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Mein Röntgenblick auf Bettenhausen - Teil 17 -

Bettenhausen ist super und ich verrate Ihnen jetzt einen Geheimtipp...eigentlich zwei...
Surfen in Bettenhausen

Wenn Sie sich wundern, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe, kommt hier die Erklärung. Bettenhausen hat auch gute Seiten! Ja, so ist es! Eine davon ist die Möglichkeit im Winter am Dorfplatz mithilfe eines handelsüblichen Besenstils kostenlos Highspeed im Internet zu surfen – legal.
Ich konnte mich nämlich nicht bei der Kasseler-Zeitung zurückmelden, weil ich meinen DSL Anbieter gewechselt habe und in deren Servicewüste versandet bin. Kein Telefon, kein Internet und bei der teuren Hotline werde ich konsequent abgewimmelt! Das ist, besonders in Bettenhausen, also in etwa am Ende der Welt, ganz, ganz bitter. Aber wie Sie sehen habe ich mein Problem gelöst.
Und das kommt so: In Kassel gibt es nur zwei öffentliche, kostenlose Hotspots. Einer funkt im ehemaligen Cafe am Rosenhang, also oberhalb der Aue und der zweite in Fosters Garden in Bettenhausen. (Das ist der Geheimtipp) Fosters Garden ist ohnehin eine ziemlich gute Kneipe mit einem für Kassel einmaligen Glashaus und Kaminzimmer, aber um die Gäste nach Bettenhausen, also in etwa an das Ende der Welt, zu locken bietet der Wirt kostenlosen Highspeed Internet Zugang.
Also saß ich im Glashaus oder Kaminzimmer surfte kostenlos und fand mein Leben ziemlich gut. Kaffee war lecker, Leute waren nett, Internetzugang war super!
Leider aber ist die Kneipe beliebt. Je später der Abend, desto voller die Kneipe und umso voller die Kneipe, desto schlechter der drahtlose Internetempfang. Das kommt so: Durch Wasser ganz gleich in welcher Form werden die Funksignale abgelenkt und der Empfang wird gestört. Und Menschen enthalten bedauerlicherweise etwa 92 Prozent Wasser. VERDAMMT.
Ich saß also in der Kneipe und packte seelenruhig immer größere Antennen aus, die ich in meinem Koffer habe seit ich in Stuttgart kostenlos im Uninetzt gesurft habe. Also je voller die Kneipe, umso größer die Antenne!
Dann saß ich da und dachte mir: Mann du sitz hier in der Kneipe mit deinen riesen Antennen und die Leute starren dich blöd an. War irgendwie Scheiße.
In Stuttgart war das nämlich so: Zwischen meiner Wohnung und der Uni lag ein Park. Im Winter wenn die Bäume kahl waren hatte ich super Empfang und im Sommer musste ich aufrüsten, weil das Wasser in den Blättern der Bäume die Signale ablenkt und nur eine starke Antenne noch ein paar Strahlen einfängt. Also habe ich bei ebay eingekauft, bin abgezockt worden, habe 50 Euro verloren, habe den Händler angezeigt – die Bullen haben sich schlapp gelacht – habe weiter bei ebay eingekauft und war irgendwann Besitzer einer legalen Antenne, einer nicht ganz legalen STARKEN Antenne und eines ellenlangen Kabels.

Im Sommer bin ich mit einem Notebook in Kassel durch die Gegend gelaufen und habe mit meiner starken Antenne den Himmel abgesucht, damit ich die Kneipe mit dem kostenlosen Hotspot erreichen kann. Ging nicht. Überall Bäume. Die Gegend hier ist ja berühmt für ihre Bäume. Große Bäume, alte Bäume, dichte Bäume- zuviel Wasser in den Blättern, kein Empfang. Nur ganz hinten im Garten, zu weit weg von jeder Steckdose, war mäßiger Empfang. Die Nachbarin hat mir prompt ihr Solarladegerät angeboten, damit ich im Garten surfen kann, aber ich wollte nicht und habe eine DSL Vertrag geschlossen.

Jetzt aber ist Winter! Liebe Terroristen – die sich ja bekanntlich in offene WLan Netze einwählen, um unerkannt zu surfen, wie zuletzt im Sauerland - Liebe Wardriver und alle anderen Fremdsurfer – auf dem Bettenhausener Dorfplatz hat man im Winter einen ausgezeichneten WLan Empfang. Kostenlos. Legal. (Auch ein Geheimtipp)
Für mich bedeutet das aber ich muss aus meinem Küchenfenster mit meiner großen Antenne irgendwie um die Hausecke kommen, damit ich die Kneipe empfangen kann. Daher der handelsübliche Besenstil. Geht super, sieht aber Scheiße aus. Aus meinem Küchenfenster hängt ein Besen, daran hängt eine Antenne und das Fenster ist offen und es ist arschkalt. Wenn Sie wissen wollen wo ich wohne: Da wo den ganzen Winter der Besen aus dem Fenster hängt, mit einer großen halblegalen Antenne daran. Genau da.

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Kommentare

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JK am :

Hotspot: Es gibt noch einen im Cafe BuchOase in der Germaniastrasse.

Sabine Scheffer am :

Ja Hotspots gibt es auch Kassel viele, viele, viele - Ich nehme an, der genannte ist auch kostenlos?
Danke für den Tipp.
Viele Grüß
Sabine Scheffer

Sabine Scheffer am :

Herr Fliiiigeeee????
Äh - Ähem - Sie bauen doch leidenschaftlich gerne seltsame Maschinen....!!!
In der neuen CT ist ein wunderbare Yagi Antenne aus Kupferdraht und Styropor, die der Selbstbau-Nutzer auf seine Antenne am Router steckt, um die Signalqualität zu erhöhen...Ich habe gerade keine Kupferdraht zur Hand und seit gestern legt ein schräger Nachbar meinen WLAN Empfang lahm...
ÄÄÄHHHH ??? Haben Sie zufällig schon so eine tolle Antenne gebaut, nur um zu sehen, ob es funktioniert?? Dass ist doch Ihre Leidenschaft...nur, um zu sehen, ob es funktioniert....
Kann ich Sie anrufen - DANKE

Monika am :

Wie macht denn der Nachbar das? Ist das ein besonders wässriger Typ? Regenwald in der Wohnung? Luftbefeuchter auf dem Balkon?..

Sabine Scheffer am :

Ja wahrscheinlich....Wasserschaden!?? Hochwasser in der Küche...?? Badewanne übergelaufen? Bald kommt es durch die Decke - war schon mal so...
Irgendjemand hat ein doooofes Peer to Peer Netz aufgebaut und hängt dauernd in meiner Funkstrecke. Wer braucht schon tagelang peer to peer??? (Also von einem Rechner direkt zum anderen)
Und irgendwer hat wohl seinen Sender aufgerüstet und jetzt muss ich nachrüsten...??? Je mehr WLAN hier auf der Ecke, desto seltsamer die Schwierigkeiten. Ich muss mal mit den Nachbarn sprechen und vor allem mit den Omas von gegenüber (!!!) oder vielleicht ist es der Pfarrer von nebenan (Mega-Sender auf dem Kirchturm vor meinem Fenster??)
Ich habe Herr Fligges Telefonnummer nicht...aber vielleicht meldet er sich...

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