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GREG TROOPER - Upside-Down Town

Es gibt sie, diese Menschen, denen man alles zutraut, nur eben nicht das, was sie tatsächlich tun. Woran liegt das? Nun wer mit sich selber ehrlich ist, wird entdecken, das es immer wieder nur die eigenen Vorstellungen und (Vor-) Urteile sind, die den offenen Blick auf den Menschen gegenüber blockieren. Dieses Phänomen trifft leider bislang auch auf diesen Musiker zu. Und ebenso ist es auch in seinem Fall völlig zu Unrecht, denn wenn einer Klasse hat, dann ist es Greg Trooper!
So lässt sich in der Szene der Rezensenten und Musikfachleute, seit geraumer Zeit eine positive Kritik nach der anderen über Greg Trooper lesen und doch ist er weiterhin noch nahezu unbekannt. Und dabei wird er mit absoluten Größen des Americana und der Singer/Songwriter verglichen; auch weil er schon mit und für eine ganze Reihe von ihnen gearbeitet hat. Daher kommt in vielen dieser Artikeln oft eines zu kurz: Greg Trooper.

Dieser Kerl macht eben nicht das ganz laute Geschrei, kein dauerhaftes Geklapper in eigener Sache oder wendet grade das Untere nach oben, nur um aufzufallen. Nein, Mister Trooper macht einfach tolle Musik. Weder ist seine Stimme "der Hammer", noch sind seine Qualitäten auf der Gitarre phänomenal. Nein, er hat einfach dieses absolut sichere Gespür für die kleinen Notwendigkeiten! Das bringt er mit einer Handvoll Freunde auf ausgesprochen harmonische Weise zum Klingen und, und auch darin liegt eine unvergleichliche Stärke dieses Typen, mit Texten voll Blut und Seele.

Und was mit der Combo authentisch und erfrischend ist, dass kann er gleichfalls ganz alleine auf jeder Bühne der Welt zeigen. Hier ein Beispiel aus einem kleinen amerikanischen Radiosender, They Call Me Hank, über diesen glücklosen Underdog, der täglich auf's Neue nach dem kleinen Glück fischt.




Es ist riesig, das dieser Mann das Lächeln nicht verlernt hat und immer wieder mit frischem Mut ein wenig Leichtigkeit und Klarheit in die Schwere und Trübsal des unaufhörlich weiter treibenden way-of-life bringt. 12 Titel hat der dafür eingespielt, die manchmal etwas country-like daherkommen (Second Wind) oder auch straighten Americana-Rock bieten (Nobody In The Whole Wide World). Dem Ohr bleibt neben Trooper selber wohl am ehesten Kevin McKendrees Piano und Hammond B3 Orgel im Ohr. So gibt es gute 47 Minuten Unterhaltung. Wer unbedingt eine Nummer zum ersten Anspielen haben möchte, dem sei Just One Hand ans Herz gelegt. Abgesehen von der trefflich originellen Akkordeon-Begleitung, gibt es auch diese überzeugenden Zeilen der Reflektion zu hören:
"Sometimes you were wrong,
sometimes you were wrong,
sometimes you were wrong,
wrong about me"
Aber, wie schon gesagt, dieser Herr hat ein wirklich gutes Herz und so entlässt er uns auch nicht mit Zweifeln, sondern legt noch einmal sehr überzeugend dar, was Sache ist: Everything Will Be Just Fine. Das hat ihm auch das Publikum im angebotenen Video mit viel Applaus abgenommen.



Fazit: es ist wieder einmal höchst lohnend, über den eigenen Schatten zu springen. Licht scheint nicht immer nur von der Sonne! (Blue Rose Records)


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