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Noebels Bierdeckelkolumne

Documenta - 12 Erkenntnisse (fünftens)
Fantasie, Fantadu, jetzt ich. Blick auf den Schloßhügel. Was sollen eigentlich diese kümmerlichen und schlecht versorgten Lauch- und Schlottenbeete in Hanglage? Wie ich den Laden kenne: ein politisch motiviertes Kunstwerk. Will hier der gichtgeplagte Kleingärtner und Rentner Egon S. aus K. auf seine prekäre Lage hinweisen? Mühsal kontra Prunk? Den Weg zwischen Schloß und Hang geschickt als natürliche Grenze zwischen arm und reich ausnutzend? Oder prangert er mithilfe einer verzwickten Bildkomposition den durch den Kapitalismus verursachten Rückgang der Laucharten-Vielfalt an und die damit unweigerlich einhergehende, direkt proportionale Abnahme der Nachbarschaftshilfe? Erfunden? Nein, nein! Und was würde uns noch alles einfallen, wenn wir nur ordentlich brain-storming betrieben oder darauf acht gäben, wie sich alles von selbst erklärt.
Andererseits kann man natürlich auch gleich auf gut informierte HNA-Mitarbeiter zurückgreifen, z.B. Stefan Voswinkel, der mir über Sakarins Reisfeld (in der HNA-Serie "Mein Lieblings-Kunstwerk", 28.07.07) aber so was von hallo die Augen geöffnet hat, dass mich sofort die militante Augenwischerei befiel. War ich vorher blind?
Nö! Eben nicht.

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