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Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Neulich sah ich auf ZDF einen Film aus der Serie PATER BROWN. Solides englisches Handwerk. Der Kommissar ließ einen Verdächtigen festnehmen, und als dieser abgeführt wurde, rief der Polizist ihm hinterher: "Was Sie von jetzt an sagen, kann gegen Sie verwendet werden!" Ich glaube, man nennt es: den Verdächtigen auf seine Rechte hinweisen. Was demokratischen Gepflogenheiten entspricht, Hegel würde sagen, Gepflogenheiten des modernen Staates, das gilt noch lange nicht beim MDK. Dort müsste es heißen: "Wie Sie sich bewegen, kann gegen Sie verwendet werden!" Der Gutachter vom MDK aber ist hinterhältig, er erklärt dem Patienten nicht die Bedeutung seiner Bewegungen. Ist dieser noch in  der Lage, sich zum Beispiel an den Hintern zu fassen ("don't make a false move"), erfährt er später aus dem schriftlichen Gutachten, dass er der Gearschte ist...

Mattias Berninger: Ein GRÜNER aus Ahnatal steigt zum Cheflobbyisten bei der frisch mit Monsanto fusionierten BAYER AG auf

Was für eine Geschichte! Zum Weinen schön! Fast so rührend wie das Tellerwäscher-Märchen: Ein kleiner, dörflicher Kommunalpolitiker aus Ahnatal, diesem kleinen Weiler hinterm Wald, am Nordwestrand des Oberzentrums Kassel, wird zum Chef-Lobbyisten der Bayer AG, die just in 2018 Monsanto incl. Glyphosat-Geschäft geschluckt und sich damit zum größten Agro-Chemie-Konzern der Welt aufgeschwungen hat. Einfach phantastisch! Ob Matthias Berninger (MB) früher vielleicht tatsächlich mal grün angehaucht war, spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Nun wird sich also MB zukünftig statt um das zuckersüße Geschäft von Mars Incorporated um das des Chemiegiganten Bayer kümmern. Er wird also den EU Abgeordneten – auch den dortigen Grünen – auf die Pelle rücken und ihnen einreden wollen, wie gesund und gut Glyphosat für die Umwelt und die Bayer-Bilanz ist. Was er dann dort machen wird, hat also gar nichts mit Bayer Leverkusen und dem Fußball zu tun, er wird auch Rudi Völler nicht unter die Arme greifen, nein, er wird vielmehr und ausschließlich versuchen, den Aktionären des Chemiegiganten Bayer Glücksgefühle mit steigenden Aktienkursen zu verschaffen. Dafür brauchen solche großen Unternehmen heute tüchtige Lobbyisten. Das wissen wir alle nur zu gut. Das Insektensterben und die vielen bei der Anwendung von Glyphosat, Round up etc. inzwischen Erkrankten werden MB nicht aufhalten: So jemand wie MB lässt sich von gar nichts auf seinem Weg nach oben aufhalten.
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Britisches Theater

Grotesk erscheinen die Varianten, welche eine ehemalige See- und Großmacht für ihren Hochmut und die Bereitsamkeit, sich aus einem gemeinsamen Kulturraum zu trennen und zu bezahlen bereit ist.
Ich kenne wenige Aufklärungen darüber, um welche Kohle es letztlich geht. Sollen doch alle, die in Europa aus einer kreativen Gemeinsamkeit verschwinden möchten, verschwinden.
Ein Trauerspiel der europäischen Aufklärung.

Werner Kleinkauf – ein Pionier der Energiewende vollendet 80. Lebensjahr

(Dokumentation Presssemeldung Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE ) Die Anfänge der heutigen Energiewende liegen über 40 Jahre zurück. Einer der Pioniere ist Prof. Dr. Werner Kleinkauf, der Anfang der 70er Jahre bei der DLR mit der Forschung und Entwicklung zur Nutzung der erneuerbaren Energien begann und ab 1976 an der Universität Kassel fortsetzte, 1981 Mitbegründer der heutigen SMA Solar Technology AG und 1988 Gründer des heutigen Fraunhofer IEE war. Als einer der ersten erkannte er die Bedeutung der Systemforschung für eine stabile und sichere Stromversorgung mit Wind- und Solarenergie und zitierte dafür immer wieder den griechischen Philosophen Aristoteles: »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«. Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit waren Regelungstechnik, Leistungselektronik, Stromrichtertechnik und Energiesystemtechnik. >>weiterlesen

Eine Gänsehirtin, die nicht nur durch Gesang den Grafen bezaubert

Das Märchen der Gebrüder Grimm kennt meine Sitznachbarin nicht. Sie stammt aus Steinau, dort haben die Grimms ihre Jugend verbracht. Und dort ist sie als Kind jeden Samstag ins Grimmschen Marionettentheater gegangen, sie ist also "vorbelastet". Die Texte kennt sie in und auswendig, nur die Gänsehirtin eben nicht. Die Kinder aus Syrien, Iran und Irak kommen aus Rothenditmold. "Der wohnt im anderen Haus, nur gerade eine Straße ist zwischen uns", sagt ein schmaler Junge, der seit 9 Monaten in Deutschland lebt. Sie sprechen erstaunlich gut Deutsch. Wir führen eine kleine Debatte, wer mit wem welche Sprache sprechen kann und dass der Junge mit dem blauen Kapuzenpulli nervt. "Und wie findet Ihr das Stück?", frage ich in der Pause. "Toll," ist die Antwort. Das glaube ich ihnen, sie sitzen nämlich die eineinhalb Stunden erstaunlich still, nur beim unvermeidlichen Kuss am Ende werden sie unruhig und kichern. "Eine Gänsehirtin, die nicht nur durch Gesang den Grafen bezaubert" vollständig lesen

Gebaut, um den Atem zu rauben

Wären die BMW’s bzw. ihre Abgase nicht so ungesund (wie die der Autos der anderen Konzerne auch), wär’s zum Lachen: Das ganze seit vielen Jahren andauernde Diesel-Theater und das Ringen um bessere Atem-Luft von Millionen, Atem-Luft, die wir alle bekanntlich nicht nur zum Atmen, vielmehr zum Leben und zum Gesundbleiben dringend brauchen, insbesondere in den großen Städten und Ballungsräumen, wird durch den Slogan für die neue 8er Serie von BMW knackig auf den Punkt gebracht: Gebaut, um den Atem zu rauben! Gekonnter kann man es wirklich nicht ausdrücken! "Gebaut, um den Atem zu rauben" vollständig lesen

"Ins Unreine"....schreiben, sprechen, langsam, schnell?

Ein Notizbüchlein, ein hübsches Weihnachtsgeschenk meiner schönen Tochter, das kostbar wirkt, ein Kugelschreiber, der ebenso chic daherkommt, verleiten mich zu dem Gefühl, ich dürfe keinesfalls unausgegorene, unkostbare lumpige Erstgedanken hinein notieren (oder gar kritzeln).
Früher nannte es sich „ins Unreine schreiben“, wenn erste Notizen unbearbeitet aus der „Feder„ flossen. Und einem mit erlesenem Design sich schmückenden Büchlein sollte ich Unreines zumuten? – pfui, nein!
Da fielen mir Klaus Baums Bemerkungen zu Schreiben, Lesen, Hören, Langsamkeit ein…..
Man könnte die Menschen, die allesamt gewiss nach vielen Gesichtspunkten sehr verschieden sind....
auch danach unterscheiden,

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Städtebaulicher Bullshit im Herz des Vorderen Westens: mitten im Vorzeigeprojekt Goethestraße!

Nun ist es so weit: Jeder kann sich anschauen, dass den Planern des Landes bzw. denen des Justizministeriums und den Verantwortlichen der Stadt - Letztere, weil sie es nicht verhindert haben - tatsächlich nichts Besseres eingefallen ist als der befürchtete, beschissene, asphaltierte und vollkommen kahle Parkplatz – mitten im Herzen des Vorderen Westens! Ich habe es kommen sehen und muss nun, zu meinem Bedauern, feststellen, mit meinen Befürchtungen richtig gelegen zu haben… Wer will, kann sich das hier in der Kassel-Zeitung

http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/16306-Wichtige-Staedtebauprojekte-Wann-endlich-emanzipiert-sich-die-Stadt-dem-Land-gegenueber.html

und/oder hier, auf der Seite 6 der Ausgabe Nr. 23 der Kasseler Linkszeitung…

https://kasseler-linke.de/images/stories/pdf/linKSzeitung_23.pdf

gerne noch mal ansehen…
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Freisprechanlage: Traumatisiert

Doris Wettlaufer arbeitet seit einem Jahr therapeutisch mit Geflüchteten, die Dinge erlebt haben, die sie und andere nicht ertragen können. Wir sprechen mit ihr über ihre Arbeit und über die Situation der Menschen, die zu ihr kommen.
Freisprechanlage am Sonntag, 6. Januar 2019, 18.00 im Freien Radio,
UKW 105,8 MH, Kabel 97,8. Wiederholung Montag um 10.00.

Vorteile

Das Schreiben hat im Vergleich zum Sprechen folgenden Vorteil: Man kann langsam schreiben, man kann das Geschriebene korrigieren, ändern, verbessern. Man sieht ihm nicht an, wie lange man am Text gesessen hat. Der Flotte kann rasch ihn lesen. Spricht aber einer langsam, bedächtig, muss der Hörende Geduld aufbringen, sich dem Tempo des Redenden fügen oder sich die Ohren zuhalten.

Eine bräsige SPD - Eine Weigerung, die tief blicken lässt

Der Zweckverband Raum Kassel (ZRK)*, von dessen Wirken fast niemand Kenntnis nimmt und der dennoch eine bedeutende Organisation ist mit durchaus wichtigen, entwicklungsplanerischen Aufgaben in Kassel und seinem „Speckgürtel“: Dieser Verband regelt und bearbeitet im Wesentlichen die Flächennutzungsplanung nach dem Baugesetzbuch, nach § 5 ff. Er bestimmt also darüber, wie und wofür hier in Kassel und den direkt angrenzenden Umlandgemeinden Flächen genutzt werden: Für Wohnen, Gewerbe, Verkehr etc. Dass solche Entscheidungen für die Ökonomie und die Ökologie einer Region von großer Bedeutung sind, muss nicht näher erläutert werden.

In der letzten Verbandsversammlung des ZRK des Jahres 2018, am 5. Dezember 2018, gab es einen Konflikt darum - eigentlich eine Bagatelle bzw. parlamentarische Selbstverständlichkeit – ob der Ausschussvorsitzende, in diesem Fall ist das der Kollege Zeidler von der SPD gewesen, einen kurzen Bericht über die vorbereitende Sitzung des Planungsausschusses, die eine Woche zuvor stattgefunden hatte, in der Verbandsversammlung vorträgt. So ein Vortrag bzw. so eine kurze Zusammenfassung stärkt die Bedeutung der Ausschüsse und es müssen dann in der Verbandsversammlung auch nicht mehr alle Debatten und Argumente wiederholt werden. Genau dafür hat man solche Ausschüsse. Aber für die über Jahrzehnte in diesem Gremium den Ton angebende SPD war das auf einmal wohl nicht mehr selbstverständlich. Herr Zeidler hatte seine Unterlagen gar nicht dabei, seine Erinnerungen anscheinend aber auch nicht und so wollte er der guten Praxis plötzlich nicht mehr folgen. Er ließ sich dann lediglich von einem ZRK-Mitarbeiter die Liste mit den Tagesordnungspunkten und die dazugehörigen Abstimmungsergebnisse geben. Die hat er dann kommentarlos verlesen.

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Glaubensentzweiungen

Das "Fest" bietet nicht nur Anlass zu gutgläubigen, verlogenen bzw. uniformierten Sülz-Botschaften, sondern medial auch erstaunlichen Nachrichten zur religiösen Splitterbildung im Namen der angeblich gleichen Botschaft. Wer würde sonst von Jesiden (s. Karl May) oder Drusen erfahren können?
Ich halte mich zunächst mal an die "mosaische Unterscheidung" (Jan Assmann). Hier kommt die Unterscheidung zwischen Gläubigen und Ungläubigen zum ersten und zum zweiten Mal ins Spiel. Diese Unterscheidung ist letztlich blutig.
Es will und kann mir nicht einleuchten, dass es - im Sinne der europäischen Aufklärung - keine gegenseitige Entwaffnung geben können sollte. Palästina ist doch ein Vielvölkerland mit jahrhundertealter Besatzungstradition. Gott hat hier mal versagt, indem er ein auserwähltes Volk adressiert hat. Hätte er es nicht beiden versprechen können?

Verduftete Religion

Wer sich entschlossen hat, die üblichen Feiern zu meiden und die sog. Feiertage öfters mal am TV zu verbringen, ist doch wirklich erstaunt, wie viel Kulturschrott sich hier angesammelt hat. Außer dem üblichen Don Camillo und einem vestümmelten Karl May kriegt man ja nicht einmal einen gescheiten Film zu sehen!
Hier ist, mal abgesehen von Trump, der Untergang des Abendlandes greifbar nah.

Das Gegenteil von einem launigen Rückblick auf die Arbeit des Naturschutzbeirates des Landkreises Kassel…

Vielmehr wollen wir all denen, die sich um die Umwelt sorgen demonstrieren, was unser kleiner Beirat so macht, um das Bedrohliche um uns rum zum Besseren zu wenden. Im Kleinen sozusagen und mit viel Arbeit und Einsatz. Ehrenamtlich natürlich…
Der Naturschutzbeirat hat insgesamt 12 Mitglieder. 4 davon werden von der Verwaltung, sprich der UNB (Untere Naturschutzbehörde), eingesetzt. Es sind jeweils ausgewiesene Öko-Experten. Dazu kommen 8 gewählte resp. von den verschiedenen Umweltverbänden wie BUND, NABU, Botanikervereinigung, Landesjagdverband etc. entsandte Fachleute. Der Beirat tagt nur 4 oder 5 Mal im Jahr. Über viele Jahre hinweg waren diese Sitzungen eine eher traurige Veranstaltung, wo vor allem Informationen über die vielen Niederlagen der Naturschutzbewegung ausgetauscht wurden. Hintergrund dieser mehr als unbefriedigenden Situation war der Tatbestand, dass verschiedene hessische Landesregierungen die Rechte des Naturschutzbeirats per Gesetz – Details würden hier zu weit führen – immer mehr ausgehöhlt hat. Bis zum Schluss dann nur noch das Wackeln mit dem Kopf erlaubt war und die Beiräte nichts mehr mit ihrem Votum hatten verhindern können.
Seit einigen Jahren hat sich der Beirat, von innen heraus und durch personelle Veränderungen, die auch mit Verjüngung zu tun haben, erneuert und auf den Weg gemacht, sich – jenseits ihm formal zustehender Rechte – wieder mehr politisch einzumischen. Das wird vom Landkreis, den der Beirat genaugenommen ja berät, auch toleriert. Vermutlich solange Beirat und Landkreis umweltpolitisch an einem Strang ziehen. Was vor allem in der Frage K+S und dessen geplanter Salzabwasser-Monsterleitung quer durch Nordhessen in allerhöchstem Maße der Fall ist. Diese idiotische und völlig überflüssige Leitung will kein Mensch und sie trägt auch kein Jota zur Behebung der Schäden bei, die bisher schon entstanden sind und weiter entstehen werden, wenn nicht bald eingegriffen wird.

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Die Totenfrau kommt!

Es gibt viele Arten, mit dem Tod umzugehen - die Bemalung von Totenschädeln ist nur eine davon. (© Museum für Sepulkralkultur)
Aberglaube gab es nicht nur im 'dunklen Mittelalter', sondern er ist immer noch allgegenwärtig. Die neue Sonderausstellung „Tutenfru“ im Museum für Sepulkralkultur beleuchtet abergläubische Praktiken.
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StadtLabor: 75 Jahre Zerstörung und Wiederaufbau


StadtLabor zu "75 Jahre Zerstörung und Wiederaufbau" herunterladen

Am 22. Oktober 2018 jährte sich die Bombennacht zum 75. mal. Kassels ehemaliger Oberbürgermeister Bertram Hilgen bezeichnete diese Nacht als "eine schreckliche Zäsur in der Geschichte unserer Stadt."
Viele Veranstaltungen widmeten sich diesem Thema, wobei auch der Wiederaufbau der zerstörten Stadt auf der Agenda stand. Die Nachkriegszeit sahen viele als Chance einer grundlegenden Erneuerung, als Möglichkeit, mit modernen architektonischen und stadtplanerischen Ansätzen Neues zu schaffen.
Mit Gabriela Wolff-Eichel (Vereinsvorsitzende Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V.), Christina Reich (wissenschaftliche Volontärin im Stadtmuseum) Kai Füldner (Direktor des Stadtmuseums) und Jörg Sperling (Vorstandsmitglied Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V.) experimentierte das StadtLabaor in dieser Sendung.
kassel-zeitung dokumentiert die am 13. Dezember 2018 im Freien Radio Kassel ausgestrahlte Sendung. Die Musiktitel sind im Podcast nicht enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

mittendrin Nr. 12 erschienen

Bürgerinnen und Bürger als die Vor-Ort-Expertinnen und -experten erarbeiteten zusammen mit dem Stadtbüro-Team die aktuelle mittendrin Nr. 12 für das Quartier Friedrich-Ebert-Straße.
In gedruckter Form ist das 24-seitige Quartiersmagazin im Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße und in den Geschäften im Quartier zu bekommen. >>Download

Wasserversorgung rekommunalisieren – Gebühren erstatten

Das Kassieren der Konzessionsabgabe war in Kassel unzulässig, hat der Verwaltungsgerichtshof Hessen am 11.12.18 geurteilt.
„Das ist jetzt zu akzeptieren und nicht durch eine weitere teure und zeitverzögernde Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht unnötig in die Länge zu ziehen“, fordert Lutz Getzschmann Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linken. „Die Fraktion setzt sich als Konsequenz für die einfache und zeitnahe Erstattung der Gebühren und für die Übertragung der Wasserversorgungsanlagen zu KasselWasser ein.“
Nach den Erfahrungen aus der Gebührenerstattung durch die Städtischen Werke in 2015 ist der Verwaltungsaufwand bei einer verbrauchsgenauen Rückerstattung zeit-, arbeits- und kostenintensiv. Trotzdem ist bis heute nicht bei allen Mieter*innen das Geld auf dem Konto gelandet. Um ähnliches bei der jetzt anstehenden Gebührenerstattung zu vermeiden, schlägt die Kasseler Linke vor einen einheitlichen Durchschnittsbetrag allen aktuellen Wasserkund*innen gutzuschreiben und mit dem aktuellen Verbrauch zu verrechnen. "Wasserversorgung rekommunalisieren – Gebühren erstatten" vollständig lesen

Klimademo in Kassel fordert schnellstmöglichen Kohleausstieg

Umweltbündnis: Weitreichender Wandel nötig zur Eindämmung der Klimakrise

Kassel, 08.12.2018. Über 200 Menschen haben am Samstag in Kassel für den schnellen Kohleausstieg demonstriert. Fünf Kasseler Umweltgruppen hatten dazu unter dem Motto „Kein fauler Kohlekompromiss – Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verbauen!“ aufgerufen. Ihr Ziel ist eine klimagerechte Lebens- und Wirtschaftsweise, mit der das 1,5°-Ziel des Pariser Klimavertrags eingehalten wird. Die Demonstrierenden wandten sich insbesondere gegen das Mauern und Blockieren der Kohleindustrie in der Kohlekommission. Symbolisch durchbrachen sie daher vor dem Rathaus eine „Mauer der Kohleindustrie“ aus riesigen Pappkartons.

Während aktuell die Klimakonferenz in Polen tagt, fehlt in Deutschland nach wie vor ein Plan für den Ausstieg aus dem klimaschädlichsten Energieträger Kohle. „Die klimapolitische Starre hat uns ein verlorenes Jahrzehnt für den Klimaschutz beschert,“ stellt Arvid Jasper als Pressesprecher des Demobündnisses klar. Um die Klimaziele für 2020 noch zu erreichen, muss daher nun ein schneller Kohleausstieg eingeleitet werden. Die Braunkohlebundesländer verhindern genau dies, indem sie die Arbeit der Kohlekommission blockieren. Ursprünglich für die kommende Woche angekündigt, sind erste Ergebnisse nun erst Anfang Februar zu erwarten. „In dieser für den Klimaschutz heiklen Zeit sollte sich Kassel nach dem Vorbild von Leipzig jetzt von der Kohle verabschieden. Dafür muss zeitnah eine klimafreundliche Alternative für das kohlebefeuerte Fernwärmekraftwerk an der Dennhäuser Straße in die Wege geleitet werden,“ so Jasper weiter.

Mit der fortschreitenden Klimakrise werden auch deren Schäden immer deutlicher. Extremwettereignisse mit Überschwemmungen und Dürren nehmen auch hier in Deutschland zu. Vor allem aber verlieren Millionen Menschen im Globalen Süden ihre Lebensgrundlagen. Es ist daher unabdingbar, dass wir unsere ressourcenhungrige Lebensweise hinter uns lassen. Kerstin Lopau von Divest Kassel fordert darüber hinaus, dass „diejenigen für diese dramatischen Klimafolgen haften, die sie am meisten verursacht haben. Die Kohle-, Öl- und Gasindustrie sowie die industrialisierte Landwirtschaft sollten sich daher auf Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe vorbereiten.“

Am selben Samstag fanden weltweit hunderte Demonstrationen für Klimaschutz statt. Mit zunehmender Verfehlung der Pariser Klimaziele steigt in ganz Europa der Druck, sodass ein europäisches Netzwerk gar den Klimaaufstand 2020 ausruft. Auch in Kassel ist mit weiteren Aktionen für die Klimawende zu rechnen. Organisiert wurde die Demonstration von der Aktionsgruppe Klimagerechtigkeit Kassel in Zusammenarbeit mit dem BUND Kassel, Greenpeace Kassel, dem Öko-Referat der Kasseler Studierendenvertretung und Divest Kassel. Alle dieser Gruppen freuen sich über Mitarbeit!

Konsumfreiheit

Da wir auf diesem Portal (und im Freien Radio Kassel) garantiert werbefrei sind, darf ich auch mal eine Antiwerbung posten. Seit geraumer Zeit steht da eine kleine Flasche (25cl) bei mir rum, da ist ein Logo drauf: "vom Fass". Da hab ich wohl mal einen Essig oder ein Öl erworben und auf diese Flasche eine erhebliche Summe gelöhnt, die ich als Pfand gefühlt hatte. Die wollte ich heute anlässlich des sog. Weihnachtsmarktes zurückbringen und mir das von mir empfundene Pfand auszahlen lassen. (Die mir von unserer beliebten Haushaltshändlerin bekannte reale Preisdifferenz von Flasche mit und ohne Logo verschweige ich jetzt schonmal.)
Von einem Menschen, der mir als Chefgebaren auffiel, wurde ich belehrt: Das ginge nicht, weil ich keine Pfandflasche erworben hätte, sondern ein Eigentum. Dieses könne nicht abgelöst, sondern nur wiederbefüllt werden. Zur Bekräftigung erwähnte er, diese Praxis werde von diesem Imperium ("weltweit") seit 25 Jahren gepflegt. Meine Absurditätserklärung glitt natürlich von seinem beobachtbaren Äußeren ab wie Öl.
Vor solchen Praktiken kann man nur warnen. Wer dort kauft ist selber schuld. Diesen Text betrachte ich als einen Verbraucherhinweis. Um sich mit solchen Unsittlichkeiten weiter zu beschäftigen, ist mir die Zeit zu schade.
Übrigens ist es natürlich selbstverständlich, dass man bei diesen franchising-Homepages zum Herz der Veranstaltung für eine Beschwerde niemals vordringen wird! Gut abgeschrottet...

"Technik-Museum Kassel braucht breite Unterstützung"

(Dokumentation Pressemeldung Arbeitgeberverband Hessenmetall) „Die bekannte Redewendung ‚Ohne Geschichte keine Zukunft‘ wird im Technikmuseum Kassel live erlebbar. Es ist der einzige Ort, der die industrielle Entwicklung in Nordhessen anhand von Originalen in einer großen Vielfalt dokumentiert. Für Schülerinnen und Schüler, junge und ältere Menschen, kurz für kleine und große Entdecker bietet das Technik- Museum Kassel (TMK) sehr viele interessante Exponate. Es ist ein einzigartiger Ort unserer Industriegeschichte und somit ein lebendiges Zeugnis unserer regionalen Identität als Industriestandort.
Foto: Sie freuten sich über die finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen: (v. rechts) Ewald Griesel, 1. Vorsitzender des Technik Museum e. V. mit den beiden Geschäftsführern Bernd Scott und Dipl.-Ing. Karsten Stückrath. Den Betrag in Form eines 5.000 Euro-Scheins übergaben symbolisch der Verbandsgeschäftsführer Jürgen Kümpel, Vorstand Dr. Hans-Friedrich Breithaupt und der Vorstandsvorsitzende Dipl.-Wirtsch.-Ing. Carsten Rahier
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Irish Folk - Irischer Advent in der Bücherei mit dem Duo Groovy Pike

Sonntag, 9. Dezember, 16.00 Uhr

Wie vor zwei Jahren gibt es nun wieder in der Bücherei Kirchditmold Irische Musik zu erleben, diesmal wird ein „Irischer Advent“ vorgestellt.

Zur Musik gibt es Geschichten aus Irland, dazu auch Gedichte und Informationen zu irischen Weihnachtsbräuchen.

Für besinnliche Stimmung ist am 2. Advent ab 16 Uhr gesorgt!

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung – begrenzte Platzzahl - Online unter irischer-advent.buecherei-kirchditmold.de
Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen "Irish Folk - Irischer Advent in der Bücherei mit dem Duo Groovy Pike" vollständig lesen

Kinder, wie die Zeit vergeht

Ist denn die Kassel-Zeitung überhaupt noch eine Zeitung? Oder vielleicht doch eher das, was man in der Literatur ein "aufgegebenes Werk" nennt? Der letzte Eintrag stammt vom 27.11. und informiert uns über das Grimm-Museum. Heute ist der 1. Tag des zwölften Monats im Jahr. Danach kommt kein dreizehnter mehr.

Prometheus von Franz Kafka oder Müde wie die Götter

Von Prometheus berichten vier Sagen: Nach der ersten wurde er, weil er die Götter an die Menschen verraten hatte, am Kaukasus festgeschmiedet, und die Götter schickten Adler, die von seiner immer wachsenden Leber fraßen. Nach der zweiten drückte sich Prometheus im Schmerz vor den zuhackenden Schnäbeln immer tiefer in den Felsen, bis er mit ihm eins wurde. Nach der dritten wurde in den Jahrtausenden sein Verrat vergessen, die Götter vergaßen, die Adler, er selbst. Nach der vierten wurde man des grundlos Gewordenen müde. Die Götter wurden müde, die Adler wurden müde, die Wunde schloß sich müde.