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Eritrea Festival für Demokratie geht heute zu Ende

Das schon traditionelle Eritrea Festival in den Kasseler Messehallen geht heute zu Ende. Insgesamt haben das Festival ca. 3.000 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Ländern Europas besucht.
Bereits zum 15. Mal fand das Eritrea Festival nun schon in Kassel statt und so waren auch während der letzten Tage die Messehallen vom Duft Eritreischer Speisen, von Musik und verschiedenen kulturellen Darbietungen erfüllt. Allein in der Nacht vom Freitag auf den Samstag wurde bis 5.00 Uhr morgens dort gefeiert. Doch ging es bei dem Festival vor allem aber auch um die Politik, die das von undemokratischen Verhältnissen, Flucht und Hunger geplagte Land prägt. Die Eritreische Demokratische Jugendunion e.V. mit Sitz im Kasseler Kulturzentrum Schlachthof hat das Festival wiederum organisiert.

Das 124.000 qkm große Land liegt nördlich des Horns von Afrika und zählt ca. 4,5 Millionen Einwohner, wovon mehr als 800.000 außerhalb des Landes leben. Das Land wird von der PFDJ (People’s Front for Democracy and Justice) regiert, einer Einheitspartei, die nach Informationen des Bundesaußenministeriums das gesamte politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben des Landes beherrscht. Bisher sind weder Oppositionsparteien zugelassen, noch haben freie Medien eine echte Chance, da nur staatliche Medien zugelassen sind, die unter strikter Kontrolle der Regierung stehen. Wirtschaftlich gesehen befindet sich das Land, das 1993 seine Unabhängigkeit nach einem 30jährigen Unabhängigkeitskrieg gegen Athiopien erreichte, eindeutig im Abwärtstrend. Lag das Bruttosozialprodukt im Jahr 1998 noch bei 605 Millionen Euro, verringerte sich dies bis zum Jahr 2003 Informationen des Bundesaußenministeriums zufolge auf 437,9 Millionen Euro. Für das Prokopf-Einkommen bedeutete dies eine Verringerung von 163 Euro im Jahr 1998 auf 120 Euro im Jahr 2003.

Diese Rahmenbedingungen und vor allem die Tatsache, dass heute noch viele Eritreer politisch verfolgt werden, in Gefängnissen sitzen oder auf der Flucht sind, beschäftigten die TeilnehmerInnen eines Workshops über Eritrea mit vielen Vorträgen und Diskussionen. Am Samstagnachmittag überbrachten auch die Stadt Kassel durch Rogelio Barrosso für den Magistrat Kassel und Jürgen Kaiser für die Stadtverordnetenversammlung Solidaritätsgrüße für die Stadt Kassel. Auch von seiten der SPD und der Grünen wurde die Solidarität mit dem eritreischen Volk bekundet und vor allem die Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass Kassel wiederum als Zentrum für das Festival gewählt wurde. Dies mache die Stadt vielfältiger und nicht nur zu einem Zentrum Deutschlands, sondern der Menschenrechtspolitik Europas.

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