Skip to content

Neulich am beschneiten Bebelplatz

Vom Tannenbaum, dem Kind und dem Torso
Das Fenster im ersten Stock öffnet sich und heraus fliegt ein dürrer Weihnachtsbaum. Das Mädchen, das gerade mit der Schneeschippe den Gehsteig entlangfährt, packt den Baum und zieht ihn schlangeförmig durch den Schnee zum Kirchweg und wieder zurück zur Lasallestraße. Es betrachtet das Muster, packt die Schneeschaufel und schiebt Schnee auf einen Haufen. Drei Erwachsene stehen um sie herum und diskutieren, ob der Schnee den Baum halten kann oder nicht, während das Kind ihn weiter zusammenschiebt. Alle Erwachsenen treten den Schnee um das Bäumchen fest. Der Baum fällt um. Erneut sammelt das Kind Schnee ein, der Baum bleibt stehen. Einer singt „Stille Nacht, heilige Nacht“. Das Kind möchte den Baum schmücken und ruft in den Hausflur: „Oma, hast Du was für den Baum?“ Es stellt sich Pakete, Kerzen und Baumschmuck vor. Eine Frau bringt ihm eine rote Christbaumkugel, ein Bub eine goldene Papierkette.
Zwei Stunden später liegt der Baum auf dem Bürgersteig, Splitter der roten Christbaumkugel sind unter dem rieselnden Schnee noch zu erkennen.
Einen Tag später steht der Baum wieder an seinem Ort vor der Bushaltestelle, daneben noch eine kleine Frauenbüste mit Schutzwall.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

BBCode-Formatierung erlaubt
Formular-Optionen