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Bestandsgarantie für freie Kulturszene - Raumplanung im Dock 4

Angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Raumplanung im Dock 4, die auf einen Antrag der Rathausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zurückgeht, können Sie hier die Rede von Dr. Klaus Ostermann (kulturpolitischer Sprecher der Grünen) in der Stadtverordnetenversammlung nachlesen.
Dr. Klaus Ostermann (Grüne):
HNA vom 22.3.2000: Unter der Überschrift „Stadt steht für die Zukunft des Kulturhauses gerade“ finden sich folgende zwei Ausführungen vom Kulturdezernenten T. E. Junge: ...da die Stadt sich entschlossen habe, das Kulturhaus auf jeden Fall zu erhalten (...), werde ein komplett neues Nutzungskonzept erarbeitet, das vorgestellt wird, wenn das Haus nicht mehr von der documenta GmbH in Anspruch genommen wird, also etwa Ende 2002.
Und es war allen klar, wie auch meinem damaligen zuständigen Fraktionskollegen Jürgen Blutte, dass nur bis zu diesem Zeitpunkt die Räume des dock4 als Bürogebäude der documenta GmbH dienen sollen.

Erinnern sie sich noch an den Zweck des bundesweit gelobten Projektes zum Kulturhaus dock4: Stadtverordnetenbeschluß aus 1996, dass sicherzustellen ist, dass die Nutzung den bisherigen Intentionen einer kulturellen Begegnungs- und Produktionsstätte insbesondere für die nicht institutionsgebundene Kunst- und Kulturszene in Kassel entspricht.

Wie weit sind wir in den verstrichenen 6 Jahren gekommen? Im Rahmen der Diskussion zum demografischen Wandel und im Kulturvertrag mit dem Land Hessen wird in §4 vereinbart, dass die Stadt zu einem attraktiven kulturellen Zentrum für Kinder und Jugendliche weiterentwickelt werden soll - und nicht zurück. Das dock4 ist bisher einer der zentralen Orte für diesen Schwerpunkt, wie man der Jahresübersicht 2007 entnehmen kann.

Ich verkenne überhaupt nicht die genussvolle Bedeutung der documenta für diese Stadt und der dafür notwendigen Forderungen auf Infrastruktur.

Wollen wir beides haben, benötigen wir Nutzungs- und Raumkonzepte und Orte, an denen nicht unterschiedliche kulturelle Äußerungen und Aktivitäten gegeneinander ausgespielt werden. Das liegt als Konzept leider nicht vor und erzeugt daher die Befürchtungen der nicht institutionsbezogenen Kunst- und Kulturszene durch Briefe, die uns alle erreicht haben.

Die mir vorliegende Information des Kulturdezernenten – (Verwaltungs-)Regelung auf Dezernentenkreisebene - ist geradezu der Beleg für diese Befürchtungen. Was zu unserem Antrag geführt hat. Der soll eine politisch formulierte Bestandsgarantie durch uns so lange festschreiben, bis wir Stadtverordnete entscheiden, dass unser Stavo-Beschluß aus 1996 nicht mehr gelten soll - oder weiterhin - und wie wir den berechtigten Forderungen nach angemessenen Büroräumen für das Betreiben einer Weltausstellung und einer Kunsthalle entsprechen wollen. Den Auftrag dazu haben wir übrigens erneut im Dezember 07 in der Kooperationsvereinbarung Kultur erteilt.
Alles andere steht lesbar im Antrag. Wir bitten um Zustimmung.
AntragGrneDock4.pdf

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