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Flughafen: "Unternehmerverband vermisst positive Grundhaltung"

"Unternehmerverband Nordhessen vermisst positive Grundhaltung in der Diskussion um den Flughafen. Vorsitzender Schwarz: Nordhessen braucht mehr Selbstbewusstsein in seine eigenen Potenziale. Zukunftschancen dürfen nicht verspielt werden“, heisst es in einer Pressemeldung des Unternehmerverbandes. Unter ...mehr gibts die komplette Dokumentation. Der Einsteller ist hinsichtlich der Kommentare gespannt...
Dokumentation Pressemeldung

Kassel. „Eine Fluggastprognose ist sicherlich die richtige Methode, um die
Wirtschaftlichkeit des Flughafens Kassel-Calden zu prüfen. Sie darf je-
doch nicht das einzige Kriterium für den Ausbau zum Regionalflughafen
sein. Mindestens ebenso wichtig sind die unternehmerischen und struk-
turpolitischen Chancen, die sich aus diesem Projekt ergeben. Würden
sich Unternehmer einzig und allein auf Prognosen als Maßstab unterneh-
merischen Handelns verlassen, wäre es um unsere Wirtschaft schlecht
bestellt. Nordhessen hat sehr große Potenziale, die gehoben werden
müssen. Der Flughafen gehört dazu.“, kommentiert Rolf Schwarz, Vorsit-
zender des Unternehmerverbandes Nordhessen, die aktuelle Diskussion um die
Prognose der Fluggastzahlen des zukünftigen Regionalflughafens Kassel-
Calden.

Viel zu lange habe es gedauert, bis sich Nordhessen auf seine eigenen Stärken
besonnen habe. Diese Einsicht müsse sich nun in konkreten Maßnahmen
niederschlagen. Der Flughafen Kassel-Calden sei eine der wichtigsten Projekte
dieses Jahrzehnts. Mit der Mentalität, „Das Glas ist halb leer“, komme Nordhes-
sen nicht weiter und verschlechtere seine Position im Wettbewerb der Regio-
nen. Diese Grundhaltung töte jegliche Innovation, jeglichen Fortschritt und
schade im großen Maß der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.
Schwarz: „Hier muss in den Köpfen der Menschen in Nordhessen endlich ein
Umdenken passieren. Viele schauen viel zu selten über den nordhessischen
Tellerrand hinaus und weiß daher nicht, was in anderen Regionen passiert. Wer
weifel hat an Fahrgastzahlen, dem empfiehlt der Unternehmerverband
Nordhessen einmal den Besuch auf den Parkplätzen der Flughäfen Paderborn,
Hannover oder Dortmund. Sie sind bester Beleg für den steigenden Bedarf an
Flügen ins europäische Ausland. “

Zweifler und Gegner des Flughafens müssten sich darüber fragen lassen, was
passiere, wenn der Flughafen nicht kommt. Denn auch in der Unterlassung
stecke ein großes Risiko für die Wertschöpfung der Region „Viele Unternehmen
haben gerade in den letzten Jahren die gute Lage Nordhessens in Wachstum
und Beschäftigung umsetzen können. Das belegen die aktuellen Beschäfti-
gungszahlen eindrucksvoll. Sie brauchen dringend den Anschluss an das
europäische Luftverkehrsnetz, um expandieren zu können und eine schnelle
Verbindung für sich und ihre Kunden zu haben. Was würde mit diesen Unter-
nehmen passieren, wenn man ihnen diese Chancen nimmt? Der Unternehmer-
verband Nordhessen fordert daher alle an der Entscheidung Beteiligte auf, im
Sinne der Zukunftsfähigkeit, des Beschäftigungswachstums und damit der
langfristigen Wohlstandssicherung ihre Grundhaltung zu überdenken und mehr
auf die Chancen zu vertrauen als die Risiken zu fürchten.

„Ein Stopp für den Flughafen Calden hätte eine vernichtende Signalwirkung,
nicht nur für die nordhessischen Unternehmer. Auch Investoren würde man
damit deutlich sagen: „In Nordhessen bewegt sich nichts, wir brauchen euch
nicht, wir wollen am Wettbewerb nicht teilnehmen !“,“so Rolf Schwarz.

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Kommentare

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Sebastian Helwig am :

Dass es bei Nordhessen eine Mentalität des Schlechtredens gibt, kann man nicht leugnen. Das begegnet mir auch oft, wenn ich mit Leuten unterhalte, die eine Zeit in der Region gewohnt haben und dann "nichts wie weg" wollen. Aber die politische Pragmatik, dass man Mentalitätswandel durch "du bist deutschland"-kampagnen (bzw. "die lage ist gut") "von oben" herbeiführen kann, ist eine Illusion und nimmt die Bürgerinnen und Bürger zudem nicht ernst. Zur Überwindung der Muffel-Mentalität gibt es auch andere Ansätze, wie die vielfältige Kultur-Szene in Kassel zeigt.

Alle Bürgerinitiativen zum Thema Flughafen zeigen ehrenamtliches Engagement für das, was ihnen richtig erscheint, und sind keineswegs nur gegen den Flughafen, sondern machen auch Vorschläge, wie man das Geld besser verwenden könnte.

adi tappe am :

"Nordhessen hat sehr große Potenziale, die gehoben werden müssen. Der Flughafen gehört dazu.

Sehr geehrter Herr Schwarz,
werden Potenziale gehoben, wenn man erst über 300 Millionen in ein unsinniges
Projekt versenkt?
Warum beteiligen sich der UNH und seine Mitgliedsfirmen nicht an den Flughafenneubaukosten?
Bringt der Flughafenneubau doch „Blühende Landschaften“ nach Nordhessen und je nach Wetterlage mal 5000, mal 2800, mal 1000 Arbeitsplätze. Da müsste sich der UNH doch auch finanziell an den Neubaukosten beteiligen, oder zumindestens für die kommenden Verluste
von ca. 20 Mio. per Jahr aufkommen.
Sie wissen ganz genau, dass das Flughafenprojekt ein Flop wird.
Dies sehen auch die gesamten Unternehmen in Nordhessen so und überlassen die Kosten lieber den Arbeitnehmern, die jetzt schon über Kindergartenschließungen, höhere Gebühren, Streichung von Zuschüssen usw.
in die Pflicht genommen werden.
Also erst genau lesen, was ein Herr Ries Ihnen diktiert hat, dann schreiben."

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