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Für ein Kassel für alle, aber ohne Rassismus: Am Montag den 23. Februar um 18 Uhr auf die Straße gegen KAGIDA

Am kommenden Montag den 23. Februar organisiert das „Jugendbündnis gegen Rechts“ die wöchentliche Kundgebung gegen KAGIDA um 18 Uhr am Scheidemannplatz. Alle Kasseler/-innen sind eingeladen, sich dem Protest anzuschließen.
Seit knapp drei Monaten gehen hunderte Kasseler/-innen Montag für Montag gegen KAGIDA und für ein weltoffenes „Kassel für alle“ auf die Straße. In der Spitze waren es über 2.000 Menschen. Dieser Protest hat dafür gesorgt, dass sich KAGIDA auf einen kleinen Kreis nahe an der Bedeutungslosigkeit reduziert hat.
Warum protestieren wir gegen KAGIDA?

Im Kreis der Organisatoren von KAGIDA tummeln sich von Beginn an aktive Neonazis aus Kassel und Umgebung. KAGIDA wird von Rassist/-innen organisiert. Die Positionen von KAGIDA sind gefährlich: Rassistische Stimmung hat immer wieder den Nährboden bereitet für Übergriffe auf Menschen, die nicht in das „braune“ Weltbild passen. Soweit wollen wir es in Kassel nicht kommen lassen.

- KAGIDA macht auf ihren Kundgebungen Stimmung gegen Muslime, gegen Flüchtlinge und gegen Ausländer/-innen. Menschen mit Migrationshintergrund wird pauschal eine kriegerische oder kriminelle Absicht unterstellt. Damit werden allgemeine Ressentiments gegen Menschen geschürt, die nicht in ein rechtes Weltbild passen.

- KAGIDA hetzt gegen „die Politiker da oben“ und die Medien, die sie als, „Lügenpresse“ beschimpfen, wenn sie kritisch über KAGIDA berichten. Diese Äußerungen gehen mit einer Ablehnung demokratischer Grundprinzipien einher.

- KAGIDA liefert auf wichtige gesellschaftliche Probleme – wie Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne, oder ungleiche Bildungschancen – keine Antworten und benennt stattdessen Sündenböcke. Anstatt beispielsweise das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem als Ursache dieser Probleme zu benennen, wird die Schuld Minderheiten und den Schwächsten der Gesellschaft in die Schuhe geschoben.

Deshalb halten wir den Protest gegen KAGIDA für wichtig. Kassel ist eine offene und vielfältige Stadt. Hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zusammen. Das macht unsere Stadt lebenswert und schön.

Für ein weltoffenes und tolerantes Kassel und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden in Kassel nun immer mehr junge Menschen aktiv. Unter dem Motto „Jugendbündnis gegen Rechts“ haben sich zum Jahresbeginn unterschiedliche Jugendverbände, Kulturinitiativen, Schüler/-innen, Studierende, Auszubildende und junge Beschäftigte zusammengeschlossen. Wir wollen nicht, dass die sozialen Probleme unserer Gesellschaft auf dem Rücken unserer muslimischen Mitbürger/-innen ausgetragen werden. Wir wollen Flüchtlinge willkommen heißen. Sie sollten in Kassel ohne Angst vor Repressionen und Abschiebung unter menschenwürdigen Bedingungen leben. Nicht Flüchtende oder Ausländer/-innen, sondern Wirtschaft und Politik sind für schlechte Lehr- und Lernbedingungen an Schule und Universität sowie für fehlende oder gering bezahlte Ausbildungs- und Arbeitsplätze verantwortlich. Rassistische Ressentiments wie die von KAGIDA lenken von den Ursachen dieser Probleme ab, anstatt sie zu lösen.

Auch wenn der KAGIDA-Spuk bald ein Ende hat: Rassistische Ressentiments und Vorbehalte gegenüber Menschen anderer Kulturen kommen immer wieder auch im Alltag vor. Deshalb werden wir auch künftig vielfältig in Schulen, der Uni oder am Arbeitsplatz Aktivitäten gegen Rassismus planen. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, wenn wir gemeinsam für besser Bildungs-, Ausbildungs- oder Arbeitsbedingungen eintreten.



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