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Pfarrer Braun ermittelte in Kassel

"Pfarrer Braun ermittelt in „Grimms Mördchen“ erfolgreich in Kassel", ist eine Meldung des städtischen Pressedienstes überschrieben und es wird berichtet, bei der Präsentation auf großer Leinwand im Cineplex-Kino Capitol habe das Publikum mit Szenenapplaus reagiert. Ich frage mich, welchen Film die geguckt haben. Als Persiflage auf Sendungen des Genres "Krimi" hätte man es ja meinetwegen goutieren können, als ernsthaften Film keineswegs. Grausame, konstruierte Dialoge und ein Plot, der einen nur aus Gründen der Heimatverbundenheit vor dem Bildschirm hat verweilen lassen. Kopfschüttelnd.
Hier die Doku der Pressemeldung zu den erfolgreichen Ermittlungen:
Die Brüder Grimm sind eine Marke, die für Kassel weltweit wirbt. Auch in der neuesten Folge der Serie "Pfarrer Braun" spielt das Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen eine tragende Rolle. "Grimm Mördchen" zeigt dabei als Kulisse einer skurrilen Geschichte rund um die Handexemplare der Brüder Grimm Kassels schönste Schauplätze. Bei der Präsentation auf großer Leinwand im Cineplex-Kino Capitol reagierte das Publikum mit Szenenapplaus. Bundesweit erreichte die Folge eine Rekordzahl von 5,11 Millionen Zuschauern.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen dankte dem bei der Kinopremiere anwesenden Produzenten der Serie, Hubertus Meyer-Burckhardt, der zugleich Vorsitzender des Kassel-Beirats ist, für dessen Engagement für seine Heimatstadt. "Die Pfarrer- Braun-Serie hat eine große und treue Fangemeinde. Ich bin dem großem Freund der Stadt, Hubertus Meyer-Burckhardt, sehr dankbar, dass die Episode "Grimms Mördchen" in Kassel gedreht wurde. Einzigartige Orte, wie der Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe mit der Löwenburg, werden so einem breiten Fernsehpublikum vorgestellt."

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Kommentare

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Lüder Kriete am :

Und dabei gab es doch gleichzeitig Kultur live in Kassel - da wir das Kopfschütteln zum Headbanging!

Anonym am :

> [...] der einen nur aus Gründen der Heimatverbundenheit vor dem Bildschirm hat verweilen lassen.

Zwei Fragen:
1. Sind die Szeneapplaudierer nun Fans von dumpfen Plots oder gar auch Freunde der Heimatverbundenheit, aka (Lokal-)patriotismus?
2. Stimmt vielleicht mit Letzterem was nicht?

Kommando Pfarrer Braun am :

Der Hobby-Psychologe ist geneigt, ein mediales Stockholm-Syndrom zu attestieren, wenn es um die via TV dargebotene Heimat geht.

Anonym am :

Wenn die Psychologie falsch ist, ist's mit der Hobbypsychologie auch nicht weit her. Das freiwillige Mitmachen als vom Brummen im eigenen Schädel verursachte unbewusste Fremdsteuerung zu irrationalisieren, mag ja beruhigen (hat man doch mit dem Kinopöbel nix gemein), aber "Stockholm-Syndrom" heisst doch bloss die interessierte Pathologisierung einer Willensentscheidung, weil nicht sein kann was nicht sein darf.

Martin Reuter am :

Kindisch statt kindlich.

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