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Energiesparhilfe für alte Häuser - Wolfhager Förderprogramm

Wohnen in historischen Ortskernen soll attraktiver werden – Wolfhager Förderprogramm mit Modellcharakter
"Landauf, landab das gleiche Problem: Immer mehr Wohngebäude in den Ortskernen stehen leer. Junge Familien schrecken vor dem auf wändigen Instandsetzen alter Häuser zurück und ziehen stattdessen in einen auch vom Energieverbrauch her günstigeren Neubau in Randgebieten. Was also liegt näher, als die energetische Sanierung historischer Gebäude zu unterstützen, um dem wachsenden Leer
stand entgegenzuwirken?", teilt die Stadt Wolfhagen in einer Pressemeldung mit.
Doku Pressemeldung
Landauf, landab das gleiche Problem: Immer mehr Wohngebäude in den Ortskernen stehen leer. Junge Familien schrecken vor dem auf wändigen Instandsetzen alter Häuser zurück und ziehen stattdessen in einen auch vom Energieverbrauch her günstigeren Neubau in Randgebieten. Was also liegt näher, als die energetische Sanierung historischer Gebäude zu unterstützen, um dem wachsenden Leer stand entgegenzuwirken? So dachte man sich im nordhessischen Wolfhagen und legte ein unbürokratisches Förderprogramm für Sa­nierungsmaßnahmen in Ortskernen auf. Das Interesse bei sanie rungswilligen Hausbesitzern ist groß. Und man hofft, dass die Idee auch von anderen Gemeinden übernommen wird.

„Das Wolfhager Förderprogramm scheint tatsächlich Modellcharakter zu besitzen“, stellt Manfred Schaub fest. Er ist Geschäftsführer der in Wolfhagen ansässigen ENERGIE 2000 e.V., Energieagentur im Landkreis Kassel, die das Programm im Auftrag der Stadt erarbeitet hat. Zur eigenen Überraschung habe man trotz bundesweiter Recherche kein vergleichbares Konzept gefunden, auf das man hätte zurückgreifen können. Also hat man sich selbst ans Werk gemacht. Die finanzielle Hilfe kann jeder beantragen, der einen zu mindestens fünfzig Prozent zum Wohnen genutzten Altbau in den Ortskernen der Stadt oder der Stadtteile von Wolfhagen energietechnisch sanieren will. Zuschüsse gibt es beispielsweise für die Wärmedämmung von Dach und Wänden sowie den Austausch von alten Fenstern und Heizungsanlagen. Eine Ausnahme gilt für den Ortsteil Wenigen hasungen: Er wurde ins Hessische Dorferneuerungsprogramm auf­genommen, das eine zusätzliche Förderung ausdrücklich untersagt.

Beratung führt zum Erfolg

Um Altbaubesitzern das Verfahren möglichst einfach zu machen, lehnt man sich in Wolfhagen an die technischen Anforderungen der viel genutzten Gebäudesanierungsprogramme der KfW-Förderbank an. Auf komplizierte Rechenverfahren wird weitgehend verzichtet. Ab weichend von der KfW-Bank unterstützt man auch in Eigenleistung durchgeführte Sanierungsmaßnahmen. „Voraussetzung ist in jedem Fall, dass ein erfahrener Sanierungsberater das Gebäude begutach tet “, betont Manfred Schaub. Denn Energieeinsparmaßnahmen an Altbausubstanz sind anspruchsvolle Aufgaben, bei denen es beson ders stark auf kompetente Begleitung und fachgerechte Handwerks leistungen ankommt. Die Qualitätskontrolle durch den Sanierungs berater gibt sowohl den Hausbesitzern als auch dem kommunalen Geldgeber ein Plus an Sicherheit, dass die gewünschten Energie spareffekte erzielt und Bauschäden langfristig vermieden werden.

Nachahmung erwünscht

Bereits in den ersten Wochen sind bei der Stadt zahlreiche Anfragen von Altbaubesitzern eingegangen. „Wie es aussieht, kommt unser Signal, etwas zugunsten der Ortskerne zu tun, gut an“, zieht Wolfha gens Bürgermeister Reinhard Schaake eine erste positive Bilanz. Besonders freuen würde er sich, wenn andere Kommunen das Kon zept übernehmen. Sie können das Programm einfach kopieren oder es an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen: „Bei uns heißt es: Nachahmer herzlich willkommen!“ Interessierte Gemeinden können sich unter der Telefonnummer 05692-3157 mit Katja Mensing oder Manfred Schaub in Verbindung setzen.

Das Anliegen, andere an eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen, ist für Wolfhagen nichts Neues. Erst vor wenigen Monaten hat man beispielsweise den Landkreisgemeinden angeboten, sie beim Rück kauf ihrer Stromnetze zu beraten – ein Schritt, den die nordhessische Stadt selbst bereits vor einigen Jahren gegangen ist, um sich in Energiefragen unabhängiger zu machen. Ein weiterer Schritt auf die sem Weg war zu Jahresanfang die Umstellung der Energieversor gung auf regenerativ erzeugten Strom aus Wasserkraft. Auch an sonsten stehen Energiesparen und Klimaschutz weit oben auf der städtischen Agenda. Beispiele: ein schon 2001 aufgelegtes Förder programm für Passivhäuser und KfW-Energiesparhäuser 40 oder auch das Angebot einer geförderten Energieberatung durch ENERGIE 2000, das Kunden der kommunalen Stadtwerke in Anspruch nehmen können.

Stadtentwicklung und Klimaschutz gehen Hand in Hand

Mit der neuen Initiative zur Altbausanierung wollen die Wolfhager nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen soll das Wohnen im Ortskern wieder attraktiver und historische Bausubstanz bewahrt werden. Zum anderen ist der künftig verminderte Energieverbrauch der instand gesetzten Gebäude ein Beitrag zum Erreichen der hoch gesteckten Klimaziele der Stadt.


Für weitere Presseauskünfte:
Dipl.-Ing. Manfred Schaub
ENERGIE 2000 e.V., Energieagentur im Landkreis Kassel
Raiffeisenweg 2, 34466 Wolfhagen
Tel. 0 56 92 / 9 87-31 58, E-Mail Manfred.Schaub@energie2000ev.de

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