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AYNA - eine türkische Zeitschrift für Kassel und die Region


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Seit April 2002 erscheint die türkischsprachige Zeitschrift AYNA (dt.: der Spiegel) in der Region Nordhessen und Südniedersachsen in einer Auflage von 3500 Exemplaren. Bei kassel-zeitung/StadtZeit Kassel am Mikro: Alparslan Cansu, der Redaktionsleiter.
Am 15. März findet in der Eissporthalle "Welt der Gefühle", ein kultureller Abend mit Künstlern aus der Türkei statt.
http://www.ayna-online.com/

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Elizabeth Burtzlaff am :

Ich habe mit Interesse den Interview mit Herrn Memis Tüfekci in der HNA am Freitag, den 7. Februar gelesen, und möchte es kommentieren.
Herr Tüfekci spricht von Muslimen, die 'ganz normal' leben möchten. Mit solchen (netten) Muslimen habe ich folgendes erlebt: 1.Im Laufe eines Gesprächs bot ich meiner Türkischen Freundin ein Neues Testament an. 'Nein, danke', sagte sie. 'Ich hatte schon eines, aber ich habe es verbrannt.' Ich besitze und lese einen Koran, ich würde es nicht verbrennen. 2. Ich kenne eine junge Musikschülerin, die ganz toll Klavier spielt. Sie weigerte sich, am dem Weihnachtskonzert ihrer Musikschule im Altenheim teilzunehmen. Noch nicht mal Bach oder Mozart wollte sie für die Alten spielen. 'Wir feiern Weihnachten nicht', sagte sie. 3. In der Schule gibt man sich redlich Mühe, das Essensangebot für Muslimische Kinder anzupassen. Zu Weihnachten hatte ich als kleines Geschenk für meine Blockflötenkinder Kekse selbst gebacken und ein Weihnachtsbaumanhänger dazu eingepackt. Die Muslimische Kinder haben das Geschenk abgelehnt.
Herr Tüfekci sagt, Die Deutschen sollten mehr über den Islam lernen. Viele Moscheengemeinschaften bieten hierzu 'Tag der offenen Türe an', die von Deutschen gerne in Anspruch genommen werden. Meine Kinder und Enkel lernen im Religionsunterricht auch über Islam. Aber viele Muslimische Eltern verbieten ihren Kindern, einen Fuss in einer Kirche zu setzen. Was ist das für
eine Wahrnehmung und eine Wertschätzung der Bevölkerung hier, wenn Kinder und Jugendlichen vor dem Kontakt mit den Unglaübigen und Unreinen Christen gewarnt werden? Ich feiere nicht Bayram, aber wenn ich eingeladen werde, gehe ich gerne hin! Ich denke, die Muslime, die hier wohnen, müssen auch etwas mehr lernen, unsere christliche Kultur zu verstehen. Und es würde uns allen gut tun, über das, was Jesus gelehrt hat, nachzudenken. Er sagt: 'Liebet eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen, segnet, die euch verfluchen, bittet für die, die euch beleidigen'.
Mit freundlichen GRüssen, Elizabeth Buirtzlaff

Seher Cerit am :

Als muslimische Türkin möchte ich gerne dazu ebenfalls kommentieren.

Allein aus Respekt kann man doch nicht heilige Bücher einfach verbrennen. Meines Erachtens,fehlt es da leider ein bißchen an Empathie.
Ich kann Ihnen hierbei zustimmen, dass der gegenseitige Austausch in unserer "internationalen Gesellschaft" leider Lücken hat, um zumindest eine gewisse Empathie spüren zu können.

Es ist auch interessant, wie das Verständnis und die Wahrnehmung der Religion und Tradition in heutigen Jugend zu beobachten ist.

Was ist es wohl, was die Jugend heute anders prägt?! Ich persönlich finde es schade, dass sich da eine enorme Distanz zu der eigenen Religion und Tradition gebildet hat.

Betrache man die Jugendliche von heute, wissen viele nicht weshalb man Weihnachten oder das Opferfest oder Schabbat gefeiert wird ... einige Antworten "Weil wir Geschenke bekommen.." ... "Ganz genau weiß ich es nicht, aber weil es Tradition ist..." oder... "Weil wir da Tiere schlachten und frisches Fleisch essen..."

Ich als muslimische Türkin bin oft in Kirchen gewesen, auch in der Grundschule und besuche heute noch Kirchen, weil mich persönliche andere Religionen und Kulturen interessieren. Warum sollten sowohl Kinder als auch Erwachsene keine Kirchen oder Moscheen besuchen?!

"Warnung vor Christen"... "Warnung vor Muslimen" etc. Was sind Gründe dafür, dass die Warnungen in Anspruch genommen werden. Um welche Warnungen geht es hierbei explizit?

Zumal, als "Ausländer" oder "Andersgläubige" oder "Andersdenkende"... ganz egal in welchem Land man sich befindet, ist man nun einmal vielleicht nicht ein Einheimische, jedoch ein Teil der Gesellschaft. Aktive Teilhabe in der Gesellschaft ist das Recht von jedem Bürger bzw. "MENSCH". Dazu gehört auch die Offenheit für andere Kulturen und Religionen. Wenn Akzeptanz und Toleranz fehlt, wie soll ein Bürger dann Neues lernen?!

Naja... Dies ist tatsächlich ein Thema, worüber man lange reden und diskutieren könnte.

Wünsche allen einen angenehmen Restsonnabend.

Freundliche Grüße,

Seher Cerit

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