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Eigeninitiative behinderter Menschen fördern

Bei einem Praxisbesuch des behindertenpolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg Rohde, im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen sprach sich der Bundestagsabgeordnete dafür aus, die Eigeninitiative behinderter Menschen und deren Integration in die Gesellschaft verstärkt zu fördern.
„Ich habe hier beim Besuch des Kassel Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen erlebt, welch großes Potenzial in den Ansätzen und dem Wirken für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen steckt. Wir müssen die Expertise und das Engagement behinderter Menschen viel stärker in den Mittelpunkt der Aktivitäten in der Behindertenpolitik und –arbeit stellen. Gerade bei der Nutzung von Hilfen ist beispielsweise im Rahmen von Persönlichen Budgets viel mehr Eigenverantwortung möglich“, erklärte Jörg Rohde nach einer Führung mit Praxisgesprächen mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen haben sich mehrere Selbsthilfeinitiativen von behinderten Menschen, wie beispielsweise der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) und Mensch zuerst, das Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten zusammengeschlossen. Sie bieten eine Vielzahl von Dienstleistungen für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen an und beschäftigen über 250 MitarbeiterInnen, darunter über 30 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. „Dieses mittelständische Unternehmen zeigt, wie ein Leben behinderter Menschen in der Gemeinde organisiert und wie das Selbstbewusstsein behinderter Menschen gefördert werden kann“, so Jörg Rohde.

Für Uwe Frevert vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) ist es ein gutes Zeichen, dass sich Bundestagsabgeordnete zunehmend vor Ort informieren, wie ein Leben Daheim statt im Heim gefördert werden kann. „Wir behinderte Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, haben viele interessante Unterstützungsformen entwickelt, die Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ganz neue Türen öffnen. Modelle wie zum Beispiel das Persönliche Budget sind auch für ältere und pflegebedürftige Menschen interessant, die auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind. Vor allem ist es nun wichtig, dass die Integration behinderter Kinder in das reguläre Schulsystem als Menschenrecht sichergestellt wird“, so Uwe Frevert. Uwe Frevert und Jörg Rohde waren sich darin einig, dass diejenigen, die erst gar nicht ausgegrenzt werden, später auch nicht eingegliedert werden müssen und plädierten für die Integration von Anfang an.

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