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Baukultur Kassel und Region - "Ferienresort Schloss Beberbeck"


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Mit Museumslandschaft, Universitätserweiterung und Flughafen Calden steht in der Region Kassel in den nächsten Jahren ein bemerkenswerter Schub an großen öffentlichen Bauvorhaben an. Mit der Arena und dem Ferienresort Schloss Beberbeck werden zudem von privaten Investoren ebenfalls große öffentliche bzw. gemeinschaftliche Bauaufgaben angegangen.
Am Rande der Vorlesung zum Ferienresort sprach Klaus Schaake mit dem Architekt Tom Krause, der mit seinem Büro für die Projektentwicklung des 462 Mio.-Projektes verantwortlich zeichnet.
Hier noch Animationen zum Thema. Ich bin auf die Kommentare gespannt!!!


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Kommentare

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wirsinds am :

oh mann, was für ein positiv eingestellter Tom Krause - alles kein Problem - ja ein bisschen Flughafen aber auch nicht - Golfplatz - Übernachtung 300 Euro, auch interessant für Kasseler - umweltverträglich - Gastronomie - die Investitionssumme ist so gigantisch wie die angenommene Anzahl von Gästen und eben geradezu ein Epizentrum, was die günstige geografische Lage Kassels angeht und Grimms, damit hat er angefangen sein Märchen zu erzählen, es waren einmal Investoren ...

Martin Reuter am :

Das Wort "Resort" macht mich immer ganz nervös, weil ich an seine Übersetzung denken muss: Ferien- und Badeort, aber auch "Zuflucht". "In the last resort" = "als letztes Mittel", "letzten Endes": ja hier bündeln wir noch einmal unsere letzten Energien, positiv, Übernachtung 300 Euro, bis ...

Helmut am :

Dieses selbstverliebte wiederholen der Zahlen, 700, 700(!) Fachjournalisten, die angeführten Wichtigkeitsspender, Beckenbauer (sic!) - was ein armes Würstel.

Was mich aber wirklich fasziniert hat, ist die Argumentation: Wir bebauen nur 4% der Fläche, der Rest bleibt Landschaft, bleibt Grün. Natürlich nicht wie jetzt, sondern da kommen Parks hin, Golfplätze, und ein Golfplatz ist viel ökologischer als eine Ackerfläche.

Und die ranschmeißerische Verwendung von Buzzwords wie "Community" erst.. Was für ein "Leuchtturm", dieser Kerl.

Jörg Wagemans am :

Endlich, endlich tut sich mal was großes in dieser Region. Wir können nicht immer nur unseren Dornröschen-Schlaf pflegen und immer und immer wieder darüber Beschwerde führen, dass in Nordhessen nichts los ist, sich nichts tut und die Politiker sowieso nicht im Stande sind, etwas zu bewegen. Nun tut sich mal was - eine riesige Chance, die genutzt werden muss!!! Ich habe zumindest das Gefühl, dass die ewigen Nörgler weniger werden. Endlich, sie wachen auf!!!
Sicherlich, ein gewisses Risiko geht man mit einem solchen Projekt ein, aber ohne Risiko wird nie etwas voran gehen. Ohne Risiko würden wir Menschen heute noch Beeren sammeln und hätten noch nie ein Stück Fleisch zwischen den Zähnen gehabt.
Die Welt entwickelt sich und da sollte die Region Nordhessen nicht schläfrig zusehen. Wir müssen mitmachen. Wir müssen auch mal forsch voran gehen.
Ich kann Bürgermeister Heinrich Sattler nur gratulieren, dass er den Mut und auch die Chourage hat, so etwas Einmaliges durchzuziehen. Klasse!!!

Carl-Christian Sumpf am :

P r o j e k t B e b e r b e c k - eine einmalige Chance?

Der Hofgeismarer Bürgermeister Heinrich Sattler ist „nicht aus Spaß und Tollerei“ leidenschaftlicher Verfechter des Projektes Beberbeck, wie er in einem Telefonat versicherte, sondern aus der festen Überzeugung, hier eine einmalige Chance für die Region beim Schopf zu ergreifen.
Den Einwand, dass durch die mit dem Projekt verbundenen Eingriffe in die Landschaft
deren Charakter in unvertretbarer Weis schädigen würden, weist er entschieden zurück.
Vielmehr seien hier in der Vergangenheit gewaltige Veränderungen des ursprünglichen Landschaftscharakters vorgenommen worden. So sei der im Beberbecker Raum einst vorhanden gewesene Hutewald mit seinem großflächigen Baumbestand zugunsten von Ackerland vernichtet. Dann wurden die Ackerflächen zu Weiden eines Gestütes und schließlich wieder zu Ackerland und Viehweiden umgewandelt.
Das jetzige Projekt hingegen ginge - so Sattler - mit einer Renaturierung der Nieme einher, die nun im Rahmen der landschaftlichen Umgestaltung aus ihrem unnatürlichen Zwangsbett wieder in einen natürlichen Bachlauf zurückverlegt werden solle.
Und „was haben Sie gegen Golfplätze?“, deren Planung ich (Sumpf) vor längerem in einem Leserbrief, in Bausch und Bogen mit den übrigen Vorhaben, angeprangert hatte.
Zu Gunsten einer solchen Anlage würde ich meine Einwände gern zurückziehen, wenn auf die geplanten Hotelbauten mit deren luxuriösem Drum und Dran verzichtet würde. Da man aber nicht dazu bereit ist, hier auf Massentourismus zu verzichten, ist nach meiner Einschätzung das gesamte Projekt allein schon aus ökologischen Gründen nicht vertretbar.
Bürgermeister Sattler deutet die Tatsache, dass er bei einer Vorstellung der „Planung Beberbeck“ von keinem der ca. 40 Hotelbetreiber einen Einwand erhielt, als Zustimmung zu dem Konzept. Wenn er sich da man nicht irrt! Vielleicht hatte so viel an den Tag gelegter Optimismus den Anwesenden den Atem verschlagen.
Meine Umfragen bei Hotels und Pensionen in der Region kommen da jedenfalls zu einem ganz anderen, erschütternden Ergebnis: die Belegungen sind stark rückläufig, so dass die auf Fremdenverkehr angewiesenen Hotel- und Pensionsbetreiber vielfach vor dem Aus stehen oder bereits aufgegeben haben, -
Wäre es daher nicht sinnvoller, anstatt mit einem derartigen Tourismusangebot auch noch die letzten Gäste aus den vorhandenen Pensionen abzuziehen, solche Gelder vielmehr in die Infrastruktur des Umfeldes zu investieren, sie also nicht in ein so unvernünftiges und noch dazu in mancher Hinsicht unsicheres Projekt zu stecken?

Carl-Christian Sumpf
Hann. Münden

Carl-Christian Sumpf am :

A n h ö r u n g am 28. Okt. 2008
Bei den Punkten, die bei der für den 28. Oktober geplanten Anhörung im Vordergrund stehen sollen, fehlen ganz wesentliche Aspekte, nämlich:
1.) Die Frage nach den Auswirkungen auf ein "Refugium für Dichter und Maler", das seit eh und jeh im Herzen Deutschlands in einmaliger Weise den Stoff liefert, aus dem die Künstler schöpfen und sich zu ihren Werken inspirieren lassen..
2.) Dieses Herzstück des Reinhardswaldes nahe dem "Dornröschenschloß", dem "Urwald" und seinen Eichenalleen vermittelt seiner Einzigartigkeit wegen den gestreßten Menschen aus nah und fern seelische Geborgenheit, neue Kräfte, inneren Frieden und Heimat in umfassendem Sinne. Will man das alles aufs Spiel setzen?
3.) Auch fragt man sich,ob der von viele Bürgern als letzte Ruhestätte gewählte Friedwald nach Realisierung des Beberbeck-Projektes und den damit verbundwenen Touristikströmen noch die erhoffte Sille und den ersehnten Frieden bieten kann? -
Sind denn die verantwortlichen Planer so verblendet, dass für sie nur noch materialistische Erwägungen Gewicht besitzen?
C.C.Sumpf, Hann.Münden

Dirk Wessels am :

Eine Schade was dort passiert.
Dort möchte sich ein grössenwahnsinniger, kritikresistenter Bürgermeister ein Denkmal setzen und das auf Kosten der Allgemeinheit und der Lebensqualität Selbiger. Man kommt sich vor wie in einer Diktatur!

herwig am :

Immerhin kann man in dieser "Diktatur" noch seine Meinung artikulieren, wie man anhand des Kommentars feststellen darf. Und über die Verwendung solcher Begrifflichkeiten sollte man vielleicht jenseits berechtigter Empörungen über das für und wieder solcher Gegantonomien ernsthafter nachdenken.

Stefan und Tanja am :

Gesunder Menschenverstand statt kalkulierter Fehlplanung!

Stimmt, als Gründe zur Durchführung des Konzeptes werden angeführt:
- Schaffung von Arbeitsplätzen für die Region
- Touristen und Besucher bringen Geld in die Region
- Langfristige Steuereinnahmen für Hofgeismar
- Absatzsteigerung von regionalen Waren und Dienstleistungen

Der psychologische Kniff besteht darin diese Gründe mit der Entscheidung (ob für/gegen das Resort Beberbeck) zu verbinden. "Wollen Sie etwa nicht Arbeitsplätze, Dienstleistungen, Steuereinnahmen usw. wenn Sie gegen das Konzept Beberbeck Resort sind?" Und schon verstimmt jeder Kritiker. Nein - nicht jeder! Natürlich will jeder "etwas Gutes" für die Region. Die Frage ist jedoch "Was?" und "Wie?". Welche Alternativen gibt es? Was ist z.B. mit Konzepten für naturnahen und schonenden Aktiv-Tourismus? Eine Diskussion ohne Alternativen wird in diesem Fall zur politischen Realisierung des Resorts führen. Es müssen alternative Konzepte her, z.B. durch Wettbewerbe oder öfftl. Ausschreibungen. Die Diskussion braucht Alternativen!

Zudem sollte sie auch eine Diskussion um Inhalte, um Werte und Qualitäten sein. Wird eine Sababurg in ihrer authentischen Waldlandschaft nicht eher abgewertet und zu einem künstlichen Ferienpark? Wird historische Kulturlandschaft nicht eher degradiert zum Disney-Freizeitpark? Natürlich ist jede Initiative, die Gutes für die Region erreichen will gut gemeint. Aber das Gegenteil von Gut ist auch oft "gut gemeint"! Wenn ein Ferienresort in Dubai ein Erfolgsmodell ist, dann bedeutet das nicht, dass es in Beberbeck, Hofgeismar zu einem Erfolgsmodell wird. Wer garantiert das? Die Machbarkeitsstudie von ProjektM, die zugleich Partner des federführenden Planungsbüros Krause&Bohne sind? Die Studie der Universität Kassel widerspricht bereits dieser vorliegenden Machbarkeitsstudie. Anscheinend werden auch hier Studien als Instrumente der Täuschung eingesetzt.

Der gesunde Menschenverstand weist zudem darauf hin, dass nahezu alle Funktionsbereiche, die in dem Resort gebündelt werden sollen (Reiten, Schwimmen, Wellness, Golf, Tagen, Essen, Übernachten, Wandern) in der Region bereits vorhanden sind. Gibt es nicht Möglichkeiten die vorhandenen Potentiale besser zu verbinden und die Region im Gesamten zu stärken? Oder ist es tatsächlich besser, vermögende Eliten in abgeschlossene "Erlebnis-Enklaven" zu leiten, in der eine kulturelle Authentizität suggeriert wird? Auch was das "Menschenbild" betrifft, denn sind "Wir" wirklich so langweilig, phantasie- und leidenschaftslos, dass wir uns alljährlich in Erlebnis-Resorts zu "Events", "Bewegung" und "Rekreation" hinreißen lassen, und Verantwortung (auch gesellschaftliche) am Eingangsbereich gegen ein All-Inclusive Bändchen eintauschen?

Martin Reuter am :

Zu meiner Kritik unter:
http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/7476-Methodischer-Groessenwahn-im-Entwicklungsland-Beberbeck.html
wäre mir ein Kommentar auch nicht unrecht...

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