Hohe NVV-Tarife laden zu Fahrpreis-Knobeleien ein
Sie wohnen z. B. in Lohfelden, wollen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hann. Münden fahren und sind gerade dabei eine NVV-Fahrkarte zu kaufen? Halt! Statt mit einer Fahrkarte kommen Sie mit zwei Tickets deutlich günstiger weg!
Für die Einzelfahrkarte Lohfelden - Hann. Münden verlangt der NVV 7,50 Euro. Nutzt ein Fahrgast bis Speele hingegen den Kassel-Plus-Tarif (3,20) und kauft sich dann im Cantus-Zug eine Anschlussfahrkarte nach Hann. Münden sind ingesamt nur 5,90 Euro fällig.
Das Beispiel lässt sich auf viele andere Verbindungen übertragen. Vor allem wer im Randbereich des Kassel-Plus-Gebietes wohnt, sollte für Fahrten in Orte ausserhalb dieser Tarifzone die unterschiedlichen Fahrpreisvarianten prüfen. Oft kommt man mit der Fahrkarten-Stückelung günstiger davon.
Für Bewohner der Stadt Kassel lohnen sich Fahrpreis-Knobeleien vor allem, wenn sie im Besitz einer Zeitkarte für den Kassel-Plus-Bereich oder einer Bahncard sind. Selbst mit der Bahncard 25 ist der Erwerb einer normalen DB-Fahrkarte zu dem ersten Tarifort ausserhalb des NVV-Gebietes oftmals günstiger als die NVV-Fahrkarte. Wer von z. B. Kassel nach Warburg will, zahlt für das NVV-Ticket 10,30 Euro. Löst er oder sie dageben eine Bahncard-25-Fahrkarte dem Warburg folgenden Tarifort Scherfede ausserhalb des NVV-Gebietes sind nur 8,45 Euro fällig.
Verleitet zu Fahrpreis-Knobeleien wird Mann und Frau im NVV-Gebiet vor allem durch den Umstand, dass es eigentlich kein einheitliches NVV-Tarifsystem gibt. In Kassel und Umgebung gibt es ein Wabensystem. Durch politische Einflussnahme (s. den Landrats-Wohnort Calden) ist die Tarifzone Kassel-Plus zudem merkwürdig konturiert. Zeitkarten, Tageskarten u. ä. sind in der gesamten Tarifzone gültig. Ausserhalb von Kassel-Plus gibt es ein Streckensystem, in der Regel sogar von Gemeinde zu Gemeinde, obwohl diese nicht selten mehr als 10, weit auseinanderliegende Ortsschaften umfassen. Ausserhalb von Kassel-Plus sind die NVV-Tarife vor allem ungerecht und sehr teuer.
Letzteres belegt ein Beispiel aus dem niedersächsischen NVV-Gebiet, in dem auch Fahrkarten des Verkehrsverbundes Südniedersachsen (VSN) Gültigkeit haben. Wer von Speele - dem niedersächsichen Ort also, zu dem man ohne Aufpreis auch als Besitzer einer beliebigen Kassel-Plus-Fahrkarte kommt - nach Neu Eichenberg im Werra-Meissner-Kreis will, muss beim NVV 7,50 Euro zahlen. Wer für die Strecke dagegen ein auch im Cantus erhältliches VSN-Ticket in das 6 km weiter gelegene Friedland nutzt, zahlt 7,05 Euro.
Kleines Fazit: Die Herstellung eines einheitlichen Waben-Tarifsystems im NVV nach dem Muster des Rhein-Main-Verkehrsverbundes ist längst überfällig. Alle NVV-Investitionen in neue Bahnhöfe (Eschwege), farbenfrohe Haltestellen usw. werden vergebens sein, solange die NVV-Tarife ausserhalb des Kassel-Plus-Gebietes ihren Abschreckungscharakter behalten.
Das Beispiel lässt sich auf viele andere Verbindungen übertragen. Vor allem wer im Randbereich des Kassel-Plus-Gebietes wohnt, sollte für Fahrten in Orte ausserhalb dieser Tarifzone die unterschiedlichen Fahrpreisvarianten prüfen. Oft kommt man mit der Fahrkarten-Stückelung günstiger davon.
Für Bewohner der Stadt Kassel lohnen sich Fahrpreis-Knobeleien vor allem, wenn sie im Besitz einer Zeitkarte für den Kassel-Plus-Bereich oder einer Bahncard sind. Selbst mit der Bahncard 25 ist der Erwerb einer normalen DB-Fahrkarte zu dem ersten Tarifort ausserhalb des NVV-Gebietes oftmals günstiger als die NVV-Fahrkarte. Wer von z. B. Kassel nach Warburg will, zahlt für das NVV-Ticket 10,30 Euro. Löst er oder sie dageben eine Bahncard-25-Fahrkarte dem Warburg folgenden Tarifort Scherfede ausserhalb des NVV-Gebietes sind nur 8,45 Euro fällig.
Verleitet zu Fahrpreis-Knobeleien wird Mann und Frau im NVV-Gebiet vor allem durch den Umstand, dass es eigentlich kein einheitliches NVV-Tarifsystem gibt. In Kassel und Umgebung gibt es ein Wabensystem. Durch politische Einflussnahme (s. den Landrats-Wohnort Calden) ist die Tarifzone Kassel-Plus zudem merkwürdig konturiert. Zeitkarten, Tageskarten u. ä. sind in der gesamten Tarifzone gültig. Ausserhalb von Kassel-Plus gibt es ein Streckensystem, in der Regel sogar von Gemeinde zu Gemeinde, obwohl diese nicht selten mehr als 10, weit auseinanderliegende Ortsschaften umfassen. Ausserhalb von Kassel-Plus sind die NVV-Tarife vor allem ungerecht und sehr teuer.
Letzteres belegt ein Beispiel aus dem niedersächsischen NVV-Gebiet, in dem auch Fahrkarten des Verkehrsverbundes Südniedersachsen (VSN) Gültigkeit haben. Wer von Speele - dem niedersächsichen Ort also, zu dem man ohne Aufpreis auch als Besitzer einer beliebigen Kassel-Plus-Fahrkarte kommt - nach Neu Eichenberg im Werra-Meissner-Kreis will, muss beim NVV 7,50 Euro zahlen. Wer für die Strecke dagegen ein auch im Cantus erhältliches VSN-Ticket in das 6 km weiter gelegene Friedland nutzt, zahlt 7,05 Euro.
Kleines Fazit: Die Herstellung eines einheitlichen Waben-Tarifsystems im NVV nach dem Muster des Rhein-Main-Verkehrsverbundes ist längst überfällig. Alle NVV-Investitionen in neue Bahnhöfe (Eschwege), farbenfrohe Haltestellen usw. werden vergebens sein, solange die NVV-Tarife ausserhalb des Kassel-Plus-Gebietes ihren Abschreckungscharakter behalten.
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