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Neulich beim Krämer...

... Mit der Kauffachfau auf Du und Du?
Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass beim Krämer seltsame Umgangsformen um sich zu greifen scheinen beziehungsweise - Perfekt ist hier angezeigt - schon um sich gegriffen haben?
Folgendes fiel mir schon des Öfteren auf, pflegt mich aber immer wieder aufs Neue zu verwirren...
... und es tut sich auch nicht verändern: Wenn eine der Kauffachfrauen meines kleinen, sympathischen Rundumversorgers eine ihrer Kolleginnen ruft, weil diese etwas richten soll, weil die Kauffachfrau gerade an der Kasse sitzt und ihren Arbeitsplatz nicht verlassen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass der nächste Kunde mit der Kasse durchbrennt, weil beispielsweise so ein Geizhals wie ich an seinem Kassenzettel rumnörgelt und sagt "Das Bio-Gemüse war aber im Angebot" und die Verkaufsfachkraft nun also überprüfen muss, ob das auch stimmt oder ob ich sie einfach nur bescheißen will, dann sagt sie zu ihrer Kollegin, die wir in diesem Beispiel mal Frau Schmidt mit Dee Tee nennen wollen: "Frau Schmidt, kannst du mal beim Bio-Gemüse gucken, ob das schon runtergesetzt ist?"
Noch mal zum Mitschreiben: FRAU SCHMIDT, kannst DU mal... und so weiter. Was will uns diese Form sagen? Einerseits formal mit Nachnamen anfangen und dann vertraut auf Du und Du machen.
Wenn auch Sie das schon mal festgestellt haben sollten, wären wir schon zu zweit und könnten eine Kauffachfrauen-Versteher-Selbsthilfegruppe gründen.
Weitere Anregungen und sachdienliche Hinweise zur Aufklärung dieses Rätsel bitte unter der Kommentarfunktion. Danke.


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Kommentare

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Joachim Klöckner am :

Hallo Klaus, vor ein paar Tagen in einem innerstädtischen Bekleidungshaus an der Kasse: Ich stutzte über die gleiche Ausdrucksweise. Werde das nächste mal nachfragen. (Tatort kann bei mir nachgefragt werden.) Joachim

Klaus am :

... na dann scheine ich ja doch nicht der einzige zu sein...

Wolfgang am :

Scheint weit verbreitet zu sein, hab ich auch schon so gehört. Mein Erklärungsversuch: Ihr nörglerischen und potentiell diebischen, in jedem Falle aber triebhaften Typen sollt nicht auch noch den Vornamen der wahrscheinlich ganz passabel aussehenden Frau SchmiDT erfahren.

martina am :

gegen die Wendung "passabel aussehend" lege ich schärfsten Protest ein.

klaus am :

Frau Martina, wie wäre das genderpolitisch und überhaupt denn von Mann korrekt zu formulieren, damit es maximal gesalzenen Protest hervorriefe?

martina am :

"eventuell sogar attraktiv oder geil aussehenden ..." usw.

klaus am :

... so was dürften wir tatsächlich sprechen? Bin begeistert.

klaus am :

... ham die das dann auf einem überbetrieblichen feministischen Selbstbehauptungskurs für Verkaufsfachpersonal gelernt, wenn es nicht nur bei meinem Krämer so ist?

Martin Reuter am :

Mann, geh auf die Geschlechterhätschlefarm und lass Dir die gewünschte Imago einschließlich Handlungsdesign verpassen!
Die Anrede war einfach korrekt. Sie wählte weise zwischen persönlichen und unpersönlichen Elementen. Na und?

roland am :

maddin,
Sie haben völlig recht. die damen reden sich so an, solange ich denken kann.

Aber schön, dass der Mamfred Schaake mal drüber spricht.

Klaus am :

Herr Roland, nicht Mamfred sondern Klaus. K-L-A-U-S. Der Mamfred ist wohl bei der journalistischen Speerspitze des investigativen Journalismus beschäftigt und wurde schon ein ums andere Mal mit meiner Wenigkeit verwechselt.

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