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Will denn keiner mal was schreiben?

Die Kassel-Zeitung ist eine Institution, die jeder & jedem die Chance bietet, sich mal über ein Thema auszulassen. Sei es ein lokaler, ein politischer, ein kultureller oder sonstiger Aufreger, hier ist man (schreibender) Mensch, hier darf man's sein.

Leider muss man aber konstatieren, dass sich die aktive Beteiligung auf nur eine Handvoll "Redakteure" beschränkt. Bei den Kommentaren ist es manchmal anders, insbesondere, wenn mal wieder ein Bericht zu einem kontroversen Thema abgeliefert wurde. Dennoch, es bleibt ein überschaubarer Kreis.

Positiv anzumerken ist, dass gerade bei den Kommentaren - im Gegensatz zu den meist anonymen Pamphlete-Verfassern bei der HNA - Niveau, Rechtschreibung und Ausdrucksfähigkeit gewissen Standards genügen. Alles in allem also ein Umfeld, in dem man sich angstfrei präsentieren kann. (Auf die umfassenden Hilfe-Funktionen für neue Redakteure der Kassel-Zeitung sei hier nochmal hingewiesen.)

Eine aktive Nutzung des Mediums Kassel-Zeitung ist noch aus einem weiteren Grunde sehr sinnvoll: Alle, die beim heimischen Pressemonopolisten als Abweichler von der Ippen-Thonicke-Linie auf dem Index stehen, haben hier die Chance, ihre Botschaft in einem Medium mit globaler Reichweite zu streuen. Aufgeklärte Leser wissen mittlerweile, dass man die kompletten Fassungen vieler Pressemitteilungen, die in der Lokalpresse nur verkürzt oder verstümmelt erscheinen, hier vollständig nachlesen kann. Dies als Tipp und dringende Aufforderung insbesondere an alle Menschen, die ehrenamtlich oder sonstwie wider den Stachel löcken. Hier ist ein Medium mit "Abdruck-Garantie"! Ein für Anfang März angebotener Workshop zum Thema Pressearbeit ist leider/erfreulicherweise schon komplett überbucht. Interessenten für eine Neuauflage mögen sich unter press@xpedo.net melden!

Themen gibt es ohne Zahl. Was halten Sie von Steinbrück, von Merkel, von Brüderle, von Sexismus, von deutschen Soldaten in aller Welt, von Kassel-Calden, von der Autobahn A44 mitten durch schönste Natur, von der Gestaltung des Königsplatzes, des Bahnhofsvorplatzes, von der Weinbergbebauung, der Stadt- und Verkehrsplanung in Kassel? Haben Sie eine Meinung zum Fracking - oder radeln Sie schon? Outen Sie sich!

Sie meinen, das alles könne man nur noch satirisch aufarbeiten? Tun Sie's! Hier!

Oder mal anders herum: Wer, verdammt noch mal, weiss in diesen beschissenen Zeiten auch mal über etwas Positives zu berichten? Hier ist Platz für "good news" - Papst-Rücktritt, Homo-Ehe, schöne Künste und Kultur, Mann beisst Hund - Frauchen beisst Mann, "Jetzt neu: der freundliche Nordhesse", Wirtschaftswachstumsindikator Kneipendichte, Boa constrictor - Herrchen gesucht, bis Größe 52...

In diesem Sinne: Haut in die Tasten!

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Kommentare

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ulf am :

Ich fände es gut, wenn Pseudonyme beim Schreiben von Artikeln erlaubt wären, denn nicht jede/r möchte in der Öffentlichkeit stehen!

Wolfgang Ehle am :

Hallo Ulf,
da kann ich mich Klaus' Aussage nur anschließen. Natürlich kann man auch mal einen Shitstorm ernten, aber grundsätzlich zwingt die Namensangabe dazu, sich seine Aussagen und Kommentare vorher zu überlegen. Und wenn man dann angefeindet wird, ist man auch in der Lage, sachlich zu reagieren.
Falls es aber nur um die berühmten Hemmungen geht, sich öffentlich zu äußern: Da gibt's Abhilfe - siehe Workshop-Ankündigung.

Helmut am :

Hallo Ulf, kein Problem. Bisher steht mein Name im Impressum für die Zeitung, und ich habe auf den Realnamen bestanden. Wenn sich jemand anderes findet, z.B. Sie, habe ich nichts gegen Pseudonyme.

.. "Spreu vom Weizen" müsste man dann eben im nachhinein sieben, ich sehe da aber erfahrungsgemäß kein großes Problem.

Klaus Schaake am :

Unterbreiten Sie uns einen konkreten Vorschlag, wie Sie sich eine Option für's anonyme Veröffentlichen vorstellen.
Bisher bietet das Schreiben mit "offenem Visier" für uns die Möglichkeit, die berühmte Spreu vom Weizen zu trennen. Will sagen: Sie können hier allen möglichen Sinn und Unsinn veröffentlichen, solange Sie mit Ihrem Namen dafür gerade stehen.
Exakt das hat m.E. bislang verhindert, dass diese Plattform von "Trollen" vollgespamt wird. Und das sollte so bleiben.
Wenn Sie konkrete Ideen haben, wie wir Leute, die aus nachvollziehbaren Gründen nicht unter ihrem Namen veröffentlichen können oder wollen, in die Lage versetzen, ihre Themen hier anzubringen, sind die Initiatoren dieser Plattform sicherlich bereit, mit Ihnen zusammen darüber nachzudenken.

Robert am :

Gibt es denn tatsächlich „Abweichler von der Ippen-Thonicke-Linie“, die „auf dem Index stehen“? Ich habe es mir bislang nur mit der Online-Redaktion und den Chefs „verscherzt“. Und trotzdem ließen die mich weiter zu Wort kommen, wenn ich wollte. Meine Beschäftigung mit dem lokalen Zeitungsmonopol hat zwar zu einem interessanten Bild geführt, aber „Verschwörungen“ tauchen darin nicht auf. Vielmehr sind es meiner Ansicht nach unklare Regeln bzw. Auslegungssache der jeweiligen Redakteure bzgl. der Menge an Kommentaren, die auf die Zeitung einprasseln. Als einzige Zeitung in der Region will ja jeder seinen Senf dort dazugeben, sei er intellektuell noch so grenzwertig.

Wolfgang Ehle am :

"Ippen-Thonicke-Linie": Es gibt immer wieder Klagen von Aktiven aus unterschiedlichen Bürgerinitiativen und Gruppen, dass ihre Presseinfos nicht gedruckt werden. Ein gewissser Zusammenhang mit den politischen Positionen lässt sich da schon herauslesen oder auch hineininterpretieren. Das ist das eine.
Das andere ist die Frage nach der Qualität dieser Infos aus der Sicht eines Redakteurs, der täglich zugemüllt wird. Gerade an diesem Punkt wollen wir mit dem Workshop Abhilfe schaffen.

Robert am :

Noch technisch etwas zu diesem Medium hier. Neben der Tatsache, dass die Schrift recht klein eingestellt, Kommentare in Courier nicht so schön zu lesen sind und fett gelb ist, habe ich als Autor noch eine große Bitte. Schaut euch doch mal bitte die Dokumentstruktur dieser Seite an, sprich wie HTML-Gliederungselemente eingesetzt werden. Der eigentliche Titel eines Artikels ist erst in vierter Ebene (!), so dass ich den eigentlichen Artikel selbst mit h5 strukturieren muss! Beispiel gefällig? Outline meines Artikels »Filmrezension: »ALIEN« von Behrooz Karamizade«. Für Rückfragen und eine fruchtbare Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.

Klaus Schaake am :

Bitte für Unbedarfte mal Übersetzen, warum es gut sein sollte/könnte, wäre es anders.

Robert am :

Schriftgröße und -art sind Geschmackssache, also gehe ich darauf nicht ein.

Zur eigentlichen Fragestellung: HTML, das Format, mit welchem Webseiten beschrieben werden, ist ein so genanntes »WYSIWYM«-Format – »what you see is what you mean«. Text wird also nicht nach gestalterischen Aspekten (fett, kursiv, groß, klein …) ausgezeichnet, sondern nach inhaltlichen (Überschrift, Zitat, …). Bei den Überschriften – darauf will ich mit meinem Ausgangsbeitrag hinaus – gibt es sechs verschiedene Ebenen. Dabei hat sich eingebürgert, den Titel eines Dokuments/einer Seite als Überschrift der obersten, ersten Ebene auszuzeichnen. Der HTML-Befehl dafür heißt h1. Die Überschriften von Abschnitten im Dokument werden dann mit h2 (zweite Ebene) gekennzeichnet, Unterüberschriften mit h3, Unterunterüberschriften mit h4, …

Übertragen auf einen Artikel hier bei der kassel-zeitung heißt das für den Status Quo (die Einrückungen kennzeichnen gleichzeitig die Ebene):

Der Titel ist die Kopfgrafik
↳ (die zweite Ebene ist leer (!?))
. ↳ Datum auf der dritten Ebene
. . ↳ Titel des Dokuments endlich auf Ebene 4
. . . ↳ mögliche Abschnitte im Dokument erst in der 5. Ebene (!)
. ↳ zurück in Ebene 3: Suche …
. ↳ … MKS …
. ↳ … Kategorien …
. ↳ …

Mein Vorschlag für eine logischere Struktur:

Der Titel ist die Kopfgrafik
↳ Datum auf der zweiten Ebene, wenn nach unterteilt werden soll
. ↳ und Titel des Dokuments auf Ebene 3
↳ Ansonsten hier den Titel des Dokuments
. . (. )↳ mögliche Abschnitte im Dokument in der 3./4. Ebene
↳ zurück in Ebene 2: Suche …
↳ … MKS …
↳ … Kategorien …
↳ …

Die Navigationselemente (Suche, MKS, …) gehören meiner Meinung nach in die zweite Ebene, da sie Untergliederungen von »kassel-zeitung« sind.

Warum man sich mit dem ganzen auseinandersetzen soll, hat mehrere Gründe. Suchmaschinen oder Screenreader für sehbehinderte Menschen können das Layout einer Seite nicht erfassen, sondern nur die Dokumentstruktur. Anhand dieser und der Bedeutung der verwendeten HTML-Befehle interpretieren sie den Inhalt. Somit kann für sie das tollste Design technisch gesehen vollkommen unbedeutend sein.

Helmut am :

Danke für die Rückmeldung. Ein wenig ist Gestaltung natürlich auch Geschmackssache. Eine Überarbeitung auch hinsichtlich Webstandards wäre inzwischen allerdings sehr schön und überfällig. Wenn Sie Lust haben, sich mal damit zu beschäftigen, rennen Sie offene Türen ein!

Das verwendete System ist Serendipity, die Layout-Engine ist Smarty. Wenn Sie Interesse haben, sich damit zu beschäftigen, nehmen sie doch bitte direkt Kontakt auf!

Robert am :

Ich denke, dass es vermutlich reicht, die Vorlage für das Layout anzupassen. Details kommen nachher per Mail.

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