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Terrakotta Krieger von Xiaoming Song

Ausstellungseröffnung Xiaoming Song im Lohfeldener Rathaus
Geist und Seele der Terrakotta Armee

Von Sabine Scheffer
Lohfelden

Immer wenn der chinesische Künstler Xiaoming Song Tonscherben eines Soldaten der weltberühmten Terrakotta Armee des chinesichern Kaisers Qin Shi Huang in Händen hielt, war er sicher, dass Geist und Seele des Abgebildeten noch in den Scherben stecken. Mit diesen Fragmenten arbeitete er während eines Praktikums im Terrakotta Armee-Museum Schan Xi. Dieses Praktikum beeinflusste seine Kunst für Jahre und noch heute malt er Bilder von Soldaten, deren Gesichter er sich damals eingeprägte und die er teilweise skizzierte.
Die Lohfeldener Kulturinitiative Kulturfitüre lud den Schüler des Kasseler Kunstprofessors Kurt Haug zu einer Schau aktueller Bilder ins Lohfeldener Rathaus ein. Hier zeigt Song 26 Zeichnungen, Gemälde und Kalligrafien. Zeichnungen und Gemälde stellen beispielsweise Beamten oder Soldaten der Terrakotta Armee da und heißen „Unsterblichkeit der Seele“ oder „Ewigkeit.“ Ewigkeit und Unsterblichkeit sind Themen, die er in traditioneller Tuschtechnik auf chinesisches Papier bannt und dann farblich überarbeitet. Sein Gegenstand sind fast immer Terrakotta Krieger, die für ihn nicht nur Teil der chinesischen Geschichte sind, sondern weit stärker den Geist der chinesischen Tradition verkörpern.
Auch seine Formate sind an diese chinesische Tradition angelehnt. So arbeitet er etwa mit zwei Meter lange Seidenbahnen aus chinesischer Seide, die mit Chinapapier beklebt sind, auf das er zuerst mit schwarzer Tusche einen Soldaten zeichnet, den er dann mit farbigen Schichten in zarter Lasurtechnik übermalt. Manchmal nutzt Xiaoming Song dafür Lasuren mit Metallstaub, der die Hintergründe zum Funkeln bringt.
Bürgermeister Michael Reuter sagte zur Ausstellungseröffnung am Sonntag neunten März, der Künstler habe ihn mit seinem Ziel beeindruckt, mit Bildern dahin zurückzukehren wo Himmel und Mensch harmonieren. Was ihm dadurch gelänge, so Reuter, dass er Menschen, Zeichen und Symbole künstlerisch auf das Wesentliche reduziere und den Betrachter damit zur inneren Einkehr einlade, die schließlich zur Harmonie führen könne.
Kulturfitüre-Mitglied Gaby Pech-Juhlke sah das ähnlich. Sie kannte den erfolgreichen Chinesen von anderen Ausstellungen und holte ihn für die Kulturfitüre nach Lohfelden, weil ihr Xiaoming Songs gedanklicher Ansatz ebenfalls imponierte.
Um die Stimmung der Gäste in fernöstliche Bahnen zu lenken hatte die Kulturfitüre die japanische Klavierkünstlerin Natsuko Inanda eingeladen, die die Eröffnung mit sanften japanischen Stücken umschmeichelte.

Ausstellung: Xiaoming Song - Chinesische Tradition, bis 21. April
Lohfelden Rathaus: während der Öffnungszeiten des Rathauses

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