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Neue Leipziger Straße eingeweiht

Podium bei der Einweihung
Podium bei der Einweihung
In Bettenhausen wurde heute die neue Leipziger Straße und damit die Beendigung der umfangreichen Baumaßnahmen für die Lossetalbahn gefeiert.
Die neue Haltestelle Leipziger Platz
Trotz des miserablen Wetters waren viele Leute zur Einweihung der neuen Leipziger Straße in Bettenhausen gekommen. Und dabei erlebten sie die wohl kürzesten Reden, die PolitikerInnen in dieser Stadt je gehalten haben. Denn zuvor hatten diese wegen des mieserablen Wetters verabredet, dass niemand länger als vier Minuten reden sollte.

Den schwersten Part bei der Kürze der Rede hatte dabei der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) Andreas Helbig. Denn seine Aufgabe bestand darin, einen kurzen Überblick über die Planung und Durchführung der Baumaßnahmen zu geben, die sich aufgrund der Tatsache, dass der Verkehr stadtauswärts ständig über die Leipziger Straße fließen musste, doch einige Zeit hingezogen hatte. Der Stadtkern von Bettenhausen wurde dabei kräftig umgebaut. Bessere und barrierefreie Haltestellen, mehr Platz für FußgängerInnen und ein attraktiverer Ortskern seien jedoch die Ergebnisse dieser Bauarbeiten, die im Rahmen der Einführung der Regiotram und der Lossetalbahn durchgeführt wurden. Jetzt könne die Bahn pünktlich zum Hessentag problemlos rollen und werde hoffentlich kräftig genutzt, bemerkte Helbig.

Bernd Abeln, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, machte kurz und knapp deutlich, dass er sich freue, dass Bettenhausen von den Baumaßnahmen für die Lossetalbahn so profitiert hat. Insgesamt seien in den letzten Jahren rund 400 Millionen Euro in die Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs in Nordhessen investiert worden - und das sei auch gut so. So sieht es auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der die Summe noch einmal herunter brach. Auf 100 Meter wurden hier elf Millionen Euro investiert, nun könne jeder ausrechnen, was dies pro Meter ausmache. Die Investition habe sich aber gelohnt, denn das Leben in Bettenhausen würde dadurch enorm aufgewertet. Diese Aufwertung spielte in den Reden von Ortsvorsteher Peter Tippmann und Günter Stranz von der Werbegemeinschaft Bettenhausen jedoch kaum eine Rolle. Sie bemängelten vielmehr, dass Bettenhausen oftmals von der Stadt benachteiligt würde und dass sich beim Salzmann-Projekt nichts täte. Diese "Meckerei" erweckte bei einigen Zuhörern, die nach Bettenhausen gekommen waren, den Eindruck, dass man hier wohl gar nichts recht machen könne.

Bild von der Leipziger Straße
Leipziger Straße
Im Verlauf der Baumaßnahmen und mit der Einführung der Regiotram hatte es kräftig Ärger gegeben, weil einige der Ansicht waren, dass die Regiotram und Lkw in Konflikt mit ihren Spiegeln geraten könnten, weil der Abstand zwischen der Regiotramtrasse und der Straßenführung zu gering sei. Während das Thema vor allem von der HNA hochgepuscht wurde, sahen die Verkehrsinitiativen dies als völlig überzogen an. Vor allem auch deshalb, weil dies zur Folge hatte, dass die Markierung des bisherigen Radweges förmlich in einer Nacht- und Nebelaktion entfernt wurde. Damit wurden den RadlerInnen wichtige Zentimeter zugunsten der Regiotram und dem Autoverkehr entzogen, so dass der bisherige Radweg zu einem bloßen Schutzstreifen für Radlerin abgestuft und verkleinert wurde.

Karin Müller
Karin Müller
Fraktionsvorsitzende der Grünen
Für Karin Müller, der fahrradbegeisterten Fraktionsvorsitzenden der Kasseler Rathausfraktion der Grünen, ist dieses Verhalten der Stadt gegenüber RadlerInnen typisch. Die Grünen redeten sich im Parlament oft den Mund fuselig und es würden sogar gute Beschlüsse gefasst, nur um zu erleben, dass die Verwaltung dann förmlich mache, was sie wolle. Die Markierung für die RadlerInnen sei in einer beim Straßenverkehrsamt sonst fast unbekannten Windeseile entfernt worden, während die RadlerInnen nun vergebens darauf warteten, dass die neue Markierung wieder angebracht werde. "Auf der einen Seite kämpfen wir Grünen wie die LöwInnen dafür, Verbesserungen für RadlerInnen in der Stadt zu erreichen, um andererseits immer wieder erleben zu müssen, wie die Interessen von RadlerInnen von der Verwaltung mit Füßen getreten wird", sagte Karin Müller am Rande der Veranstaltung.

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