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Noebels Bierdeckelkolumne

Documenta, 12 Erkenntnisse (die ersten drei)
Die freundlichen, kleinen Lippen unter Kassels zur Zeit berühmtestem österreichischen Menjoubärtchen der Welt gaben just am Tage der Eröffnung u.a. folgenden Satz von sich: Ich bin noch nicht fertig mit der Documenta.
Hey, ich auch nicht! Ich habe noch nicht mal eine Eintrittskarte und suche schon nach dem roten Faden. Der Anfang der Breitscheidstraße zum Beispiel, sieht genauso aus wie die Baustelle unterm Schloß, nur flacher: die Migration der Formen, gell? Mehrfach habe ich inzwischen nachgeschaut, ob dort gesät oder gepflanzt wird. Zuckerrohr wär nicht übel.
Auch die Idee mit der Selbstbespiegelung im Eingang zum Fridericianum hat irgendwas. Damit ich mich dort nicht völlig unbeholfen bewege, wenn ich mal vorbeikomme, übe ich morgens vorm Spiegel. Dabei ist mir, der sich modern dünkt, klar geworden, dass das, was ich dort sehe, nichts weiter ist als meine eigene Antike. Genial! Irgendwann müssen sie mir mal verraten, wie sie darauf gekommen sind (resp. ihre Co-Kuratorin). Echt gespannt, ihr heimlicher Verehrer: Nö.

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Kommentare

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wirsinds am :

... müssen ergänzen, dass der R.M. Buergel uns mit seinen 'Verstehensirritaionen' ganz schwummerig macht - ist gut, dass es Ihnen, NÖ, auch ein wenig so ergeht!

Martin Reuter am :

Nur nicht so geheimnisvoll, das lässt sich doch alles nachlesen, z.B. das mit der Antike und der Moderne (17. Jh., Frankreich). Oder das mit "Was tun?" Da gibt es auch Übersetzungen von. Nur Journalisten können da ratlos reagieren oder Leute mit nicht genügend "Bildung", "Wissen", "Öffentlichkeit" und Weltkompositionsinvestitionsinteressen.

Gerald Noebel am :

Ach, wie ich sie liebe, diese Besser- und Bescheidwisser mit ihren Erstens-, Zweitens-, Drittens- Kommentaren, die morgens ihr Brötchen nur dann essen, wenn es sich an einen post-foucault'schen Diskurs andocken lässt, weil sonst schmeckt's nicht. Weiter so, geht doch. Nö!

Martin Reuter am :

wqenn man was weiß, ist es nicht gleich besser- oder bescheid-. ist nur Wissen. Das sollte es geben dürfen, auch für die Zornigen.

nora von der decken am :

wer meint was zu wissen hatte wohl zu viel zeit zum lesen und zu wenig zum kochen - der hat schon mal schlechte karten im wettbewerb.

nora von der decken am :

ach ich liebe sie auch so richtig schrecklich leidenschaftlich - so doll e das es sich schon zu einer im alltag mitschwingenden grundwut angesammelt hat. wenn ich dann im documentagetümmel irgendwelchen schlauen herrleins, in der schlange stehend, zuhören muss, welche auf irgendwelche staunenden frolleins einreden bis denen das ohr blutet, dann möchte ich einen wettbewerb ausrufen: wer ist der größte kunstkenner im kasselstädtchen. und der sieger erhält einen goldenen kochlöffel damit er es dann sinnlch nachvollziehbar für alle beweisen kann. schmecken kann ja wohl jeder da gibts nichts zu deuteln.

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