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Entwicklung von übergemeindlichen nordhessischen Gewerbegebieten

Von links nach rechts: Bürgermeister Lengemann (Fuldabrück), Bürgermeister Schaub (Baunatal), Oberbürgermeister Hilgen (Kassel), Bürgermeister Siebert (Niestetal) und Bürgermeister Reuter (Lohfelden)
"Entwicklung von übergemeindlichen nordhessischen Gewerbegebieten auf dem Weg
Um großflächige attraktive Ansiedlungsmöglichkeiten in der Region Nordhessen zu schaffen, sollen die Gewerbegebiete „Langes Feld“ und „Sandershäuser Berg“ als übergemeindliche Gewerbegebiete gemeinsam durch interessierte Gemeinden entwickelt werden", teilt der städtische Pressedienst mit.
Doku Presemeldung:
Ein entsprechendes Vorhaben haben der Oberbürgermeister der Stadt Kassel sowie die Bürgermeister der Stadt Baunatal und der Gemeinden Fulda­brück, Lohfelden und Niestetal jetzt vorgestellt.

Zielsetzung: Übergemeindliche Gewerbegebiete ohne Konkurrenz zwischen einzelnen Kommunen
„Es geht bei diesen gemeinsamen Großprojekten darum, in Nordhessen ein attraktives Angebot für Gewerbeansiedlungen schnell und ohne Konkurrenz zwischen einzelnen Kommunen zu schaffen“, erklärte Oberbürgermeister Bertram Hilgen in einer Pressekon­ferenz gemeinsam mit Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub, den Bürgermeistern der Gemeinden Niestetal, Andreas Siebert, Fuldabrück, Dieter Lengemann, Lohfelden, Michael Reuter, sowie Kassels Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel und Stadtbaurat Nor­bert Witte. Als Planungsverband eingebunden ist auch der Zweckverband Raum Kassel, bei dem Termin vertreten durch Geschäftsführer Klaus Ossowski .
Alle Beteiligten unterstrichen, dass bereits in der Vergangenheit gut zusammengearbei­tet worden sei, wie das Beispiel Güterverkehrszentrum zeige. Bei dem gemeinsamen Vorhaben zur Entwicklung der beiden übergemeindlichen Gewerbegebiete „Sanders­häuser Berg“ und „Langes Feld“ handele es sich jedoch nicht um einen „geschlossenen Kreis“. Möglich sei auch, dass sich andere Gemeinden aus dem Zweckverband Raum Kassel an den Entwicklungsvorhaben beteiligen.

Gleichzeitige Entwicklung der Gewerbegebiete „Langes Feld“ und „Sandershäu­ser Berg“
Es sei beabsichtigt, so OB Hilgen, die Gewerbegebiete „Langes Feld“ und „Sandershäu­ser Berg“ parallel zu entwickeln. Die bei den beteiligten Kommunen vorhandenen Pla­nungskapazitäten sollten dabei nach Möglichkeit genutzt werden. Einigkeit bestehe in diesem Zusammenhang ferner darüber, dass mit der baulichen Erschließung beim Ge­werbegebiet „Sandershäuser Berg“ begonnen werden soll, weil hier ein großes Unter­nehmen einen konkreten Ansiedlungswunsch geäußert habe.
Das jetzige Bebauungsplanverfahren „Langes Feld“ werde daher mit unveränderter Prio­rität fortgeführt, erklärten Stadtkämmerer Dr. Barthel und Stadtbaurat Witte.
„Die Niestetaler Gewerbebetriebe stehen in den Startlöchern“, so Bürgermeister And­reas Siebert, „wir brauchen dringend große Gewerbeflächen.“
„Sicher ist: Wir müssen unsere Bevölkerung mitnehmen“, versicherte der Bürgermeister. Andernfalls könne ein Projekt wie am „Sandershäuser Berg“ schnell auf großen Wider­stand stoßen.

Schlanke Organisationsform für schnelle und effektive Entwicklungsverfahren
Da ein effektives und schnelles Verfahren zur Entwicklung der übergemeindlichen Ge­werbegebiete benötigt wird, muss für die Umsetzung eine schlanke Organisationsform gewährleistet werden. Dazu soll jetzt eine aus Vertretern der interessierten Kommunen und Gemeinden gebildete Arbeitsgruppe eingerichtet werden. Sie hat die Aufgabe, die Entscheidung über eine gemeinsame gleichberechtigte Entwicklung der Gewerbegebiete „Sandershäuser Berg“ und „Langes Feld“ vorzubereiten.
Dabei werden die Voraussetzungen und Bedingungen erörtert und geklärt, unter denen die Zusammenarbeit der Kommunen und Gemeinden bei der Entwicklung der beiden Gewerbegebiete im Sinne eines fairen Interessenausgleichs möglich ist. Als Modell werde diskutiert, so die Information in der Pressekonferenz, dass alle Investitionen, Ein­nahmen und Ausgaben entsprechend einer vereinbarten Quote den einzelnen Beteilig­ten zugerechnet werden.



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Kommentare

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Kai Boeddinghaus am :

Demokratie ist ein eigentümlich Ding. Es verlangt Anstrengung, Hinwendung und also Geduld. Dass sich die Herren Hilgen, Barthel und Witte für demokratische Kultur nicht sonderlich interessieren wird beim Thema "Langes Feld" deutlich. Die Stadtverordnetenversammlung in Kassel hat nämlich, in Kenntnis des Widerstandes im Stadtteil Niederzwehren und in Kenntnis der Klimaproblematik, beschlossen, dass vor einem verbindlichen Beschluss zur Entwicklung des "Langen Feldes" zunächst ein belastbares Klimagutachten erstellt werden soll. Zitat aus dem *Beschlusstext*: "Eine mögliche gewerbliche Nutzung des Langen Feldes ist abhängig vom
Ergebnis einer qualifizierten klimatischen Betrachtung.".
Es wäre ja nun noch schöner, das Ergebnis abzuwarten und womöglich noch in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Nein soviel Geduld und demokratischer Anstand ist der Herren Sache nicht, weswegen sie munter ein Gewerbegebiet im "Langen Feld" vorantreiben. Was stören da Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Parlament, wenn selbstherrliche Führungskader es einfach besser wissen.... .

klaus am :

Was die ökölogische Dimension angeht, gab es im letzten Jahr schon hier ein Interview mit dem Fachmann Lutz Katzschner zu lesen.

http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/3366-Langes-Feld-Interview-mit-Umweltmeteorologen-Lutz-Katzschner.html

Martin Reuter am :

"Wir müssen unsere Bevölkerung mitnehmen" (Hilgen). Aber die ist doch schon ziemlich mitgenommen?

klaus am :

Wie? Ist die Bevölkerung getrampt?

M. am :

Denk mal nicht so viel an die seltenen Grashalme oder Frösche!
Sondern denkt eher mal daran,das man die Lage Nordhessens,mit den Gewerbegebieten effektiv vorantreiben kann,und muß.
Platz für die Natur wird es weiterhin geben.Alles kann sich den Umständen anpassen!
Ansonsten müßte man die Planung für neue Wohngebiete auch auch einstellen.
Dies kann genauso eine Auswirkung auf das Klima haben.

Also,
Jeder kann froh seien,das sich hier in der Region Wirtschaftlich mal etwas tut!!!!

Denk mal darüber nach. Danke!

Martin Reuter am :

Sind wir hier noch ein Zonenrandgebiet? Wer ist dieser "Jeder", der froh sein kann?

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