte haben es schwer in Kassel: so verschwanden in den letzten Jahren zahlreiche Räume, die diesen bisher ein Zuhause boten. Doch gerade die kleineren Akteure tragen wesentlich zu einer lebendigen und vielfältigen Stadt bei. Diesen möchte die Initiative HPK nun eine verlässlichere und langfristige Perspektive bieten.
Viele selbstorganisierte Räume der freien Kulturszene sowie politischer Initiativen mussten in den letzten Jahren unfreiwillig umziehen oder ganz schließen: die Kulturfabrik Salzmann, das "Unten" am Hauptbahnhof, die Kulturzentren "Karoshi" und "HAUS" in der Nordstadt sowie das "Tra.fo" am Lutherplatz. Und auch die Zukunft der Hammerschmiede mit der Skatehalle "Mr. Wilson" bleibt mehr als ungewiss. Die Initiative "Platzda! HPK" hat sich Anfang des Jahres gegründet, um nach neuen Wegen zu suchen, die derartigen Projekten eine langfristige Perspektive bieten. Anstatt Räume wie bisher zu mieten und permanent mit einer Kündigung rechnen zu müssen, setzen wir auf den gemeinschaftlichen Kauf oder Erbpacht der Gebäude durch die Nutzenden selbst. Als Miteigentümer*innen werden diesen unabhängig von Vermieter*innen. Auch bei der Verwaltung des Hauses sollen die Nutzenden und Gruppen mitwirken: so organisieren sie gemeinsam auch die Sanierung, Instandhaltung und Selbstverwaltung der Gebäude.

Das zukünftige Zentrum soll nicht auf die Erwirtschaftung von Gewinnen ausgerichtet sein, sondern gemeinnützige Ziele verfolgen. Auch ein Weiterverkauf der Gebäude soll per Satzung ausgeschlossen werden, um eine Privatisierung der Gebäude zu verhindern. Seit Jahren werden in anderen Städten bereits ähnliche Modelle praktiziert, wie etwa im Rahmen des Mietshäuser Syndikats oder des kulturellen Freiraumes "b-side" in Münster.
Um dieses Konzept in die Tat umzusetzen, hat die Initiative HPK eine Kaufanfrage für die langjährig leerstehenden Gebäuden in der Mönchebergstraße 40-42 abgegeben. Im Laufe der Berichterstattung über die Besetzung "Unsere Villa" und in Gesprächen mit Hochschulangehörigen erhielten wir den Eindruck, dass eine kurz- oder mittelfristige Nutzung der Gebäude durch das Land Hessen oder die Universität Kassel nicht geplant zu sein scheint. Das würden wir gerne ändern! Aktuell sind als Nutzung denkbar:
• multifunktionale Räume für kleine Konzerte und Veranstaltungen
• Gruppenräume und Büros
• Café mit stabilen Öffnungszeiten an mehreren Tagen in der Woche.
• Kleingewerbe und Wohnen

Wir warten nun auf die Rückmeldung der Universität auf unser Kaufinteresse und würden uns über eine Gesprächseinladung freuen.

Über die Initiative "Platz da: HPK!":

Als Initiative "Platz da! – HPK" haben sich Anfang des Jahres verschiedenen Personen aus bereits bestehenden Stadtteilinitiativen, selbstverwalteten Wohnprojekten, Kommunen und der Universität Kassel zusammengefunden. Wir verstehen uns als breites Bündnis und sind offen für weitere Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen, die unsere Idee unterstützen und sich in Konzept und Realisierung des Projekts einbringen möchten.


Weitere Informationen: www.platzda-hpk.org

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