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Grundsatzentscheidung zu Bädern gefallen. Wie geht es weiter?

Die Stadtverordnetenversammlung hat sich mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Kassler Linken ASG. für die Sanierung der bestehenden Bäder ausgesprochen.
Die Stadtverordnetenversammlung hat sich mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Kassler Linken ASG. für die Sanierung der bestehenden Bäder ausgesprochen. Bevor die Sanierung beginnt, werden zunächst die aktuellen Kosten der Sanierung ermittelt und noch einmal mit der Gemeinde Niestetal über eine mögliche Kooperation gesprochen. Auf Antrag der grünen Fraktion ist im Beschluss festgeschrieben, dass spätestens bis April 2008 diese Fragen geklärt werden sollen.
Auch der zuständige Beteiligungsdezernent Dr. Jürgen Barthel hat sich in der Diskussion eindeutig für eine Sanierung ausgesprochen und leitet nun die notwendigen Schritte zur Ermittlung der aktuellen Kosten ein.
Eine andere Position hat dagegen die FDP vertreten, die von Anfang sich für einen Neubau und die Schließung aller Hallenbäder ausgesprochen hat. Die CDU-Fraktion wiederum wollte zunächst Sanierung und Neubau eines Schwimmzentrums, in der Debatte selbst sprach sie sich dann für einen Neubau bei Schließung der Hallenbäder Ost und Mitte aus.
Was kosten die einzelnen Varianten? Der Bau eines Schwimmsportzentrums kostet nach Schätzungen rund 29,5 Millionen €, allerdings sind hier noch nicht die Kosten für das Grundstück beziffert. Bei Schließung der Hallenbäder sowie des Auebades würden sich die laufenden Kosten auf über 4,1 Millionen € belaufen.
Vor drei Jahren wurden die Sanierungskosten für die bestehenden Bäder ermittelt, diese betrugen damals 18 Millionen €. Nach aktuellen Preisen dürften diese Kosten um einiges angestiegen sein. Die laufenden Kosten betragen 4.051.000 und sind damit sogar noch unterhalb der Neubauvariante.
Was sagen die NutzerInnen? Die Schulen haben sich klar für dezentrale Bäder entschieden, alles andere ist für den Schulschwimmsport äußerst ungünstig. Neben den weiten Wegen kann man sich die Organisation von 5-6 Schulklassen zeitgleich in einem Bad auch kaum vorstellen. Mehr als 2000 Unterschriften von Kasseler BürgerInnen haben sich für den Erhalt der bestehenden Bäder ausgesprochen, so dass man davon ausgehen kann, dass auch hier eine deutliche Zustimmung zur Sanierung besteht. Die Sportvereine wiederum sprechen sich für ein Schwimmsportzentrum mit einer 50m-Bahn aus, allerdings dürfte ein Standort am Rand der Stadt nicht unbedingt auf Gegenliebe der Vereine stoßen. So ist es kaum vorstellbar, dass die Zwehrener Vereine mit einer enorm großen Kinder- und Jugendabteilung ein Bad an der Grenze zu Niestetal akzeptieren könnten. Eine überwiegende Zahl von Ortsbeiräten hat sich für den Erhalt der Bäder ausgesprochen.
Bleibt zu hoffen, dass man nun wirklich den Sanierungsstau zügig abarbeitet und die missliche Situation mit einem nicht nutzbaren Hallenbad Ost als erstes behoben wird.

Pressestimmen zum Bäderbeschluss:
CDU: Bäderkonzept des Magistrats ist nicht zukunftsweisend
Grüne: Grundsatzentscheidung für wohnortnahe Bäder ist richtig
SPD: CDU-Bädervorschlag ist Anleitung zum Absaufen

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