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Bürgerpreis für den Stadtgarten Huttenplatz

Stockrosen auf dem Huttenplatz
Die Kulturinitiative am Huttenplatz wurde von der Künstlergruppe AndAndAnd zur Documenta (13) gegründet. Auf eine erste Einladung kamen viele Anwohner zu ersten Vorstellungstreffen in den Räumen der Vereinigten Wohnstätten 1889. Mit ca. 50 Interessierten begannen im März diesen Jahres erste Gartenarbeiten auf dem bis dahin unscheinbarem Grasland des Huttenplatzes. Es bildete sich eine feste Kerngruppe aus Anwohnern und Studenten, die mit Unterstützung der Universität Kassel den Huttenplatz in einen Paradiesgarten verwandelte, der in der Bevölkerung eine starke positive Resonanz hervorrief. Viele Menschen aller Altersklassen kamen, um die Pflanzungen, Weidengeflechte, die Gemüse, das Getreide und die Kartoffen zu bewundern und im Garten zu verweilen. Workshops zum Gärtnern, Schnitzen und zum Bau eines Insektenhotels bereicherten unsere Arbeitsgemeinschaft, zu der immer wieder neue interessierte Anwohner stoßen. So entwickelte sich der Huttenplatz zum Treffpunkt für Bürger und Anwohner, die hier auf zwanglose Weise miteinander ins Gespräch kommen können. Im September entschied der Ortsbeirat Kassel-West die Weiterführung des Projekts über die Documenta hinaus zu unterstützen und der Stadt Kassel die Fortführung des Pachtvertrages für den Huttengarten zu empfehlen.
Am 29. Oktober hat nun das Bundesamt für Naturschutz dem Stadtgartenprojekt am Huttenplatz den Bürgerpreis verliehen. Ziel des Deutschen Naturschutzpreises ist es, das Naturbewusstsein in Deutschland zu stärken und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern. In einer Onlinebefragung konnten sich Interessierte zwischen 118 Initiativen in Deutschland entscheiden.
"In den Städten lebt der Naturschutz vom Mitmachen, vom Hinschauen, vom Teilhaben, und das über alle Generationen und sozialen Schichten hinweg."
sagte die Präsidentin des Bundes für Naturschutz Beate Jessel. Partizipation und Integration sind aus ihrer Sicht wichtige Merkmale einer modernen Bürgergesellschaft. Die Preisträger haben, so sagt sie, wichtige Vorschläge dazu gemacht, wie sich solche Ideale auf das Erleben und den Umgang mit Natur in der Stadt übertragen lassen. Auch Peter Altmaier betonte in seiner Preisrede die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für den Naturschutz:
"An kaum einem Ort ist die Entfremdung des Menschen von der Natur spürbarer als in den Städten. Doch nirgendwo sind auch die Chancen größer, viele Menschen neu für die Natur und den Erhalt der biologischen Vielfalt zu begeistern."

Wir, die Anwohner und Unterstützer der Kulturinitiative Huttenplatz, hoffen nun, dass wir das Projekt im vorhanden Sinne in seiner Lebendigkeit und Ausdrucksstärke weiterführen dürfen. An unserem Einsatz soll es nicht fehlen! Von der Stadt wünschen wir uns ein gemeinsames Treffen, um die Einzelheiten vor Ort einvernehmlich zu besprechen. Wir danken allen Unterstützern, die auf der Internetplattform www.deutscher-naturschutzpreis.de für uns gestimmt und dadurch den Bürgerpreis ermöglicht haben!

Für die Stadtgarteninitiative
Regula Rickert

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Kommentare

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sebastian am :

Ja,ein tolles Projekt! Mich hats begeistert. Statt so einer toten Grünanlagenwiese plötzlich Leben...

Ließe es sich nicht auch auf die Goethe ausweiten?
Da könnten nen paar Tiere weiden oder Hühner gehalten oder was, statt, dass sie in Industrieanlagen verbannt und dort gequält werden.
Die Kinder fänden das spannender als die komischen teueren Sportgeräte, die da oben montiert sind.

anwohnerin am :

hm, die Goethe. Was aus ihr noch wird??? Jetzt noch eine scheußliche Treppe, nur damit es zur Schule gegenüber paßt??? Sicher wird die Stadt diese Fläche nicht den ambitionierten Kleingärtnern unter den Bewohnenrn überlassen.

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