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Mein Röntgenblick auf Bettenhausen - Teil 8 -

Klar, ich erzähle mal was Schönes über unser Fachwerkdorf mitten in der Stadt. Gute Idee Frau Salm, das ist extra für Herrn Leister. Ich schreibe einfach mal ein paar schöne Geschichten über unsere Pferde, Hunde, Schafe, Hühner und Katzen (hihihi) - also los, das gibt es hier nämlich auch:
Mein Röntgenblick auf Bettenhausen - Teil 8 -

Info: Auf unsere fünf Dorfplatzkatzen kommen 20 Junkies mit zehn Hunden, das macht den Katzen aber nichts aus, ist bloß laut.......

Wenn ich in der Dunkelheit von der Straßenbahn komme und von der Kopfsteinpflasterstraße in den Fußweg mit den hohen Büschen einbiege muss ich meine Füße bei jedem Schritt sehr hoch heben. Tue ich das nicht trete ich auf Charly. Den stört das meistens nicht und wenn doch, lässt er sich oft nichts anmerken. Ich will trotzdem nicht auf ihn treten, weil er manchmal so laut schreit. Das macht er zwar nur an schlechten Tagen, aber ich weiß vorher nie, wann ein schlechter Tag ist. Außerdem tut es mir jedes Mal leid. Charly ist dick, alt und abgehärtet. Er ist knallrot und kastriert.
Charly ist ein Kater. Charly ist der Chef vom Bettenhausener Dorfplatz. Er war irgendwie schon immer da. Charly trinkt keine Milch, er trink aus dem Fluss, auch bei Hochwasser. Charly sitzt nicht am Fenster, er liegt auf der Straße. Charly wird nicht von Katern verprügelt, er haut alle anderen Katzen zu Klump. Das macht er solange, bis sie akzeptieren, dass er hier der Chef ist. Alle haben akzeptiert. Charly mag Menschen und Menschen mögen Charly: weil er aus dem Fluss trinkt, weil er keine Angst vor Hunden hat und weil er überall zugleich ist. Wie er das macht, weiß niemand, aber es ist jeden Tag so.
Charly hat Freunde. Alle Katzen besuchen ihn. Warum sie das machen wissen wir nicht. In Bettenhausen gibt es viele Katzen. Mein Kater Willy und sein Freund Kater Eddy gehen öfter mal rüber zu Charly. Dazu müssen sie über die Straße und ich mag das deshalb nicht. Den Leuten gegenüber, neben Charlys Haus, ist neulich eine dicke Katze zugelaufen. Die saß zuerst nur da und guckte was Charly macht, dann ist sie einfach beim Nachbarn eingezogen und jetzt macht sie das was Charly macht, nur im Haus nebenan. Wenn Fußgänger tagsüber über den Bürgersteig gehen müssen sie zuerst bei Charlys Haus die Füße heben und dann beim Haus nebenan. Die Katzen bleiben mitten auf dem Weg liegen und die Passanten steigen über sie drüber.

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Gertrud Salm am :

Charly müsste man sein.

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