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Nordhessisches Wissensmanagement-Forum

„Wissen ist Markt“ – Das nordhessische Wissensmanagement-Forum
21. September 2006 ab 18:00 Uhr im Großen Sitzungssaal der IHK Kassel
Wissen ist die bedeutendste unternehmerische Ressource des 21. Jahrhunderts. Sowohl am Markt etablierte, als auch neu gegründete Unternehmen sichern sich Wettbewerbsvorteile für Produkte, Prozesse und Dienstleistungen durch den gezielten Umgang mit Wissen. Am 21. September präsentieren nordhessische Unternehmen ihre Ansätze, Erfolge und Erfahrungen, das im Unternehmen vorhandene Wissen effizienter zu nutzen. Die bei den Initiatoren angesammelte Kompetenz im Umgang und der verbesserten Nutzung der Ressource Wissen soll auch anderen Unternehmen der Region zugute kommen und den weiteren Austausch anregen. „Wissen ist Markt“ ist die Auftaktveranstaltung des neu gegründeten Netzwerkes zum Wissensmanagement in Nordhessen.
Ob man eine verbesserte Dokumentation entwickeln, das Lernen aller Mitarbeiter fördern möchten, Erfahrungen von Kollegen nutzen oder eine strukturierte Kompetenzentwicklung anstreben: Das Lernen aus den im Unternehmen vorhandenen Erfahrungen, vom Kunden, Partnern oder dem Markt bleibt Wissensressource Nummer eins. Die zunehmende Spezialisierung von Unternehmen und ihre Konzentration auf Kernkompetenzen setzt vielfach eine Kooperation mit anderen Unternehmen und Institutionen voraus, um Kunden umfangreiche Leistungen anzubieten. Eine Region ist das am Besten geeignete Umfeld, um derartige Kooperationen anzustoßen: Durch die räumliche Nähe der Unternehmen und die persönlichen Kontakte kann Wissen effektiv „ins Fließen“ gebracht werden.

Drei Projekte stellen Erfahrungen vor
Drei nordhessische Projekte haben Fragen rund um das unternehmerische Wissen Raum gegeben und sich mit unterschiedlichen Ansätzen und Schwerpunkten bereits intensiv damit beschäftigt, wie das im Unternehmen vorhandene Ressource „Wissen“ effektiv nutzbar gemacht werden kann. Diese drei Projekte stellen sich am 21. September 2006 in der IHK Kassel vor:
Die Entwicklung einer wertschätzenden und kooperativen Unternehmenskultur als Grundlage für Innovationsprozesse steht im Mittelpunkt des unternehmerischen Handels der SMA Technologie AG. Dr. Mike Meinhardt, Wissensmanager im Niestetaler Solartechnikunternehmen stellt die kooperative Unternehmensführung als grundlegendes Erfolgsrezept vor.
Das Thema Erfahrungs- und Wissenstransfer durch Kommunikation ist der Schwerpunkt des vom Land Hessen geförderten EU-Projektes „KMU-Wissen II“ zwischen dem Transferzentrum der Uni Kassel, der OctaMedia GmbH und zehn nordhessischen Unternehmen. Herr Carsten Seeger, Geschäftsführer der SRE Elektrotechnik GmbH wird darüber referieren, wie sein Unternehmen Wissensmanagementmethoden und Kommunikationsplattformen einsetzt, um kommunikative Abläufe nachhaltig zu optimieren.
Bei der Kooperation des Fuldabrücker Automobilzulieferers TI Automotive GmbH mit dem Fachgebiet Innovations- und Technologiemanagement der Universität Kassel und der XPECT Media Communications GmbH stehen ganzheitliche Wissensmanagement-Prozesse für die konkrete Produktentwicklung im Vordergrund der Zusammenarbeit, die Herr Dietmar Böttner in seinem Vortrag skizziert. Die Bedeutung von Wissen als Hebel für die regionale Entwicklung wird Herr Prof. Günter Koch von der Donau-Universität Wien in seinem Einführungsvortrag herausstellen. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Michael Raschbichler vom Wirtschaftsclub Kassel.

Wissensmanagement soll regionalen Unternehmensstandort sichern helfen
Trotz unterschiedlicher Ansätze ist allen Projekten die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Unternehmensstandortes ein Anliegen. Sie möchten die Region Nordhessen zur „Wissenslandschaft“ machen. Mit Unterstützung des Regionalmanagements Nordhessen haben die verschiedenen Projektteilnehmer ein Netzwerk als beteiligungsoffenes Forum gegründet, dass zum Mitmachen einlädt. Ziel des Netzwerkes ist der Austausch von Erfahrungen im Dialog zwischen Unternehmen, die Beantwortung ihrer Fragen und das Aufzeigen von neuen Lösungen für den Umgang mit Wissen. Gemeinsam soll also neben der verkehrlichen Mobilität auch eine Mobilität des Wissens in Nordhessen etabliert werden.

Weitere Informationen:
Karsten Busch, Regionalmanagement Nordhe
ssen GmbH, Tel. 0561/97062-19 oder eMail busch@regionnordhessen.de

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Kommentare

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MR am :

"Wissen" kann nicht marktfähig sein, weil es "nicht eigentumsfähig ist". (Niklas Luhmann, Ökologie des Nichtwissens, in: "Beobachtungen der Moderne".

helmut am :

patentierung (der gensequenzen) von organismen stellt den vorläufigen höhepunkt des prozesses dar, die verwirtschaftlichung auszudehnen in bereiche, die bislang eben nicht dem handel zugeschlagen waren.

die benutzung des begriffs "ressource" für wissen versucht hier eine gleichsetzung mit anderen produktivfaktoren wie energie, kapital und boden, und legt die möglichkeit eines eigentums an wissen zwingend nahe.

softwarepatentierung ist in einem anderen bereich ein vergleichbarer vorgang, bei dem (häufig triviale) bruchstücke von programmen patentiert werden, um marktpositionen zu festigen oder zu monopolisieren.

gegenströmungen betrachten den begriff der "wissensallmende" als wesentlich zukunftsträchtiger. ach, und wie war das mit dem satz: "forschung und lehre sind frei"?

wissensmanagement ist nicht ganz das selbe thema, und im zusammenhang mit qualitätssicherung auf jeden fall ein bereich, der m.e. für eine positive entwicklung wünschenswert ist.

Schaake am :

Vielen Dank für die Anregungen. Klaus Schaake

MR am :

Dear helmut, es liegt in den feinen Unterschieden. Dieser perfekte Selbstbewerbungstext für „Wissen ist Markt“ setzt „Wissen“ mit dem „gezielten Umgang mit Wissen“, seiner „verbesserten Nutzung“ als „Ressource“ und dem „unternehmerischen Wissen“ gleich. Ich bitte dann doch, die PR-Normalform (vulgo Reklamegeschwätz und Metaphernsuff, vgl.: „Wissenslandschaft“) und ein genaueres Verständnis von Begriff und Sache voneinander zu unterscheiden.
Die von Dir angeführten Beispiele stammen in der Tat allesamt aus dem „gezielten Umgang“ zu ganz bestimmten (unternehmerischen, d.h. kapitalbildenden bzw. -vermehrenden) Zwecken, die manche als menschheitstragend, andere als borniert und zerstörerisch bezeichnen. Hier soll Gemeineigentum (etwa an ‚Natur’, Pflanzen, Luft, Wasser, aber auch technisches common knowledge) gezielt in Privateigentum überführt werden.
Wer sich die Reduktion von „Wissen“ auf in diesem Sinne verwertbares Wissen aufzwingen lässt („legt zwingend nahe“), hat verloren. Wissen ist etwas Umfang-reicheres – da kann man nicht einfach nachgraben und zu Tage fördern. (Auch nicht mit „Wissensmanagement“, denn hier geht es ja nur darum, „das im Unternehmen vorhandene Wissen effizienter zu nutzen“. Und was ist mit dem nicht vorhandenen?)
Damit Du nicht zu viel seufzen musst – „ach“…

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