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"Und dann kam der neue Vermieter..."


Vortrag Andrej Holm zum Thema "Gentrifizierung" herunterladen

Andrej Holm, Stadtsoziologe aus Berlin, bei seinem Vortrag im Stadtteilzentrum Vorderer Westen
Ob "energetische Sanierung als Instrument der Verdrängung", "Verdrängungsdruck und Eigentümerwillkür gegen Bestandsmieter/innen" oder "Abriss preiswerter Wohnungen für Luxusneubauten", wie Andrej Holm auf den Folien seiner Präsentation schrieb: Den Satz "Und dann kam der neue Vermieter..." hörte und hört der Stadtsoziologe, der seit Anfang der 1990er-Jahre Begleiter und Berater von vielen Mieter- und Stadtteilinitiativen war, in seiner Arbeit immer wieder.
Auf Einlandung von Kassel West e.V. machte der Stadtentwicklungsexperte Station in Kassel und sprach zum Thema "Gentrifizierung".
kassel-zeitung dokumentiert den am 14. Februar 2018 im Stadtteilzentrum Vorderer Westen gehaltenen Vortrag.
Ab Sekunde 35 startet die Begrüßung durch Andreas Schmitz, Vorstand Kassel West e.V., ab ca. 3 Minuten, 18 Sekunden spricht Prof. Hermann Bullinger, ebenfalls Kassel West e.V., ab ca. 11 Minuten, 12 Sekunden startet der Andrej Holms Vortrag.

Zwei der Folien aus dem Vortrag:

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Kommentare

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Gertrud am :

Danke Klaus für die interessante Aufnahme. Die Berliner Luft scheint nicht so dick wie die Kasseler zu sein. Was in der Goethestr. geschieht, der Leerstand in der Lasallestr. und am Bebelplatz ist ein Beispiel für die Gentrifizierung. Mit was können die widerständigen Mieter unterstützt werden; in der Lasallestr. ist das leider nicht mehr möglich, da wohnt nur noch ein Hausmeister und das Haus verfällt. Allerdings gibt es auch da noch ehemalige Mieter, die versuchen, die Stadt auf den Leerstand aufmerksam zu machen. Bisher ohne Erfolg.

Marlis Cavallaro am :

Dass das Monster Gentrifizierung auch in "Hometown" Kassel ankommen würde, konnte ich mir vor Jahren nicht vorstellen. Früher sah es vom Frankfurter Nordend, das schon im Würgegriff war, her gesehen so aus, als bliebe Kassel eine für Haie unattraktive und Fresslust verderbende Beute ("arm und unsexy"), weil es nach der Wende noch länger - obwohl nicht mehr "Zonenrand" - außerhalb der documenta-Jahre den Ruch von "Provinz", "Hessisch Sibirien" und "Hauptbahnhof Kassel - kannste vergessen" hatte. (Letzteres mährte Rolf Schwendter, R.I.P., in einem seiner Trommel-Songs - ach nee, bei ihm als Wiener war's nicht Mähren, sondern 'Schmäh').
Zugleich ärgerte ich mich Jahrzehnte lang im südhessischen Exil, dass - wie ich es empfand - Kassel "diffamiert" wurde, seine meiner Meinung nach existierenden großen Schönheiten nicht wahrgenommen wurden, das südhessische Durch-die-Nase-"Gebabbel" für den von allen Hessen geschnuddelten Dialekt gehalten wurde...Im Fernsehspiel "Der Winter, der ein Sommer war", bei dem Vieles in nordhessischer Landschaft gefilmt wurde und bei dem es vorwiegend um nordhessische Leute ging, ließ man sogar zu meiner lokalpatriotischen Empörung Einheimische Südhessisch reden!
Ich wünschte mir also, es war einmal, für Kassel mehr Beachtung und Anerkennung. Nun haben wir den Salat: seit ein paar Jahren "Le Mani sulla città" (1) auch hier. Da die Zeiten vorbei sind, wo das Wünschen noch geholfen hat, bin ich aber nicht schuld dran, dass die den Blick nach hier gerichtet haben.
Noch können Investoren die einmalige Blickachse (Kasseler Alleinstellungsmerkmal) von der Treppenstraße über den Friedrichsplatz in die offene Landschaft nicht gentrifizieren und für das ab Scheidemannplatz bergab Flanieren Eintritt verlangen.
Doch wer weiß, was sich Kommunalpolitiker alles so an joint-ventures und Public-Private-Ownerships einfallen lassen könnten...

(1) gesprochen: le maaani sulla tschittaah - Hände über der Stadt, berühmter italienisch-französischer SW-Film von 1963 über verbrecherische Grundstücksspekulation und ihre Folgen für die Menschen in Neapel

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